Jahrelang bestand in der deutschen Forschungslandschaft kein Interesse an Entrepreneuren und der Gründungsforschung. Das hat sich aber in den letzten 30 Jahren stark gewandelt, da auch die Politik letztendlich zur Wahrung des hohen Lebensstandards auf ständige Innovationen und deren Vermarktung angewiesen ist und bemerkt hat, dass Personen, die bereit sind ein Unternehmen zu gründen, Verantwortung übernehmen und dadurch zusätzlich Arbeitsplätze generieren sowie den Wettbewerb stärken. Darüber hinaus liefern Entrepreneure mit ihren Unternehmensgründungen einen grundlegenden Beitrag zur Entwicklung neuer Branchen in einer innovationsbasierten Volkswirtschaft. Doch Deutschland droht in einigen Bereichen den Anschluss zu verlieren und bei wegweisenden Entwicklungen im Bereich der Zukunftstechnologien global nicht Schritt halten zu können. Dies umfasst namentlich die Bereiche ITK, Nanotechnologie und Biotechnologie/Life Science.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen des Entrepreneurship
2.1 Definition Entrepreneur
2.2 Definition Informationszeitalter
2.3 Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes
2.3.1 Differenzierung Entrepreneur Unternehmer
2.3.2 Differenzierung Entrepreneur Manager
3 Erfolgsfaktoren für Entrepreneure
3.1 Demografische Merkmale
3.2 Persönlichkeitseigenschaften
3.2.1 Risikoaffinität
3.2.2 Unabhängigkeitsstreben
3.2.3 Leistungsbereitschaft
3.2.4 Kreativität
3.2.5 Intuition
3.2.6 Weitere Eigenschaften
3.3 Mikrosoziales Umfeld
4 Das Unternehmen
4.1 Ideen, Geschäftsmodelle und Zukunftsmärkte
4.1.1 Zukunftsthemen und Trends
4.1.2 Geschäftsideen
4.1.3 Konzept-kreative Gründungen
4.1.4 Ideenschutz
4.1.5 Geschäftsmodell
4.2 Strategie
5 Potentielle Problemfelder
5.1 Markteintrittsbarrieren
5.2 Endlichkeit des Nutzens der Automatisierung
5.3 Ungenügende Analyse und Planung
5.4 Finanzielle Diskrepanzen und fremde Meinungen
5.4.1 Fehleinschätzungen finanzieller Natur
5.4.2 Kapitalkosten
5.4.3 Berater und Experten
5.5 Einschätzung des Marktpotentials
5.5.1 Fehleinschätzung des Marktes
5.5.2 Unterschätzter Wettbewerb
5.5.3 Bestimmung der Wettbewerbsintensität
5.6 Der Ausstieg
6 Entwicklung des Gründungsgeschehens in Deutschland
7 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten und notwendigen Voraussetzungen für Entrepreneure im Informationszeitalter aufzuzeigen, dabei jedoch die real existierenden Risiken und Herausforderungen kritisch zu beleuchten, um zukünftige Gründer besser auf ihren Weg vorzubereiten.
- Analyse des Entrepreneur-Begriffs und dessen Abgrenzung zu Unternehmern und Managern
- Identifikation persönlicher Erfolgsfaktoren, wie Kreativität, Intuition und Risikobereitschaft
- Untersuchung von Geschäftsmodellkonzepten und Strategien zur Markterschließung
- Betrachtung potenzieller Problemfelder wie Finanzierungsdiskrepanzen und Markteintrittsbarrieren
- Bewertung des Gründungsgeschehens in Deutschland im Kontext aktueller wirtschaftlicher Trends
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Risikoaffinität
Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert das Risiko als „Kennzeichnung der Eventualität, dass mit einer (ggf. niedrigen oder auch unbekannten) Wahrscheinlichkeit ein (ggf. hoher, ggf. in seinem Ausmaß unbekannter) Schaden bei einer (wirtschaftlichen) Entscheidung eintreten oder ein erwarteter Vorteil ausbleiben kann“40. Es geht also darum, unbekannte und nicht kalkulierbare Risiken in Kauf zu nehmen. Die meisten Meinungen gehen in die Richtung, dass ein Entrepreneur, um erfolgreich zu sein, ein hohes Risiko eingehen muss, dafür aber auch, bei erfolgreicher Gründung, überproportional belohnt wird. Das aber ist so nicht richtig, da der Mensch grundsätzlich eher risikoavers ist41. Einige Entrepreneure schätzen sich selbst als Menschen ein, die bereit sind ein überdurchschnittliches Risiko einzugehen. Obwohl einige Studien auch zu dem Ergebnis kommen, dass Entrepreneure eine höhere Risikopräferenz haben, ist es tatsächlich aber so, dass Entrepreneure keine besonders risikofreudigen Menschen sind, was auch tiefergreifende empirische Studien belegen42.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Gründungsforschung ein und erläutert die Herausforderungen für Entrepreneure in der deutschen Innovationslandschaft.
2 Grundlagen des Entrepreneurship: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffsbestimmungen vorgenommen und der Entrepreneur von anderen Akteuren wie Managern und Unternehmensinhabern abgegrenzt.
3 Erfolgsfaktoren für Entrepreneure: Der Fokus liegt hier auf den persönlichen Voraussetzungen des Gründers, einschließlich demografischer Merkmale, spezifischer Persönlichkeitseigenschaften und des mikrosozialen Umfelds.
4 Das Unternehmen: Dieses Kapitel behandelt die strategische Ebene der Gründung, von der Ideenfindung über Geschäftsmodelle bis hin zur Markteintrittsstrategie.
5 Potentielle Problemfelder: Hier werden typische Risiken und Hürden analysiert, die zum Scheitern von Gründungen führen können, wie etwa Finanzierungsprobleme oder eine fehlerhafte Marktpotenzialeinschätzung.
6 Entwicklung des Gründungsgeschehens in Deutschland: Eine Analyse des Status quo der deutschen Gründungslandschaft unter Berücksichtigung historischer und aktueller Daten.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung innovativer Geschäftsmodelle für die deutsche Volkswirtschaft.
Schlüsselwörter
Entrepreneur, Entrepreneurship, Gründungsforschung, Start-up, Geschäftsmodell, Risikoaffinität, Markteintrittsbarriere, Innovationsmanagement, Unternehmertum, Gründungsgeschehen, Persönlichkeitseigenschaften, Informationszeitalter, Wettbewerbsanalyse, Existenzgründung, Krisenmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelor Thesis grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Chancen und Risiken, denen sich Entrepreneure im Informationszeitalter bei der Gründung und Etablierung eines Unternehmens gegenübersehen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf den persönlichen Eigenschaften erfolgreicher Gründer, strategischen Ansätzen zur Geschäftsmodellentwicklung und der Analyse kritischer Problemfelder wie Markteintrittsbarrieren.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?
Ziel ist es, Möglichkeiten für Gründer aufzuzeigen, Hintergründe zu erklären und die Bedeutung der Persönlichkeit für den Erfolg sowie die Notwendigkeit einer fundierten Planung zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche, die Einbeziehung empirischer Studien und die Auswertung von Expertenmeinungen zur Gründungsforschung.
Was wird primär im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl die psychologischen Faktoren (z.B. Kreativität, Intuition) als auch die operativen Herausforderungen (z.B. Wettbewerbsintensität, Finanzierung) einer Unternehmensgründung detailliert diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?
Entrepreneurship, Geschäftsmodell, Erfolgsfaktoren, Markteintrittsbarrieren, Innovationsfähigkeit und Gründungsrisiko sind die prägendsten Begriffe der Arbeit.
Warum spielt das Informationszeitalter eine so große Rolle für heutige Gründer?
Es ermöglicht durch globale Vernetzung und technologische Entwicklungen neue Wege der Geschäftsabwicklung, erfordert jedoch gleichzeitig eine hohe Anpassungsfähigkeit an den stetigen Wandel und technologische Umbrüche.
Welche Rolle spielt die Persönlichkeit im Vergleich zur Planung beim Gründen?
Die Persönlichkeit des Gründers prägt die Gründung maßgeblich, jedoch betont die Arbeit, dass nur durch tiefgreifende Analysen und eine strukturierte Planung potenzielle Fehler rechtzeitig diagnostiziert und vermieden werden können.
- Citation du texte
- Michael Wilmes (Auteur), 2012, Chancen und Risiken für Entrepreneure im Informationszeitalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211776