Die folgende Seminararbeit behandelt den Fernsehmarkt von Irland. Dabei wird vor allem auf die nationalen legislativen Rahmenbedingungen des öffentlich-rechtlichen und des privat-kommerziellen Fernsehens eingegangen und dies aus der Perspektive der Digitalisierungs-Richtlinien der EU betrachtet. Weiters wird die Finanzierung, die Programmaufträge und auch die technische Diffusions-Situation in Irland betrachtet.
Zusätzlich findet dabei eine Einordnung des Mediensystems Irlands in das Mediensystem-Modell nach Roger Blum statt.
Der Inhalt ist wie folgt aufgebaut:
1. Einleitung
2. Der Fernseh-Markt in Irland
2.1 Grundsätzliches
2.2 Massenmedien in Irland
2.3 Einordung in ein Mediensystem
3. Fernsehen in Irland
3.1 Medienpolitische Grundlagen
3.2 Technologie und Diffusion
3.4 Öffentlich-Rechtliches Fernsehen
3.5 Privat-kommerzielles Fernsehen
3.6 Lokales, regionales und Community-Fernsehen
4. Synthese
5. Literatur
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Fernseh-Markt in Irland
2.1 Grundsätzliches
2.2 Massenmedien in Irland
2.3 Einordung in ein Mediensystem
3. Fernsehen in Irland
3.1 Medienpolitische Grundlagen
3.2 Technologie und Diffusion
3.4 Öffentlich-Rechtliches Fernsehen
3.5 Privat-kommerzielles Fernsehen
3.6 Lokales, regionales und Community-Fernsehen
4. Synthese
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Struktur und Besonderheiten der irischen Fernsehlandschaft unter Berücksichtigung historischer, medienpolitischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Das primäre Ziel ist es, das irische Fernsehen innerhalb des europäischen Kontextes zu verorten und die Auswirkungen der Digitalisierung sowie der ökonomischen Krisen auf die Anbieter zu analysieren.
- Historische Entwicklung der Medienpolitik und Gesetzgebung
- Struktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (RTÉ)
- Marktsituation und Regulierung privater Sendeanstalten
- Technische Aspekte: Kabel-, Satellitenpenetration und Digitalisierung
- Finanzierungsmodelle von Rundfunkunternehmen
Auszug aus dem Buch
3.1 Medienpolitische Grundlagen
Die legislativen Grundlagen für das heutige Fernsehen-System Irlands sind stark historisch und ideologisch begründet: Da die in den 1950er und 1960er Jahren geführte Debatte, ob und wie ein eigenständiger öffentlich-rechtlicher Fernsehen-Anbieter gegründet werden sollte - der Startschuss für eine Fernsehen-bezogene Medienpolitik -, war vor allem auf der einen Seite durch die prekäre finanzielle Lage des Staates, auf der anderen Seite durch den nationalistischen Anspruch, einen Gegenentwurf zum ungeliebten britischen BBC bieten zu können, geprägt. Es gab sechs ineinander spielende, legislative Wegsteine die zum heutigen Stand führten:
Die medienpolitischen Grundlagen des irischen Fernsehens beginnen mit dem „Broadcasting Authority Act 1960” (vgl. BAA 1960): In ihm wurden die Grundlagen für eine nationale Fernsehen-Ausstrahlung und für die Struktur einer staatlichen, diese Ausstrahlung regulierende Behörde („Radio Éirann”), sowie der Grundstein für den späteren Public-Service-Broadcaster RTÉ gelegt. Die Mitglieder der Behörde wurden von der Regierung bestimmt (vgl. ebd.: §3), bezahlt und konnten auch durch diese wieder abgesetzt werden (vgl. ebd.: §6).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die Besonderheiten der irischen Fernsehlandschaft, wie die hohe Pay-TV-Penetration und die begrenzte Anzahl an Free-TV-Sendern.
2. Der Fernseh-Markt in Irland: Dieses Kapitel kontextualisiert das Mediensystem durch sozioökonomische Daten und eine Einordnung in Mediensystem-Modelle.
3. Fernsehen in Irland: Das Hauptkapitel analysiert detailliert die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die technische Infrastruktur sowie die Situation des öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunks.
4. Synthese: Hier werden die zentralen Erkenntnisse zu Finanzierungsproblemen, Marktstrukturen und regulatorischen Besonderheiten stichpunktartig zusammengeführt.
Schlüsselwörter
Irland, Fernsehen, Rundfunk, Medienpolitik, RTÉ, TV3, Digitalisierung, Rundfunkgebühren, Medienmarkt, Werbemarkt, Public-Service-Broadcasting, Rundfunkgesetz, Medienregulierung, Kabelfernsehen, Satellitenfernsehen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine fundierte Analyse des irischen Fernsehsystems und beleuchtet dessen historische Genese sowie die aktuellen Rahmenbedingungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Medienpolitik, die Finanzierungsmodelle von Rundfunksendern, die Marktsituation privater Anbieter und der Einfluss technischer Entwicklungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erfassung der wichtigsten Fakten über das irische Fernsehen, um dieses in das komplexe Mediensystem des Landes einzuordnen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse von legislativen Dokumenten, Branchenberichten und medienwissenschaftlicher Literatur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit den medienpolitischen Grundlagen, der technischen Diffusion, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk sowie den privat-kommerziellen Sendern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Mediensystem, Broadcasting Authority of Ireland, RTÉ, Finanzierung, Digitalisierung und Rundfunkpolitik.
Wie stark beeinflusste die Wirtschaftskrise den irischen Rundfunk?
Die Krise führte zu sinkenden Werbeeinnahmen und drastischen Einsparungen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk sowie privaten Sendern.
Was ist die Besonderheit des irischen „Public Service Broadcasters“?
RTÉ ist durch ein hybrides Modell finanziert, das sowohl auf staatlichen Gebühren als auch auf Werbeeinnahmen basiert.
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- Alexander Schimming (Autor), 2012, Der Fernsehmarkt in Irland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211469