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Der Entstehungszusammenhang von El Grecos „Das Begräbnis des Grafen Orgaz“ und der Einfluss auf Inhalt und Form

Title: Der Entstehungszusammenhang von El Grecos „Das Begräbnis des Grafen Orgaz“ und der Einfluss auf Inhalt und Form

Term Paper , 2011 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: B.A. Agata Waleczek (Author)

Art - History of Art
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Eine angemessene Einordnung Werke El Grecos in der Malerei des spanischen „Siglo de Oro“ hat erst ein Jahrhunderte andauernder Prozess des Verstehens ermöglicht. So klar wie der gebürtige Grieche heute zu den wichtigsten europäischen Künstlern des Spätmanierismus gezählt wird, so verschieden ist seine Bewertung durch seine Zeitgenossen und spätere Künstler- und Gelehrtengenerationen erfolgt. Sein unverwechselbarer Stil mit den charakteristischen, überlängten Figuren und der ungewöhnlich grellen Farbgebung forderte die unglaublichsten Interpretationen und Theorien heraus, die dem Künstler Augenkrankheiten attestierten oder ihn als visionären Pionier des Expressionismus glorifizierten.
Von diesen verallgemeinernd-kategorisierenden Ansätzen möchte sich die vorliegende Arbeit entfernen. Analytisch soll die Annäherung an ein spezifisches Werk des Künstlers erfolgen, der sowohl Elemente des byzantinischen Stils aus Griechenland als auch der venezianischen Malerei auf außergewöhnliche Weise zu verbinden verstand: sein berühmtestes Gemälde „Das Begräbnis des Grafen Orgaz“. Über einen literaturbasiert-interpretativen Zugang soll das Gemälde als Ergebnis eines geschichtlichen Prozesses verstanden werden.
An welchen Stellen und wie zeigt sich in Inhalt und Form des Werkes der Einfluss geschichtlicher Ereignisse beziehungsweise der persönlichen Erfahrungen des Künstlers? Welchen Funktionen könnte das Gemälde gedient haben?
Der Zugang zur Thematik soll zunächst über einen das Forschungsanliegen begründenden, einleitenden Teil geschaffen werden, der relevante Fragen formuliert, dem sich ein Bericht zum Stand der El-Greco-Forschung anschließt. Es folgt eine kurze Biografie des Künstlers, wonach auf die Entstehungsgeschichte des Gemäldes eingegangen wird. Das folgende Kapitel geht auf das Werk selbst ein. Im Schlussteil werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und ein Ausblick auf weitere Fragen zum Thema gegeben.

Excerpt


Inhalt

1. Einleitung

1.1. Forschungsbericht

2. Biografie des Künstlers

3. Entstehungszusammenhang des Gemäldes

3.1. Das Wunder

3.2. Das Konzil von Trient

3.3. Andrés Núnez und die Verweigerung der Bürger von Orgaz

4. „Das Begräbnis des Grafen Orgaz“

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das berühmte Gemälde „Das Begräbnis des Grafen Orgaz“ von El Greco. Das Ziel ist es, das Werk nicht nur formal zu analysieren, sondern es als Ergebnis eines geschichtlichen Prozesses zu verstehen und den Einfluss historischer Ereignisse sowie persönlicher Erfahrungen des Künstlers auf Inhalt und Form des Bildes aufzuzeigen.

  • Historischer Entstehungszusammenhang des Gemäldes
  • Einfluss der Gegenreformation und des Konzils von Trient
  • Formale Analyse und ikonographische Bildsprache
  • Die Rolle der Porträtierung zeitgenössischer Persönlichkeiten
  • Verbindung von byzantinischen und venezianischen Stilelementen

Auszug aus dem Buch

4. „Das Begräbnis des Grafen Orgaz“

„Das Begräbnis des Grafen Orgaz“, im Originaltitel „El entierro del conde de Orgaz“, ist ab 1586 bis 1588 für die Pfarrkirche Santo Tomé in Toledo angefertigt worden, der der Maler selbst als Gemeindemitglied angehörte. Wir sehen auf diesem 488 mal 360 Zentimeter großen, auf Leinwand angefertigten Ölgemälde das Begräbnis des Gonzalo Ruíz de Toledo, eines Edelmannes, der im 14. Jahrhundert gestorben ist und bei dessen Beisetzung sich ein Wunder ereignet haben soll. Auch heute noch befindet sich das hochformatige Andachtsbild in der Pfarrkirche Santo Tomé, jedoch nicht mehr in der ursprünglich dafür vorgesehenen Kapelle.

Mit 30 dargestellten Figuren und kaum einem freien Himmelsstück zeigt das Gemälde, das sich auch durch den fehlenden Horizont den Regeln der Linearperspektive entzieht, eine hohe kompositorische Dichte – eines der wenigen Merkmale, dass El Greco mit den Manieristen in Verbindung setzt. Schroeder meint, in dieser fehlende Möglichkeit einer Identifizierung der Umgebung des Geschehens, die für El Grecos Kunst insgesamt kennzeichnend ist, eine Gemeinsamkeit mit Tizian zu erkennen. Die Szenerie ist klar in zwei Sphären geteilt: eine irdische im unteren Bildteil und eine imaginative Himmelsvision im oberen, die außer dem Diakon von kaum jemandem wahrgenommen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Werk El Grecos ein und erläutert das Ziel der Arbeit, das Gemälde „Das Begräbnis des Grafen Orgaz“ literaturbasiert als Ergebnis geschichtlicher Prozesse zu untersuchen.

1.1. Forschungsbericht: Dieser Abschnitt gibt einen selektiven Überblick über die Forschungsgeschichte zu El Greco, wobei die unterschiedlichen Interpretationsansätze von der Nationalitätsdebatte bis zur medizinischen Analyse kurz skizziert werden.

2. Biografie des Künstlers: Das Kapitel zeichnet den Lebensweg El Grecos von seiner Ausbildung auf Kreta über seine Zeit in Venedig und Rom bis hin zu seinem erfolgreichen Wirken in Toledo nach.

3. Entstehungszusammenhang des Gemäldes: Hier werden die historischen Bedingungen beleuchtet, die zur Entstehung des Auftrags für das Gemälde geführt haben.

3.1. Das Wunder: Zusammenfassung der verschiedenen schriftlichen Überlieferungen zum Begräbniswunder des Grafen Orgaz, das den thematischen Kern des Bildes bildet.

3.2. Das Konzil von Trient: Analyse der Bedeutung der Gegenreformation und der tridentinischen Doktrin für die inhaltliche Ausrichtung des Andachtsbildes.

3.3. Andrés Núnez und die Verweigerung der Bürger von Orgaz: Beschreibung der konkreten Umstände des Auftrags durch den Pfarrer Andrés Núnez, der das Gemälde als Mahnung und Verherrlichung des Grafen in Auftrag gab.

4. „Das Begräbnis des Grafen Orgaz“: Detaillierte formale und inhaltliche Analyse des Gemäldes, einschließlich der Bildkomposition, der Lichtführung und der Identifikation dargestellter Personen.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Untersuchung, das das Gemälde als meisterhafte Verbindung von historischer Legende, zeitgenössischer Doktrin und künstlerischer Innovation würdigt.

Schlüsselwörter

El Greco, Das Begräbnis des Grafen Orgaz, Toledo, Gegenreformation, Konzil von Trient, Malerei, Spätmanierismus, Ikonographie, Bildkomposition, sakrale Kunst, 16. Jahrhundert, spanische Kunst, Andachtsbild, Heiligenwunder, Auftragskunst

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht den Einfluss des Entstehungszusammenhangs auf Inhalt und Form des Gemäldes „Das Begräbnis des Grafen Orgaz“ von El Greco, wobei historische Ereignisse und die Absichten des Auftraggebers im Vordergrund stehen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Biographie El Grecos, die kirchenhistorischen Hintergründe des Konzils von Trient, die ikonographischen Traditionen der Zeit sowie die formale Analyse des Meisterwerks.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie El Greco durch die Integration zeitgenössischer Attribute und eine komplexe Bildkomposition eine historische Legende in eine „Lehrstunde“ gegenreformatorischer Praxis verwandelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewendet?

Die Arbeit nutzt einen literaturbasiert-interpretativen Zugang, um das Gemälde als Ergebnis eines geschichtlichen Prozesses zu verstehen und in den Kontext der damaligen Zeit einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des historischen Wunderberichts, die kirchenpolitische Bedeutung für die Gegenreformation und eine ausführliche formale Bildanalyse, die sowohl die irdische als auch die himmlische Sphäre des Werkes umfasst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie El Greco, Gegenreformation, sakrale Kunst, Ikonographie und das Gemälde „Das Begräbnis des Grafen Orgaz“ beschreiben.

Warum spielt die Person des Andrés Núnez eine so wichtige Rolle für das Bild?

Andrés Núnez war der Pfarrer von Santo Tomé, der durch rechtliche Schritte die Gelder für die Neugestaltung der Kapelle erzwang und den Auftrag für das Gemälde erteilte, um an das Vorbild des wohltätigen Grafen zu mahnen.

Wie unterscheidet sich die Darstellung des Himmels von der irdischen Szene im Gemälde?

Die irdische Sphäre ist durch eine eher trübe Beleuchtung und eine bodennahe Erzählweise geprägt, während die Himmelsvision in intensivem goldenem Licht, mit kräftigen Farben und dynamischen, abstrahierten Formen dargestellt wird.

Welche Bedeutung haben die im Gemälde integrierten Porträts?

Die Integration zeitgenössischer Persönlichkeiten, wie beispielsweise des Mäzens Antonio de Covarrubias oder vermutlich des Künstlers selbst, verleiht der religiösen Botschaft des Bildes eine zeitlose Aktualität und verbindet die Geschichte des 14. Jahrhunderts mit der Gegenwart des 16. Jahrhunderts.

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Details

Title
Der Entstehungszusammenhang von El Grecos „Das Begräbnis des Grafen Orgaz“ und der Einfluss auf Inhalt und Form
College
Free University of Berlin  (Kunsthistorisches Institut)
Course
Die religiöse Malerei Spaniens
Grade
1,0
Author
B.A. Agata Waleczek (Author)
Publication Year
2011
Pages
18
Catalog Number
V211477
ISBN (eBook)
9783656392767
ISBN (Book)
9783656394174
Language
German
Tags
einfluss entstehungszusammenhanges inhalt form grecos begräbnis grafen orgaz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Agata Waleczek (Author), 2011, Der Entstehungszusammenhang von El Grecos „Das Begräbnis des Grafen Orgaz“ und der Einfluss auf Inhalt und Form, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211477
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