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"Die großen Brände. 25 russische Autoren schreiben einen Roman" - Ein Kriminalroman?

Eine Analyse anhand der 10 Regeln von Ronald A. Knox

Titel: "Die großen Brände. 25 russische Autoren schreiben einen Roman" - Ein Kriminalroman?

Hausarbeit , 2013 , 15 Seiten , Note: 1,9

Autor:in: Christin Pinnecke (Autor:in)

Russistik / Slavistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Sommersemester 2012 wurde an der Justus-Liebig-Universität im Institut für Slavistik eine Veranstaltung mit dem Titel „Der Kriminalroman“ angeboten. In diesem Seminar wurden typische und untypische Krimis präsentiert und diskutiert.
Ich beschlossen das Buch „Die großen Brände“ zu lesen und zu präsentieren. Es stellte sich heraus, dass dieses Werk ein Feuerwerk voller Absurditäten und Verwirrungen ist und dem Leser einiges abverlangt. Es schien nicht wie ein archetypisches Exemplar aus der Gattung Krimi zu sein. Aus diesem Grund fragte ich mich, ob der Roman nun wirklich ein Kriminalroman ist. Die Beantwortung dieser Frage ist das Ziel dieser Hausarbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

„Die großen Brände“ - ein Kriminalroman?

Definition „Kriminalroman“

Entstehung des Kriminalromans

Die Kriterien eines Kriminalromans

Die erste Regel

Die zweite Regel

Die dritte Regel

Die vierte Regel

Die fünfte Regel

Die sechste Regel

Die siebte Regel

Die achte Regel

Die neunte Regel

Die zehnte und letzte Regel

Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, den Roman „Die großen Brände“ auf seine Zugehörigkeit zur Gattung des Kriminalromans zu untersuchen. Anhand des Regelkatalogs von Ronald A. Knox wird analysiert, inwieweit das kollektive Werk die klassischen Merkmale dieses Genres erfüllt oder durch seinen unkonventionellen Aufbau und inhaltliche Komplexität davon abweicht.

  • Analyse der Gattung Kriminalroman und deren Definition.
  • Untersuchung der Entstehungsgeschichte und struktureller Merkmale von Krimis.
  • Anwendung der 10 Regeln von Ronald A. Knox auf den Kollektivroman.
  • Kritische Bewertung der narrativen Komplexität und stilistischen Vielfalt des Werkes.
  • Diskussion der Grenzen zwischen Kriminalroman, Satire und Science-Fiction.

Auszug aus dem Buch

Die erste Regel

1st Commandment: „The criminal must be someone mentioned in the early part of the story, but must not be anyone whose thoughts the reader has been allowed to follow.”

Die erste Regel besagt, dass der Verbrecher schon am Anfang der Geschichte auf irgendeine Art und Weise erwähnt werden muss, jedoch darf es niemand sein, dessen Gedanken der Leser verfolgen darf.

In dem Roman gibt es nicht „den“ Verbrecher. Es werden mehrere Verbrecher gezeigt, die sich unterschiedlichen Straftaten schuldig machen. Von Belang sind jedoch die Schmetterlinge. So heißt es zwar noch auf den ersten Seiten des Buches, dass ein Brandstifter, „[…] eine verbrecherische Hand […]“ für die Brandanschläge in der Stadt Slatogorsk verantwortlich sei, doch werden nach und nach Hinweise gegeben, dass es Schmetterlinge sein müssen, die die Brände auslösen. „Brandstiftend flattern die Schmetterlinge zwischen Gerichtsarchiv und Irrenhaus und werden sogar ins Gefängnis geschmuggelt. Die Stadt brennt Tag für Tag“.

Wenn man die erste Regel nun genau auf das Buch anwendet, kann bestätigt werden, dass diese Regel im weiten Sinne und im engeren Sinne zutrifft. Im engeren Sinn werden die Schmetterlinge ganz am Anfang eingeführt und der Leser kann die Gedanken des Verursachers nicht nachvollziehen. Im weiteren Sinn wird zwar nicht der Täter in Person vorgestellt, jedoch seine „Waffe“. Auch kann man die Gedanken des eigentlichen Täters ebenfalls nicht nachvollziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitung in die Entstehung der Hausarbeit im Rahmen eines Seminars an der Universität Gießen sowie Vorstellung der Textgrundlage.

„Die großen Brände“ - ein Kriminalroman?: Hinführung zur wissenschaftlichen Fragestellung bezüglich der Gattungszugehörigkeit des Romans.

Definition „Kriminalroman“: Abgrenzung zwischen dem klassischen Detektivroman und dem Kriminalroman im engeren Sinne anhand literaturwissenschaftlicher Definitionen.

Entstehung des Kriminalromans: Historischer Überblick über die Entwicklung des Genres vom 18. Jahrhundert bis zum „Goldenen Zeitalter“ der Detektivgeschichte.

Die Kriterien eines Kriminalromans: Einleitung in die methodische Analyse mittels des Regelwerks von Ronald A. Knox.

Die erste Regel: Analyse der Tätererwähnung und der Leserführung zu Beginn der Geschichte.

Die zweite Regel: Untersuchung des Ausschlusses von übernatürlichen Elementen im Kontext des Romans.

Die dritte Regel: Überprüfung der Anzahl zulässiger Geheimorte und Geheimgänge.

Die vierte Regel: Diskussion über die Verwendung unentdeckter Gifte oder wissenschaftlich erklärungsbedürftiger Apparate.

Die fünfte Regel: Erörterung der (willkürlichen) Vorgabe zum Ausschluss asiatischer Staatsbürger.

Die sechste Regel: Analyse der Rolle von Zufällen und Intuition bei der Falllösung durch den Detektiv.

Die siebte Regel: Untersuchung, ob der Detektiv selbst in die kriminellen Handlungen involviert ist.

Die achte Regel: Bewertung der Nachvollziehbarkeit von Indizien für den Leser bei der Erzählweise des Romans.

Die neunte Regel: Überprüfung der Rolle eines „Watson“-ähnlichen Gefährten mit durchschnittlicher Intelligenz.

Die zehnte und letzte Regel: Diskussion über das Auftreten von Zwillingen oder Doppelgängern ohne Vorbereitung.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Einordnung des Werkes als Satire, die keinem klassischen Kriminalschema folgt.

Schlüsselwörter

Kriminalroman, Die großen Brände, Kollektivroman, Ronald A. Knox, Detektivgeschichte, Slatogorsk, Schmetterlinge, Struccium, Literaturanalyse, Gattungsdefinition, Sowjetliteratur, Michail Kolzow, Subgenres, Erzählmuster, Genreanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob das kollektive Werk „Die großen Brände“ aufgrund seiner inhaltlichen und narrativen Struktur als klassischer Kriminalroman eingestuft werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Definition des Kriminalromans, seine historische Entwicklung sowie die Anwendung klassischer Regeln (nach R. A. Knox) auf ein unkonventionelles literarisches Werk.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt die Frage, ob „Die großen Brände“ die spezifischen Kriterien eines Kriminalromans erfüllt oder durch die Arbeit von 25 verschiedenen Autoren die Gattungsgrenzen überschreitet.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird eine deduktive Analyse durchgeführt, bei der ein etablierter Kriterienkatalog (die 10 Gebote von Ronald A. Knox) auf das untersuchte Buch angewendet wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition des Kriminalromans und eine detaillierte, regelbasierte Untersuchung des Werkes, wobei jede der zehn Regeln einzeln analysiert wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Gattungsanalyse, Kriminalroman, Ronald A. Knox, Kollektivroman und literarische Strukturierung beschreiben.

Wie wirkt sich die Entstehung durch 25 Autoren auf die Struktur des Romans aus?

Die Arbeit stellt fest, dass die vielen unterschiedlichen Stile und Erzählweisen die Nachvollziehbarkeit des Kriminalfalls erschweren, da oft Fakten in aufeinanderfolgenden Kapiteln relativiert werden.

Warum wird im Fazit ein Vergleich zu einem Jazzkonzert gezogen?

Der Vergleich dient als Metapher: Der Roman ist wie Jazz – er bietet eine komplexe Melodie, die für manche Leser faszinierend, für andere jedoch verwirrend und unbefriedigend wirkt.

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Details

Titel
"Die großen Brände. 25 russische Autoren schreiben einen Roman" - Ein Kriminalroman?
Untertitel
Eine Analyse anhand der 10 Regeln von Ronald A. Knox
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Institut für Slawistik)
Note
1,9
Autor
Christin Pinnecke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
15
Katalognummer
V212230
ISBN (eBook)
9783656406815
ISBN (Buch)
9783656408246
Sprache
Deutsch
Schlagworte
brände autoren roman kriminalroman eine analyse regeln ronald knox
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christin Pinnecke (Autor:in), 2013, "Die großen Brände. 25 russische Autoren schreiben einen Roman" - Ein Kriminalroman?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212230
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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