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Kritik der teleologische Ethik

Eine Zusammenfassung der Utilitarismus-Kritik nach R. Spaemanns

Titre: Kritik der teleologische Ethik

Dossier / Travail , 1985 , 28 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Dr. Axel Schmidt (Auteur)

Théologie - Théologie historique, Histoire ecclésiastique
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Es geht hier um die Frage, ob die ethische Beurteilung von Handlungen sich allein an deren Folgen zu orientieren hat oder nicht. Ist zum Beispiel eine Falschaussage nur dann eine Lüge (d.h. ungerechtfertigt), wenn ihre Folge der Täuschung die einzig ethisch relevante ist, nicht aber, wenn eine ihrer Folgen z.B. die Verhinderung eines großen Ärgernisses oder gar die Rettung eines Menschen¬lebens ist?
Ethische Theorien sind so etwas wie die wissenschaftliche Rekonstruktion des sittlichen Bewusstseins.
Zur Präzisierung der Fragestellung trägt die sinnvolle Einteilung ethischer Theorien in Klassen bei. Eine solche Klasseneinteilung nimmt die Zuweisung ethischer Theorien zum deontologischen oder teleologischen Typus vor: aufgrund stipulativer Definition gewinnt man so ein kontradiktorisches Gegensatzpaar, so dass „deontologisch“ nichts anderes heißt als „nicht-teleologisch“.
Eine Kritik teleologischer Ethik ist somit zugleich eine prima-facie-Begründung deontologischer Ethik. Gleichwohl kann es sein, dass beide Typen normativer Ethik ihre Schwierigkeiten haben, die bisher noch nicht gelöst sind. Es soll darum in dieser Arbeit nicht die doppelte Aufgabe der Kritik der Teleologie und positiven Rechtfertigung der Deontologie geleistet werden. Obwohl definitionsgemäß nur eine der beiden Spielarten normativer Ethik richtig sein kann – sofern man überhaupt davon ausgeht, dass ethische Sätze wahrheitsfähig sind –, muss doch davon abgesehen werden, ein endgültiges Urteil über wahr und falsch zu fällen, solange man noch sinnvoll annehmen kann, gewisse Schwierigkeiten ließen sich mit der Zeit noch lösen.
Der Blick wird hier also ganz auf die Schwierigkeiten teleologischer Ethik gelenkt. Dabei wird sich herausstellen, dass die nominal definitorische Festlegung der Bedeutung von „teleologisch“ ihre Schwierigkeiten hat. Es ist darum eine These dieser Arbeit, dass Unklarheiten über den Begriff von „Teleologie“ ihre Abgrenzung von Deontologie zum Teil verwischen. Aber auch diese Frage kann nicht vollständig erörtert werden; insbesondere das Problem einer folgen-unabhängigen sittlichen Bewertung von Handlungen (in der sog. „harten“ Deontologie) kann nur andeutungsweise aufgegriffen werden.
Der umfangreichere zweite Teil ist folgt im wesentlichen den Ausführungen R. Spaemanns. Wichtige Argumente, die Spaemann gegen eine teleologische Ethik vorbringt, werden referiert und beurteilt.
Ein eigenes Problem stellt die Bedeutung der Ausdruckshandlung dar.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

EINLEITUNG

Teil A: Klärung einiger terminologischer Vorfragen

1. Mögliche Missverständnisse in der Terminologie

2. Verschiedene Bedeutungen von „teleologisch“

Teil B: Diskussion der wichtigsten Einwände gegen eine teleologische Ethik

1. Zur Frage der Beweislast in ethischer Argumentation

2. Fünf Einwände Spaemanns gegen eine teleologische Ethik

2.1. Vorwurf der Inkohärenz

2.2. Vorwurf der Undurchführbarkeit

2.3. Vorwurf der Reduktion in Technizismus

2.4. Vorwurf der Unvollständigkeit

2.5. Vorwurf der gleichzeitigen Unter- und Überforderung

3. Die Berufung auf den Regelutilitarismus

4. Die Ausdruckshandlung im Rahmen einer teleologischen Ethik

5. Das Problem des Unterschiedes von Handeln und Unterlassen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert kritisch die Argumente gegen die teleologische Ethik, insbesondere unter Einbeziehung der Position von Robert Spaemann, und untersucht, ob eine deontologische Perspektive eine tragfähige Alternative bei der Begründung sittlicher Normen und der Begrenzung menschlicher Verantwortung bietet.

  • Kritik an der universalteleologischen Optimierungsstrategie
  • Unterscheidung zwischen teleologischen und deontologischen Ansätzen
  • Die Rolle der Ausdruckshandlung in der Moraltheologie
  • Das Problem der Verantwortungsbegrenzung bei Handlungen
  • Regelutilitarismus als Antwort auf moralische Einwände

Auszug aus dem Buch

2.2. Vorwurf der Undurchführbarkeit

Wenn der Utilitarismus wesentlich Optimierungsstrategie zur Beförderung nichtsittlicher Werte im Kontext des ganzen Universums ist, muss er sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er Unmögliches verlangt, nämlich das Vorauswissen der Folgen einer Handlung, da deren Komplexität so groß ist, dass der jeweilige Handlungserfolg nicht sicher vorausgesehen werden kann.

Sofern der Einwand so formuliert wird, ist er leicht zu widerlegen, da ja nur die voraussehbaren, wahrscheinlichen Folgen ins Kalkül zu ziehen sind.

Aber bei näherem Hinsehen erweist sich diese Auskunft als unbefriedigend, sofern nicht stillschweigend angenommen wird, dass bei bloßer Kalkulierung der absehbaren Folgen, d.h. bei pragmatischer Kontextbegrenzung, auch langfristig und in universalem Kontext die Folgen optimiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Der Autor erläutert den Ursprung der Arbeit aus einem Seminarreferat und thematisiert die Herausforderungen bei der präzisen und wissenschaftlichen Darstellung der komplexen Thesen Spaemanns.

EINLEITUNG: Es wird die Problemstellung eingeführt, ob ethische Beurteilungen ausschließlich an Folgen orientiert sein müssen, und das Verhältnis von teleologischer und deontologischer Ethik als zentrales Spannungsfeld definiert.

Teil A: Klärung einiger terminologischer Vorfragen: Dieses Kapitel bereinigt sprachliche Missverständnisse und definiert die theoretischen Begriffe, um eine klare Diskussionsgrundlage für den weiteren Verlauf zu schaffen.

Teil B: Diskussion der wichtigsten Einwände gegen eine teleologische Ethik: Der Hauptteil setzt sich kritisch mit den fünf zentralen Argumenten Spaemanns gegen die Teleologie auseinander und diskutiert dabei auch methodische Fragen der Beweislast.

1. Zur Frage der Beweislast in ethischer Argumentation: Hier wird untersucht, welche ethische Theorie die Beweislast für ihre Position trägt, insbesondere vor dem Hintergrund moralischer Traditionen.

2. Fünf Einwände Spaemanns gegen eine teleologische Ethik: Dieses Kapitel behandelt detailliert die Vorwürfe der Inkohärenz, Undurchführbarkeit, Technizismus, Unvollständigkeit sowie Unter- und Überforderung.

3. Die Berufung auf den Regelutilitarismus: Der Autor prüft, ob eine regelutilitaristische Argumentation die Schwächen der handlungsutilitaristischen Ethik beheben kann.

4. Die Ausdruckshandlung im Rahmen einer teleologischen Ethik: Es wird analysiert, wie Handlungen, die Ausdruck einer inneren Einstellung sind, die teleologische Kalkulation in Frage stellen können.

5. Das Problem des Unterschiedes von Handeln und Unterlassen: Zum Abschluss wird diskutiert, wie sich der moralische Status von aktivem Tun gegenüber dem bloßen Unterlassen in beiden Ethiktypen begründen lässt.

Schlüsselwörter

Teleologische Ethik, Deontologie, Robert Spaemann, Utilitarismus, Moraltheologie, Beweislast, Ausdruckshandlung, Handeln und Unterlassen, Verantwortungsbegrenzung, Regelutilitarismus, sittliche Normen, Wertethik, Handlungskontext, Folgenabwägung, sittliches Bewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die philosophische Auseinandersetzung zwischen teleologischer und deontologischer Ethik mit Fokus auf die Kritik des Philosophen Robert Spaemann an einer rein folgenorientierten Moral.

Welche ethischen Theorien werden gegenübergestellt?

Die Arbeit kontrastiert die teleologische Ethik, die sittliches Handeln über die Optimierung von Folgen definiert, mit der deontologischen Ethik, die den Fokus auf Pflichten und sittliche Verhältnisse legt.

Was ist das Hauptziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Schwierigkeiten einer universalteleologischen Ethik aufzuzeigen und zu prüfen, ob die deontologische Position eine überzeugende Alternative bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär genutzt?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse und kritische Würdigung ethischer Argumentationsstrukturen, insbesondere unter Heranziehung von Autoren wie Bruno Schüller und Robert Spaemann.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Diskussion der Einwände gegen die Teleologie, darunter die Problematik der Folgenvoraussehbarkeit, der moralischen Überforderung und der Rolle von Ausdruckshandlungen.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Verantwortungsethik, Gesinnungsethik, sittliche Verhältnisse, Pflichtenkollision und das Problem der Inkommensurabilität geprägt.

Warum spielt die "Ausdruckshandlung" eine so große Rolle?

Die Ausdruckshandlung verdeutlicht, dass Menschen nicht nur zweckorientiert handeln, sondern durch Taten auch innere Einstellungen ausdrücken, was sich einer rein utilitaristischen Kalkulation entzieht.

Wie begründet der Autor den Unterschied zwischen Tun und Unterlassen?

Der Autor führt aus, dass eine teleologische Ethik den Unterschied zwischen aktivem Töten und Sterbenlassen nur schwer begründen kann, während die deontologische Ethik ihn über die Begrenzung der menschlichen Verantwortung plausibel macht.

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Résumé des informations

Titre
Kritik der teleologische Ethik
Sous-titre
Eine Zusammenfassung der Utilitarismus-Kritik nach R. Spaemanns
Université
University of Münster  (FB katholische Theologie)
Cours
Seminar: Ethische Normierungstheorien
Note
1,0
Auteur
Dr. Axel Schmidt (Auteur)
Année de publication
1985
Pages
28
N° de catalogue
V212309
ISBN (ebook)
9783656404446
ISBN (Livre)
9783656404712
Langue
allemand
mots-clé
Deontologische Ethik Utilitarismus teleologscihe Ethik Spaemann teleologische Ethik Ausdruckshandlung Schüller
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dr. Axel Schmidt (Auteur), 1985, Kritik der teleologische Ethik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212309
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Extrait de  28  pages
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