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Königin Elisabeth II. als Staatshaupt und die Wirkungen der Sprache

Symbolische Wirkungen oder sprachliche Taten?

Titel: Königin Elisabeth II. als Staatshaupt und die Wirkungen der Sprache

Seminararbeit , 2012 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts Ronny Peters (Autor:in)

Politik - Politische Systeme allgemein und im Vergleich
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„Ich bin ein Berliner!“ Es ist ein einzelner Satz, dazu ein simpler, ein prägnanter. Doch eben dieser Satz enthält mehr Informationen als die Wörter, aus denen er besteht, ausdrücken könnten. Er ist weniger an das Ohr gerichtet als an das Bewusstsein. Für viele Menschen ging er direkt ins Herz, führt man sich den euphorischen Applaus, den der 35. US-Präsident für diese Aussage erhielt, ins Gedächtnis. Es verbindet sich mit dem gesprochenen Wort eine Tat und daraus resultiert eine Wirkung.Die Verbindung von Sprache und Handlung wird in der Politik besonders deutlich, kann ein Politiker - nur durch das Wort - einen Krieg oder seinen Rücktritt erklären.
Königin Elisabeth II. ist das Staatshaupt vieler Nationen und zweifelsfrei eine politi-sche Person. Sie ist aber keine Politikerin. Nicht zuletzt dadurch, dass sie an keine Legislaturperiode gebunden ist und somit nicht um Mehrheiten kämpfen muss.
Das Erkenntnisinteresse dieser Arbeit besteht darin aufzuzeigen, wie man den Gebrauch der Sprache von Königin Elisabeth II. in ihrer Funktion als Staatshaupt bezeichnen kann und welche relevanten Erkenntnisse daraus folgen können. Sind es flüchtige symbolische Wirkungen oder sind es sprachliche Taten?
Zur Bearbeitung dieser Fragestellung ist es notwendig, in einem ersten Schritt das Verhältnis von Macht und politischer Sprache detailliert darzulegen und aufzuzeigen, welche Bedeutung man Sprache, auch aus neoinstitutionalistischer Perspektive, beimessen kann. Ebenfalls wird Königin Elisabeth II. in ihrer Funktion als Staatshaupt dargestellt.
Das Verhältnis von Großbritannien zu Irland ist vor allem durch Spannungen und Konflikte geprägt.
In einem letzten Schritt soll daher die Rede von Königin Elisabeth II. beim Staatsbankett in Irland 2011 zum Anlass genommen werden um die Wirkungen der Sprache konkret zu erfassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die politische Sprache

1.1. Die Macht der politischen Sprache

1.2. Sprache und Neoinstitutionalismus

2. Königin Elisabeth II. als Staatsoberhaupt

2.1. Eine neoinstitutionelle Perspektive auf die britische Monarchie

2.2. Sprachwirkung und Staatshaupt

3. Londoner Unruhen 2011

3.1. Darstellung der Ereignisse

3.2. Die Sprachtaten und die Unruhen

4. Das Verhältnis zu Irland Die Rede vom 18. Mai 2011

4.1. Wirkungsmacht durch Sprache und institutionelle Rückkopplung

4.2. Symbolische Sprache oder sprachliche Tat

5. Schlussfolgerungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Gebrauch der Sprache von Königin Elisabeth II. in ihrer Funktion als Staatsoberhaupt, um zu ergründen, ob ihre Äußerungen flüchtige symbolische Wirkungen erzielen oder ob es sich dabei um nachhaltig wirkende sprachliche Taten handelt. Dabei wird insbesondere analysiert, wie die britische Monarchie als Institution aus einer neoinstitutionalistischen Perspektive zu verstehen ist und welche Rolle das Staatsoberhaupt durch sprachliche und nonverbale Kommunikation – etwa in Krisenzeiten – einnimmt.

  • Politische Sprache als Instrument der Macht
  • Neoinstitutionalistische Analyse der britischen Monarchie
  • Sprachwirkung und Symbolik in der Rolle des Staatsoberhaupts
  • Analyse der Reaktionen auf die Londoner Unruhen 2011
  • Fallbeispiel: Wirkungsmacht der Rede vom 18. Mai 2011 in Irland

Auszug aus dem Buch

1.1. Die Macht der politischen Sprache

Der Begriff der Macht ist von zentraler Bedeutung in einer Vielzahl wissenschaftlicher Disziplinen. Besonderes relevant und Gegenstand vielfältiger theoretischer Betrachtungen ist der Begriff für die Politikwissenschaft. Der Universalgelehrte Max Weber sagt dazu: „Wer Politik treibt, erstrebt Macht, – Macht entweder als Mittel im Dienst anderer Ziele – idealer oder egoistischer – oder Macht „um ihrer selbst willen“: um das Prestigegefühl, das sie gibt, zu genießen.“ Einen diskursiven Ansatz von Macht und dadurch auch diametral zu Max Weber wie auch Carl Schmitt, hat Hannah Ahrendt. Für Sie ist Macht: „Was einen politischen Körper zusammenhält [...]“. Es ist kein emergentes Phänomen sondern das Produkt diskursiver Kommunikation sowie Interaktion zwischen Individuen. Dadurch resultiert die machtvolle Möglichkeit gemeinsam zu Handeln und etwas Neues zu erschaffen. Der Schaffensprozess als Sinnbild einer Handlung, einer Tat, die aus der Kommunikation hervortritt. Dieses Verständnis von Macht als sprachlich induzierter Prozess, soll für die weitere Arbeit maßgeblich sein.

„Die Politische Sprache ist ein Kampf mit Wörtern um Wörter.“ Dabei zielt sie darauf ab, Begrifflichkeiten zu benennen, zu besetzen und zu beschönigen. Besonders das Besetzen von Begriffen dient der inhaltlichen Aufladung dieser, um ihnen zu affektueller Wirkung zu verhelfen. Die Macht zur Definitionshoheit bzw. Prägung ist daher ein entscheidender Aspekt, um die Wirkungsmacht von Sprache zu verdeutlichen. Wer die Deutungshoheit über einen Begriff inne hat, bestimmt die Perzeptionen, Konnotationen und das Verständnis dieser. So ist es, obwohl identischer Sachverhalt, von entscheidender Bedeutung ob von Atomkraft oder Kernenergie die Rede ist. Die Begriffe meinen das Selbe, sind aber inhaltlich anders geladen und strahlen demnach anders aus. Für die Politik ergibt sich im stärkeren Maße eine Beschäftigung mit der Frage, welche Begriffe genutzt aber auch welche bewusst ungenutzt bleiben müssen um gesellschaftlich präsente Assoziationen zu verstärken oder zu vermeiden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird das Erkenntnisinteresse formuliert, den Sprachgebrauch von Königin Elisabeth II. auf seine Wirkungsmacht als symbolische oder tatsächliche Handlung zu untersuchen.

1. Die politische Sprache: Dieses Kapitel erörtert die theoretische Verbindung zwischen Sprache, Macht und Neoinstitutionalismus als Basis für die Analyse.

2. Königin Elisabeth II. als Staatsoberhaupt: Die britische Monarchie wird hier aus einer neoinstitutionellen Perspektive beleuchtet und die spezifische Wirkungsweise des Staatsoberhaupts erläutert.

3. Londoner Unruhen 2011: Das Kapitel analysiert die Ereignisse von 2011 und zeigt auf, wie das Staatsoberhaupt durch Schweigen und Präsenz institutionelle Funktionen wahrnahm.

4. Das Verhältnis zu Irland Die Rede vom 18. Mai 2011: Anhand einer konkreten Rede wird dargelegt, wie Sprache als Brückenschlag zur Überwindung historischer Konflikte fungiert.

5. Schlussfolgerungen: Die Arbeit resümiert, dass das Staatsoberhaupt durch eine Kombination aus symbolischer Handlung und bewusster sprachlicher Tat eine bedeutende Orientierungsleistung erbringt.

Schlüsselwörter

Politische Sprache, Macht, Neoinstitutionalismus, Monarchie, Königin Elisabeth II., Staatsoberhaupt, Symbolik, Sprachwirkung, Institution, Londoner Unruhen, Irischer Friedensprozess, Kommunikation, Politische Kultur, Legitimation, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Sprache und nonverbale Kommunikation durch das britische Staatsoberhaupt eingesetzt werden, um politische und gesellschaftliche Wirkungen zu erzielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Theorie der politischen Sprache, der Neoinstitutionalismus, die Rolle der Monarchie sowie die Analyse konkreter politischer Ereignisse unter Einbeziehung des Staatsoberhaupts.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob der Sprachgebrauch der Queen lediglich symbolische, flüchtige Effekte hat oder ob er als echte „sprachliche Tat“ zu werten ist, die politische Prozesse beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein theoretischer Rahmen des Neoinstitutionalismus angewandt, um das Handeln und Kommunizieren der Institution „Monarchie“ zu dekonstruieren und interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Analyse der Monarchie als Institution, die Untersuchung der Reaktion auf die Londoner Unruhen 2011 und die Fallstudie der Irland-Rede 2011.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Macht, Institution, Sprachwirkung, symbolische Tat und politische Kommunikation definiert.

Warum wird die Rolle des Schweigens als „Sprachtat“ bezeichnet?

Da Schweigen in einem institutionellen Kontext ein bewusstes Instrument der Machtdarstellung sein kann, wird es als Form der Kommunikation interpretiert, die gesellschaftliche Erwartungen steuert.

Welche besondere Bedeutung hatte die Irland-Rede für das Verhältnis der beiden Länder?

Durch die Verwendung gälischer Begrüßungsworte und eine versöhnliche Rhetorik konnte die Königin eine Brücke über historisch gewachsene Spannungen bauen, was als wirkungsmächtige politische Handlung gewertet wird.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Königin Elisabeth II. als Staatshaupt und die Wirkungen der Sprache
Untertitel
Symbolische Wirkungen oder sprachliche Taten?
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Veranstaltung
Neo-Institutionalismus im Vergleich politischer Systeme: What really matters. Akteure und/oder Institutionen als Erklärungs-variablen
Note
1,3
Autor
Bachelor of Arts Ronny Peters (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
23
Katalognummer
V212363
ISBN (eBook)
9783656409496
ISBN (Buch)
9783656412793
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprache Politische Sprache Staatsoberhaupt Großbritannien Queen Neoinstitutionalismus Sprachanalyse Londoner Unruhen Institutionen und politisches System
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Ronny Peters (Autor:in), 2012, Königin Elisabeth II. als Staatshaupt und die Wirkungen der Sprache, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212363
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Leseprobe aus  23  Seiten
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