Können Feminismus und Neoliberalismus überhaupt miteinander kooperieren? Widersprechen sich die beiden Denkströmungen nicht zu sehr in ihren Grundaussagen? Diese Arbeit demonstriert kurz anhand einiger Beispiele aus den Grundideologien, dass Feminismus und Neoliberalismus miteinander völlig unvereinbar sind und dass der Feminismus durch den Neoliberalismus transformiert wurde.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einführung in den Gegenstand
- 2. Feministische Kritik und Ziele
- 3. Was ist Neoliberalismus?
- 4. Annäherung der beiden Strömungen
- 5. Unvereinbarkeit der Grundideen
- 6. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Unvereinbarkeit von Feminismus und Neoliberalismus und argumentiert, dass der europäische Feminismus sich von diesem System distanzieren sollte. Die Arbeit konzentriert sich auf den europäischen Feminismus und seine Kritik an der patriarchalen Hegemonie sowie die Entstehung und die Grundsätze des Neoliberalismus.
- Die feministische Kritik an der patriarchalen Hegemonie und den damit verbundenen Geschlechtskategorien
- Die Entstehung und die Grundsätze des Neoliberalismus
- Die Annäherung zwischen Feminismus und Neoliberalismus
- Die Unvereinbarkeit der Grundideen von Feminismus und Neoliberalismus
- Die Bedeutung einer Renaissance des Feminismus und die Notwendigkeit, seine Grundwerte zu bewahren und zu verbreiten
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung in den Gegenstand
Die Arbeit argumentiert, dass Feminismus und Neoliberalismus unvereinbar sind und der europäische Feminismus sich von diesem System distanzieren sollte. Die Arbeit konzentriert sich auf den europäischen Feminismus und die Wurzeln des Neoliberalismus in Europa. Die Kapitel 2 bis 5 behandeln die feministische Kritik und Ziele, die Entstehung und Grundsätze des Neoliberalismus, die Annäherungen der beiden Strömungen und die Unvereinbarkeit der Grundideen.
2. Feministische Kritik und Ziele
Die Arbeit beleuchtet die historischen Wurzeln des Feminismus, insbesondere die Französische Revolution und die Erklärung der Menschenrechte. Sie argumentiert, dass die feministische Bewegung eine Renaissance benötigt, um ihre ursprünglichen Ziele zu erreichen und außerhalb des akademischen Milieus zu verbreiten. Die Arbeit kritisiert die Akademisierung des Feminismus, die zu einer Abkopplung von der politischen Realität geführt hat und die Bewegung in den Bereich der Universitäten zurückgedrängt hat.
3. Was ist Neoliberalismus?
Das Kapitel behandelt die Entstehung und Grundsätze des Neoliberalismus, unter anderem seine Wurzeln in Europa (Deutschland und Österreich). Es beleuchtet die Kritik am fordistischen Produktionsmodell und seine Auswirkungen auf die Lebens- und Denkweise der Gesellschaft.
4. Annäherung der beiden Strömungen
Das Kapitel analysiert die Annäherung zwischen Feminismus und Neoliberalismus. Es wird die Frage aufgeworfen, ob eine Allianz mit dem Neoliberalismus mit den ursprünglichen Werten und Forderungen des Feminismus vereinbar ist.
Häufig gestellte Fragen
Sind Feminismus und Neoliberalismus vereinbar?
Die Arbeit argumentiert, dass beide Denkströmungen in ihren Grundwerten völlig unvereinbar sind, da der Neoliberalismus den Feminismus für seine Zwecke transformiert und instrumentalisiert.
Was wird am „neoliberalen Feminismus“ kritisiert?
Kritisiert wird, dass feministische Ziele oft auf wirtschaftliche Verwertbarkeit und individuelle Karriere (Marktlogik) reduziert werden, statt die patriarchale Hegemonie als Ganzes zu hinterfragen.
Welche Rolle spielt die Akademisierung des Feminismus?
Die Arbeit bemängelt, dass sich der Feminismus zu stark in den akademischen Bereich zurückgezogen hat, wodurch die Verbindung zur politischen Realität und breiten Bevölkerung verloren ging.
Was sind die Grundsätze des Neoliberalismus?
Zentrale Aspekte sind die Orientierung am freien Markt, die Privatisierung und die Eigenverantwortung des Individuums, was oft im Widerspruch zu kollektiven feministischen Forderungen steht.
Warum fordert die Autorin eine „Renaissance des Feminismus“?
Um die ursprünglichen emanzipatorischen Ziele wiederzubeleben und eine klare Distanzierung von marktwirtschaftlichen Ausbeutungsstrukturen zu erreichen.
- Citar trabajo
- Dominik Kirchdorfer (Autor), 2013, Zur Unvereinbarkeit von Feminismus und Neoliberalismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211719