Die Krise des EURO ist mit Sicherheit das prägende Thema der heutigen Zeit. Fast täglich wird Europa mit neuen Meldungen über mögliche Staatsbankrotte und der steigenden Staats-verschuldung der EURO-Länder erschüttert. Dabei stellt sich zwangsläufig die Frage, ob und wie die EU der Krise entgegenwirken kann. Im Mittelpunkt der Arbeit steht mit dem Stabili-täts- und Wachstumspakt (SWP) das Instrument, welches eine hohe Staatsverschuldung der EURO-Länder regulieren und übermäßige Defizite bestrafen soll.
Am Anfang der Ausarbeitung steht eine theoretische Einleitung über die Thematik der Staats-verschuldung. Neben einer Einführung warum und wie sich Staaten verschulden, werden in der nächsten Sektion Auswirkungen der Staatsverschuldung auf Staaten dargestellt und In-strumente vorgestellt, wie Staatsschulden abgebaut werden können. Nach diesem theoreti-schen Teil wird die Geschichte des SWP präsentiert. Neben seiner ursprünglichen Fassung in den Maastrichter Verträgen wird die Entwicklung der Staatsverschuldung nach seiner Einfüh-rung betrachtet, bevor auf die Reform des SWP von 2005 und seine Änderungen eingegangen wird. Das Kapitel 3 wird durch die Darstellung der Entwicklungen der Staatsverschuldung nach der Reform und während der Finanzkrise abgeschlossen. Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Kritik am SWP, bevor in Kapitel 5 ein Fazit gezogen wird, ob der SWP gescheitert ist oder nicht, und es wird ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen des SWP gegeben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretische Grundlagen zur Staatsverschuldung
- Grundlagen zur Staatsverschuldung
- Auswirkungen und Instrumente zur Bekämpfung der Staatsverschuldung
- Historische Entwicklung des Stabilitäts- und Wachstum spaktes
- Der Weg zum Vertrag von Maastricht
- Vertrag von Maastricht
- Entwicklungen unter dem ursprünglichen Stabilitäts- und Wachstumspakt
- Refonn des Stabilitäts- und Wachstumspakt
- Entwicklungen unter dem reformierten Stabilitäts- und Wachstumspakt
- Kritik am Stabilitäts- und Wachstumspakt und mögliche Verbesserungen
- Ausblick und Fazit
- Abkürzungsverzeichnis
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit der Frage, ob der Stabilitäts- und Wachstumspakt (SWP) in seiner derzeitigen Form gescheitert ist. Sie analysiert die historische Entwicklung des SWP, seine Kritikpunkte und mögliche Verbesserungen im Kontext der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion.
- Theoretische Grundlagen zur Staatsverschuldung
- Entwicklung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes
- Kritik am Stabilitäts- und Wachstumspakt
- Mögliche Verbesserungen des Stabilitäts- und Wachstumspaktes
- Der Einfluss des Stabilitäts- und Wachstumspaktes auf die aktuelle Wirtschaftskrise
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Problematik der Staatsverschuldung und die Rolle des Stabilitäts- und Wachstumspaktes (SWP) in der Euro-Krise dar. Kapitel 2 beleuchtet die theoretischen Grundlagen zur Staatsverschuldung, einschließlich der Ursachen, Auswirkungen und Instrumente zur Bekämpfung von Staatsschulden.
Kapitel 3 befasst sich mit der historischen Entwicklung des SWP, beginnend mit dem Weg zum Vertrag von Maastricht und der Einführung des ursprünglichen Paktes. Es analysiert die Entwicklungen der Staatsverschuldung unter dem SWP und die Reform des Paktes im Jahr 2005. Schließlich werden die Entwicklungen der Staatsverschuldung nach der Reform und während der Finanzkrise betrachtet.
Kapitel 4 untersucht die Kritik am SWP, einschließlich der Bemessungsgrundlagen, der Schwellenwerte und des Sanktionierungsverfahrens. Es werden alternative Ansätze und mögliche Verbesserungen des SWP diskutiert.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Stabilitäts- und Wachstumspakt, Staatsverschuldung, Euro-Krise, Europäische Wirtschafts- und Währungsunion, Konvergenzkriterien, Fiskalpolitik, Schuldenbremse, Transferunion, Eurobonds, Wirtschaftsintegration, politische Steuerung, europäische Integration.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Stabilitäts- und Wachstumspakt (SWP)?
Der SWP ist ein Instrument der EU, das eine übermäßige Staatsverschuldung der Euro-Länder verhindern und Haushaltsdisziplin durch Sanktionen sicherstellen soll.
Warum wird der Stabilitäts- und Wachstumspakt kritisiert?
Kritikpunkte sind oft die starren Schwellenwerte, die mangelnde politische Durchsetzung von Sanktionen sowie die unzureichende Berücksichtigung wirtschaftlicher Krisenzyklen.
Welche Bedeutung hatte der Vertrag von Maastricht für den SWP?
Im Vertrag von Maastricht wurden die ursprünglichen Konvergenzkriterien (z.B. Defizitgrenze von 3 % des BIP) festgelegt, die später im SWP konkretisiert wurden.
Was wurde bei der Reform des SWP im Jahr 2005 geändert?
Die Reform von 2005 lockerte die Regeln etwas auf, indem sie mehr Ausnahmeregelungen zuließ und die wirtschaftliche Lage der Länder stärker berücksichtigte.
Was sind Eurobonds und welche Rolle spielen sie in der Debatte?
Eurobonds sind gemeinsame Anleihen der Euro-Länder. Sie werden als mögliche Lösung zur Krisenbewältigung diskutiert, stehen aber im Konflikt mit den Disziplinierungszielen des SWP.
Ist der Stabilitäts- und Wachstumspakt gescheitert?
Die Arbeit evaluiert diese Frage kritisch angesichts der Euro-Krise und steigender Schuldenstände und gibt einen Ausblick auf notwendige Verbesserungen.
- Citation du texte
- Sven Bähre (Auteur), 2012, Ist der Stabilitäts- und Wachstumspakt gescheitert?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212530