Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Economie politique - Théorie et Politique de compétition

Probleme der Öffnung des Dienstleistungssektors im gemeinsamen Binnenmarkt der EU

Titre: Probleme der Öffnung des Dienstleistungssektors im gemeinsamen Binnenmarkt der EU

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2011 , 24 Pages , Note: 2

Autor:in: Patrick Busack (Auteur)

Economie politique - Théorie et Politique de compétition
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Bei einem EU-weiten Entwicklungsvergleich der drei verschiedenen Wirtschaftssektoren kommt es zur Auffälligkeit, dass innerhalb der letzten Jahre der Dienstleistungssektor, verglichen mit dem primären sowie sekundären Sektor, sich immer mehr zur vorrangigen Erwerbsquelle entwickelt hat. Am Beispiel Deutschlands ist zu erkennen, dass es auch hier, wie auch in anderen hoch entwickelten Ländern, im Zuge des gesamtwirtschaftlichen Strukturwandels zu einer überproportionalen Expansion des privaten Dienstleistungssektors gekommen ist. Trug der tertiäre Sektor im Jahre 1991 55 Prozent zur Bruttowertschöpfung bei, so waren es im Jahre 2005 bereits 64 Prozent. Ähnliche Größenordnungen liegen ebenfalls für den Anteil Erwerbstätiger des tertiären Sektors im 3-Sektorenmodell für selbigen Zeitraum vor. Kam es in diesem Zeitraum im Sekundärsektor durch Arbeitsplatzabbau zu einem Verlust per Saldo von 3,1 Millionen Arbeitsplätzen, so wurden im privaten Dienstleistungssektor 4,4 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.2 Somit ist es unübersehbar, welche zentrale Rolle der Dienstleistungssektor bei der Betrachtung der Einkommensgenerierung und somit für die volkswirtschaftliche Wohlfahrt einnimmt. Bei Betrachtung der Dienstleistungsmärkte im europäischen Ausland zeigt sich auch am Beispiel von Deutschlands Mittelfeldposition hinsichtlich des Erwerbstätigenanteils sowie des Anteils der Bruttowertschöpfung unausgeschöpftes wirtschaftliches Potential.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wohlfahrtseffekte durch eine EU-Binnenmarktliberalisierung

2.1 Ungenutzes Produktivitätspotential in der EU

2.2 Die Vorteile und Auswirkungen von freiem Dienstleistungshandel

2.3 Nutznießer einer Binnenmarktliberalisierung

3 Die neue Dienstleistungsrichtlinie und ihr Entstehungsursprung

3.1 Die Lissabon-Strategie als Kerngedanke der Dienstleistungsrichtlinie

3.2 Der Bolkestein-Entwurf

3.2.1 Beseitigung der Hindernisse für die Dienstleistungsfreiheit

3.2.2 Beseitigung der Hindernisse für einen freien Dienstleistungsverkehr

3.2.3 Stärkung des gegenseitigen Vertrauens zwischen den Mitgliedsstaaten

3.3 Die finale Fassung der Dienstleistungsrichtlinie

3.4 Beweggründe für die Entwurfsabänderung

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen und die regulatorische Entwicklung bei der Öffnung des europäischen Dienstleistungssektors. Die zentrale Forschungsfrage adressiert dabei, ob die finale Dienstleistungsrichtlinie den ursprünglichen Intentionen zur Stärkung des Binnenmarktes gerecht wird und welche Wohlfahrtseffekte durch eine weitere Liberalisierung zu erwarten sind.

  • Ökonomische Wohlfahrtseffekte durch Binnenmarktliberalisierung
  • Analyse des ursprünglichen Bolkestein-Entwurfs
  • Vergleich und Bewertung der finalen Dienstleistungsrichtlinie
  • Lissabon-Strategie als politischer Ausgangspunkt
  • Strukturwandel und Produktivitätspotenziale im tertiären Sektor

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Beseitigung der Hindernisse für die Dienstleistungsfreiheit

Zur Beseitigung der Hindernisse bei der Niederlassungsfreiheit sieht der Bolkestein-Entwurf vier konkrete Maßnahmen vor, welche ein primäres Ziel verfolgen, nämlich die Grundfreiheit der Personenfreizügigkeit in der EU zu wahren. Ziel ist es, den natürlichen sowie juristischen Personen die Niederlassung in jedem Mitgliedsstaat der EU zu vereinfachen.

Dafür soll als erstes eine Verwaltungsvereinfachung innerhalb der EU erreicht werden. Hierfür sollen die EU-Staaten verpflichtet werden einheitliche Ansprechpartner zu benennen, bei denen die Dienstleistungserbringer alle Verwaltungsformalitäten erledigen können, die im Zuge ihrer Tätigkeiten notwendig sind. Diese Ansprechpartner sollen hierbei als die institutionellen Gesprächspartner für die Dienstleistungserbringer fungieren. Der Kontakt mit mehreren zuständigen Körperschaften oder Behörden soll hiermit vermieden werden, was wiederum zur Verfahrensbeschleunigung führt. Darüber hinaus haben die Mitgliedsstaaten sicher zu stellen, dass bis spätestens 31. Dezember 2008 alle Formalitäten und Verfahren problemlos via Fernweg und elektronisch bei eben erläuterten Ansprechpartnern oder der verantwortlichen Zuständigkeitsstelle abgewickelt werden können. Die Implementierung elektronischer Verfahren zur Abwicklung der Verwaltungsformalitäten ist hierbei als eines der Schlüsselelemente der Richtlinie zur Erreichung der Verwaltungsvereinfachung anzusehen. Diese neuen elektronischen Möglichkeiten sollen helfen für die öffentlichen Behörden, jedoch besonders für die Erbringer der Dienstleistungen, die Verwaltungsverfahren deutlich einfacher zu gestalten. Gerade für Dienstleistungserbringer aus anderen EU-Mitgliedsstaaten soll diese Möglichkeit eine erhebliche Verfahrensvereinfachung arrangieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung des Dienstleistungssektors heraus und definiert die Ziele der Arbeit hinsichtlich der Wohlfahrtseffekte und der Bewertung der Richtlinienentwicklung.

2 Wohlfahrtseffekte durch eine EU-Binnenmarktliberalisierung: Dieses Kapitel untersucht das ungenutzte Produktivitätspotenzial und argumentiert, dass ein freier Dienstleistungshandel trotz temporärer Anpassungsprozesse zu einem Nettowohlfahrtsgewinn führt.

3 Die neue Dienstleistungsrichtlinie und ihr Entstehungsursprung: Das Kernkapitel beleuchtet die Lissabon-Strategie als politischen Rahmen und analysiert detailliert den Übergang vom ursprünglichen Bolkestein-Entwurf zur finalen Richtlinienfassung sowie die Gründe für die vorgenommenen Änderungen.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die finale Richtlinie hinter den Erwartungen einer umfassenden Liberalisierung zurückbleibt, und empfiehlt, das übergeordnete Interesse der Gemeinschaft über nationale Protektionsängste zu stellen.

Schlüsselwörter

Dienstleistungssektor, Binnenmarktliberalisierung, Bolkestein-Entwurf, Dienstleistungsrichtlinie, Lissabon-Strategie, Herkunftslandprinzip, Wohlfahrtseffekte, Niederlassungsfreiheit, Produktivitätspotenzial, Europäische Union, Strukturwandel, Freizügigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Problematik und die Chancen der Marktöffnung für Dienstleistungen innerhalb der Europäischen Union sowie die regulatorische Umsetzung durch die EU-Dienstleistungsrichtlinie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Wohlfahrtseffekte durch Liberalisierung, der Einfluss der Lissabon-Strategie und die detaillierte Gegenüberstellung des Bolkestein-Entwurfs mit der endgültigen Richtlinienfassung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, dass eine Liberalisierung des Binnenmarktes zu positivem volkswirtschaftlichem Gewinn führt, und zu bewerten, inwieweit die finale Richtlinie ihre ursprünglichen Entstehungsziele erreicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse, die wirtschaftswissenschaftliche Theorien zur Außenhandelsliberalisierung mit politischen Dokumenten und empirischen Studien verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretischen Grundlagen des Dienstleistungshandels, die Entstehung der Dienstleistungsrichtlinie und eine kritische Analyse der Abweichungen zwischen dem ursprünglichen Entwurf und dem finalen Kompromiss.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Dienstleistungsrichtlinie, Herkunftslandprinzip, Binnenmarkt, Liberalisierung und Produktivitätspotenzial.

Warum wurde das Herkunftslandprinzip so kontrovers diskutiert?

Es gab Befürchtungen, dass dieses Prinzip zu einem "ruinösen Wettbewerb" bei Sozialstandards führen und Arbeitnehmerrechte durch Druck auf das niedrigste Niveau gefährden könnte.

Welche Ausnahmen beeinflussen die Wirksamkeit der Richtlinie?

Ein erweiterter Ausnahmekatalog umfasst wichtige Bereiche wie Daseinsvorsorge, Postwesen, Energie und Wasser, wodurch eine flächendeckende Liberalisierung des Sektors eingeschränkt wurde.

Fin de l'extrait de 24 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Probleme der Öffnung des Dienstleistungssektors im gemeinsamen Binnenmarkt der EU
Université
University of Göttingen
Note
2
Auteur
Patrick Busack (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
24
N° de catalogue
V211399
ISBN (ebook)
9783656392828
ISBN (Livre)
9783656393689
Langue
allemand
mots-clé
Binnenmarkt Dienstleistungs Binnenmarktliberalisierung Wohlfahrtseffekte Produktivitätspotential Dienstleistungshandel Lissabon-Strategie Bolkestein Dienstleistungsfreiheit Dienstleistungsrichtlinie Dienstleistungsverkehr
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Patrick Busack (Auteur), 2011, Probleme der Öffnung des Dienstleistungssektors im gemeinsamen Binnenmarkt der EU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211399
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  24  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint