Die hier vorliegende kleine Arbeit bemüht sich um eine theologische Grundlegung des Arbeits- und Verkündigungsfeldes Schulgottesdienst im Kontext der pastoralen Bemühungen der Kirche innerhalb ihres Bildungs- und Werterziehungsauftrags. Dabei kommen insbesondere Aspekte in den Blick, welche geeignet sind, einerseits Anknüpfungspunkte an die Frohe Botschaft für Schülerinnen und Schüler anzubieten, welchen der religiöse oder soziologische Kontext aus jedweden Gründen bisher fremd geblieben ist . Andererseits geht es darum, auf spezifische Herausforderungen und "Hindernisse" zu reagieren, welche sowohl Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern, Seelsorger, Liturgen usw. betreffen.
Das Thema hat werder einen richtigen "Anfang" und schon gar kein "Ende", das wird auch in der Arbeit deutlich. Aber wenn die Ergebnisse der Bemühungen einen Anreiz oder Impuls liefern, welcher zeigt, was es heißt Menschen dort mit der lebensspendenden Botschaft Christi abzuholen, wo sie stehen, dann ist ein reicher Ertrag der Ernte gewonnen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Schulpastoral
2.1 Geschichtliche Entwicklung
2.2 Begriffsbestimmungen
2.2.1 Pädagogische Grundlegung
2.2.2 Theologische Grundlegung
2.3 Handlungsfelder der Schulpastoral
2.3.1 Humanisierung der Schule
2.3.2 Erschließung humaner Lebenskultur als christliches Lebensgrundmuster
2.3.3 Erlebnis- und Erfahrungspunkte des Glaubens bereiten
2.4 Realisierung der Schulpastoral
2.4.1 Diakonia
2.4.2 Martyria
2.4.3 Leiturgia
2.4.4 Koinonia
3. Der Schulgottesdienst im Kontext der Schulpastoral
3.1 Zwischenergebnis
3.2 Herausforderungen
3.2.1 Schwierigkeiten im Liturgieverständnis
3.2.2 Die Frage der Ökumene
3.2.3 Multireligiöse Klassenstruktur
4. Schlussfolgerungen für die Gestaltung und Ausführung der Schulgottesdienste
4.1 Konzeption und Gestaltung der Schulgottesdienste
4.2 Die Rolle der Liturgen
5. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Bedeutung des Schulgottesdienstes innerhalb des pastoralen Handelns der Kirche im Lebensraum Schule. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen der Schulpastoral zu erörtern und daraus konkrete Anforderungen an die Gestaltung zeitgemäßer Schulgottesdienste unter Berücksichtigung gegenwärtiger Herausforderungen abzuleiten.
- Historische Entwicklung und theologische Grundlegung der Schulpastoral
- Die vier Grundvollzüge kirchlichen Handelns im schulischen Kontext
- Herausforderungen durch Liturgieunfähigkeit, Ökumene und religiöse Pluralität
- Konzeptionelle Ansätze für eine lebensnahe und partizipative Gottesdienstgestaltung
- Die Rolle der Liturgen bei der Gestaltung geistlicher Feiern in der Schule
Auszug aus dem Buch
3.2.2 Die Frage der Ökumene
Nicht selten sind die Konfessionen aufeinander angewiesen, die Ideale und Vorstellungen einer christlichen Schul- und Lebenskultur zu verwirklichen. Deshalb ist auch im Bereich der Schulgottesdienste das Stichwort Ökumene nicht wegzudenken. In nicht wenigen Schulen ereignen sich christliche Feiern im ökumenischen Kontext, nicht nur aus dem gerade genannten Grund, sondern auch wegen der nicht homogenen Klassenstruktur, selbst in konfessionell getragenen Schulen.
Das ökumenische Gottesdienste in allen Bereichen Herausforderungen bereit halten liegt auf der Hand, schon weil zwei gleichberechtigte Partner mit vielleicht teilweise existentiell anderen Vorstellungen nebeneinander stehen. „Dass die Mahlfeier (Herrenmahl, Eucharistie) zu den konstitutiven Momenten von Gottesdienst gehört, zugleich aber in ökumenischen Schulgottesdiensten auf Grund konfessioneller Differenzen in der Regel nicht gefeiert werden kann, ist sowohl theologisch als auch liturgiedidaktisch problematisch“23. Diese Feststellung ist für viele Betroffene teils schwerwiegende Realität und es stellt sich bei der Vorbereitung von ökumenischen Feiern oftmals eine Vielzahl von Fragen und Aufgaben ein:
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Themas, Einbettung in den akademischen Kontext des Seminars und Darlegung des Forschungsanliegens.
2. Die Schulpastoral: Aufarbeitung der geschichtlichen Entwicklung sowie der pädagogischen und theologischen Grundlagen dieses kirchlichen Handlungsfeldes.
3. Der Schulgottesdienst im Kontext der Schulpastoral: Analyse der Stellung des Schulgottesdienstes und der spezifischen Herausforderungen durch Liturgieverständnis, Ökumene und religiöse Vielfalt.
4. Schlussfolgerungen für die Gestaltung und Ausführung der Schulgottesdienste: Ableitung praktischer Konsequenzen für die Konzeption von Feiern und die Rolle der liturgisch Verantwortlichen.
5. Zusammenfassung: Kurze Rekapitulation der wesentlichen Erkenntnisse und der Entwicklung von der reinen Schülerseelsorge zur umfassenden Schulpastoral.
Schlüsselwörter
Schulpastoral, Schulgottesdienst, Schülerseelsorge, Liturgie, Ökumene, Interreligiöser Dialog, Schulpädagogik, Religiöse Pluralität, Diakonia, Martyria, Leiturgia, Koinonia, Schulleben, Christliche Erziehung, Gottesdienstgestaltung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Verortung und praktischen Gestaltung von Schulgottesdiensten als Teil der kirchlichen Schulpastoral.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Schulpastoral, ihre theologischen Grundlagen, die vier Grundvollzüge der Kirche sowie aktuelle Herausforderungen im Schulalltag.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Scharnierfunktion des Schulgottesdienstes zu verstehen und Kriterien für eine gelungene, kind- und jugendgerechte Gottesdienstpraxis zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theologische Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse kirchlicher Dokumente und fachwissenschaftlicher Publikationen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Schulpastoral und die kritische Analyse von Herausforderungen wie Liturgieunfähigkeit, Ökumene und multireligiöser Klassenstruktur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Schulpastoral, Schulgottesdienst, Liturgie, Ökumene sowie die vier kirchlichen Grundvollzüge.
Wie geht die Arbeit mit der ökumenischen Problematik in Schulgottesdiensten um?
Die Arbeit identifiziert die ökumenische Zusammenarbeit als notwendig, benennt jedoch die liturgischen Schwierigkeiten, insbesondere bei der Mahlfeier, und fordert klare konfessionelle Profile.
Wie reagiert die Autorin/der Autor auf multireligiöse Klassen?
Es wird betont, dass Schulen einen Sonderbereich darstellen, in dem Respekt und Rücksichtnahme zentral sind, wobei interreligiöse Feiern einen sensiblen Dialog erfordern, der die jeweiligen religiösen Unterschiede wahrt.
- Citation du texte
- Matthias Demmich (Auteur), 2011, Der Schulgottesdienst im Kontext der Schulpastoral, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212229