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William Morris Hughes Drang zur Annexion der deutschen Pazifikkolonien

Untersuchung der gesellschaftlichen Akzeptanz

Title: William Morris Hughes Drang zur Annexion der deutschen Pazifikkolonien

Term Paper , 2012 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Andreas Dick (Author)

World History - Modern History
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Während der Suche nach einem Referatsthema für das Proseminar „Die Pariser Friedenskonferenz von 1919/20 in globaler Perspektive“ stieß ich auf William Morris Hughes, der sich als große und vor allem äußerst interessante Persönlichkeit herausstellte. Sein Handeln und Schaffen interessierte mich von Beginn an, besonders durch seine Position als Premierminister eines der Dominions, die auf den Friedenskonferenzen zur Beendigung des ersten Weltkriegs zum ersten Mal ein Mitspracherecht in internationalen Verhandlungen bekamen. So stieß ich während der Quellensuche auf einen Artikel, der aufzeigte, dass die Meinung die Mr. Hughes hinsichtlich der Mandatsfrage vertrat, durchaus nicht ohne Gegenstimmen im Volk aufgenommen wurde. Diese Kontroverse erschien mir bedeutend und gab mir den Anlass diese Arbeit zu schreiben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

1.1 Einleitung

1.2 Zielsetzung

2 William Morris Hughes - „Fighting like a weasel”

3 Treibende Faktoren für Hughes Interessenartikulation

3.1 William Hughes‘ Sicht von Deutschland

3.2 Sicherheitsfaktoren

3.3 Wirtschaftsfaktoren

4 Gegenstimmen

5 Fazit/Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Beweggründe des australischen Premierministers William Morris Hughes hinsichtlich seines Strebens nach der Annexion ehemaliger deutscher Pazifikkolonien während der Pariser Friedenskonferenz 1919/20 sowie die existierenden inneraustralischen Gegenstimmen zu diesem Vorhaben.

  • Analyse der geopolitischen und sicherheitspolitischen Motive von Hughes.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Argumentation für eine australische Kontrolle der Inselgebiete.
  • Darstellung der gegensätzlichen Meinungen innerhalb der australischen Bevölkerung und Presse.
  • Bewertung des Einflusses von William Hughes auf die internationale Mandatspolitik.
  • Einordnung der australischen Position in das globale Spannungsfeld der Nachkriegszeit.

Auszug aus dem Buch

3 Treibende Faktoren für Hughes Interessenartikulation

Einer der treibenden Faktoren, die gegen die Rückgabe der Gebiete an Deutschland sprachen, war William Hughes Bild von Deutschland. Er gestand dem Kaiserreich zwar zu, dass dessen Stärke auf Organisation beruhe und diese dem Empire fehle: „The British Empire, ought to be an organized Empire: organized for trade, for industry, for economic justice, for national defense, fort the preservation of the world’s peace. For the protection of the weak against the strong”, aber dennoch sah er zwischen dem Empire und Deutschland einen Unterschied wie zwischen Himmel und Hölle. Er war dafür, Deutschland für die von ihm begangenen Verbrechen zu bestrafen und es machte für ihn keinen Unterschied ob Deutschland nun ein Reich sei oder eine Republik. Er bestand darauf, dass das Kaiserreich, und somit nicht nur der Kaiser, den Krieg angefangen habe und nun dafür bezahlen müsse. Für Hughes war es von größter Bedeutung, dass sichergestellt werde, dass Deutschland seiner wirtschaftlichen Machtposition beraubt werde, sodass die Siegermächte es in Zukunft nicht fürchten müssten und der Handel nicht mehr von Deutschland kontrolliert werde. Warum, so Hughes, sollte Deutschland in dieser Position verbleiben dürfen, welche es schließlich nur durch den Krieg erworben hatte. Nun gelte es diesen Kriegsgewinn wieder zurückzusetzten und dafür zu sorgen, dass dies nicht wieder geschehen könne.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Der Autor erläutert seine Motivation zur Wahl des Themas und die Faszination für die Rolle von William Morris Hughes während der Friedenskonferenzen.

1.1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Haltung Australiens zu den deutschen Pazifikkolonien ein und stellt die Kontroverse um die Annexionswünsche von Hughes dar.

1.2 Zielsetzung: Dieser Abschnitt definiert die Forschungsfragen der Arbeit, die sich mit den Beweggründen für Hughes' Politik und der Existenz von Gegenstimmen befassen.

2 William Morris Hughes - „Fighting like a weasel”: Es wird die aggressive Verhandlungstaktik von Hughes gegenüber den Siegermächten analysiert, insbesondere seine Auseinandersetzungen mit US-Präsident Wilson.

3 Treibende Faktoren für Hughes Interessenartikulation: Das Kapitel beleuchtet die ideologischen, strategischen und ökonomischen Hintergründe, die Hughes in seinem Handeln antrieben.

3.1 William Hughes‘ Sicht von Deutschland: Hughes' tiefes Misstrauen gegenüber dem deutschen Kaiserreich und die Forderung nach dessen wirtschaftlicher Schwächung werden hier dargelegt.

3.2 Sicherheitsfaktoren: Der Autor beschreibt die Sorge vor einer japanischen Expansion und die Notwendigkeit maritimer Sicherheit als Kernargumente für die Annexion.

3.3 Wirtschaftsfaktoren: Hier werden die ökonomischen Aspekte, wie die Angst vor deutschen Handelsmonopolen und die Bedeutung von Phosphatvorkommen für die australische Landwirtschaft, untersucht.

4 Gegenstimmen: Das Kapitel gibt die kritischen Stimmen in der australischen Gesellschaft und Presse wieder, die eine Annexion aufgrund von Überforderung und mangelnder Verwaltungskapazität ablehnten.

5 Fazit/Schlussfolgerung: Die Arbeit zieht ein Resümee, dass Hughes' Handeln trotz seiner Radikalität in der damaligen Sicherheitslogik nachvollziehbar war, auch wenn es in Australien keinen breiten, aber durchaus vernehmbaren Widerstand gab.

Schlüsselwörter

William Morris Hughes, Pariser Friedenskonferenz, Australien, Pazifikkolonien, Annexion, Mandatssystem, Sicherheitspolitik, Deutsches Kaiserreich, Weltwirtschaft, Japan, Sicherheitsfaktoren, Dekolonisation, Commonwealth, Imperium, Pazifik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die außenpolitischen Bestrebungen des australischen Premierministers William Morris Hughes auf der Pariser Friedenskonferenz 1919/20, insbesondere seinen Wunsch nach der Annexion ehemaliger deutscher Kolonien im Pazifik.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Wechselwirkung zwischen nationaler Sicherheit, wirtschaftlichen Interessen und den ideologischen Vorstellungen von Hughes im Kontext der globalen Neuordnung nach dem Ersten Weltkrieg.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Faktoren zu identifizieren, die Hughes’ aggressive Interessenvertretung motivierten, und zu bewerten, inwiefern diese Haltung den tatsächlichen nationalen Willen Australiens widerspiegelte oder auf Widerstand stieß.

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Die Arbeit stützt sich auf eine quellenbasierte Analyse, wobei insbesondere zeitgenössische Presseberichte und historische Dokumente genutzt werden, um die Debatte um die pazifischen Territorien zu rekonstruieren.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt Hughes' Konfrontationskurs mit den Alliierten, seine sicherheitspolitischen Bedenken hinsichtlich Japan, die ökonomischen Motive zur Kontrolle der Inseln sowie die kritische Gegenbewegung innerhalb Australiens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind William Morris Hughes, Pazifik, Annexion, Mandatssystem, Sicherheit und nationale Souveränität.

Wie bewertete Hughes die Rolle von Präsident Wilson bei den Verhandlungen?

Hughes stand Wilson kritisch gegenüber und empfand dessen Einflussnahme auf die Weltgeschicke als unzulässig, was sich in den hitzigen Debatten über das Mandatssystem manifestierte.

Welche Rolle spielte Japan bei den Überlegungen zur Sicherheit Australiens?

Japan wurde von Hughes als wachsende militärische Bedrohung im Pazifik wahrgenommen, was ihn dazu trieb, die Kontrolle über ehemalige deutsche Inseln als strategischen Schutzwall für Australien zu fordern.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich des „nationalen Willens“?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es zwar Opposition gab, die breite Bevölkerung jedoch von Hughes' Sicherheitsargumenten überzeugt war, wodurch das politische Handeln in Versailles auf keine nennenswerte interne Blockade stieß.

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Details

Title
William Morris Hughes Drang zur Annexion der deutschen Pazifikkolonien
Subtitle
Untersuchung der gesellschaftlichen Akzeptanz
College
University of Heidelberg  (Historisches Seminar)
Course
Die Pariser Friedenskonferenz 1919/20 in globaler Perspektive
Grade
1,7
Author
Andreas Dick (Author)
Publication Year
2012
Pages
14
Catalog Number
V211445
ISBN (eBook)
9783656393887
ISBN (Book)
9783656394358
Language
German
Tags
Australien Pariser Friedenskonferenz William Morris Hughes Kolonien Mandate deutsche Pazifik Kolonien 1919 1920
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Dick (Author), 2012, William Morris Hughes Drang zur Annexion der deutschen Pazifikkolonien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211445
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