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Das New Great Game in Zentralasien

Titel: Das New Great Game in Zentralasien

Hausarbeit , 2012 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Max Brauer (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Politische Geographie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

“Eurasien ist das Schachbrett, auf dem der Kampf um globale Vorherrschaft auch in
Zukunft ausgetragen wird.” Bereits mit diesem Zitat des polnisch-amerikanischen
Politikwissenschaftlers Zbigniew Brzeziński aus seinem Buch The Grand
Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives aus dem Jahr 1998
wird deutlich, welche enorme Bedeutung der eurasischen Region und insbesondere
Zentralasien beigemessen wird.
Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über das sogenannte new great game,
welches sich nach dem Ende der Sowjetunion in Zentralasien entwickelt hat, zu
geben. Hierfür ist es von großer Bedeutung, die Hintergründe und Entwicklungen
dieses „neuen großen Spiels“ zu verstehen.
Was war das „alte große Spiel“? Wie ist es zu dem „neuen großen Spiel“
gekommen? Welchen Einfluss haben die Bodenschätze in Zentralasien und welche
Akteure sind in der Region mit welchen Intentionen involviert? Welche unmittelbaren
Auswirkungen hat das „neue große Spiel“ auf die Region und ihre Staaten? Ist das
„große Spiel“ eine Chance für die Region oder eher ein Risiko? All diese Fragen
werden im Laufe der Arbeit erläutert und versucht zu beantworten.
Zunächst sollte erklärt werden, was das „alte“ great game war und wieso man
heutzutage vom new great game spricht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vom great game zum new great game

3. Bodenschätze in Zentralasien

3.1 Erdöl

3.2 Erdgas

3.3 Wasser

4. Die Akteure und ihre Interessen

4.1 Russland

4.2 USA

4.3 Europa

4.4 China

4.5 Zentralasiatische Staaten

4.6 Andere beteiligte Akteure

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die geostrategische Bedeutung Zentralasiens nach dem Zerfall der Sowjetunion im Kontext des sogenannten "new great game". Ziel ist es, die Interessen der verschiedenen Akteure sowie die Auswirkungen des Wettlaufs um regionale Bodenschätze auf die Stabilität und Entwicklung der zentralasiatischen Staaten zu analysieren und kritisch zu bewerten, ob diese Entwicklung eine Chance oder ein Risiko für die Region darstellt.

  • Historische Herleitung des "great game" zum "new great game".
  • Analyse der zentralasiatischen Energieressourcen (Erdöl, Erdgas) und Wasserknappheit.
  • Untersuchung der geopolitischen Interessen von Russland, den USA, Europa und China.
  • Bewertung der Rolle und Handlungsspielräume der zentralasiatischen Staaten selbst.
  • Einschätzung der Auswirkungen des "neuen großen Spiels" auf die regionale Sicherheit und Wirtschaft.

Auszug aus dem Buch

3.1 Erdöl

Ohne Erdöl ist unsere heutige Industriegesellschaft nicht mehr vorstellbar. Es handelt sich dabei jedoch um einen endlichen Rohstoff, der zunehmend knapper wird. Gerade das zentralasiatische Erdöl ist deshalb nach dem Ende der Sowjetunion für viele globale Spieler interessant geworden. Auch wenn rein quantitativ die Erdölvorkommen in Zentralasien im Vergleich nicht überragen und in etwa nur vier Prozent (Stand Ende 2006) der Weltreserven betragen, so stellen sie dennoch bedeutende Reserven und Ressourcen dar. Denn im Vergleich zu beispielsweise Europa verfügen die zentralasiatischen Staaten über mehr als das Dreifache an Ölreserven. Der größte Teil (ca. 76%) der weltweiten Erdölreserven entfällt auf die OPEC-Länder, die dadurch eine sehr große Macht auf die Gestaltung des Erdölpreises haben. (Rempel et al. 2007: 436ff) Das zentralasiatische Erdöl ist wichtig, um den Preiseerhöhungen auf dem Weltmarkt entgegen wirken zu können.

Neben den USA (Pennsylvania), Rumänien, Polen und Deutschland zählt die zentralasiatische Region zu den ältesten Erdölregionen der Welt. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Aserbaidschan Erdöl gefördert und an der Wende zum 20. Jahrhundert war es sogar weltweit führend bei der Erdölförderung. Auch Kasachstan kann auf eine über hundertjährige Erfahrung in der Erdölförderung zurückschauen und hatte in den 1970er Jahren die höchsten Erträge, bevor es zum Zerfall der Sowjetunion kam. Nach der Auflösung der UdSSR ging die Gesamtfördermenge in Zentralasien zunächst stark zurück, um dann in den 1990er Jahren kontinuierlich und sehr stark anzusteigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das "new great game" als zentrales Forschungsfeld und skizziert die Bedeutung Zentralasiens nach 1991 vor dem Hintergrund der globalen Vorherrschaft.

2. Vom great game zum new great game: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext des Konflikts zwischen dem russischen Reich und Großbritannien und den Wandel zur heutigen Situation mit modernen, nicht-staatlichen Akteuren.

3. Bodenschätze in Zentralasien: Hier werden die fossilen Energieträger Erdöl und Erdgas sowie die kritische Ressource Wasser als entscheidende Faktoren für die Bedeutung der Region analysiert.

4. Die Akteure und ihre Interessen: Das Kapitel untersucht die spezifischen geopolitischen Ziele und Strategien von Russland, den USA, Europa, China sowie die prekäre Lage der zentralasiatischen Staaten selbst.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz des "neuen großen Spiels" zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die langfristigen Vorteile für die zentralasiatischen Staaten aufgrund egoistischer Interessen der Großmächte unsicher sind.

Schlüsselwörter

Zentralasien, new great game, Geopolitik, Energieressourcen, Erdöl, Erdgas, Wasserknappheit, Russland, USA, China, Europäische Union, Infrastruktur, Pipelines, Sowjetunion, Sicherheitspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der geostrategischen Aufwertung Zentralasiens nach 1991 und der Rolle, die die Region als Lieferant für Energierohstoffe im internationalen Machtgefüge spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der historische Wandel vom klassischen zum "neuen großen Spiel", die energetische Bedeutung der Region sowie die sicherheitspolitischen Interessen globaler Akteure.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob der internationale Wettlauf um Bodenschätze eine Entwicklungschance für die zentralasiatischen Staaten darstellt oder ob er ein hohes Risiko für die Region birgt.

Welche methodische Vorgehensweise liegt dieser Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine geographisch-politische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur und geostrategischer Diskurse zu Zentralasien basiert.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der Rohstoffvorkommen (Öl, Gas, Wasser) und eine umfassende Darstellung der Partikularinteressen der involvierten Großmächte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation am besten?

Zentralasien, geopolitischer Wettbewerb, Energiereserven, Pipeline-Diplomatie und die Souveränität der ehemaligen Sowjetrepubliken sind die prägenden Begriffe.

Wie wirkt sich die geographische Lage der zentralasiatischen Staaten auf den Energieexport aus?

Aufgrund der Lage als "landlocked region" ist der Export zwingend von Pipeline-Projekten abhängig, was die Staaten in eine starke Abhängigkeit von Nachbarländern und deren Transitpolitik bringt.

Warum ist das Thema "Wasser" in Zentralasien so konfliktreich?

Wasser wird aufgrund der ungleichen Verteilung zwischen Ober- und Unteranliegerstaaten und der damit verbundenen Machtfragen zu einem sicherheitspolitischen Krisenherd, der trotz Abkommen kaum dauerhaft reguliert werden kann.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das New Great Game in Zentralasien
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,7
Autor
Max Brauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
18
Katalognummer
V211718
ISBN (eBook)
9783656403234
ISBN (Buch)
9783656406006
Sprache
Deutsch
Schlagworte
great game zentralasien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Max Brauer (Autor:in), 2012, Das New Great Game in Zentralasien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211718
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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