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Private Equity - Ein Überblick

Titel: Private Equity - Ein Überblick

Seminararbeit , 2012 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Marco Aulbach (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Manche Finanzinvestoren verschwenden keinen Gedanken an die Menschen,
deren Arbeitsplätze sie vernichten - Sie bleiben anonym, haben
kein Gesicht, fallen wie Heuschreckenschwärme über Unternehmen her,
grasen sie ab und ziehen weiter.“
(Franz Müntefering - 16.April 2005)
Seit Ende der 90iger Jahre ist in Deutschland die Private Equity Branche
auf dem Vormarsch. Bis zur Finanzkrise im Jahr 2007 haben sich Firmenübernahmen
durch diese Gesellschaften rasant erhöht (Tabelle 1). Auch
das Unternehmen Adler Modemärkte aus Haibach war bis vor kurzem im
Besitz einer Private Equity Firma. In der Region war die Adler Modemärkte
GmbH besonders dafür bekannt, dass sie in der Vergangenheit über
etliche Jahre hinweg keinen nachhaltigen Gewinn erwirtschaften konnte.
Mit der Unterstützung einer Private Equity Gesellschaft hat Adler schließlich
im Juni 2011 erfolgreich Wertpapiere an der Börse emittiert. Dieser
Fall ist nur einer von vielen Beispielen, die es in Deutschland und in der
Region Aschaffenburg gibt.
Einige Politiker bezeichnen die Private Equity Gesellschaften als einen
Fluch, für andere wiederum sind sie ein Segen. In einem Interview mit der
Bildzeitung eröffnete der damalige SPD Bundesvorsitzende und Arbeitsminister
Franz Müntefering die sogenannte Heuschreckendebatte. Für ihn
waren Private Equity Gesellschaften von ihrem Verhalten vergleichbar mit
Heuschrecken (siehe Zitat oben). Sie sind seiner Meinung nach eine der
größten Gefahren für die deutsche Wirtschaft und deren Beschäftigten.
Rechtfertigt das Geschäftsmodell wirklich solche Vorbehalte? Sind Private
Equity Firmen tatsächlich eine so große Gefahr? Im Folgenden sollen
unter anderem diese Fragen geklärt werden. Passend dazu werden In
Kapital 2 die verschiedenen Arten dieser Beteiligungsform analysiert.
Im Zusammenhang mit dieser Debatte sollte auch die Frage gestellt werden,
woraus die Attraktivität Deutschlands für Private Equity Gesellschaften
resultiert. Unter dem Abschnitt „Entwicklung in Deutschland“ (Kapitel
2.2) wird diese Frage beantwortet. Des Weiteren wird in dieser Seminararbeit
aufgezeigt, welche Firmen für Private Equity Gesellschaften lukrativ
sind und in welchen Unternehmenssituationen sie sich bevorzugt beteiligen
(Kapitel 3). Zudem ist es interessant zu wissen, wer überhaupt die
Kapitalgeber für diese sogenannten Heuschrecken sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GRUNDLAGEN DES PRIVATE EQUITY

2.1 Begriffsbestimmungen und Abgrenzungen von Private Equity

2.2 Begriffsbestimmungen der Unternehmensfinanzierungsphasen

2.3 Entwicklung in Deutschland

2.4 Grundsätzliches Geschäftsmodell von Private Equity i.w.S.

2.4.1 Private Equity Investoren und Investitionsgründe

2.4.2 Einstiegsphasen und Einstiegsgründe für Private Equity Gesellschaften

2.4.3 Zeitlicher und finanzieller Rahmen von Private Equity Investitionen

3. BETEILIGUNGSARTEN DES PRIVATE EQUITY I.W.S.

3.1 Venture Capital

3.1.1 Renditeerwartungen der Venture Capital Gesellschaften

3.1.2 Nichtfinanzielle Unterstützung durch Venture Capital Gesellschaften

3.1.3 Minderheitsbeteiligungen durch Venture Capital Gesellschaften

3.1.4 Weitere Unterscheidungsmerkmale von Private Equity i.e.S. und Venture Capital

3.2 Private Equity i.e.S.

3.2.1 Buyout Formen von Private Equity i.e.S.

3.2.2 Spezielle Unternehmenssituationen als Einstiegsgrund

3.3 Mezzanine Capital

3.3.1 Gründe und Kennzeichen einer Mezzanine Finanzierung

3.3.2 Formen einer Mezzanine Finanzierung

4. ZEITLICHER ABLAUF EINER PRIVATE EQUITY INVESTITION

4.1 Von der Kapitalsammelphase bis zur Post Exit Phase

4.2 Ausstiegsszenarien einer Private Equity Investition

5. PRAXISBEISPIEL GROHE

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Geschäftsmodell von Private-Equity-Gesellschaften, analysiert deren verschiedene Beteiligungsarten sowie den zeitlichen Ablauf von Investitionen und beleuchtet kritisch die öffentliche Debatte um sogenannte „Heuschrecken“ anhand theoretischer Grundlagen und eines praktischen Fallbeispiels.

  • Grundlagen und Abgrenzung von Private Equity und Venture Capital
  • Unterscheidung der Unternehmensfinanzierungsphasen
  • Analyse des Geschäftsmodells und der Investitionsgründe
  • Vergleich der Beteiligungsarten und Mezzanine-Finanzierungen
  • Darstellung des Investitionsprozesses vom Kapitalsammeln bis zum Exit
  • Fallbeispiel: Restrukturierung und Entwicklung der Grohe AG

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Renditeerwartungen der Venture Capital Gesellschaften

Auch die Venture Capital Gesellschaft entscheidet sich für eine Beteiligung mit dem Ziel, die Rendite ihrer Investoren zu maximieren. So erwarten beispielsweise 65% der deutschen Beteiligungsgesellschaften eine Rendite von mehr als 24% pro Jahr. Investmentfonds mit dem deutschen Aktienindex als Benchmark erwirtschaften hingegen eine Rendite von ca. 7%. Wie schon thematisiert, gehen Venture Capital Gesellschaften große Risiken ein, wodurch eine höhere Rendite gerechtfertigt wird. Das Risiko zeigt sich insbesondere in der überdurchschnittlichen Varianz dieser Investments. Im Jahr 2008 kam es z.B. bei mehr als 50% aller Ausstiege von Venture Capital Gesellschaften zu einer Abschreibung von 100%. Aggregiert man alle deutschen Beteiligungsgesellschaften (Private Equity i.w.S.) zusammen, dann kommt man immerhin noch bei 33% aller Investments auf einen hundertprozentigen Totalverlust. Es lässt sich also feststellen, dass eine Fehlinvestition meist einen vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals beinhaltet. Andererseits ist im Erfolgsfall auch eine sehr hohe Rendite möglich.

Letztendlich kommt ein Großteil der hohen Rendite und die Kompensation der Abschreibungen durch einige wenige Investments eines Fonds zustande. Es gibt also nur eine kleine Anzahl von Unternehmen, die wirklich eine sehr hohe Wertsteigerung erreichen. Ein weiterer Grund für die relativ üppigen Renditeerwartungen sind die geringen Investitionsvolumen pro Investment (siehe Tabelle 3 unter Kapitel 3.1.4). Dadurch entstehen z.B. höhere Fixkosten als bei Private Equity Gesellschaften i.e.S., die ebenfalls gedeckt werden müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Führt in die Thematik ein, stellt die sogenannte „Heuschreckendebatte“ vor und formuliert die zentralen Forschungsfragen zur Attraktivität und Vorgehensweise von Private Equity.

2. GRUNDLAGEN DES PRIVATE EQUITY: Definiert die Begriffe Private Equity und Venture Capital, erläutert die verschiedenen Finanzierungsphasen und analysiert die historische Entwicklung sowie das Geschäftsmodell in Deutschland.

3. BETEILIGUNGSARTEN DES PRIVATE EQUITY I.W.S.: Differenziert zwischen Venture Capital, Private Equity i.e.S. und Mezzanine Capital und erläutert jeweils spezifische Charakteristika, Renditeerwartungen und Unterstützungsleistungen.

4. ZEITLICHER ABLAUF EINER PRIVATE EQUITY INVESTITION: Beschreibt den Prozess von der Akquisephase über die Haltedauer bis hin zu verschiedenen Ausstiegsszenarien wie Börsengängen oder Trade Sales.

5. PRAXISBEISPIEL GROHE: Analysiert den Fall der Grohe AG als Beispiel für eine kontroverse Private-Equity-Investition und deren tatsächliche Auswirkungen auf das Unternehmen.

6. FAZIT: Fasst die Ergebnisse zusammen, relativiert die Heuschreckendebatte und bewertet die ökonomische Rolle von Private-Equity-Gesellschaften als langfristig orientierte Investoren.

Schlüsselwörter

Private Equity, Venture Capital, Mezzanine Capital, Heuschreckendebatte, Unternehmensfinanzierung, Rendite, Buyout, Leverage Effekt, Restrukturierung, Exit, Börsengang, Trade Sale, Finanzintermediäre, Risikokapital, Grohe AG.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Private-Equity-Branche in Deutschland, ihrer Funktionsweise, den verschiedenen Beteiligungsformen sowie ihrer ökonomischen Bedeutung und Kritik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Kernbereichen gehören die Definition von Finanzierungsarten (Venture Capital, Mezzanine), die Analyse des Geschäftsmodells, der Ablauf einer Beteiligung sowie die kritische Auseinandersetzung mit der gesellschaftspolitischen Debatte um Finanzinvestoren.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, das Geschäftsmodell von Private-Equity-Gesellschaften zu durchleuchten, ihre Rolle bei der Unternehmensentwicklung zu klären und die Frage zu beantworten, ob die öffentliche Kritik als „Heuschrecken“ berechtigt ist.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse der Fachliteratur sowie auf eine empirische Betrachtung der Branchenstatistiken und eine Fallstudienanalyse zur Grohe AG.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Private Equity, eine detaillierte Erläuterung der Beteiligungsarten inklusive Venture Capital und Mezzanine-Kapital sowie die Darstellung des zeitlichen Ablaufs einer Investition vom Einstieg bis zum Exit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Private Equity, Venture Capital, Buyout, Leverage Effekt, Restrukturierung, Exit, Finanzintermediäre und die Grohe AG sind die zentralen Begriffe der Analyse.

Warum wird die Grohe AG als Fallbeispiel angeführt?

Die Grohe AG dient als bekanntes Beispiel, das in der deutschen „Heuschreckendebatte“ oft als Beweis für destruktives Verhalten angeführt wurde, dessen tatsächliche Entwicklung unter Private-Equity-Beteiligung jedoch eine differenziertere Sichtweise erfordert.

Welche Rolle spielt Mezzanine-Kapital in dieser Arbeit?

Mezzanine-Kapital wird als eigenständige Finanzierungsform erläutert, die eine Mischung aus Eigen- und Fremdkapital darstellt und Unternehmen eine Finanzierung ohne Verwässerung der Eigentümerstruktur ermöglicht.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Private Equity - Ein Überblick
Hochschule
Hochschule Aschaffenburg
Veranstaltung
Schwerpunkt Finance
Note
1,3
Autor
Marco Aulbach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
26
Katalognummer
V211321
ISBN (eBook)
9783656393405
ISBN (Buch)
9783656394440
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Private Equity Finance Unternehmensbeteiligung Venture Capital Mezzanine Capital Risikokapital Kapitalbeteiligung Private Equity Fonds Fonds Grohe Wagniskapital Fluch oder Segen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marco Aulbach (Autor:in), 2012, Private Equity - Ein Überblick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211321
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Leseprobe aus  26  Seiten
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