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Serendipität im Innovationsprozess

Wie unerwartete Ereignisse zu großen Entdeckungen führen

Titel: Serendipität im Innovationsprozess

Bachelorarbeit , 2011 , 40 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: B. Sc. Philipp Bartole (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Als Serendipität werden Entdeckungen bezeichnet, die nur durch Zufall in Kombination mit anderen Faktoren gemacht werden konnten. Die vorliegende Arbeit hat eine definitorische und inhaltliche Klärung des Begriffes und dessen Einordnung und Diskussion in Bezug auf Innovationsprozesse im Rahmen einer Literaturanalyse zum Ziel. Dazu wird die Relevanz dieser Form der Entdeckung evaluiert und daraufhin anhand einer Untersuchung der einzelnen definitorischen Elemente gezeigt, wo im Prozessverlauf trotz der Rolle des Zufalls Einflussnahme denkbar ist. Anschließend werden in einer problembasierten Diskussion Barrieren und Möglichkeiten besprochen. Es wird argumentiert, dass Serendipität in der Wissenschaft nicht gemäß seiner Bedeutung gewürdigt wird und besonders in der Innovationsforschung nur marginal Beachtung findet. In Anbetracht zahlreicher unbekannter Faktoren im komplexen Prozess der Wissensbildung ist dies ein Versäumnis mit negativen Konsequenzen für das Verständnis der Entstehung neuen Wissens. Dem sucht die Arbeit, besonders in Bezug auf frühe Phasen von Innovationen, entgegenzuwirken. Folglich ist die Identifikation von Lücken in der wissenschaftlichen Literatur über Serendipität eine weitere Aufgabe, die in allen Teilen der Arbeit von Belang ist. Der Hauptteil der Arbeit ist untergliedert in drei Abschnitte, die aufeinander aufbauend den Begriff Serendipität und seinen Bezug zu Innovation erklären und so eine Problemanalyse ermöglichen sollen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung – Serendipität und Innovation

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Der Begriff

2.2 Relevanz

2.3 Emergenz und kontingente Prozessumwelt – Die Rolle des Zufalls bei Suchprozessen

2.4 Serendipität in Innovationsprozessen

3 Systematisierung des Serendipitätsprozesses

3.1 Identifikation der Elemente

3.2 Detailbetrachtung der Komponenten

3.2.1 Prozesscharakter als Eigenschaft der Suchaktivität

3.2.2 Vorbereitende Sagazität

3.2.3 Beobachtung eines zufälligen Ereignisses in der Peripherie

3.2.4 Erkenntnisbildende Sagazität

3.3 Diskussion

4 Barrieren und Ansätze zu deren Überwindung

4.1 In Wissenschaft und Lehre

4.1.1 Formulierung von Forschungsvorhaben

4.1.2 Veröffentlichung und Darstellung von Forschungsergebnissen

4.1.3 Auswirkungen auf die Lehre

4.2 In der organisationalen Praxis

4.2.1 Strukturelle Barrieren

4.2.2 Formale Gestaltung und begünstigende Organisationskultur

5 Resümierende und kritische Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Begriff der Serendipität definitorisch zu klären, in den Innovationsprozess einzuordnen und die Barrieren zu diskutieren, die einer Nutzung dieses Phänomens in Wissenschaft und organisationaler Praxis entgegenstehen.

  • Begriffliche Herkunft und historische Entwicklung der Serendipität
  • Systematisierung des Serendipitätsprozesses entlang der Zeitachse
  • Analyse der Rolle des Zufalls bei Innovationsprozessen
  • Identifikation struktureller und kultureller Barrieren in der Organisation
  • Ansätze zur Förderung einer serendipitätsfreundlichen Unternehmenskultur

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Prozesscharakter als Eigenschaft der Suchaktivität

Serendipität entsteht immer im Rahmen eines Forschungs- oder Suchaufwandes, also einer zumindest bedingt zielgerichteten Handlung. Martello (1992: 80 f.) spricht von „activity“ und erkennt darin die Basis für Serendipität. Denrell et al. (2003: 989) nennen dies „course of an energetic quest“.

Van Andel (1994) betrachtet diesen Teil weniger als eigenständige Komponente, verwendet aber regelmäßig den Begriff „finding“ und impliziert damit sowohl inhaltlich als auch grammatikalisch ein aktives Suchverhalten als Vorbedingung. Wesentlich zentraler integrieren dagegen Mendonca et al. (2008) den Suchaufwand in ihre Darstellung der Serendipität: „Search for Problem A“ ist ein konstitutives Merkmal, das im Zusammenspiel mit den später diskutierten Faktoren zu einer Lösung für Problem B führt. Sie zeigen die Kausalverknüpfung der Suche und des auslösenden Zufallsereignisses sehr anschaulich anhand von Beispielen: „Columbus discovered America because he was looking for the Orient. Fleming discovered penicillin because of his research on influenza” (S. 4, Herv. des Autors).

Illustrativ formuliert ist es also die Suchanstrengung, diese gezielte Bewegung in eine Richtung, die ein unerwartetes Zusammentreffen mit dem Zufall ermöglicht und damit zu einer Änderung der Zielsetzung hin zu etwas zunächst nicht Antizipiertem führt. Bei Austin (1978: 78) findet sich der Prozesscharakter als „general exploratory behaviour“ mit dem Zusatz: „Chance favors those in motion”. Er bringt zum Ausdruck, dass glückliche Zufälle zwar durchaus ohne Forschungs- oder Suchanstrengungen auftreten könnten, dann aber nicht den Kriterien für Serendipität genügten. Im Folgenden soll hierzu konsistent das generelle Suchverhalten als Bedingung für Serendipität betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung – Serendipität und Innovation: Die Einleitung führt in das Phänomen der Serendipität als glücklichen Zufall in Innovationsprozessen ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel klärt den Begriff der Serendipität, diskutiert dessen Relevanz in der Forschung und betrachtet die Rolle von Emergenz bei Suchprozessen.

3 Systematisierung des Serendipitätsprozesses: Hier wird der Prozess der Serendipität in die Komponenten Suchaktivität, Beobachtung und Sagazität zerlegt und entlang einer Zeitachse systematisiert.

4 Barrieren und Ansätze zu deren Überwindung: Dieses Kapitel analysiert Hindernisse in der wissenschaftlichen Praxis sowie Organisationen und diskutiert Strategien zur Förderung von Serendipität.

5 Resümierende und kritische Betrachtung: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Limitationen sowie den weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Serendipität, Innovation, Zufall, Sagazität, Suchprozess, Erkenntnisbildung, Organisationskultur, Emergenz, Forschung, Innovationsmanagement, Wissensgenerierung, Intrapreneurship, Abduktion, Flexibilität, Wissensbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung des Konzepts der Serendipität, also der Entdeckung von etwas durch Zufall, bei dem man nicht gezielt danach gesucht hat, und dessen Bedeutung für Innovationen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Begriffsklärung, die systematische Darstellung des Serendipitätsprozesses, die wissenschaftstheoretische Einordnung sowie die Analyse von Barrieren in Organisationen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Serendipität als beeinflussbare Komponente in den Innovationsprozess einzugliedern und Ansätze aufzuzeigen, wie Unternehmen und Wissenschaft davon profitieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse und Synthese verschiedener Konzepte aus der Innovationsforschung, Managementlehre und Wissenschaftstheorie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Systematisierung des Serendipitätsprozesses (Prozesscharakter, Sagazität, Zufallsereignis) sowie die Diskussion von Barrieren und Lösungsansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Serendipität, Innovation, Zufall, Sagazität, Emergenz und Organisationskultur charakterisiert.

Warum wird zwischen vorbereitender und erkenntnisbildender Sagazität unterschieden?

Diese Differenzierung dient der besseren analytischen Trennung zwischen dem Zustandekommen der Rahmenbedingungen für die Wahrnehmung eines Zufallsereignisses und dem anschließenden Akt der Erkenntnisgewinnung.

Wie gehen innovative Unternehmen laut der Arbeit mit Zufallsereignissen um?

Beispielhaft wird das Modell der „Bootleg-Time“ bei 3M genannt, welches Mitarbeitern Freiheit für eigene Projekte gewährt, um strukturelle Barrieren abzubauen und serendipitätsbasierte Innovationen zu ermöglichen.

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Details

Titel
Serendipität im Innovationsprozess
Untertitel
Wie unerwartete Ereignisse zu großen Entdeckungen führen
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Institut für Management)
Note
1,3
Autor
B. Sc. Philipp Bartole (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
40
Katalognummer
V211722
ISBN (eBook)
9783656403227
ISBN (Buch)
9783656406945
Sprache
Deutsch
Schlagworte
serendipität innovation begriffliche bestimmung relevanz barrieren
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B. Sc. Philipp Bartole (Autor:in), 2011, Serendipität im Innovationsprozess, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211722
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Leseprobe aus  40  Seiten
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