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Terminintermediation und -prozesse und die Insolvenz der Metallgesellschaft 1993

Titel: Terminintermediation und -prozesse und die Insolvenz der Metallgesellschaft 1993

Seminararbeit , 2012 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Liridon Hasani (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die zunehmende Globalisierung, der schnelle Fortschritt von Kommunikationsund
Informationstechnologien, der Zusammenbruch fixer Wechselkurse des
Bretton Woods Systems 1973, sowie andere Faktoren führten auf den
Finanzmärkten zu erhöhten Preisschwankungen (Volatilitäten). Durch diese
Einflussfaktoren war das Verlangen nach Absicherungsinstrumenten
gestiegen. Als Antwort hierauf, kamen Anfang der 90er Jahre vermehrt
derivative Finanzinstrumente zum Einsatz. Diese stellten die Möglichkeiten zur
Verfügung, die Risiken bestimmter Grundgeschäfte flexibler zu Gestalten. Eine
genaue Definition des Derivats erfolgt in der Literatur nicht eindeutig, daher
werden Derivate zur Vereinfachung mit Termingeschäften gleichgestellt.
Allerdings kann auch ein falscher Einsatz von Derivaten, bedingt durch eine
hohe Komplexität, einen großen Schaden anrichten. So häuften sich in den
letzten Jahrzehnten Schlagzeilen über hohe, durch derivative
Finanzinstrumente verursachte, Verluste und sogar Insolvenzen. Einen äußerst
prominenten Fall stellt die Metallgesellschaft AG dar. Ziel der vorliegenden
Arbeit ist es, dem Leser einen guten Überblick über die Terminintermediation
und dem Fall der Metallgesellschaft zu geben. In Kapitel 2 wird zunächst auf die
allgemeine Theorie der Intermediation eingegangen, um zunächst den Begriff
zu definieren und dann die drei Intermediationsprozesse aufzuteilen. Hiernach
folgt eine ausführliche Darstellung der Terminintermediation, welche weiter in
unbedingte und bedingte Termingeschäfte unterteilt werden und die Motive des
Terminhandels erläutert werden. Die theoretischen Darstellungen und
Erläuterungen sollen schließlich auf den Fall der Metallgesellschaft transferiert
werden. Kapitel 3 schließt die Arbeit mit einem kurzen Fazit ab. Es muss
zusätzlich betont werden, dass aufgrund des Umfangs dieser Seminararbeit
nicht auf alle Aspekte der Termingeschäfte eingegangen werden kann. Darüber
hinaus werden Grundkenntnisse im Bereich der Tauschverträge und deren
Kontrahierungsmöglichkeiten vorausgesetzt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Allgemeine Theorie der Intermediation

2.2 Terminintermediation

2.2.1 Unbedingte Termingeschäfte

2.2.2 Bedingte Termingeschäfte

2.2.3 Motive für Termingeschäfte

2.3 Die Öltermingeschäfte der Metallgesellschaft

2.3.1 Absicherungsstrategie mit Hilfe derivativer Finanzinstrumente

2.3.2 Entstehung und Auswirkung der Liquiditätskrise

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionalität von Termingeschäften und analysiert kritisch den prominenten Fall der Metallgesellschaft (MG) aus dem Jahr 1993, um die Chancen und Risiken derivativer Finanzinstrumente aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Theorie der Intermediation
  • Differenzierung und Motive von Termingeschäften
  • Anwendung derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung
  • Analyse der Liquiditätskrise bei der Metallgesellschaft
  • Diskussion von Strategien und Risikomanagement im Finanzsektor

Auszug aus dem Buch

2.2 Terminintermediation

Wie bereits angesprochen werden bei der Terminintermediation Terminverträge spiegelbildlich abgeschlossen. Diese Verträge können entweder auf Terminbörsen oder individuell gestaltet auf sogenannte Over The Counter-Märkte abgeschlossen werden. Die außerbörslich gehandelten OTC-Verträge haben gegenüber den börsengehandelten Verträgen den Vorteil der individuellen Anpassung der Vertragsbedingungen. An amtlichen Terminbörsen abgeschlossene Termingeschäfte beinhalten meist standardisierte Verträge. Dort werden beispielsweise handelbare Mengen, Qualitäten sowie Fälligkeitstermine fest vorgeschrieben.10Der entscheidende Vorteil einer Terminbörse besteht darin, dass im Prinzip jegliches Kreditrisiko durch die Einschaltung einer „Clearingstelle“ ausgeschlossen ist.11 Hierfür muss bei Termingeschäften als Sicherheitsleistung eine Margin (Einschuss) eingezahlt werden. Um das Ausfallrisiko gering zu halten werden Kursänderungen täglich auf dem Margin-Konto entweder gutgeschrieben oder belastet.12 Funktionsfähige Börsenmärkte zeichnen sich durch eine sehr enge Verbindung zwischen Kassa – und Terminmarkt aus. Dies ermöglicht den Marktteilnehmern durch Hedgingmaßnahmen sich gegen Marktrisiken abzusichern.13 Wenn ein Unternehmer weiß, dass er in der Zukunft Zahlungen bekommt oder selber leisten muss, sich aber an der Preisentwicklung am Kassamarkt nicht abhängig machen möchte, kann er diese Kassaposition durch eine entsprechende Gegenposition am Terminmarkt mit den gewünschten Konditionen vollständig bzw. möglichst gut kompensieren.14 Problematisch ist es meist, wenn sich ein Unternehmen auf langfristig gestaffelte Lieferverpflichtungen über Jahre hinweg einlässt. Da standardisierte Börsen nicht so weitreichende Verträge anbieten, werden diese entsprechend über den OTC-Markt ausgehandelt. 15

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Bedeutung derivativer Finanzinstrumente durch Globalisierung und Marktvolatilität sowie die Zielsetzung der Arbeit anhand des Fallbeispiels Metallgesellschaft.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Intermediation, die detaillierte Definition von Terminintermediation sowie die kritische Aufarbeitung der Öltermingeschäfte und der resultierenden Krise der Metallgesellschaft.

3. Fazit: Das Kapitel schließt mit einer Bewertung der Strategie der Metallgesellschaft, wobei die Versäumnisse im Liquiditäts- und Basisrisikomanagement hervorgehoben und die konträren Positionen in der Literatur zusammengefasst werden.

Schlüsselwörter

Terminintermediation, Metallgesellschaft, Derivate, Finanzinstrumente, Absicherungsstrategie, Hedging, Liquiditätskrise, Basisrisiko, Termingeschäfte, Finanzmanagement, Risikomanagement, Stacked Hedge, Backwardation, Contango, Börse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Funktionalität und die mit Termingeschäften verbundenen Risiken unter besonderer Berücksichtigung der Theorie der Intermediation.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit fokussiert auf die Theorie der Finanzintermediation, die Funktionsweise von Terminmärkten sowie die praktische Anwendung von Derivaten im Risikomanagement.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, dem Leser einen Überblick über die Terminintermediation zu geben und das Scheitern der Metallgesellschaft im Jahr 1993 als Fallstudie für derivative Risiken zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse und wendet diese auf den konkreten Fall der Metallgesellschaft an, um die Strategie des Unternehmens kritisch zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Neben der Definition der Intermediationsprozesse erfolgt eine differenzierte Betrachtung von unbedingten und bedingten Termingeschäften sowie eine Analyse der Absicherungsstrategie der MGRM.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Terminintermediation, Metallgesellschaft, Liquiditätskrise, Derivate und Risikomanagement.

Warum kam es bei der Metallgesellschaft trotz Absicherung zur Krise?

Die Krise entstand primär durch ein Liquiditätsrisiko und ein Basisrisiko, da die langfristigen Lieferverträge durch kurzfristige Futures abgesichert wurden und sich der Markt von Backwardation zu Contango drehte.

Wie bewertet der Autor die Strategie der Metallgesellschaft im Fazit?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Absicherungsstrategie zwar theoretisch bei geplanter Laufzeit hätte funktionieren können, jedoch die Liquiditätsabflüsse und die Marktentwicklung (Contango) unterschätzt wurden.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Terminintermediation und -prozesse und die Insolvenz der Metallgesellschaft 1993
Hochschule
Hochschule Bochum
Note
1,0
Autor
Liridon Hasani (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V211887
ISBN (eBook)
9783656404606
ISBN (Buch)
9783656405719
Sprache
Deutsch
Schlagworte
terminintermediation fall metallgesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Liridon Hasani (Autor:in), 2012, Terminintermediation und -prozesse und die Insolvenz der Metallgesellschaft 1993, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211887
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Leseprobe aus  14  Seiten
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