EBusiness: EBusiness ist die elektronische Abwicklung sämtlicher Geschäftsprozesse eines Unternehmens mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien. Das eBusiness Konzept dient zur elektronischen Integration unterschiedlicher Wertschöpfungsketten oder unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse sowie zum effizienten und effektiven Management von Geschäftsbeziehungen, wodurch sich die Bandbreite von eCommerce bis hin zu elektronischen Hierarchien definiert. Folgende Elemente lassen sich dem Begriff eBusiness zuordnen: Kommunikations- und Informationsaustausch, effiziente und effektive Geschäftsprozesse, Geschäftsbeziehungsmanagement und Kundendienst. EBusiness kann als Strukturierungsform eines Unternehmens zwecks verbesserter Kommunikation und schnellerem Informationsaustausch zwischen Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern verstanden werden.
Strategie: ,,Genauer Plan des eigenen Vorgehens, der dazu dient, ein militärisches, politisches, wirtschaftliches, o.ä. Ziel zu erreichen, in dem man diejenigen Faktoren, die in die eigene Aktion hineinspielen könnten, von vornherein einzukalkulieren versucht."1 In wirtschaftlichem Zusammenhang kann man sagen, dass eine Strategie ein längerfristiger Plan ist, der versucht, ein wirtschaftliches Ziel zu erreichen, in dem aber mögliche äußere Faktoren und Reaktionen berücksichtigt werden, um das weitere Vorgehen darauf abzustimmen.
EBusiness - Strategie: Eine EBusiness - Strategie ist demnach ein langfristiger Plan zur Realisierung der elektronischen Abwicklung sämtlicher Geschäftsprozesse mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien, in dem von vornherein sämtliche relevanten Faktoren sowie Reaktionen berücksichtigt werden. Diese Faktoren beziehen sich auf das Unternehmen, die Mitarbeiter, die Kunden und die Geschäftspartner.
Inhaltsverzeichnis
1. Definition ,Notwendigkeit und Ausprägungsformen einer eBusiness – Strategie
1.1 Definition
1.2. Ausprägungsformen
1.3 Notwendigkeit einer eBusiness – Strategie
2. Anforderungen an eine eBusiness - Strategie
2.1 Einsatzmöglichkeiten von Websites
2.2 Interpretationen und Fehlinterpretationen von Web – Sites
2.3 Abgeleitete Anforderungen und Herausforderungen
3. Web – Site – Engineering - Komponentenmodell
3.1 Strategische Unternehmensführung
3.2 Zielfelder des Web – Site – Engineering
3.3 Web – Site – Engineering - Vorgehensmodell
4. Web – Site – Engineering – Vorgehensmodell
4.1 Web – Site – Requirements
4.1.1 Situationsanalyse
4.1.2 Zielplanung
4.1.3 Anforderungsanalyse
4.2 Web – Site – Design
4.2.1 Layout – Design
4.2.2 Navigationsdesign
4.2.3 Entwurf, Coding, Test
4.3 Web – Site – Online
4.3.1 Promotion
4.3.2 Controlling
4.3.3 Pflege
4.3.4 Weiterentwicklung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein systematisches Vorgehensmodell für die Planung, Entwicklung und den Betrieb von Web-Sites im Rahmen einer eBusiness-Strategie zu etablieren. Dabei wird untersucht, wie Unternehmen durch eine ingenieurmäßige Herangehensweise die Potenziale ihrer digitalen Präsenz ausschöpfen und diese erfolgreich in ihre Unternehmensstrategie integrieren können.
- Grundlagen und Definition der eBusiness-Strategie
- Anforderungen an die strategische Planung von Web-Sites
- Einführung des Web-Site-Engineering-Komponentenmodells
- Phasenmodell für die Entwicklung und den Betrieb (Requirements, Design, Online)
- Methoden für Controlling, Promotion und Pflege von Web-Präsenzen
Auszug aus dem Buch
2.2 Interpretationen und Fehlinterpretationen von Web – Sites
Die Web –Site eines Unternehmens wird charakterisiert durch viele verschiedene Definitionsschichten eines komplexen Konstrukts. Die elektronische Präsenz eines Unternehmens wird gegenüber den Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern durch die unternehmenseigene Web – Site dargestellt, die auch sämtliche elektronischen Geschäftsabwicklungen dieses Unternehmens beinhaltet.
Gerade in den Unternehmensleitungen, die eigentlich dafür verantwortlich sind, dass, die sich ergebenen und unbestreitbar auch vorhandenen, Potentiale auch genutzt werden, herrschen momentan noch sehr unterschiedliche Auffassungen über die Definition von Web – Sites vor. Zum einen wird Sie, wie bereits erwähnt, ausschließlich als Marketing – Instrument angesehen, was aber eine fachlich und funktional einseitige Interpretation bedeutet, da alle funktionalen Bereiche eines Unternehmens von Ihr profitieren. Auch die Degradierung zum reinen digitalen Hochglanzprospekt hinkt, da eine Web – Site wesentlich mehr Leistung erbringen kann und aus wirtschaftlicher Sichtweise auch muss, was ebenso, auf Grund der vordergründig betriebswirtschaftlich relevanten Aspekte, auf die Auslegung als Datenverarbeitungsprojekt zutrifft.
Die Entwicklung der Web – Site vollständig über Outsourcing, also über Fremdunternehmen oder Agenturen, durchzuführen, ist ein erheblicher Fehler, da es gerade bei Strategie – und Zielentscheidungen fatal ist „..., das Ruder aus der Hand zu geben“, vor allem, da durch die rasante Entwicklung der letzten Jahre eBusiness mittlerweile ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie geworden ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Definition ,Notwendigkeit und Ausprägungsformen einer eBusiness – Strategie: Dieses Kapitel definiert den Begriff eBusiness sowie Strategie und erörtert, warum eine strategische Ausrichtung für die elektronische Abwicklung von Geschäftsprozessen essenziell ist.
2. Anforderungen an eine eBusiness - Strategie: Hier werden die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von Web-Sites beleuchtet und häufige Fehlinterpretationen korrigiert, um die strategischen Anforderungen präzise ableiten zu können.
3. Web – Site – Engineering - Komponentenmodell: Das Kapitel stellt ein dreiteiliges Modell vor, das strategische Unternehmensführung, Zielfelder und ein Vorgehensmodell für die Web-Site-Entwicklung verknüpft.
4. Web – Site – Engineering – Vorgehensmodell: Dieses zentrale Kapitel beschreibt detailliert die Phasen Requirements, Design und Online, inklusive der spezifischen Aufgaben wie Situationsanalyse, Layout-Design und Controlling.
Schlüsselwörter
eBusiness, eBusiness-Strategie, Web-Site-Engineering, Strategische Unternehmensführung, Vorgehensmodell, Requirements Engineering, Web-Site-Design, eIntegration, eCommerce, eWorkflow, Controlling, Internet, Unternehmensstrategie, Prozessoptimierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die systematische Planung und Entwicklung von Web-Sites als zentrales Element einer eBusiness-Strategie.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die strategische Einbettung, die technische und organisatorische Anforderungsanalyse sowie das Management des Lebenszyklus einer Web-Site.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein ingenieurmäßiges Vorgehensmodell für Web-Sites zu etablieren, das Fehlinterpretationen (wie das bloße "Marketing-Instrument") vermeidet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein systematischer, komponentenorientierter Ansatz (Web-Site-Engineering-Komponentenmodell) verwendet, um komplexe Web-Projekte strukturiert zu planen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Anforderungen an Strategien, das dreiteilige Komponentenmodell sowie die Phasen Requirements, Design und Online detailliert ausgeführt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind eBusiness-Strategie, Web-Site-Engineering, Vorgehensmodell, Requirements Engineering und Controlling.
Warum ist eine "eBusiness-Strategie" für Unternehmen so wichtig?
Sie ist der herausragende Erfolgsfaktor, um eBusiness-Aktivitäten erfolgreich in die übergeordnete Unternehmensstrategie zu integrieren und Wettbewerbsvorteile zu generieren.
Welche Rolle spielen die "Zielfelder" im vorgestellten Modell?
Die Zielfelder (Kunden, Geschäftspartner, unternehmensintern) dienen der notwendigen Zielgruppenausrichtung der Entwicklung innerhalb der Segmente eCommerce, eIntegration und eWorkflow.
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- Dirk Bode (Author), 2001, Bestandteile einer eBusiness - Strategie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2117