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Bioethik und Menschenwürde. Moralische Untersuchung von Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik und aktiver Sterbehilfe

Title: Bioethik und Menschenwürde. Moralische Untersuchung von Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik und aktiver Sterbehilfe

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Ines Triphaus-Giere (Author)

Theology - Systematic Theology
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Die Menschenrechte stehen jedem Menschen als Mensch zu. Damit schien die UN-Menschenrechtscharta von 1945 die Frage nach der Trägerschaft der Menschenwürde end-gültig fixiert zu haben. Aber durch die neuen Biotechnologien passen die damaligen Kriterien für Menschsein nicht mehr. Was ist menschliches Leben? Die in das Menschsein ein-schließende Ereignisse Geburt und Tod stellen heute keine klaren Kriterien mehr dar. Ein achtzelliger menschlicher Embryo gehört unzweifelhaft zur Gattung Mensch, auch wenn seine Geburt erst in Zukunft, oder vielleicht sogar nie stattfinden wird. Ebenso unscharf stellt sich durch medizintechnische Neuerungen die Grenze zwischen Leben und Tod dar. Welche technischen Möglichkeiten sind menschlich sinnvoll?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Das Prinzip der Menschenrechte in bioethischen Kontroversen.

2 Zum Verständnis von Grund und Inhalt des Begriffs Menschenwürde sowie deren Trägerschaft, als Basis für bioethische Diskussionen.

2.1 Darstellung von Grund und Inhalt des Begriffs Menschenwürde.

2.1.1 Die Gründe bzw. der Grund für die Menschenwürde als höchstes Moral- und Rechtsprinzip.

2.1.2 Der Inhalt der Menschenwürde.

2.2 Zum Verhältnis von Menschsein und Personsein im Kontext der Trägerschaft von Menschenwürde.

2.2.1 Personale Eigenschaften als Voraussetzung für den prinzipiellen Anspruch auf Menschenwürde?

2.2.2 Erkenntnisse der Embryonalentwicklung können den prinzipiellen Anspruch auf Menschenwürde begründen.

2.3 Alles menschliche Leben hat Anspruch auf Menschenwürde.

3 Eine Stellungnahme zu zwei aktuellen bioethischen Kontroversen.

3.1 Zur Problematik von Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik.

3.1.1 Chancen und Risiken der Pränataldiagnostik.

3.1.2 Präimplantationsdiagnostik - Selektion von menschlichem Leben.

3.2 Eine kritische Stellungnahme gegen aktive Sterbehilfe.

3.2.1 Aktive Sterbehilfe – eine Option um menschenwürdig zu sterben?

3.2.2 Umfasst Selbstbestimmung auch die absolute Selbstverfügung?

3.3 Die Selbstzwecklichkeit des menschlichen Lebens schließt Abwägungen über das Lebensrecht aus.

4 Aktuelle eugenische Tendenzen im Bereich der Biomedizin erfordern ethische Grenzziehungen.

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ethische Vertretbarkeit von biotechnologischen Eingriffen in den Lebensanfang und das Lebensende vor dem Hintergrund des Prinzips der Menschenwürde. Sie geht der Forschungsfrage nach, ob ein Mensch das Recht hat, über Leben oder Tod eines anderen Menschen zu entscheiden, und fordert eine strikte Einhaltung der Unverfügbarkeit menschlichen Lebens.

  • Grundfragen der Bioethik und des Begriffs der Menschenwürde
  • Ethische Bewertung der Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik
  • Kritische Analyse der aktiven Sterbehilfe im Kontext der Selbstbestimmung
  • Gefahren eugenischer Tendenzen in der modernen Biomedizin
  • Die Selbstzwecklichkeit des menschlichen Lebens als absolutes Prinzip

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Die Gründe bzw. der Grund für die Menschenwürde als höchstes Moral- und Rechtsprinzip.

Das Prinzip der Menschenwürde nimmt unter den allgemein anerkannten moralischen Grundsätzen eine besondere Rolle ein, den Charakter des absoluten, ersten Prinzips. Die Begründung, den Grund für dieses erste Prinzip zu formulieren, bereitet Schwierigkeiten, weil der Begriff der Menschenwürde konstituierend für das Recht ist, und andere Begriffe erst aussagekräftig macht, z. B. weil wir Träger der Menschenwürde sind, haben wir Anspruch auf Freiheit.

Der Versuch, dieses höchste Prinzip zu belegen, widerspricht damit der Grundsätzlichkeit der Menschenwürde als Leitprinzip aller Moral. Ließe sich ein Grund finden, der hinter der Menschenwürde steht, wäre sie nur ein (vorletztes) Prinzip vor diesem letzten Grund. Auf der anderen Seite stellt allerdings eine Prinzipsetzung ohne Begründung, Willkür dar. Ist dann der Menschenwürdebegriff überhaupt als Prinzip einsetzbar? Diese Frage muss bejaht werden, denn das Prinzip Würde ist in allen Bereichen bereits enthalten. Die Menschenwürde ist als Axiom zu verstehen, als Bedingung der Möglichkeiten. Das Prinzip der Menschenwürde ist die Voraussetzung für Recht und Moral. Somit setzt die Anwesenheit von moralischen und rechtsprinzipiellen Verhältnissen demnach die Anerkennung des Prinzips Menschenwürde voraus.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Das Prinzip der Menschenrechte in bioethischen Kontroversen.: Einführung in die Problematik, dass moderne Biotechnologien traditionelle Kriterien für Menschsein infrage stellen und eine Neudefinition des Schutzes menschlichen Lebens erfordern.

2 Zum Verständnis von Grund und Inhalt des Begriffs Menschenwürde sowie deren Trägerschaft, als Basis für bioethische Diskussionen.: Herleitung der Menschenwürde als absolutes Prinzip nach Kant, das unabhängig von äußeren Merkmalen oder Leistungsfähigkeit jedem menschlichen Wesen zukommt.

3 Eine Stellungnahme zu zwei aktuellen bioethischen Kontroversen.: Ethische Analyse der Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik sowie der aktiven Sterbehilfe mit der Schlussfolgerung, dass menschliches Leben als Selbstzweck jeglicher Abwägung entzogen ist.

4 Aktuelle eugenische Tendenzen im Bereich der Biomedizin erfordern ethische Grenzziehungen.: Abschließende Forderung nach einer klaren ethischen Grenzziehung, um der schleichenden Abwertung menschlichen Lebens durch utilitaristische Tendenzen in der Gesellschaft entgegenzuwirken.

Schlüsselwörter

Menschenwürde, Bioethik, Selbstzwecklichkeit, Autonomie, Pränataldiagnostik, Präimplantationsdiagnostik, Sterbehilfe, Lebensschutz, Biomedizin, Eugenik, Unantastbarkeit, Lebensrecht, Selbstbestimmung, In-vitro-Fertilisation, Instrumentalisierungsverbot

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen Verantwortung für menschliches Leben angesichts neuer Möglichkeiten der Medizintechnik am Lebensanfang und Lebensende.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der moralische Status von Embryonen, die ethischen Implikationen vorgeburtlicher Diagnostik und die Diskussion um aktive Sterbehilfe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis des Kantischen Würdebegriffs zu begründen, warum menschliches Leben immer als Selbstzweck gelten muss und warum Abwägungen über das Lebensrecht unzulässig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine philosophisch-theologische Argumentationsanalyse, basierend auf dem kategorischen Würdebegriff, um bioethische Kontroversen zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Grundlagen der Menschenwürde und wendet diese Erkenntnisse kritisch auf Diagnostikverfahren und die Sterbehilfe an.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Menschenwürde, Selbstzwecklichkeit, Lebensschutz, Bioethik und Autonomie.

Warum wird die Präimplantationsdiagnostik kritischer bewertet als die Pränataldiagnostik?

Die PID beinhaltet bereits bei der Zeugung durch IVF eine gezielte Selektion und die Herstellung "überzähliger" Embryonen, was einer Instrumentalisierung menschlichen Lebens gleichkommt.

Warum ist das Argument der Selbstbestimmung bei der Sterbehilfe laut der Autorin problematisch?

Die Autorin argumentiert, dass echte Autonomie vernunftbasiert ist und nicht mit reiner Willkür oder "Sinnlosigkeit" verwechselt werden darf; zudem könne ein "Recht zu sterben" unter gesellschaftlichem Druck zu einer "Pflicht zu sterben" werden.

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Details

Title
Bioethik und Menschenwürde. Moralische Untersuchung von Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik und aktiver Sterbehilfe
College
University of Osnabrück  (Katholische Theologie)
Course
Bioethik
Grade
1,0
Author
Ines Triphaus-Giere (Author)
Publication Year
2010
Pages
29
Catalog Number
V212081
ISBN (eBook)
9783656399155
ISBN (Book)
9783656399032
Language
German
Tags
bioethik verantwortung leben
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ines Triphaus-Giere (Author), 2010, Bioethik und Menschenwürde. Moralische Untersuchung von Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik und aktiver Sterbehilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212081
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