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Die politischen Begriffe "Krieg" und "Frieden". Ein Definitionsversuch

Título: Die politischen Begriffe "Krieg" und "Frieden". Ein Definitionsversuch

Trabajo , 2007 , 17 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Philipp Lippold (Autor)

Historia - Otros
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“Krieg ist aller Dinge Vater, aller Dinge König”. Diese vom griechischen Philosophen Heraklit vorgenommene naturhafte und glorifizierende Beschreibung des Krieges prägte die menschliche Vorstellung dieses größten Übels der Welt über mehr als zwei Jahrtausende. Doch stimmt diese Ansicht denn? Kann man tatsächlich von einem zwanghaften Zusammenhang zwischen Mensch und Krieg sprechen? Dies ist eine der Fragen, auf die die vorliegende Arbeit eine Antwort zu geben versucht.
Noch Anfang der neunziger Jahre, als der amerikanische Historiker Francis Fukuyama – auf Grund des Zusammenbruchs der Sowjetunion und dem damit verbundenen Ende des Kalten Krieges – ein Ende der Geschichte postulierte, schien die Welt in eine Ära des globalen Friedens einzutreten . Doch diese Sichtweise wich im Zuge der Balkankriege der neunziger Jahre und der durch die Terroranschläge des 11. September ausgelösten Kriege in Afghanistan und im Irak relativ schnell einer realistischeren Einsicht. Damit sind die Vorstellung und die Beschäftigung mit den Themen des Krieges und des Friedens in das Bewusstsein der westlichen Welt zurückgekehrt, weswegen eine historische Analyse dieser Begrifflichkeiten sinnvoll erscheint. Die Beantwortung der Fragen nach „Was ist Krieg?“ und „Was ist Frieden?“ soll demnach ein weiteres Anliegen der vorliegenden Untersuchung sein.
Es ist darauf hinzuweisen, dass diese Arbeit auf Grund der Komplexität und der Fülle des Themas keineswegs abschließenden Charakter beansprucht, sondern einen ersten zwangsweise verkürzten Überblick geben will, der aber in einer weiterführenden Arbeit vertieft werden müsste. Auf Grund dieser Feststellung ist auch die Literaturgrundlage nur exemplarisch möglich gewesen und kann demzufolge nur einen Bruchteil derselbigen zum Thema widerspiegeln. Die wichtigsten Erkenntnisse zum Thema liefern der immer noch unverzichtbare und lesenswerte Clausewitz, der einen Gesamtüberblick über die Begrifflichkeiten und deren historischen Entwicklungsverlauf von der Frühen Neuzeit bis zum Zweiten Weltkrieg gebende Wolfrum sowie für die aktuelle Diskussion die überaus anregenden Expertisen Münklers. Im Folgenden wird zunächst der historische Verlauf der beiden zu untersuchenden Begrifflichkeiten aufgezeigt, um anschließend eine nähere Definition der Termini Krieg bzw. Frieden vorzunehmen. Danach soll auf diverse Definitionsprobleme aufmerksam gemacht werden. Abschließend werden die Ergebnisse der Arbeit kurz zusammengefasst.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtliche Vorstellungen von Krieg und Frieden

2.1. Antike

2.2. Mittelalter

2.3. Neuzeit

3. Definitionsversuche

3.1. Was ist Krieg?

3.2. Was ist Frieden?

4. Definitionsprobleme

5. Zusammenfassung

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den geschichtlichen Wandel sowie die begriffliche Bestimmung von Krieg und Frieden, um aufzuzeigen, wie sich das Verständnis dieser Phänomene von der Antike bis in die moderne Zeit entwickelt hat und welche Herausforderungen bei deren Definition bestehen.

  • Historische Entwicklung der Konzepte von Krieg und Frieden
  • Analyse klassischer und moderner Definitionen
  • Unterscheidung zwischen positiven und negativen Friedensbegriffen
  • Herausforderungen durch aktuelle Phänomene wie "neue Kriege"
  • Die Rolle der politischen Philosophie und des Völkerrechts

Auszug aus dem Buch

3.1. Was ist Krieg?

Die berühmteste moderne Definition des Begriffes Krieg lieferte zweifelsohne der preußische Militär Carl von Clausewitz, der immer noch für jede Beschäftigung mit diesem Thema die unverzichtbare Grundlage darstellt. Krieg ist für Clausewitz immer ein Akt der Gewalt, um einen Gegner zur Erfüllung unseres eigenen Willens zu zwingen. Vereinfachend gesagt, ist für ihn Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Da diese Definition zwar viel zitiert, aber häufig missverstanden wurde und wird, sind einige Bemerkungen dazu unumgänglich. Für Clausewitz ist Krieg immer auch zugleich ein politischer Akt, unabhängig der Form, die er annimmt, und unter welcher Leitung er steht. Krieg ist für ihn nur das Mittel, die politische Absicht ist aber der Zweck und das Mittel kann nie ohne den Zweck gedacht werden. Demnach besitzt nach Clausewitz der Krieg zwar eine eigene Grammatik, aber keine eigene Logik; er ist gewissermaßen ein Halbding. An dieser Stelle ist jedoch darauf hinzuweisen – und dies ist für das richtige Verständnis von Clausewitz elementar -, dass für ihn die Politik keineswegs einen Primat gegenüber der Kriegsführung in dem Sinne hat, dass der Krieg jederzeit als genehmes Mittel eingesetzt werden kann. Für Clausewitz ist und bleibt der Krieg immer nur die ultima ratio.

Somit lässt sich sagen, dass bei Clausewitz der zwischenstaatliche Krieg als klassischer europäischer Kriegstypus beschrieben wurde. Inwieweit seine Definition in Konflikt mit der aktuellen Beurteilung des Krieges gerät, bleibt dem noch folgenden Kapitel der Definitionsprobleme überlassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Relevanz der Begriffe Krieg und Frieden und führt in die wissenschaftliche Fragestellung der Arbeit ein.

2. Geschichtliche Vorstellungen von Krieg und Frieden: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung der Kriegs- und Friedensvorstellungen von der Antike über das Mittelalter bis in die Neuzeit nach.

3. Definitionsversuche: Es werden semantische und theoretische Ansätze zur Bestimmung der Begriffe Krieg und Frieden erörtert, insbesondere unter Rückgriff auf Clausewitz.

4. Definitionsprobleme: Das Kapitel thematisiert die Schwierigkeiten bei der Abgrenzung von Krieg und Frieden, insbesondere im Kontext "neuer Kriege" und der Entstaatlichung.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit, trotz der Definitionsvielfalt am Ideal des Friedens festzuhalten.

6. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur und Quellen für die vorliegende Untersuchung.

Schlüsselwörter

Krieg, Frieden, Definition, Clausewitz, Bellum iustum, Geschichte, Souveränität, neue Kriege, Politik, Gewaltmonopol, Rechtsordnung, Friedensforschung, Zivilisierung, Völkerrecht, Internationale Beziehungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der begrifflichen Klärung und historischen Einordnung der Phänomene Krieg und Frieden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der Wandel der Kriegsführung, die Entwicklung des Friedensbegriffs und die Problematik der wissenschaftlichen Definition beider Konzepte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine historische Analyse der Begrifflichkeiten durchzuführen, um zu verstehen, warum Krieg und Frieden so schwer exakt zu definieren sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-analytische Methode angewandt, die auf der Auseinandersetzung mit Standardwerken der Militärgeschichte und Friedensforschung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, verschiedene Definitionsversuche – insbesondere nach Clausewitz – sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Definitionsproblemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Krieg, Frieden, Gewalt, Souveränität, neue Kriege und die historische Entwicklung der Begrifflichkeit.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Krieg in der Antike von der Neuzeit?

In der Antike wurde Krieg oft als naturhaft und göttlich gerechtfertigt gesehen, während in der Neuzeit die Regulierung durch das Völkerrecht und der Souveränitätsgedanke in den Vordergrund rückten.

Welche Rolle spielt Carl von Clausewitz in dieser Untersuchung?

Clausewitz dient als theoretische Grundlage für die moderne Definition von Krieg als politisches Instrument, wobei seine Fehlinterpretation in der Forschung kritisch hinterfragt wird.

Was versteht die Forschung unter "neuen Kriegen"?

Unter neuen Kriegen versteht man eine durch Entstaatlichung und Asymmetrie gekennzeichnete Form der Gewalt, die sich den klassischen Mustern zwischenstaatlicher Kriege entzieht.

Warum ist Frieden als "komplexes Kunstprodukt" zu bezeichnen?

Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern erfordert aktive politische Gestaltung und Vereinbarungen, die stetig neu verhandelt werden müssen.

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Detalles

Título
Die politischen Begriffe "Krieg" und "Frieden". Ein Definitionsversuch
Universidad
Dresden Technical University  (Geschichte)
Calificación
1,0
Autor
Philipp Lippold (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
17
No. de catálogo
V212266
ISBN (Ebook)
9783656403517
ISBN (Libro)
9783656403890
Idioma
Alemán
Etiqueta
krieg frieden versuch definition
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Philipp Lippold (Autor), 2007, Die politischen Begriffe "Krieg" und "Frieden". Ein Definitionsversuch, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212266
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