Kleingruppen in den Gemeindeentwicklungskonzepten von Christian A. Schwarz und dem Willow Creek-Kongress

Konzept und Bedeutung


Bachelorarbeit, 2010
28 Seiten, Note: 2,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kleingruppen im Gemeindeentwicklungskonzept von Christian A. Schwarz
2.1 Überblick über das Gemeindeentwicklungkonzept von Christian A. Schwarz
2.2 Qualtitäsmerkmal „ Ganzheitliche Kleingruppen“
2.2.1 Kleingruppenleiter
2.2.2 Multiplikation von Kleingruppen
2.2.3 Die strategische Bedeutung von Kleingruppen
2.3 Zusammenfassendung der Bedeutung der Kleingruppen bei der natürlichen Gemeindeentwicklung

3 Kleingruppen im Gemeindeentwicklungskonzept von Willow Creek
3.1 Überblick über das Konzept Willow Creek
3.2 Die „7- Schritte-Strategie“
3.3 Kleingruppen bei Willow Creek
3.3.1 Kleingruppenformen
3.3.2 Kleingruppenleiter
3.4 Zusammenfassung der Bedeutung der Kleingruppen bei Willow Creek

4 Die beiden Gemeindeentwicklungskonzepte im Vergleich

5 Fazit und Ausblick

6 Literaturverzeichnis:
6.1 Internet-Quellenverzeichnis

7 Anhang

Rechtliche Erklärung

- Do: 5665 (6000)

- Q8 – Liebevolle Beziehungen? (Weil es in einer großen Gemeinde keine anderen Möglichkeiten gibt!) Gemeinschaft, Zeit Verbingen (Kaffetrinken), Lachen!

- Konjunktiv Verwenden !!!!

1 Einleitung

Boom der Kleingruppen[1] !

Beide Starten in Deutschland im Jahre 1996

Der erste Willow Creek Kongress in Deutschland fand im Jahre 1996 in Hamburg statt und brachte eine Vielzahl von Impulsen zum Gemeindebau nach Deutschland.[2]

In wie weit spiegelt die Willow Creek Gemeinde, die Prinzipen der natürlichen Gemeinde Entwicklung in Bezug auf Kleingruppen wieder?

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2 Kleingruppen im Gemeindeentwicklungskonzept von Christian A. Schwarz

2.1 Überblick über das Gemeindeentwicklungskonzept von Christian A. Schwarz

Christian A. Schwarz veröffentlichte im Jahre 1996 seine Buch „Die natürlichen Gemeindeentwicklung“[3] seines Gemeindekonzept der Natürlichen Gemeindeentwicklung (NGE). Die Grundlagen und Ansätze dieses Gemeindeentwicklungskonzept reichen jedoch bis zu seinem Vater Fritz Schwarz[4] und früheren Veröffentlichung[5] von Christian A. Schwarz zurück. Das war der Ausgangspunkt des Internationales Forschungsprojekt der NGE, mit der Frage ob es „universell gültige Prinzipen der Gemeindeentwicklung“[6] gibt. Universal Gültig bedeutete für Schwarz, unabhängig von der jeweiligen Kultur in der sich die Gemeinde befindet, wie ihre theologisch und spirituelle Prägung.[7] Dazu wurden über 1.000 verschiedene Gemeinde[8] in 32 Ländern auf allen fünf Kontinente gefragt und die über 4,2 Millionen Antworten wissenschaftlich ausgewertet.[9] Zusätzlich zu diesen empirischen Untersuchungen bildeten die Beobachtung in der Natur und der Bibel den Ausgangspunkt für seine Gemeindeentwicklungsprinzipen.[10] Als Ergebnis legte Schwarz, acht Qualtitäsmerkmale da, die bei einer wachsenden Gemeinde mit einem hohen Qualitätsindex[11] besonders stark ausgeprägt waren.[12] Diese Qualtitäsmerkmale setzte er dann in Verbindung mit sechs biotischen Prinzipen, welche der Schlüssel zu den Merkmalen sein sollten.[13] Eine Übersicht über die Qualtitäsmerkmale und biotischen Prinzipen der NGE bietet folgende Tabelle. (Gezockt –ändern)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Forschungsergebnis hat gezeigt, das bei denen Gemeinde, wo jedes Qualtitäsmerkmale, ohne Ausnahme einen hohen Qualitätsindex aufweisen konnte, eine wachsende Gemeinde war.[14] Entscheidend für Schwarz sei dabei, der aus der Natur entnommene „Minimumfaktor“[15], das am schwächsten ausgeprägte Qualitätsmerkmal, begrenzt das Wachstum der gesamten Gemeinde.[16] Daher entfielt das Konzept an dem schwächsten ausgeprägte Qualitätsmerkmal anzusetzen und sich zuerst darauf zu konzentrieren.[17]

Die NGE „will Gemeindewachstum nicht „machen“, sondern sei alleine darauf ausgerichtet, die Wachstumsautomatismen, mit denen Gott selbst seine Gemeinde baut, freizusetzen.“[18] Daher setzt, das Konzept auf „ eine prinzipienorientierte Vorgehensweise“[19] anstatt auf ein festes Gemeindemodel.

2.2 Qualtitäsmerkmal „ Ganzheitliche Kleingruppen“

Die Bedeutung der Kleingruppen im Gemeindeentwicklung NGE wird am deutlichsten im sechsten Qualtitäsmerkmale „Ganzheitliche Kleingruppen“[20]. Ganzheitliche Kleingruppen stehen für die Anwendung der besprochen Bibeltext auf das eigene ganz praktische Leben. Hier steht nicht das Lern von theoretischen Konzepten im Vordergrund sondern die praktische Jüngerschaft.[21] Als Biblische Grundlage für solche ganzheitliche Kleingruppen verweist Schwarz auf Apostelgeschichte 2,46-47.[22] Sie zeichnen sich durch die Offenheit aus, persönliche und alltägliche Fragen in die Gruppen einbringen zu können.[23] Gerade wachsende Gemeinde mit einer hohen Qualität, gab in ihren Fragenbögen an, in ihrer Gemeinde ein Gruppe zuhaben in der sie „sich über persönliche Probleme austauschen“[24] konnten.

In so einer Kleingruppe, bringen Menschen ihre Gaben ein um anderen Menschen zu helfen, ob diese sie in der Gruppe sind oder nicht. Das bedeutet für Schwarz, dass Menschen „menschliche Nähe, praktische Hilfe und intensiven geistlichen Austausch finden“[25]. Um die Bedeutung von ganzheitlichen Kleingruppen zu betonen, verweist Schwarz wiederum auf eine Frage innerhalb des Forschungsprojektes.[26] Die wachsenden Gemeinden stimmt am stärksten der Aussage zu, „Es ist uns wichtiger, daß jemand in eine Kleingruppe geht als in den Gottesdienst“[27] im Gegensatz zu den anderen Gemeinden. Schwarz sieht hinter dieser Aussage kein zusätzliches Gemeindewachstumsprinzip aber eine deutliche Betonung, welche Einfluss Kleingruppe auf das Gemeindewachstum haben.[28] Die enorme Bedeutung der Kleingruppen und der Gruppen Multiplikation, soll in kommenden zwei Punkten dargelegt werden.

Schwarz zeigt an der Gemeinde in Soul in Süd Korea mit über 500.000 Mitglieder, welche eine der größten Gemeinde der Welt ist, wie wichtig eine Kleingruppenstruktur gerade für größere Gemeinde sind.[29] Die Vielzahl der Kleingruppen der Gemeinde hatte eine maximale Größe von 12 Mitgliedern, womit ein Raum für persönliche Kontakte geschaffen ist und der einzelne nicht in der Masse untergeht.[30] „Je größer eine Gemeinde wird, desto entscheidender wird das Kleingruppenprinzip im Blick auf ihr weiteres Wachstum.“[31]

2.2.1 Kleingruppenleiter

Nach Schwarz besteht eine Kleingruppe im Idealfall aus 8-10 Mitgliedern, einen Leiter und Co-Leiter.[32] Entscheidend für die Qualität der Kleingruppe, ist geistliche Begabung[33] dazu und die Qualifikation des Leiters.[34] Schwarz weist darauf hin, dass ein Kleingruppenleiter die Gabe, des Hirtendienstes haben sollte. “Diese Gabe befähigt Christen, langfristig persönliche Verantwortung für das geistliche Wohl einer Gruppe zu übernehmen.“[35] Darüber hinaus sollte jede Gemeinde eine feste Struktur haben, um Kleingruppenleiter und angehende Leiter die Möglichkeit zum Austausch zugeben und für sie Schulungen bereitstellen um sie so auf ihren Dienst vorzubereiten und zu stärken.[36] Zusätzlich weist Schwarz auf die Notwendigkeit hin, dass Kleingruppenleiter eine kontinuierliche Begleitung haben sollte, welche in kleineren Gemeinden vom Pastor geleistet werden können und bei größeren Gemeinden in die Hände eines oder mehrere „Kleingruppen-Koordinator(en)“[37] gelegt werden.

Eine der Entscheidenden Aufgaben eines Kleingruppenleiters ist es, neu Leiter auszubilden umso Wachstum Möglichkeiten zu schaffen.[38] Diese Co-Leiter, werden langsam in die Vorbereitung und Leitung der Gruppe eingeführt, in den Prozess zeigt sich dann ob die Gabe des Hirtendienstes vorhanden ist. Ziel ist es, dann das der Co-Leiter eine eigne Gruppe übernehmen kann und dort dann wiederrum einen Co-Leiter ausbildet.[39] Die beiden Kleingruppen müssen aber nicht gleich sein, sondern können ein ganz andere „Kleingruppentypus“[40] sein. Schwarz weist darauf hin, dass es verschiedene Arten von Kleingruppen geben sollten, die bei den verschieden Bedürfnissen der Menschen ansetzen. Durch die Vielfallt der verschiedene Gruppe, könnte man auch eine größere vielfallt von Menschen erreichen.[41]

2.2.2 Multiplikation von Kleingruppen

In diesen Abschnitt soll die fortwährende Multiplikation von Kleingruppen im besonderem dargelegt, weil Schwarz ihr eine exponierte Stellung in seinen Konzept gibt. „Wenn wir überhaupt ein Prinzip als „das wichtigste“ bezeichnen wollen – es kommt ja nach unserer Forschung gerade auf das Zusammenspiel der unterschiedlichen Aspekte an -, dann ist es ohne Zweifel die Multiplikation von Kleingruppen.“[42] Schwarz fand in seiner Forschung heraus, dass statistisch gesehen der größte Zusammenhang zwischen Gemeindewachstum und den Qualtitäsmerkmale der ganzheitlichen Kleingruppen bestand.[43] Dabei wies er auf die Ergebnisse bei der Frage „In unserer Gemeinde wird es bewußt gefördert, daß sich die Kleingruppen durch Teilung vervielfältigen.“[44] hin. Diese Aussage traf auf wachsende Gemeinden mit einer hohe Qualität mit einen spitze Wert von 78 Prozent zu, im Gegensatz zu schrumpfenden Gemeinde mit einer niedrigen Qualität bei denen die Aussage nur zu 6 Prozent zutraf.[45] Eine andere Frage, die nach der festgelegt Absicht der Kleingruppe sich durch Teilung zu vervielfältigen fragte, wies ähnliche Ergebnisse auf.[46]

Zusätzlich zu diesen statistischen Ergebnissen, sieht Schwarz das Prinzip der Multiplikation auch in gesamte Natur.[47] Ein Apfelbaum zum Beispiel kann nicht unendlich wachsen und Äpfel hervorbringen aber er kann neue Apfelbaume hervor bringen und das ist seine „wahre Frucht“[48]. Dieses Prinzip der Multiplikation ist das zweite unter seinen sechs biotischen Prinzipen.[49]

Praktische schlägt Schwarz vor, eine Kleingruppe die eine Größe von ungefähr Zehn Mitglieder erreicht hat, sollte nicht zu halbieren und daraus zwei Gruppen zu machen, sondern nur mit einigen Mitgliedern eine neue aufzumachen.[50] Jede Kleingruppe sollte nach ihm, auf Multiplikation ausgerichtet sein und das konkrete Ziel haben jedes Jahr einen neuen Menschen in die Gruppe zu intergrien.[51]

[...]


[1] Begrifflichkeit HK,KG und Cellgruppen erläutern

[2] Eggers 8. Möller 624.

[3] Schwarz, Gemeindeentwicklung.

[4] Vgl. Winkler 72.

[5] Vgl. Schwarz, Christian A.: Die Dritte Reformation. Paradigmenwechsel in der Kirche, Neukirchen-Vluyn 1993.

[6] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 18.

[7] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 19.

[8] Diese Studie wird oft Kritisiert, weil aus ihrer Sicht nur eine zu stark eingeschränkte Form von Gemeinden befragt wurde und innerhalb der Gemeinde immer nur 30 Personen. Vgl. Plock, Gemeindeentwicklung 17.

[9] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 18.

[10] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 13.

[11] Der Qualitätsindex setzt sich aus dem Wachstumsverhalten (Quantität) und Qualität der Gemeinde zusammen. Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 20.

[12] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 20.

[13] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 20.

[14] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 39.

[15] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 49.

[16] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 54.

[17] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 49.

[18] Schwarz, Gemeindeentwicklung 14.

[19] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 14.

[20] Schwarz, Gemeindeentwicklung 32.

[21] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 32.

[22] Schwarz, Praxis 96.

[23] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 32.

[24] Schwarz, Gemeindeentwicklung 33.

[25] Schwarz, 1x1 der Gemeindeentwicklung 18.

[26] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 32-33.

[27] Schwarz, Gemeindeentwicklung 32.

[28] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 33.

[29] Schwarz, 1x1 der Gemeindeentwicklung 18-19.

[30] Schwarz, 1x1 der Gemeindeentwicklung 18-19.

[31] Schwarz, Gemeindeentwicklung 33.

[32] Vgl. Schwarz, Praxis 98.

[33] Das Mitarbeit in dem Bereich arbeiten in dem sie geistliche Begabt sind, legt Schwarz im zweiten Qualitätsmerkmal – Gabenorientierte Mitarbeiterschaft da. Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 24.

[34] Vgl. Schwarz, Praxis 97.

[35] Vgl. Schwarz, Farben 121.

[36] Vgl. Schwarz, Praxis 100,103.

[37] Schwarz, Praxis 101.

[38] Vgl. Schwarz, Praxis 98.

[39] Vgl. Schwarz, Praxis 98.

[40] Schwarz, Praxis 100.

[41] Vgl. Schwarz, Praxis 100.

[42] Schwarz, Gemeindeentwicklung 33.

[43] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 33.

[44] Schwarz, Gemeindeentwicklung 33.

[45] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 33.

[46] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 68.

[47] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 68.

[48] Schwarz, Gemeindeentwicklung 68.

[49] Vgl. Schwarz, Gemeindeentwicklung 68.

[50] Vgl. Schwarz, Praxis 98-99.

[51] Vgl. Schwarz, Praxis 98-99.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Kleingruppen in den Gemeindeentwicklungskonzepten von Christian A. Schwarz und dem Willow Creek-Kongress
Untertitel
Konzept und Bedeutung
Hochschule
Theologisches Seminar Elstal
Veranstaltung
Seminar Mission und Diakonie
Note
2,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
28
Katalognummer
V212021
ISBN (eBook)
9783656400738
ISBN (Buch)
9783656401452
Dateigröße
479 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gemeindeentwicklungskonzept, Willow Creek, Christian A. Schwarz, Christian Schwarz, Kleingruppen
Arbeit zitieren
Jonas Schilke (Autor), 2010, Kleingruppen in den Gemeindeentwicklungskonzepten von Christian A. Schwarz und dem Willow Creek-Kongress, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212021

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