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Ist der Stabilitäts- und Wachstumspakt gescheitert?

Título: Ist der Stabilitäts- und Wachstumspakt gescheitert?

Trabajo Escrito , 2012 , 25 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Sven Bähre (Autor)

Política - Región: Europa Occidental
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Die Krise des EURO ist mit Sicherheit das prägende Thema der heutigen Zeit. Fast täglich wird Europa mit neuen Meldungen über mögliche Staatsbankrotte und der steigenden Staats-verschuldung der EURO-Länder erschüttert. Dabei stellt sich zwangsläufig die Frage, ob und wie die EU der Krise entgegenwirken kann. Im Mittelpunkt der Arbeit steht mit dem Stabili-täts- und Wachstumspakt (SWP) das Instrument, welches eine hohe Staatsverschuldung der EURO-Länder regulieren und übermäßige Defizite bestrafen soll.
Am Anfang der Ausarbeitung steht eine theoretische Einleitung über die Thematik der Staats-verschuldung. Neben einer Einführung warum und wie sich Staaten verschulden, werden in der nächsten Sektion Auswirkungen der Staatsverschuldung auf Staaten dargestellt und In-strumente vorgestellt, wie Staatsschulden abgebaut werden können. Nach diesem theoreti-schen Teil wird die Geschichte des SWP präsentiert. Neben seiner ursprünglichen Fassung in den Maastrichter Verträgen wird die Entwicklung der Staatsverschuldung nach seiner Einfüh-rung betrachtet, bevor auf die Reform des SWP von 2005 und seine Änderungen eingegangen wird. Das Kapitel 3 wird durch die Darstellung der Entwicklungen der Staatsverschuldung nach der Reform und während der Finanzkrise abgeschlossen. Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Kritik am SWP, bevor in Kapitel 5 ein Fazit gezogen wird, ob der SWP gescheitert ist oder nicht, und es wird ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen des SWP gegeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen zur Staatsverschuldung

2.1 Grundlagen zur Staatsverschuldung

2.2 Auswirkungen und Instrumente zur Bekämpfung der Staatsverschuldung

3. Historische Entwicklung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes

3.1 Der Weg zum Vertrag von Maastricht

3.2 Vertrag von Maastricht

3.3 Entwicklungen unter dem ursprünglichen Stabilitäts- und Wachstumspakt

3.4 Reform des Stabilitäts- und Wachstumspakt 2005

3.5 Entwicklungen unter dem reformierten Stabilitäts- und Wachstumspakt

4. Kritik am Stabilitäts- und Wachstumspakt und mögliche Verbesserungen

5. Ausblick und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Effektivität des Stabilitäts- und Wachstumspakts (SWP) als Instrument zur Regulierung der Staatsverschuldung innerhalb der europäischen Währungsunion und analysiert, inwieweit das Instrument angesichts der Euro-Krise gescheitert ist.

  • Theoretische Grundlagen und Auswirkungen der Staatsverschuldung.
  • Historische Genese und Entwicklung des Stabilitäts- und Wachstumspakts.
  • Analyse der Reformen des SWP im Jahr 2005 und deren Auswirkungen.
  • Kritische Würdigung der Defizit-Kriterien und Sanktionsmechanismen.
  • Perspektiven für eine nachhaltige Finanzpolitik und Integration im Euro-Raum.

Auszug aus dem Buch

2.2 Auswirkungen und Instrumente zur Bekämpfung der Staatsverschuldung

Der schottische Ökonom und Philosoph David Hume stellte bereits im 18. Jahrhundert fest, dass Staatsschulden eine gefährliche Verführung für Regierungen darstellen. Er sagte, dass Regierungen ihre Kreditwürdigkeit zerstören müssen, damit sie nicht der Versuchung unterliegen, von einer hohen Verschuldung extensiven Gebrauch zu machen, oder aber die Staatsverschuldung würde den Staat zerstören. Diese Sichtweise ist sehr drastisch und muss kritisch hinterfragt werden, denn es gibt auch positive Auswirkungen von Staatsschulden.

Der zentrale Vorteil von Staatsschulden liegt darin, dass Staaten ihren Haushalt vergrößern können, ohne dabei Steuererhöhungen durchführen zu müssen, welche nachweislich die Konjunktur einer Volkswirtschaft bremsen. Werden die Staatsschulden dabei für zusätzliche Ausgaben für Konjunkturprogramme genutzt, wird generell von einem ersten positiven Impuls für die Wirtschaft ausgegangen. Kritisch ist jedoch, dass ein Großteil des zusätzlichen Rahmens für den Haushalt, der durch die Verschuldung erreicht wird, für die Zahlung von Zinsen verwendet werden muss. So standen Deutschland in den 90er Jahren nur ungefähr 20 % der Verschuldung wirklich zur Gestaltung der Politik zur Verfügung, während die anderen 80 % für Zins- und Tilgungszahlungen verwendet werden mussten.

Neben diesem Vorteil, der jedoch wie dargelegt auch Nachteile mit sich zieht, gibt es weitere explizite Nachteile von Staatsschulden. Ein erheblicher Nachteil ist die Langfristigkeit der Verbindlichkeiten. Staatsschulden ermöglichen zwar den aktuellen Regierungen einen höheren Handlungsspielraum, jedoch belasten sie damit zukünftige Regierungen und Generationen. Durch die anhaltenden Zins- und Tilgungszahlungen werden durch Staatsschulden die vorher gewonnenen Gestaltungsräume in der Zukunft erheblich beschränkt. So entfielen im Jahr 2008 22 % der Ausgaben Deutschlands auf die Tilgung von Krediten und weitere fünf Prozent auf die Zinszahlungen. Somit standen real nur noch 73 % des eigentlichen Haushalts für reguläre Ausgaben zur Verfügung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Euro-Krise ein und definiert den Stabilitäts- und Wachstumspakt als zentrales Untersuchungsobjekt dieser Arbeit.

2. Theoretische Grundlagen zur Staatsverschuldung: Das Kapitel erläutert die Ursachen, Auswirkungen und Finanzierungsmöglichkeiten von Staatsverschuldung sowie die keynesianischen Perspektiven darauf.

3. Historische Entwicklung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes: Hier wird der Prozess von der Entstehung der Währungsunion über den Maastrichter Vertrag bis hin zur Reform des SWP im Jahr 2005 detailliert nachgezeichnet.

4. Kritik am Stabilitäts- und Wachstumspakt und mögliche Verbesserungen: Dieser Teil beleuchtet Schwachstellen der aktuellen Kriterien, diskutiert Alternativen wie die „Goldene Regel“ und hinterfragt die Wirksamkeit der Sanktionsverfahren.

5. Ausblick und Fazit: Das Fazit resümiert das Scheitern des SWP in seiner derzeitigen Form und diskutiert notwendige Schritte wie eine vertiefte Integration zur Krisenbewältigung.

Schlüsselwörter

Stabilitäts- und Wachstumspakt, Staatsverschuldung, Europäische Währungsunion, Euro-Krise, Haushaltsdefizit, Konvergenzkriterien, Fiskalpolitik, PIIGS-Staaten, No-Bail-Out-Klausel, ECOFIN-Rat, Strukturreformen, Euro-Bonds, Europäische Zentralbank, Budgetdisziplin.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob der Stabilitäts- und Wachstumspakt (SWP) als Regelwerk zur Begrenzung der Staatsverschuldung in der Euro-Zone gescheitert ist.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören die Theorie der Staatsverschuldung, die historische Entwicklung der europäischen Fiskalregeln und die Kritik an deren praktischer Anwendung in Krisenzeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob der SWP in seiner jetzigen Form noch in der Lage ist, seine Ziele zu erfüllen, oder ob grundlegende Reformen oder ein neues System erforderlich sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen institutionellen Ansatz, um die Entstehung, die Reformschritte und die Anwendung des SWP anhand der vorliegenden ökonomischen Literatur und der Vertragslage zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen vor allem die Historie des SWP, die Auswirkungen der Reform von 2005 und die spezifische Problematik der PIIGS-Staaten diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Staatsverschuldung, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Euro-Krise, Fiskalpolitik, Konvergenzkriterien und Haushaltsdisziplin.

Warum wird die „No-Bail-Out“-Klausel im Text als ausgehöhlt bezeichnet?

Da faktisch Hilfspakete für Staaten wie Griechenland geschnürt wurden, haften andere Euro-Staaten indirekt für die Schulden, was das ursprüngliche Prinzip des Haftungsausschlusses de facto außer Kraft setzt.

Warum wird eine „Goldene Regel“ für öffentliche Finanzen diskutiert?

Die Goldene Regel soll sicherstellen, dass nur Investitionen schuldenfinanziert werden dürfen, um so eine produktive Verschuldung von konsumtiver Verschuldung zu trennen.

Welche Rolle spielen die PIIGS-Staaten in der Argumentation?

Sie dienen als prominente Fallbeispiele für das Scheitern der fiskalischen Disziplin und verdeutlichen, wie die Überschreitung von Schuldenquoten zur aktuellen Euro-Krise beitrug.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Ist der Stabilitäts- und Wachstumspakt gescheitert?
Universidad
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Calificación
2,0
Autor
Sven Bähre (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
25
No. de catálogo
V212530
ISBN (Ebook)
9783656409441
ISBN (Libro)
9783656410416
Idioma
Alemán
Etiqueta
EURO Euro-Krise Stabilitäts- und Wachstumspakt SWP Staatsverschuldung Maastricht-Kriterien Konvergenzkriterien Integration
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sven Bähre (Autor), 2012, Ist der Stabilitäts- und Wachstumspakt gescheitert?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212530
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