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Römische und Germanische Mythologie

Die Problematik des Vergleichs

Title: Römische und Germanische Mythologie

Term Paper , 2013 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Svenja Strohmeier (Author)

World History - Early and Ancient History
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Problematik des Vergleichs (und damit einer Gleichsetzung) der römischen mit der germanischen Mythologie. Weniger wird abseits des Vergleichs auf die einzelnen Götter und ihre individuelle Verehrung eingegangen werden, da dies nicht Aufgabe der vorliegenden Arbeit ist. Beschreibungen der Gottheiten sind in der Literatur bereits zahlreich zu finden. Hier soll daher jeweils eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Gottheiten und ihrer Aspekte ausreichend sein. Im ersten Kapitel wird die germanische Mythologie mit ihren Gottheiten kurz beschrieben, im folgenden zweiten Kapitel die römische. Daraufhin folgt eine gängige Gleichsetzung der Götter, wie sie in der Literatur gefunden wird. Das vierte Kapitel ist das Relevanteste: Hier wird auf die Problematik eingegangen, welche beim Vergleich der Mythologien entsteht und der Frage nachgegangen, warum beide „Religionen“ kaum miteinander verglichen werden können. Der Schlussteil fasst kurz und knapp die Erkenntnisse dieser Arbeit zusammen. Die für diese Arbeit genutzte Literatur kann im angehängten Literaturverzeichnis nachvollzogen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

II Germanische Mythologie

III Römische Mythologie

III Die Gleichsetzung der Mythologien und Religionen

IV Die Problematik in der Gleichsetzung

V Zusammenfassung und Schlusswort

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wissenschaftliche Problematik und die methodischen Hürden beim direkten Vergleich sowie der Gleichsetzung der römischen mit der germanischen Mythologie. Ziel ist es aufzuzeigen, warum eine solche Gleichsetzung aufgrund unterschiedlicher Überlieferungsformen, kultureller Hintergründe und religiöser Strukturen in der Forschung kritisch zu hinterfragen ist.

  • Strukturelle Analyse germanischer und römischer Götterwelten
  • Untersuchung gängiger Gleichsetzungspraktiken in der Literatur
  • Kritische Reflexion der Quellenlage und Überlieferungsgeschichte
  • Diskussion der methodischen Problematik bei komparativen religionswissenschaftlichen Ansätzen

Auszug aus dem Buch

Die Problematik in der Gleichsetzung

Während der Fertigstellung dieser Arbeit fiel vor allem eines auf: die römische Mythologie muss unterschieden werden von der römischen Religion. Die römische Mythologie ist, bei näherer Betrachtung, sehr gering auf die römischen Götter ausgerichtet. Die meisten römischen Sagen beschäftigen sich mit den Helden der Frühgeschichte, bspw. der Erbauung Roms. Eine intensive göttliche Familienwelt (wie beispielsweise bei den Griechen oder den Germanen) existierte erst einmal gar nicht. Will nun die Religion betrachtet werden (welche betrachtet werden muss, da diese Hausarbeit die Problematik im Vergleich zwischen germanischer und römischer Mythologie und den Göttern, d.h. und der Religion, anstrebt) muss eingesehen werden, dass dies bereits ein großes Problem darstellt. Für die Germanen war „alles eins“: Die Mythen bauten auf der Götterwelt auf. Die römischen Götter sind jedoch numen, also Wirkkräfte. Ihr Wirken wird beeinflusst durch die penible Einhaltung von Ritualen – dies macht die Religion aus. Hier ist eine erste große Diskrepanz zu finden.

Die zweite liegt in der Überlieferung. Während bis heute in Rom direkte Beweise für die Götterverehrung in Bauwerken und deren Überresten zugänglich und zahlreiche Bräuche durch römische Überlieferungen auffindbar sind, ist die germanische Mythologie schlecht bis gar nicht überliefert, geschweige denn direkt. Bis zur Karolingerzeit ist diese Religion ausschließlich durch externe Zeugnisse in der Abgrenzung zum Christentum zugänglich, heute ausschließlich durch archäologische Funde. In der Überlieferung durch externe Parteien ist die erste große Problematik zu finden: Gerade wenn die Intention dieser Schriften war, das Christentum zu propagieren, sind die Germanen nicht nüchtern und faktisch, sondern negativ dargestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Die Einleitung umreißt die Zielsetzung der Arbeit, die Problematik der Gleichsetzung von Göttern zu untersuchen, und erläutert den groben Aufbau der Untersuchung.

II Germanische Mythologie: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die germanische Götterwelt, deren Quellenlage und die Uneinheitlichkeit der religiösen Praktiken bei den verschiedenen Stämmen.

III Römische Mythologie: Hier werden die polytheistische Struktur der römischen Religion, das Konzept des "numen" und die rituelle Natur der Götterverehrung in Rom erläutert.

III Die Gleichsetzung der Mythologien und Religionen: Das Kapitel vergleicht spezifische Gottheiten beider Kulturen und analysiert, wo Parallelen existieren und wo Vergleiche aufgrund von Quellenverzerrungen scheitern.

IV Die Problematik in der Gleichsetzung: Der Hauptteil setzt sich kritisch mit den Hindernissen des Vergleichs auseinander, insbesondere mit der unterschiedlichen Überlieferungsgeschichte und dem Spannungsfeld zwischen Mythologie und gelebter Religion.

V Zusammenfassung und Schlusswort: Das Fazit widerlegt die Möglichkeit einer pauschalen Gleichsetzung und begründet dies mit der unterschiedlichen Natur der Völker und der Fragwürdigkeit der herangezogenen Zeugnisse.

Schlüsselwörter

Germanische Mythologie, Römische Mythologie, Religionsgeschichte, Göttervergleich, Polytheismus, Numen, Quellenkritik, Überlieferung, Opferkult, Ragnarök, Synkretismus, Religionswissenschaft, Mythographien, Antike, Germanen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Problematik, römische und germanische Mythologien direkt miteinander zu vergleichen oder Götterpaare gleichzusetzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Aufbau der jeweiligen Götterwelten, die Art der religiösen Praxis (rituell vs. mythologisch) und die Problematik der historischen Überlieferung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass eine einfache Gleichsetzung der Götter beider Kulturen einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhält und methodisch problematisch ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Analyse der bestehenden Fachliteratur sowie eine kritische Auswertung historischer Quellen angewandt.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl Einzelgottheiten verglichen als auch die grundlegenden Unterschiede in der Religion und der historischen Überlieferung (z.B. archäologische Funde vs. christlich geprägte Schriften) diskutiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem "Göttervergleich", "Quellenkritik", "Numen", "Polytheismus" und "Religionsgeschichte".

Warum sind römische Götter als "numen" schwer mit germanischen Gottheiten zu vergleichen?

Römische Götter wirken primär als Wirkkräfte, deren Verehrung stark ritualisiert ist, während die germanischen Mythen stärker in einer narrativen Götterwelt verwurzelt sind.

Welche Rolle spielt die christliche Überlieferung für die germanische Mythologie?

Die Autorin betont, dass viele schriftliche Zeugnisse zur germanischen Religion erst durch christliche Autoren entstanden sind, was zu einer negativen oder verzerrten Darstellung der ursprünglichen heidnischen Glaubenswelt führte.

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Details

Title
Römische und Germanische Mythologie
Subtitle
Die Problematik des Vergleichs
College
University of Hildesheim  (Institut für Geschichte)
Course
Heilige Schriften
Grade
2,3
Author
Svenja Strohmeier (Author)
Publication Year
2013
Pages
19
Catalog Number
V212355
ISBN (eBook)
9783656406938
ISBN (Book)
9783656407386
Language
German
Tags
römische germanische götter problematik vergleichs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Svenja Strohmeier (Author), 2013, Römische und Germanische Mythologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212355
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