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Die Gesellschaft in der Epoche des Realismus bei 'Frau Jenny Treibel' von Fontane

Titre: Die Gesellschaft in der Epoche des Realismus bei 'Frau Jenny Treibel' von Fontane

Dossier / Travail de Séminaire , 2012 , 16 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Johannes Mücke (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Littérature, Œuvres
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Fontane spiegelt in seinen Werken immer wieder die Gesellschaft der Wilhelminischen Ära wider. Er figuriert die Stände der damaligen Gesellschaft und kleidet sie mit viel Witz und Ironie. Das vorliegende Werk soll einen Überblick über die Gesellschaft in der Epoche des Realismus geben und darlegen, wie diese im Roman "Frau Jenny Treibel" thematisiert und figuriert wird. Darüber hinaus ist Bestandteil dieser Arbeit, inwiefern Fontane das Besitzbürgertum negativ darstellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Kontext

2.1 Politische Entwicklungen

2.2 Historische Entwicklung Berlins

3. Die Gesellschaft im Roman

3.1 Das Besitzbürgertum

3.2 Das Bildungsbürgertum

3.3 Der Adel

3.4 Der vierte Stand/Arbeiterklasse

4. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die gesellschaftlichen Schichtungen im Realismus anhand von Theodor Fontanes Roman "Frau Jenny Treibel". Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit der Roman als authentische Projektion der Berliner Gesellschaft des späten 19. Jahrhunderts fungiert und inwiefern der Autor die verschiedenen sozialen Gruppen – vom Besitz- und Bildungsbürgertum bis hin zum Adel und der Arbeiterklasse – kritisch reflektiert.

  • Analyse der sozio-historischen Bedingungen in Berlin zwischen 1848 und 1890.
  • Differenzierte Untersuchung der Lebenswelten und Wertvorstellungen des Besitz- und Bildungsbürgertums.
  • Kritische Beleuchtung der Rolle des Adels und seiner zunehmenden Bedeutungslosigkeit.
  • Charakterisierung der Arbeiterklasse als gesellschaftliches Gegenbild anhand der Figur der Schmolke.
  • Einordnung der im Roman geäußerten Gesellschaftskritik in Fontanes zeitgeschichtlichen Kontext.

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Besitzbürgertum

Die Protagonistin des Romans verkörpert das Besitzbürgertum, die Bourgeoisie, wie kein anderer Charakter im Werk. Die Eigenschaften, die sie aufweist, lassen sich auf die Gesellschaft übertragen und sind für die Bourgeoisie durchaus typisch. Es lässt sich sagen, dass das Besitzbürgertum keine historische Vergangenheit und Tradition besitzt, vielmehr entstand diese gesellschaftliche Schicht im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert.

Ferner gilt es zu beleuchten, dass das Besitzbürgertum keine Bildungstradition aufweist, der „Besitz wurde zum Hauptziel“ definiert und die Bildung erfuhr eine starke sekundäre Betrachtung. Diese „Geldsackgesinnung“ und der permanente „Kniefall vor dem goldenen Kalb“ erfährt von Theodor Fontane in zahlreichen Briefen harte Kritik.

Jenny Treibel ist es gelungen, aus einfachen Verhältnissen in eine gesellschaftliche Schicht aufzusteigen, in der sie finanzielle Sicherheit und Ansehen genießt. Dass sie durch ihren Freund Professor Schmidt als ein „Musterstück von einer Bourgeoise“ gekennzeichnet wird, macht zugleich die primäre Intention des Romans deutlich: die Gesellschaftskritik. Das Haus der Treibels spiegelt den demonstrativen Reichtum und die großbürgerliche Wohnkultur deutlich wider. Viele Einrichtungsgegenstände und Räumlichkeiten erfüllen lediglich den Zweck der Repräsentation, nicht dem Gebrauch. Als Beispiele sind hier das große „Eßzimmer“ und „die Kronleuchter“ zu benennen, ebenso der „Springbrunnen“ und der außerhalb des Hauses befindliche „Kakadu“. Dieser galt in der Gründerzeit als Statussymbol und diente dem Zweck der Repräsentation.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung reflektiert die persönliche Wiederbegegnung mit dem Werk im Rahmen eines Seminars und formuliert die Forschungsfrage zur gesellschaftlichen Kritik an verschiedenen sozialen Schichten bei Fontane.

2. Historischer Kontext: Dieses Kapitel skizziert die politischen Entwicklungen von der Märzrevolution 1848 bis 1890 sowie das rasante Wachstum Berlins als wissenschaftliches und wirtschaftliches Zentrum.

3. Die Gesellschaft im Roman: Der Hauptteil analysiert die vier gesellschaftlichen Gruppen – Besitzbürgertum, Bildungsbürgertum, Adel und Arbeiterklasse – und deren jeweilige Verhaltensweisen sowie ihre gegenseitige Abgrenzung im Roman.

4. Abschließende Betrachtung: Das Fazit resümiert, dass Fontane eine Koexistenz der Schichten darstellt, dabei jedoch eine tiefgreifende Kritik an der monetären Ausrichtung des Bürgertums übt, während die Arbeiterklasse als positiv gezeichneter Gegenentwurf erscheint.

Schlüsselwörter

Theodor Fontane, Frau Jenny Treibel, Realismus, Besitzbürgertum, Bildungsbürgertum, Gesellschaftskritik, Bourgeoisie, Berliner Gesellschaft, Industrialisierung, 19. Jahrhundert, soziale Schichten, Arbeiterklasse, Adel, Literaturanalyse, Soziale Romankunst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der gesellschaftlichen Hierarchien und Schichten in Berlin während der Epoche des Realismus, basierend auf Theodor Fontanes Roman "Frau Jenny Treibel".

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Auswirkungen der Industrialisierung, die Entwicklung des Besitz- und Bildungsbürgertums sowie die Rolle des Adels und der aufkommenden Arbeiterklasse im späten 19. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, inwiefern Fontane die Gesellschaft seiner Zeit porträtiert und wie sich seine eigene kritische Haltung gegenüber der "Geldsackgesinnung" der Bourgeoisie im Roman manifestiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die historische Kontexte mit der inhaltlichen Untersuchung der Romanfiguren und deren Verhalten verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifisch die vier Hauptgruppen: Besitzbürgertum, Bildungsbürgertum, Adel und Arbeiterklasse, wobei jeweils die Lebensverhältnisse und die Kritik des Autors herausgearbeitet werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Realismus, Gesellschaftskritik, Bourgeoisie, soziales Aufstreben und die literarische Darstellung der Gründerjahre.

Wie bewertet der Autor das Besitzbürgertum im Vergleich zum Bildungsbürgertum?

Das Besitzbürgertum wird primär durch monetäre Repräsentation und Mangel an Tradition definiert, während das Bildungsbürgertum durch intellektuelle Werte, aber auch eine gewisse politische Lethargie charakterisiert wird.

Welche Bedeutung kommt der Figur der Schmolke innerhalb der Arbeit zu?

Die Schmolke wird als repräsentatives Gegenbild zur überspannten Jenny Treibel identifiziert und als fleißige Vertreterin der Arbeiterklasse dargestellt, der Fontane eine positive, fast unentbehrliche Rolle zuschreibt.

Warum spielt das "treibelsche Diner" eine so wichtige Rolle?

Dieses Ereignis dient als zentraler Vergleichspunkt, um die Koexistenz und Distanz zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zu verdeutlichen und die gescheiterten Ambitionen der Figuren zu unterstreichen.

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Résumé des informations

Titre
Die Gesellschaft in der Epoche des Realismus bei 'Frau Jenny Treibel' von Fontane
Université
Johannes Gutenberg University Mainz  (Deutsches Institut)
Cours
Kommunikationskulturen im Realismus
Note
1,3
Auteur
Johannes Mücke (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
16
N° de catalogue
V211898
ISBN (ebook)
9783656396772
ISBN (Livre)
9783656397489
Langue
allemand
mots-clé
gesellschaft epoche realismus beispiel romns frau jenny treibel
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Johannes Mücke (Auteur), 2012, Die Gesellschaft in der Epoche des Realismus bei 'Frau Jenny Treibel' von Fontane, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211898
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Extrait de  16  pages
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