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Das Einflussprozess-Modell. Macht und Autorität als Teil der Führungsinteraktion

Dargestellt anhand der totalen Institution Gefängnis

Title: Das Einflussprozess-Modell. Macht und Autorität als Teil der Führungsinteraktion

Term Paper , 2013 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christopher Schwing (Author)

Sociology - Methodology and Methods
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Einleitung:
Das Vorgesetzen- bzw. Führungsverhalten in Organisationen gehört zu einem der Kernthemen, mit denen sich die Organisationstheorie auseinandersetzen muss. Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden diverse Theorien und Konzepte dazu entworfen - zu einer einzig richtigen Antwort, wie die optimalste Führung denn nun aussieht, ist man jedoch nicht gekommen. Man geht insgesamt von fünf Einflussfaktoren aus, die auf den Führungsprozess einwirken: neben der Führungskraft gilt es die einzelnen Mitarbeiter zu berücksichtigen. Führungskraft und Mitarbeiter arbeiten meist zusammen als Gruppe – diese bildet die dritte Einflussgröße. Außerdem spielt die Unternehmenskultur mit ihren individuellen Werten und Normen eine Rolle, sowie die jeweilige Führungssituation (vgl. Stroebe 1999: 11).
Im Großen und Ganzen unterscheidet man zwei große Strömungen für das Verständnis von Führung: Die Leiterschaft als Ausfluss von Führungseigenschaften, sowie die Führerschaft aus einer Interaktion heraus. Führerschaft wird beim letzteren als sozialer Beeinflussungsprozess verstanden, der als Ziel das Erreichen festgelegter Unternehmens-ziele oder –funktionen hat. Leitung hat zudem immer mit Machtausübung und einem besonderen Verständnis von Autorität zu tun. Führung als Einflussprozess setzt eine asymmetrische Verteilung der Einflusschancen voraus, sowie ein gewisses Maß an Sanktionspotenzial, das der Einflussnehmende nutzen kann.
In dieser Hausarbeit setze ich mich insbesondere mit dem Begriff der „Macht“ sowie seiner Abgrenzung zur „Autorität“ auseinander und versuche zu ergründen, wie diese Begrifflichkeiten in den Bereich des Vorgesetztenverhaltens einzuordnen sind. Als Grundlage dafür dient mir das Einflussprozess-Modell, sowie die Machtklassifikationen von French und Raven.
Nach einer Darstellung des Modells, sowie den Begriffen Macht und Autorität, versuche ich die gewonnenen Erkenntnisse auf eine Organisation zu übertragen. Hierzu stelle ich die totale Institution Gefängnis mit ihren Theorien der Führung kurz vor und diskutiere im folgenden Kapitel, wie Macht und Autorität im Gefängnis umgesetzt werden, welche Schwierigkeiten und Alternativen es dafür gibt und lege einen Schwerpunkt darauf, welche Bedeutung das Menschenbild der Führungskräfte in dieser Institution einnimmt. Abschließend ende ich mit einem persönlichen Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Einflussprozess-Modell

2.1 Macht

2.2 Autorität

3 Das Gefängnis

3.1 Das Gefängnis als totale Institution

3.2 Personal und Leitung des Gefängnisses

4 Diskussion – Macht und Autorität im Gefängnis

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Dynamiken von Macht und Autorität im Kontext der Führungsinteraktion unter Anwendung des Einflussprozess-Modells. Ziel ist es, zu analysieren, wie Führungskräfte in der speziellen Umgebung der totalen Institution „Gefängnis“ ihre Einflusspotenziale nutzen und welche Bedeutung dabei das zugrunde liegende Menschenbild sowie die ethische Verantwortung der Führungspersonen einnehmen.

  • Analyse des Einflussprozess-Modells als Konflikttheorie der Führung.
  • Unterscheidung und Abgrenzung der Begriffe Macht und Autorität.
  • Darstellung des Gefängnisses als totale Institution nach Erving Goffman.
  • Bedeutung von Machtgrundlagen und Expertenmacht in der Justizvollzugsanstalt.
  • Einfluss des Menschenbildes auf das Führungsverhalten.

Auszug aus dem Buch

Macht durch Persönlichkeitswirkung

Charisma bzw. persönliche Ausstrahlung dient hier als Machtquelle. Der Leiter wird als überzeugend und respekteinflößend wahrgenommen, ihm wird Bewunderung zugesprochen und er bewirkt durch seine Persönlichkeit den Wunsch, dazu zu gehören. Es handelt sich um den elegantesten Weg der Beeinflussung, aber auch um den schwierigsten, da er nicht gezielt hergestellt werden kann. Sympathie und Respekt gründen sich ausschließlich auf persönlichem Empfinden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Vorgesetzten- und Führungsverhaltens in Organisationen ein und definiert das Einflussprozess-Modell als zentralen Bezugsrahmen der Arbeit.

2 Das Einflussprozess-Modell: Dieses Kapitel erläutert das Einflussprozess-Modell als Konflikttheorie, definiert Macht nach verschiedenen Klassifikationen und grenzt den Begriff der Autorität davon ab.

3 Das Gefängnis: Der Abschnitt beschreibt das Gefängnis als totale Institution nach Goffman und thematisiert die spezifischen hierarchischen Strukturen und Rollenzuschreibungen des dortigen Personals.

4 Diskussion – Macht und Autorität im Gefängnis: In der Diskussion wird die praktische Anwendung der Machttheorien im Gefängnisalltag reflektiert, wobei besonders die Gefahren des Machtmissbrauchs und die Rolle der persönlichen Autorität hervorgehoben werden.

5 Fazit: Das Fazit resümiert, dass eine ständige Reflexion über Führungsstil und Menschenbild für jede Führungskraft essenziell ist, um ethisch vertretbar und zielorientiert zu führen.

Schlüsselwörter

Macht, Autorität, Einflussprozess-Modell, Führung, Gefängnis, totale Institution, Führungsinteraktion, Machtgrundlagen, Personalführung, Organisationspsychologie, Ethik, Menschenbild, Strafvollzug, Expertenmacht, Persönlichkeitswirkung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Machtverhältnissen und Autoritätsstrukturen in Führungsprozessen, insbesondere am Beispiel der totalen Institution Gefängnis.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind das Einflussprozess-Modell, die theoretische Definition von Macht und Autorität sowie deren spezifische Anwendung in Gefängnisstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu ergründen, wie Führungskräfte in asymmetrischen Machtbeziehungen ethisch verantwortlich führen können und welche Bedeutung das Menschenbild für diesen Prozess hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Auseinandersetzung mit organisationspsychologischen Modellen, insbesondere dem Einflussprozess-Modell und den Machtklassifikationen nach French und Raven.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Macht und Autorität sowie die Anwendung dieser Konzepte auf die Organisationsform des Gefängnisses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Macht, Autorität, Führungsinteraktion, totale Institution und ethische Führung geprägt.

Warum wird gerade das Gefängnis als Beispiel herangezogen?

Das Gefängnis dient als Beispiel, da es als totale Institution ein Höchstmaß an Machtausübung aufweist und besonders verdeutlicht, wie destruktiv ein falscher Umgang mit Macht sein kann.

Welche Rolle spielt das Menschenbild für die Führungskraft?

Das Menschenbild der Führungskraft steuert das Führungsverhalten massiv; die Arbeit bezieht sich hierbei auf die Theorien X und Y von McGregor zur Illustration unterschiedlicher Kontroll- und Vertrauensansätze.

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Details

Title
Das Einflussprozess-Modell. Macht und Autorität als Teil der Führungsinteraktion
Subtitle
Dargestellt anhand der totalen Institution Gefängnis
College
University of Hildesheim
Grade
1,7
Author
Christopher Schwing (Author)
Publication Year
2013
Pages
15
Catalog Number
V212478
ISBN (eBook)
9783656404804
ISBN (Book)
9783656406648
Language
German
Tags
einflussprozess-modell macht autorität teil führungsinteraktion dargestellt institution gefängnis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christopher Schwing (Author), 2013, Das Einflussprozess-Modell. Macht und Autorität als Teil der Führungsinteraktion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212478
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