INHALTSVERZEICHNIS ...................................................................... 1
1 EINLEITUNG ................................................................................. 2
2 GRUNDLEGENDE ASPEKTE VON EMOTION, KULTUR UND ……EMOTIONALER KOMPETENZ .................................................... 3
2.1 ZUR EMOTIONSTHEORETISCHEN VIELFALT .................................. 3
2.2 ZUR BETRACHTUNG VON EMOTIONEN IM KULTURELLEN KONTEXT . 5
2.3 Zur EMOTIONALEN KOMPETENZ ................................................. 8
3 EMOTIONEN IM MULTIKULTURELLEN SETTING SCHULE ... 10
3.1 ZUR BEDEUTUNG VON EMOTIONEN IM SCHULALLTAG ................ 11
3.1.1 FÖRDERUNGSPOTENZIALE EMOTIONALER KOMPETENZ .............. 12
3.1.2 EMOTIONSREGULIERUNG IM SCHULUNTERRICHT ........................ 13
3.2 MUSLIMISCHE IDENTITÄT UND MÖGLICHE EMOTIONALE ………KONSEQUENZEN ..................................................................... 14
4 FAZIT & AUSBLICK ................................................................... 15
4.1 ZUR KULTURRELEVANZ INTELLIGENTER EMOTIONEN ................ 15
INTERNETRESSOURCEN & LITERATURVERZEICHNIS ................ 18
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 GRUNDLEGENDE ASPEKTE VON EMOTION, KULTUR UND EMOTIONALER KOMPETENZ
2.1 ZUR EMOTIONSTHEORETISCHEN VIELFALT
2.2 ZUR BETRACHTUNG VON EMOTIONEN IM KULTURELLEN KONTEXT
2.3 ZUR EMOTIONALEN KOMPETENZ
3 EMOTIONEN IM MULTIKULTURELLEN SETTING SCHULE
3.1 ZUR BEDEUTUNG VON EMOTIONEN IM SCHULALLTAG
3.1.1 FÖRDERUNGSPOTENZIALE EMOTIONALER KOMPETENZ
3.1.2 EMOTIONSREGULIERUNG IM SCHULUNTERRICHT
3.2 MUSLIMISCHE IDENTITÄT UND MÖGLICHE EMOTIONALE KONSEQUENZEN
4 FAZIT & AUSBLICK
4.1 ZUR KULTURRELEVANZ INTELLIGENTER EMOTIONEN
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Arbeit untersucht die Bedeutung emotionaler Kompetenz als zentrales Element interkultureller Professionalität im schulischen Kontext. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern emotionale Intelligenz als Rüstzeug für Lehrkräfte dienen kann, um in einer zunehmend multikulturell geprägten Schülerschaft Bildungsprozesse erfolgreich zu gestalten und motivationale Faktoren gezielt zu beeinflussen.
- Grundlagen der Emotionspsychologie und emotionale Kompetenz
- Kulturelle Bedingtheit und Variabilität von Emotionen
- Bedeutung der Emotionsregulation im schulischen Alltag
- Förderung emotionaler Kompetenzen im Unterricht
- Einfluss kultureller Identitäten muslimischer Familien auf das emotionale Verhalten
Auszug aus dem Buch
2.1 Zur emotionstheoretischen Vielfalt
HÜLSHOFF (2012, S. 13) formuliert zu Recht, dass es sich bei Emotionen um ein vielschichtiges Phänomen handelt, das nicht monokausal erklärt werden kann. So definieren auch KLEINGINNA & KLEINGINNA (1981) Emotionen als ein komplexes Muster von Veränderungen, das physiologische Erregung, Gefühle, kognitive Prozesse und Verhaltensweisen umfasst, welche als Reaktion auf eine Situation, die ein Individuum als besonders bedeutsam wahrgenommen hat, auftreten. William James und Georg Lange entwarfen Mitte der 1880er Jahre eine Theorie, wonach körperliche Erregung als primäre Reaktionen vor emotionaler Exzitation betrachtet worden ist. Gefühle waren demzufolge Begleiterscheinungen körperlicher Vorgänge. Nach jener James-Lange-Theorie bewirkt das Reizereignis körperliche Erregung und Stimulation des autonomen Nervensystems, welche zur Wahrnehmung spezifischer Emotionen führen.
Kritische Einwände dieser auf viszerale Prozesse fokussierten Theorie formulierte u.a. Walter Cannon (1927) im Hinblick auf den zeitlichen Verlauf innerer, physiologischer Reaktionen, welche sich im Gegensatz zu Gefühlserlebnissen langsamer manifestieren. So wäre eine differenzierte Wahrnehmung von Emotionen durch das autonome Nervensystem nach James & Lange nicht gewährleistet. Zusammen mit Bard legte Cannon dieser neuen Theorie der zentralen neuralen Prozesse einen Dualismus von physiologischer Erregung und Wahrnehmung der Emotion zugrunde, welcher einem Reizereignis folgt.
Das Bild klassischer Emotionstheorien wird durch den kognitiven Ansatz von Schachter & Singer Mitte der 1960er Jahre komplettiert. Für das Erleben einer bestimmten Emotion sind nach diesem Modell zwei Faktoren verantwortlich. Zum einen das gesteigerte physiologische Erregungsniveau, andererseits dessen Interpretation. Sowohl die Reizereignisse, als auch die körperliche Erregung werden gleichzeitig anhand von situativen Hinweisreizen und Kontextfaktoren kognitiv bewertet. Das interdependente Verhältnis von Erregungsniveau und Bewertungsart ergibt demzufolge den resultierenden emotionalen Erfahrungswert (vgl. GERRIG & ZIMBARDO 1999, S. 364-367; SCHÖNPFLUG & SCHÖNPFLUG 1995, S. 400ff.; VON SCHEVE 2009, S. 103ff.). Die sukzessive Modellierung der Theorien begründet sich auf unterschiedlichen Ansichten der zugehörigen Emotionskomponenten sowie der Prozessabfolge, in welchem ein Reiz in Emotionserfahrungen transformiert wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung emotionaler Kompetenz in einer multikulturellen Schullandschaft und formuliert die forschungsleitende Frage nach deren Beitrag zur interkulturellen Professionalität.
2 GRUNDLEGENDE ASPEKTE VON EMOTION, KULTUR UND EMOTIONALER KOMPETENZ: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen zu Emotionstheorien und zum Kulturbegriff dargelegt sowie emotionale Kompetenz als essenzieller Teil juveniler Entwicklungsaufgaben definiert.
3 EMOTIONEN IM MULTIKULTURELLEN SETTING SCHULE: Hier erfolgt der Transfer der theoretischen Erkenntnisse auf den Schulalltag, wobei insbesondere Regulationsstrategien und die Bedeutung kultureller Identitäten, am Beispiel muslimischer Familien, analysiert werden.
4 FAZIT & AUSBLICK: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, emotionale Kompetenz als festen Bestandteil der Lehrerprofessionalität zu etablieren und durch religionssensible Forschungsansätze zu ergänzen.
Schlüsselwörter
Emotionale Kompetenz, Interkulturelle Professionalität, Emotionstheorien, Schulpädagogik, Emotionsregulation, kulturelle Identität, muslimische Familien, Selbstwirksamkeit, multikulturelles Setting, Schulentwicklung, soziale Kompetenz, Lehrerrolle, Emotionsvokabular.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Relevanz emotionaler Kompetenz für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler in einem multikulturell geprägten Schulumfeld.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf Emotionstheorien, dem Einfluss kultureller Faktoren auf Emotionen sowie den Möglichkeiten der Emotionsregulation im Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, wie emotionale Kompetenz als Merkmal interkultureller Professionalität genutzt werden kann, um Lernprozesse und das soziale Miteinander in Schulen positiv zu beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller psychologischer und pädagogischer Studien und Fachliteratur zum Thema Emotionsforschung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Emotionstheorien und eine praktische Anwendung auf das Setting Schule, inklusive spezifischer Aspekte der muslimischen Identitätsbildung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind emotionale Kompetenz, interkulturelle Professionalität, Emotionsregulation und Schulkultur.
Warum ist das Thema Sportunterricht im Zusammenhang mit Emotionen besonders relevant?
Der Sportunterricht zeichnet sich durch eine gesteigerte Emotionsfrequenz aus, was ihn zu einem idealen Feld für die Reflexion und Regulierung von Emotionen macht.
Welche Rolle spielt die muslimische Identität bei der emotionalen Entwicklung der Kinder?
Die Arbeit diskutiert, wie konservativ geprägte Erziehungsvorstellungen in muslimischen Familien Einfluss auf das emotionale Verhalten und die Rollenbilder der Kinder in der Schule haben können.
- Quote paper
- Frank Zet (Author), 2012, Emotionale Kompetenz als Merkmal interkultureller Professionalität in Schulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211959