Bildung spielt seit dem 20. Jahrhundert eine – wenn nicht sogar die – zentrale Rolle für die Zukunft des Individuums. Erworbene und nicht erworbene Bildungsabschlüsse stellen durch Selektion eine gesellschaftliche Determinante dar, die für die gesellschaftliche Position im Erwachsenenleben ausschlaggebend sind.
In Zeiten der Zunahme prekärer Lebensbedingungen, finanziellen Kürzungen im Bildungsbereich und immer schlechteren Abschneidens vieler Länder im Rahmen der PISA-Studie ist die Suche nach Alternativen zum bestehenden Bildungssystem und den angewandten Erziehungsmethoden von zunehmender Bedeutung.
In der vorliegenden Arbeit wird die Theorie der selbstregulativen Erziehung anhand der Praxis von „Summerhill“ genauer untersucht. Außderm widmet sie sich der Verwechslungsgefahr von selbstregulativer und antiautoritärer Erziehung und beleuchtet die wahren Motive Neills.
Gliederung
1. Einleitung
2. Der Begriff der selbstregulativen Erziehung
2.1. Grundlagen und Bedeutung
2.2. Komplikationen bei der praktischen Umsetzung
2.3. Verwechselungsgefahr mit antiautoritärer Erziehung
3. Summerhill - Praxis der selbstregulativen Erziehung
3.1. Neills Leben, Einflüsse und pädagogisches Paradigma
3.1.1. Biographie
3.1.2. Einfluss von Homer Lane und Wilhelm Reich
3.1.3. Philosophie und pädagogisches Paradigma
3.2. Ausgewählte Grundprinzipien Summerhills
3.3. Freiwilliger Unterricht
3.4. Kritik an Summerhill
4. Kritische Würdigung
5. Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist "selbstregulative Erziehung"?
Ein pädagogisches Konzept, bei dem Kinder über ihr eigenes Handeln und Lernen weitgehend selbst entscheiden können, um Autonomie zu fördern.
Was ist Summerhill?
Summerhill ist eine 1921 von A.S. Neill gegründete Demokratische Schule in England, die als bekanntestes Beispiel für selbstregulative Erziehung gilt.
Ist selbstregulative Erziehung dasselbe wie antiautoritäre Erziehung?
Die Arbeit warnt vor dieser Verwechslung: Neills Ansatz basiert auf Freiheit, aber nicht auf Beliebigkeit oder dem völligen Fehlen von sozialen Strukturen.
Müssen Kinder in Summerhill zum Unterricht gehen?
Nein, eines der Grundprinzipien ist der freiwillige Unterricht; die Schüler entscheiden selbst, ob und wann sie an Kursen teilnehmen.
Wer beeinflusste A.S. Neill?
Wichtige Einflüsse kamen von Homer Lane und dem Psychoanalytiker Wilhelm Reich.
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- Carsten Striepe (Author), 2013, "Selbstregulative Erziehung" am Beispiel Summerhill nach Alexander Sutherland Neill, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212220