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Personalmanagement in Russland

Título: Personalmanagement in Russland

Trabajo Escrito , 2006 , 15 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Magister Artium Irina Petrova (Autor)

Gestión de recursos humanos - Otros
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„’Die Kader entscheiden alles!’ wusste schon Lenin vor über Hundert Jahren. Doch auch wenn die Zeit nicht nur über Lenins Terminologie gegangen ist, gilt auch gerade in Russland: Personalmanagement ist ein entscheidender Faktor.“ (Thomas Brand)

Politisch gesehen, ist Russland kein kommunistisches Land mehr, wirtschaftlich schaffte das Land den schnellen, aber für die eigene Bevölkerung schmerzhaften Übergang zum ‚puren’ Kapitalismus, vor allem durch die Privatisierung von staatlichen Betrieben durch Oligarchen, durch eine Hyperinflation und eine Abwertung des Rubels sowie durch die Wirtschaftskrisen von 1994 und 1998. Heute lässt sich deutlich erkennen, dass Russland voll in die Weltwirtschaft integriert ist, das heißt, dass die aktuellen Probleme der Weltwirtschaft und die aktuellen Prozesse in den globalen Unternehmen auch in Russland spürbar sind. Russland ist kein Hoffnungsträger mehr, sondern ein echter und wichtiger Partner und Wettbewerber.
In dieser Arbeit sollen (interkulturelle) Aspekte des Personalmanagements in Russland beschrieben werden. Besonderes Augenmerk soll hierbei darauf gerichtet werden, wie stark sich das Personalmanagement in Russland vom deutschen Personalmanagement unterscheidet. Persönliche Erfahrungen aus dem Geschäftsleben in Russland und Deutschland, sowie die Lektüre von Fachliteratur lassen folgende Hypothese zu, die in der Arbeit untersucht werden soll: Das Personalmanagement steckt in Russland noch ‚in den Kinderschuhen’.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Professionalisierung der Personalarbeit

3. Personalwirtschaftliche Aufgabenfelder und Instrumente des Personalmanagements

3. 1. Personalplanung

3. 2. Personalbeschaffung

3. 2. 1. . Internetsuche und Anzeigen in russischen Spezialzeitungen

3. 2. 2. Recruiting-Börsen

3. 2. 3. Personalleasing

3. 2. 4. Internationale oder lokale Personalagenturen

3. 2. 5. Graduate Recruitment und Public Relations

3. 2. 6. Headhunter

3. 3. Personalauswahl

3. 3. 1. Instrumente

3. 3. 2. Kriterien

3. 4. Personalentwicklung: Betriebliche Aus- und Weiterbildung

3. 4. 1. Inhalte

3. 4. 2. Methoden

3. 5. Arbeitrechtliche Rahmenbedingungen

3. 6. Personalkosten und Steuern

3. 7. Personalführung und Arbeitsbeziehungen

3. 8. Problem- und Konfliktmanagement

3. 8. 1. Informelle Netzwerke

3. 8. 2. Vor Diebstahl nicht gefeit

4. Interkulturelle Aspekte des Personalmanagements

4. 1. Arbeitseinstellung: Beziehungsorientierung und der russische Kollektivgeist

4. 2. Hierarchiendenken

4. 3. Bescheidenheit ist eine Zier

4. 4. Das Talent zum Improvisieren

4. 5. Zeit muss nicht Geld sein

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Personalmanagement in Russland unter Berücksichtigung interkultureller Besonderheiten und vergleicht dieses mit deutschen Standards. Das primäre Ziel ist die Überprüfung der Hypothese, dass das Personalmanagement in Russland im Vergleich zu westlichen Modellen noch nicht vollständig ausgereift ist.

  • Strukturen und Instrumente der russischen Personalarbeit
  • Rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen in Russland
  • Kulturelle Einflussfaktoren auf das Führungsverhalten
  • Herausforderungen in der Personalentwicklung und -führung
  • Vergleich der Unternehmenskulturen (Russland vs. Deutschland)

Auszug aus dem Buch

4. 4. Das Talent zum Improvisieren

Die sicherlich größte Diskrepanz zwischen deutscher und russischer Unternehmenskultur gibt es bei der Dimension der Unsicherheitsvermeidung. Einer der herausragendsten Züge des russischen Volkscharakters ist ein unglaubliches Improvisationstalent, die Fähigkeit zu ungewöhnlichen, originellen Lösungen. Bei einem durch ein funktionierendes Dienstleistungsnetz ‚verwöhnten’ Westeuropäern rufen der Einfallsreichtum und die Fähigkeit, mit der die Russen Engpässe überwinden oder einen Ausweg aus einer misslichen Lage suchen, immer wieder Überraschung und Bewunderung hervor. Dies hat aber leider auch eine Kehrseite. Immer dann, wenn aus Faulheit, Gedankenlosigkeit oder Trägheit improvisiert wird, wo sich Improvisation von selbst verbietet – etwa bei Hygiene- oder Sicherheitsbestimmungen, bei der Einhaltung von Betriebsanleitungen und Wartungsvorschriften – verkehrt sich diese eigentlich positive Eigenschaft mit den entsprechenden Folgen in ihr Gegenteil. Leider ist diese falsch verstandene Auffassung von Improvisationstalent kein Ausnahmefall (vgl. Baumgart/Jänecke 2005: 75).

Nabokova (1998: 140) beschreibt Kommunikation zwischen deutschen und russischen Handelspartnern, die sie im Laufe von drei Jahren auf internationalen Messen bei der Arbeit mit deutschsprachigen Firmen beobachten konnte:

[...] Ehrlich gesagt, handeln wir oft aufs Geratewohl, auf gut Glück. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen. Wenn ein Russe einen runden Tisch braucht, ihn aber nicht kaufen kann, dann kauft er einen quadratischen Tisch und macht aus diesem einen runden. In Russland hat jeder Gegenstand mehr Funktionen, als man eigentlich vermutet. Das können Deutsche nicht begreifen. [...] So sah der Plan einer deutschen Firma zum Standaufbau eine Falttür vor. Diese war jedoch defekt. Stattdessen hat der russische Montageleiter das Projekt kurzerhand ein wenig geändert und wollte eine normale Tür einsetzen lassen. Der Vertreter der deutschen Firma lehnte diese Änderung ab. Er wollte lieber bei der schiefen Faltetür bleiben, als die Standstruktur zu ändern [...].

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den wirtschaftlichen Wandel Russlands und formuliert die Hypothese, dass das Personalmanagement im Land noch am Anfang seiner Professionalisierung steht.

2. Professionalisierung der Personalarbeit: Dieses Kapitel erläutert, dass der Professionalisierungsgrad stark von der Unternehmensgröße und westlichen Einflüssen abhängt.

3. Personalwirtschaftliche Aufgabenfelder und Instrumente des Personalmanagements: Es wird der Stand der verschiedenen HR-Funktionen von der Planung über die Beschaffung bis zum Konfliktmanagement analysiert, wobei Qualifikationsdefizite deutlich werden.

4. Interkulturelle Aspekte des Personalmanagements: Hier stehen kulturelle Mentalitätsunterschiede wie Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung und Zeitverständnis im Vordergrund, die den Arbeitsalltag prägen.

5. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel bestätigt die eingangs formulierte Hypothese über den Entwicklungsstand des Personalmanagements in Russland.

Schlüsselwörter

Personalmanagement, Russland, Interkulturelles Management, Personalauswahl, Personalentwicklung, Unternehmenskultur, Hierarchie, Improvisationstalent, Arbeitsrecht, Fachkräftemangel, Korruption, Führung, Arbeitseinstellung, Deutschland, Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die spezifischen Herausforderungen und Strukturen des Personalmanagements in Russland im Vergleich zu deutschen Standards.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Instrumente der Personalarbeit, rechtliche Rahmenbedingungen, kulturelle Verhaltensmuster und spezifische Herausforderungen bei der Führung von Personal.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Hypothese lautet, dass das Personalmanagement in Russland noch in den „Kinderschuhen“ steckt und sich in einem Prozess der schrittweisen Professionalisierung befindet.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse und integriert ihre eigenen Erfahrungen aus der Geschäftswelt beider Länder für den interkulturellen Vergleich.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der operativen Personalaufgaben (Planung, Beschaffung, Entwicklung) sowie eine Untersuchung der kulturellen Dimensionen wie Machtdistanz und Improvisationsverhalten.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie interkulturelle Diskrepanz, Transformationsprozess, Machtdistanz und die Notwendigkeit der Anpassung an internationale Standards.

Wie gehen russische Unternehmen mit dem Mangel an Fachkräften um?

Unternehmen setzen verstärkt auf Kooperationen mit Bildungseinrichtungen, Direktansprache von Topkandidaten (Headhunting) und interne Weiterbildungsprogramme.

Welche Rolle spielt die „Unsicherheitsvermeidung“ im russisch-deutschen Vergleich?

Während deutsche Unternehmen versuchen, Zukunft durch Regeln und Gesetze abzusichern, zeichnen sich russische Akteure durch eine hohe Risikoakzeptanz und ein ausgeprägtes Improvisationstalent aus.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Personalmanagement in Russland
Universidad
LMU Munich
Calificación
1,3
Autor
Magister Artium Irina Petrova (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
15
No. de catálogo
V211837
ISBN (Ebook)
9783656404156
ISBN (Libro)
9783656406150
Idioma
Alemán
Etiqueta
Personalmanagement in Russland PM in Russland
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Magister Artium Irina Petrova (Autor), 2006, Personalmanagement in Russland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211837
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