Abgrenzung des Marktes für Handarbeitsgarne
Garne sind innerhalb der Textilwirtschaft (vgl. Abb.1) der Branche Textilindustrie zuzuordnen,2 und entstehen im Spinnerei-Betrieb (vgl. Abb. 2) durch das mehrfache Gleichrichten, Verdrehen und Strecken von Natur- oder Chemiefasern (vgl. Abb. 3) zu endlosen, fadenförmigen Gebilden.3 Der überwiegende Anteil der hergestellten Garne wird nach weiteren Schritten zur Produktion technischer Textilien4 verwendet oder der Bekleidungs- bzw. Haus- und Heimtextilienindustrie zugeführt. (vgl. Abb. 1).
Nur aus einem relativ geringen Anteil der produzierten Garne werden Handarbeitsgarne hergestellt, die man entsprechend der häufigsten Handarbeitstechniken in Strick-, Häkel-, Stick- und Nähgarne einteilen kann.5
Dem zu analysierenden Markt für Handarbeitsgarne (vgl. Abb. 4) ist der Markt für Handarbeitsartikel übergeordnet, dem die Warengruppen Handarbeitsgarne, Tapisserie-Erzeugnisse, Handarbeits- und Schneiderscheren, Nadeln sowie Handarbeitszubehör aus Metall zugeordnet werden.6 Handarbeitsartikel lassen sich ihrerseits von Kurzwaren (u.a. Knöpfe, Reißverschlüsse, Bänder) und Meterwaren (Stoffe aller Art) abgrenzen.7
Der Begriff „deutscher Markt“ für Handarbeitsgarne wird in Anlehnung an Kotler/Bliemel 8 aufgefaßt als Gesamtheit der möglichen Käufer von Handarbeitsgarnen in Geschäften des Einzelhandels 9 auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.
Entsprechend der vorgenommenen Abgrenzung wird im folgenden der deutsche Markt für Handarbeitsgarne mit den Segmenten Strick-, Häkel-, Stick- und Nähgarnen untersucht.
Inhaltsverzeichnis
1. Darstellung des deutschen Marktes für Handarbeitsgarne
1.1. Abgrenzung des Marktes für Handarbeitsgarne
1.2. Analyse des Marktes für Handarbeitsgarne anhand relevanter Kriterien
2. Analyse des wirtschaftlich relevanten Umfeldes
3. Teilnehmeranalyse
3.1. Wettbewerber
3.2. Kunden (Subfinale Zielgruppen)
3.3. Kunden (Finale Zielgruppen)
4. Analyse des Versorgungs- und Ersatzobjekte
4.1. Versorgungsobjekte
4.2. Ersatzobjekte
5. Abschlußbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, eine fundierte Marktanalyse für Handarbeitsgarne in Deutschland durchzuführen. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich das Marktvolumen entwickelt hat, welche Faktoren die Nachfrage beeinflussen und welche strategischen Reaktionen seitens der Hersteller auf das veränderte Marktumfeld und das sinkende Marktvolumen erfolgt sind.
- Strukturelle Analyse des deutschen Marktes für Handarbeitsgarne
- Untersuchung des wirtschaftlich relevanten Umfeldes und demografischer Einflüsse
- Analyse der Teilnehmer (Wettbewerber und Zielgruppen)
- Bewertung von Versorgungs- und Ersatzobjekten
- Beurteilung aktueller Trends und der Rolle der Brancheninitiativen
Auszug aus dem Buch
1.1. Abgrenzung des Marktes für Handarbeitsgarne
Garne sind innerhalb der Textilwirtschaft (vgl. Abb.1) der Branche Textilindustrie zuzuordnen, und entstehen im Spinnerei-Betrieb (vgl.Abb. 2) durch das mehrfache Gleichrichten, Verdrehen und Strecken von Natur- oder Chemiefasern (vgl. Abb. 3) zu endlosen, fadenförmigen Gebilden. Der überwiegende Anteil der hergestellten Garne wird nach weiteren Schritten zur Produktion technischer Textilien verwendet oder der Bekleidungs- bzw. Haus- und Heimtextilienindustrie zugeführt. (vgl. Abb. 1).
Nur aus einem relativ geringen Anteil der produzierten Garne werden Handarbeitsgarne hergestellt, die man entsprechend der häufigsten Handarbeitstechniken in Strick-, Häkel-, Stick- und Nähgarne einteilen kann. Dem zu analysierenden Markt für Handarbeitsgarne (vgl. Abb. 4) ist der Markt für Handarbeitsartikel übergeordnet, dem die Warengruppen Handarbeitsgarne, Tapisserie-Erzeugnisse, Handarbeits- und Schneiderscheren, Nadeln sowie Handarbeitszubehör aus Metall zugeordnet werden. Handarbeitsartikel lassen sich ihrerseits von Kurzwaren (u.a. Knöpfe, Reißverschlüsse, Bänder) und Meterwaren (Stoffe aller Art) abgrenzen.
Der Begriff „deutscher Markt“ für Handarbeitsgarne wird in Anlehnung an Kotler/Bliemel aufgefaßt als Gesamtheit der möglichen Käufer von Handarbeitsgarnen in Geschäften des Einzelhandels auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Darstellung des deutschen Marktes für Handarbeitsgarne: Dieses Kapitel definiert den Markt für Handarbeitsgarne innerhalb der Textilwirtschaft und grenzt ihn von angrenzenden Bereichen wie Kurz- oder Meterwaren ab.
2. Analyse des wirtschaftlich relevanten Umfeldes: Hier werden politische und demografische Rahmenbedingungen wie die Wiedervereinigung, die Euro-Einführung und Bevölkerungsprognosen auf ihren Einfluss auf den Handarbeitsmarkt geprüft.
3. Teilnehmeranalyse: Dieser Abschnitt untersucht die Wettbewerber, insbesondere marktführende Hersteller wie Coats, sowie die relevanten Zielgruppen, wobei der Fokus auf privaten Endverbraucherinnen liegt.
4. Analyse des Versorgungs- und Ersatzobjekte: Das Kapitel betrachtet die angebotenen Produkte, wie Handarbeitsgarne, sowie Substitutionsmöglichkeiten durch industriell gefertigte Strickwaren.
5. Abschlußbetrachtung: Das Fazit fasst den anhaltenden Rückgang des Marktvolumens zusammen und beleuchtet die strategischen Ansätze der Hersteller, insbesondere durch Trendthemen wie Effektgarne den Markt wieder zu beleben.
Schlüsselwörter
Handarbeitsgarne, Textilwirtschaft, Marktvolumen, Handstrickgarne, Wettbewerbsdruck, Zielgruppenanalyse, Handarbeitstechniken, Effektgarne, Einzelhandel, Fachhandel, Markenportfolio, demografischer Wandel, Konsumentenverhalten, Marketingstrategie, Initiative Handarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einer umfassenden Analyse des deutschen Marktes für Handarbeitsgarne, um das Marktvolumen und die strukturellen Gegebenheiten zu verstehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Marktabgrenzung, der Wettbewerb unter den Herstellern, die Analyse der Zielgruppen (Endverbraucher) und die Rolle des stationären Einzelhandels.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Gründe für das rückläufige Marktvolumen seit den 1980er Jahren zu identifizieren und die aktuelle Marktsituation sowie Trends wie die steigende Bedeutung von Effektgarnen zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, einer Auswertung von Branchenberichten sowie einer eigenen empirischen Erhebung in Form von Interviews mit Fachhändlern und einer Kundenbefragung in einem Warenhaus.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert das Marktumfeld, die Hauptwettbewerber und deren Markenstrategien, die Kundenstruktur sowie die Bedeutung von Produkten und Ersatzgütern für die Absatzentwicklung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Handarbeitsgarne, Marktvolumen, Strick- und Häkelgarne, Konsumentenverhalten, Handelsmarken und der demografische Wandel.
Wie reagieren die Hersteller auf den Wettbewerbsdruck?
Hersteller setzen verstärkt auf gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, moderne Internetplattformen und die Einführung modischer Neuheiten wie Effektgarne, um jüngere Zielgruppen anzusprechen.
Welche Rolle spielen Fachgeschäfte im Vergleich zu Kaufhäusern?
Fachgeschäfte unterscheiden sich durch eine intensive Beratung und Unterstützung bei Anwendungstechniken, während Kaufhäuser durch Eigenmarken und Preisvorteile im Massensegment konkurrieren.
- Arbeit zitieren
- Christian Faupel (Autor:in), 2002, Analyse des deutschen Marktes für Handarbeitsgarne, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21133