Die Risikoberichterstattung im Jahr 2010 von sechs im HDAX gelisteten Unternehmen
wird in sechs Kapiteln fokussiert.
Im ersten Kapitel werden, wie zum Teil schon in 1.1 erwähnt, die Zielsetzung dieses
Praxisberichts und sein Aufbau (1.2) geschildert. Diesem Kapitel folgt die Darstellung
des theoretischen Hintergrunds des Risikomanagements und der Berichterstattung (2.1)
und der gesetzlichen Grundlagen, welche durch das KonTraG und den DRS 5 definiert
werden (2.2). Im dritten Kapitel wird die Funktionsweise der bei der Auswertung
angewendeten Methode – der Qualitativen Inhaltsanalyse - anhand des vorgegebenen
Auswertungsschemas demonstriert (3.1, 3.2). Die generierten Ergebnisse werden im
vierten Kapitel bzgl. des Risikomanagements (4.2), der Informationsqualität der
Risikoberichte (4.3), des Einflusses der Unternehmensgröße (4.4) und der
Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Konzern- und Branchenvergleich (4.5) erläutert.
Im Anschluss wird der Stand des Risikomanagements der Konzerne 2010 und die
resultierenden Optimierungspotenziale bzgl. der Berichterstattung (5.1) kritisch
hinterleuchtet und die angewandte Methodik bzgl. ihrer Subjektivität hinterfragt (5.2).
Abschließend wird im Schlusswort dargestellt, inwiefern die Zielstellung erreicht
worden ist und die Konzerne eine adäquate Risikoberichterstattung umgesetzt haben
(6.).
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau
2. Grundlagen der Risikoberichterstattung und des Risikomanagements
2.1 Theoretische Grundlagen
2.1.1 Risiko
2.1.2 Risikomanagement
2. 2 Gesetzliche Grundlagen
2.2.1 Gesetz zur Kontrolle und Transparenz (KonTraG)
2.2.1.1 Erweiterte Berichtspflichten
2.2.1.2 Geltungsbereich
2.2.2 Deutscher Rechnungslegungsstandard Nr. 5 (DRS5 5)
2.2.2.1 Konkretisierte Berichtspflichten
2.2.2.2. Geltungsbereich
3. Methode
3.1 Grundlagen der Inhaltsanalyse
3.2 Auswertungsmethode der bestehenden Studie
3.3 Anwendung des Auswertungsschemas
4. Ergebnisse
4.1 Risikodarstellung
4.2 Risikomanagement
4.2.1 Strategie/Philosophie/Politik
4.2.2 Risikoanalyse
4.2.3 Risikoaggregation
4.2.4 Aufbau- und Ablauforganisation
4.2.5 Risikosteuerung und –überwachung
4.3 Informationsqualität der Risikoberichte
4.3.1 Risikokategorien
4.3.2 Risikobeschreibung
4.3.3 Risikoquantifizierung
4.3.4 Risikobewältigung
4.3.5 Gesamtrisikoposition
4.4 Einfluss der Unternehmensgröße
4.5 Gemeinsamkeiten & Unterschiede
4.5.1 Konzernvergleich
4.5.2 Branchenvergleich
5. Diskussion
5.1 Grenzen der Risikoberichterstattung
5.2 Kritische Reflexion der Methodik
6. Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist die Überprüfung der Einhaltung des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 5 (DRS 5) durch sechs im HDAX gelistete Unternehmen der Kosmetik- und Bekleidungsbranche im Jahr 2010. Mithilfe eines vorgegebenen Auswertungsschemas soll der Status quo des Risikomanagements analysiert und Optimierungspotenziale identifiziert werden, um die Informationsqualität für Adressaten und die Corporate Governance zu verbessern.
- Analyse der Risikoberichterstattung basierend auf dem DRS 5
- Vergleich des Risikomanagementstandes zwischen Konzernen
- Branchenübergreifende Untersuchung von Kosmetik- und Bekleidungsunternehmen
- Bewertung der Informationsqualität mittels qualitativer Inhaltsanalyse
- Identifikation von Optimierungspotenzialen in der Risikoberichterstattung
Auszug aus dem Buch
1.1 Zielsetzung
„Eine wesentliche Voraussetzung zur Führung ist Mut: die Kühnheit, die Bürde und das Risiko der Entscheidung bereitwillig auf sich zu nehmen (…) (und) in einer vielleicht einsamen und unpopulären Haltung auszuharren, wenn die Entscheidung einmal getroffen ist.“ (von Dodds) Dieses Risiko betrifft täglich die einzelnen Konzerne bei ihren Entscheidungen, z.B. bei der Entscheidung über eine Wertpapierinvestition.
Durch Einführung des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz (KonTraG) ist die Berichtspflicht der Unternehmen erweitert worden: die Unternehmen haben nun ein Risikomanagement und –überwachungssystem einzurichten, den Konzernlagebericht um den Risikobericht zu ergänzen und die Jahresabschlussprüfung einer risikoorientierten Prüfung zu unterziehen. Diese Maßnahmen dienen der Optimierung der Unternehmensüberwachung und erhöhen die Transparenz über die Unternehmenspolitik für die Adressaten.
Um der Realisierung dieser vom KonTraG geforderten Berichtspflichten Nachdruck zu verleihen, wurde der dt. Rechnungslegungsstandard 5 (DRS 5) eingeführt, welcher die inhaltliche und formale Gestaltung der Risikoberichterstattung konkretisiert hat. Im Rahmen dieses Praxisberichts soll die Einhaltung des DRS 5 seitens der Konzerne überprüft werden, indem die Risikoberichte des Jahres 2010 von sechs im HDAX gelisteten Unternehmen mittels vorgegebenem Auswertungsschema analysiert werden. Die Ergebnisse zeigen den Risikomanagementstand der einzelnen Konzerne, anhand welchem Optimierungspotenziale für die Unternehmen analysiert werden können. Diese wiederum erhöhen bei Umsetzung die Corporate Governance des Unternehmens. Ebenso stellen die Ergebnisse die Entscheidungsbasis für die Investoren (Adressaten) dar, welche den Konzernen Kapital auf Basis von „entscheidungsrelevanten und verlässlichen Informationen über die künftigen Risiken in der Unternehmensentwicklung im Konzernlagebericht“ zur Verfügung stellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Dieses Kapitel legt die Zielsetzung dar, das Risiko in der Unternehmensführung zu beleuchten, und führt in die gesetzlichen Anforderungen des KonTraG sowie des DRS 5 ein.
2. Grundlagen der Risikoberichterstattung und des Risikomanagements: Hier werden die theoretischen Definitionen von Risiko und Risikomanagement erläutert sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen durch KonTraG und DRS 5 detailliert dargestellt.
3. Methode: Dieses Kapitel beschreibt die Anwendung der Qualitativen Inhaltsanalyse und erläutert das spezifische Auswertungsschema, das für die Analyse der Unternehmensberichte genutzt wurde.
4. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die Analyse der Risikodarstellung, des Risikomanagements und der Informationsqualität der sechs untersuchten Konzerne sowie deren Vergleich.
5. Diskussion: Hier werden die Grenzen der untersuchten Berichterstattung kritisch hinterfragt und die angewandte Methodik hinsichtlich ihrer Subjektivität reflektiert.
6. Schlusswort: Das Schlusswort fasst zusammen, inwieweit die Unternehmen die gesetzlichen Standards umgesetzt haben und wo weiterhin erheblicher Aufholungsbedarf besteht.
Schlüsselwörter
Risikomanagement, Risikoberichterstattung, KonTraG, DRS 5, Qualitative Inhaltsanalyse, Corporate Governance, HDAX, Risikoanalyse, Risikoaggregation, Gesamtrisikoposition, Unternehmensüberwachung, Informationsqualität, Risikokategorien, Risikobewältigung, Finanzrisiken
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Qualität der Risikoberichterstattung von sechs im HDAX notierten Konzernen der Bekleidungs- und Kosmetikbranche für das Jahr 2010.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Einhaltung gesetzlicher Berichtspflichten (KonTraG) und Standards (DRS 5), das Risikomanagement sowie die Informationsqualität in Konzernlageberichten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie die Unternehmen DRS 5-Standards einhalten, um daraus Optimierungspotenziale für das Risikomanagement abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Evaluative Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, um die Geschäftsberichte anhand eines deduktiv entwickelten Auswertungsschemas systematisch zu bewerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Risikodarstellung, die verschiedenen Phasen des Risikomanagements (Analyse, Aggregation, Steuerung) und die Informationsqualität der untersuchten Berichte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Risikomanagement, Risikoberichterstattung, KonTraG, DRS 5, Qualitative Inhaltsanalyse und Corporate Governance.
Wie unterscheidet sich die Risikoberichterstattung zwischen Kosmetik- und Bekleidungsbranche?
Die Arbeit zeigt spezifische Unterschiede bei der Bewertung von Risikokategorien, wie etwa bei der Gewichtung von Marktrisiken und Finanzrisiken, auf.
Warum ist die „Gesamtrisikoposition“ für die Autoren so wichtig?
Sie gilt als „Schlüssel“ für ein gutes Risikomanagement und dient als zentrale Informationsbasis für Investoren, wird jedoch von vielen untersuchten Konzernen nur unzureichend dargestellt.
Welchen Stellenwert nehmen Kodierregeln bei der Untersuchung ein?
Kodierregeln sind essenziell, um die Subjektivität der Inhaltsanalyse zu verringern und eine nachvollziehbare, objektivere Bewertung der Risikoberichte zu ermöglichen.
- Citation du texte
- Saskia Werner (Auteur), 2013, Analyse der Risikoberichterstattung 2010 bei sechs HDAX-Unternehmen der Kosmetik- und Bekleidungsbranche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211784