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Die Einwanderungspolitik der USA

Von der Kolonialzeit bis 1960

Title: Die Einwanderungspolitik der USA

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jennifer Spatz (Author)

Politics - Region: USA
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„Jeder Flecken der alten Welt wird unterdrückt. Die Freiheit wird rund um den Globus gehetzt. Asien und Afrika haben sie seit langem vertrieben. Europa betrachtet sie wie einen Fremdling, und England hat sie aufgefordert zu verschwinden. Oh, nimm den Flüchtling auf und bereite beizeiten ein Asyl für die Menschheit!“
Dieses Zitat Thomas Paines aus seiner Flugschrift „Common Sense“, die 1776 veröffentlicht wurde, ist bezeichnend für das amerikanische Bild als „[...] letztem Hort der Freiheit und als Asyl für die Menschheit [...]“. Dennoch ist gerade dieses Bild der Vereinigten Staaten von Amerika im Rahmen der Entwicklung bzw. Herausbildung einer nationalen Einwanderungspolitik mehrfach Änderungen unterworfen worden.
Diese Änderungen sind insofern von äußerster Brisanz, als das sie die Einflüsse kennzeichnen, denen die Einwanderungspolitik nach der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika unterworfen war. Ein wichtiger Faktor stellt hier auch die kolonial geschichtliche Entwicklung der Kolonien dar, die schließlich in die Unabhängigkeit der USA vom Mutterland England mündete und ebenfalls Einfluss auf die Entwicklung der amerikanischen Einwanderungspolitik hatte.
Diese Arbeit teilt sich in zwei Bereiche. Der erste Teil bezieht sich auf die Definition der für das Verständnis der nordamerikanischen Kolonisation und der Einwanderungspolitik wichtigsten Begriffe. Der zweite Teil soll nun aufzeigen, wie sich die Einwanderungspolitik der Vereinigten Staaten von Amerika entwickelt hat, welche Einflüsse von Kolonialzeit und dem Nativismus in der Herausbildung einer bundeseinheitlichen Einwanderungspolitik zu sehen sind, inwiefern sie bedeutsam oder weniger wichtig waren und welche Faktoren sich stringent durch den Entwicklungsprozess zogen.
Inwieweit sich Kolonialzeit und Nativismus bedingten, bzw. ob überhaupt eine Verbindung besteht, darauf soll in dieser Arbeit abschließend eingegangen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1. Kolonialzeit

2.2. Nativismus

3. Die Entwicklung der Einwanderungspolitik der USA bis 1960

3.1. Die Herausbildung der Einwanderungspolitik ab dem 16. Jahrhundert bis 1960

3.2. Der Einfluss der Kolonialzeit auf die Einwanderungspolitik

3.3. Der Nativismus und sein Einfluss auf die Einwanderungspolitik

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der amerikanischen Einwanderungspolitik bis zum Jahr 1960 unter besonderer Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen der kolonialen Geschichte und nativistischen Strömungen. Dabei wird analysiert, wie gesellschaftliche Ängste, wirtschaftliche Interessen und ein ethnisches Selbstverständnis zur Herausbildung einer zunehmend restriktiven Migrationsgesetzgebung beitrugen.

  • Historische Genese der amerikanischen Einwanderungspolitik von der Kolonialzeit bis 1960
  • Die Rolle des Nativismus als prägender Faktor für restriktive Gesetzgebungen
  • Der Einfluss kolonialer Siedlungsstrukturen auf die spätere Einwanderungsgeschichte
  • Analyse zentraler Gesetze wie des Chinese Exclusion Act und des Johnson Reed Act
  • Die Bedeutung wirtschaftlicher Krisen und sozialer Ängste für den politischen Diskurs

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Herausbildung der Einwanderungspolitik ab dem 16. Jahrhundert bis 1960

Die kolonistische Besiedlung Nordamerikas durch europäische Einwanderer begann 1565, als die Spanier in Florida das Fort St. Augustine gründeten. Die erste dauerhafte englische Besiedlung konnte im Jahre 1606 mit der Gründung der Stadt Jamestown, durch die „Virginia Company of London“ verzeichnet werden. Erste Kolonisierungsversuche waren zuvor sowohl unter Humphrey Gilbert als auch unter Walter Raleigh gescheitert. Raleigh hatte jedoch 1584 im Zuge einer Erkundungsexpedition auf Roanoke Island die Kolonie Virginia gegründet, die er nach Elisabeth I., der jungfräulichen englischen Königin, benannt hatte. Die dortige Besiedlung war, wie eingangs erwähnt, jedoch nicht von Dauer.

Erst 1611 stabilisierten sich die Verhältnisse in der Kolonie Virginia zusehends, so dass man sich Gedanken über eine konsequente Siedlungspolitik machen konnte, da der Tabakanbau in Virginia zunehmend neuer Tabakbauern bedurfte. Die Virginia Company begann darauf hin mit der Anwerbung von Siedlungswilligen und finanzierte auch deren Bezahlung der Schiffspassage nach Nordamerika. Durch Arbeit konnten die angeworbenen Siedler die Kosten abarbeiten und sie wurden wieder frei.

1629 gründeten Puritaner der 1620 gelandeten Mayflower Massachusetts, nachdem sie 1628 eine Charta zur Gründung einer eigenständigen Kolonie von der Krone erworben hatten. Auch hier erfolgte die Siedlungspolitik in ähnlicher Weise wie in Virginia. Dennoch gab es genügend Siedler, die ihre Schiffspassage auf eigene Kosten finanzieren konnten. Da im Rahmen der Besiedlung bis zur Gründung der USA, viele Kolonien noch zu geringe Siedlerzahlen aufwiesen, gab es in dieser Zeit kaum allgemeine Beschränkungen bezüglich Immigranten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der amerikanischen Einwanderungspolitik ein und verdeutlicht deren Abhängigkeit von historischen Entwicklungen wie der Kolonialzeit sowie ideologischen Strömungen wie dem Nativismus.

2. Definitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe Kolonialzeit und Nativismus definiert, um den kontextuellen Rahmen für die Untersuchung der Einwanderungsgeschichte zu schaffen.

3. Die Entwicklung der Einwanderungspolitik der USA bis 1960: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die gesetzlichen und historischen Etappen der Einwanderungspolitik von den ersten Siedlungsbemühungen bis zu den restriktiven Maßnahmen des 20. Jahrhunderts unter Einbezug kolonialer und nativistischer Prägungen.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie stark die Einwanderungspolitik durch nativistischen Druck geformt wurde und dass eine Abkehr vom universalistischen Ideal eines „Asyls der Verfolgten“ hin zu einem exklusiven nationalen Selbstverständnis stattfand.

Schlüsselwörter

Einwanderungspolitik, USA, Nativismus, Kolonialzeit, Geschichte, Gesetzgebung, Immigration, Quotenregelung, Ethnie, Siedlungspolitik, Nationales Selbstverständnis, Integration, Migrationsgeschichte, Beschränkungen, Gesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und Ausgestaltung der amerikanischen Einwanderungspolitik vom Beginn der kolonialen Besiedlung bis zum Jahr 1960.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Geschichte der Kolonialisierung, die Rolle ethnischer Vorurteile, wirtschaftliche Faktoren und die Auswirkung politischer Krisen auf die Gesetzgebung zur Einwanderung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Kolonialzeit und Nativismus als maßgebliche Faktoren die Herausbildung einer bundeseinheitlichen Einwanderungspolitik beeinflusst haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse der Entwicklungsprozesse und einer Auswertung von Einwanderungsgesetzen und zeitgenössischen Strömungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird die Herausbildung der Einwanderungspolitik ab dem 16. Jahrhundert chronologisch nachvollzogen und der spezifische Einfluss von Kolonialgeschichte und Nativismus untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Einwanderungspolitik, Nativismus, Kolonialzeit, Quotenregelung und das amerikanische Selbstverständnis.

Welche Rolle spielte der "Chinese Exclusion Act" in dieser Entwicklung?

Er gilt als ein früher Erfolg nativistischer Bestrebungen, asiatische Kulturen als minderwertig zu betrachten und gezielt durch restriktive Gesetze vom Land fernzuhalten.

Was bedeutete die "Operation Wetback" für die mexikanische Einwanderung?

Die Operation Wetback war eine massive staatliche Deportationsaktion in den 1950er Jahren, bei der über 1,3 Millionen illegale mexikanische Arbeiter deportiert wurden.

Wie veränderte der "Johnson Reed Act" die Einwanderungsströme?

Dieses Gesetz führte zu einem drastischen Rückgang der Einwanderungszahlen durch ein strenges Quotensystem, das Einwanderer aus Süd- und Osteuropa benachteiligte.

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Details

Title
Die Einwanderungspolitik der USA
Subtitle
Von der Kolonialzeit bis 1960
College
University of Heidelberg  (Institut für politische Wissenschaft)
Course
Politik der USA
Grade
1,7
Author
Jennifer Spatz (Author)
Publication Year
2011
Pages
23
Catalog Number
V212490
ISBN (eBook)
9783656406686
ISBN (Book)
9783656405566
Language
German
Tags
einwanderungspolitik kolonialzeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jennifer Spatz (Author), 2011, Die Einwanderungspolitik der USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212490
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