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Case Management - Welche Chancen und Risiken liegen in diesem Konzept?

Title: Case Management - Welche Chancen und Risiken liegen in diesem Konzept?

Seminar Paper , 2011 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jacob Sendner (Author)

Social Work
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Der Veränderungsprozess innerhalb der Gesellschaft hat in den letzten Jahren stark an
Dynamik gewonnen. Dies resultiert zum Einen aus der demographischen Entwicklung,
welche uns mit der Problematik einer stark alternden Bevölkerung konfrontiert, aber
auch aus der quantitativen und qualitativen Zunahme von sozialen Problemen, wie erhöhte
Abhängigkeiten von Drogen bei Jugendlichen, steigende Jugendkriminalität1 oder
der steigenden Jugendarbeitslosigkeit2. Die Gesamtheit der genannten Entwicklungen
führte zu hohen Fallzahlen in der Sozialen Arbeit, mit steigender Fallkomplexität. Die
dadurch steigenden Anforderungen an die Koordinations- und Vernetzungsanforderungen
mit einhergehender Abnahme der zur Verfügung stehenden Ressourcen der Fachkräfte
musste entgegengewirkt werden. Ein handlungstheoretischer Lösungsansatz bildet
das Case Management.
In der folgenden Arbeit wird sowohl die Geschichte als auch der Aufbau des Case Managements
erläutert, als auch die Anforderungen an die qualifizierten Fachkräfte.
Hauptschwerpunkt bildet die Fragestellung der Effektivität des Konzeptes. Abschließend
wird die theoretische Grundlage des Modelles an Hand einer Institution verdeutlicht,
welche sich bei der Vorgehensweise an den Grundsätzen des Case Managements
orientiert.
Im Folgenden wird aus Einfachheitsgrünen von der Berufsgruppe der Case Manager
gesprochen; selbstverständlich sind die weiblichen Kollegen immer mitgedacht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition und Entstehung

3 Funktion

3.1 Anwaltschaftliche Funktion (advocacy)

3.2 Vermittelnde Funktion (broker)

3.3 Selektierende Funktion (gate-keeper)

4 6 – Phasenmodel

4.1 Access, Case Finding, Intaking

4.2 Assessment

4.3 Serviceplanung

4.4 Linking

4.5 Monitoring

4.6 Evaluation

5 Anforderungen an den Case Manager

5.1 Fachkompetenz

5.2 Sozialkompetenz

5.3 Organisationsfähigkeit

5.4 Serviceorientierung

5.5 EDV-Kenntnisse

6 Chancen

7 Kritik am Case Management

7.1 Definition durch Gesetze

7.2 Angemessenheit der Entscheide abhängiger Fallmanager

7.3 Kritik an der Beschäftigtenförderung

8 Umsetzung des Case Managements in einer Rehabilitationseinrichtung

9 Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht das Konzept des Case Managements in der Sozialen Arbeit, analysiert dessen theoretische Grundlagen, den prozessualen Aufbau sowie die Anforderungen an die Fachkräfte und beleuchtet kritisch die damit verbundenen Chancen und Risiken.

  • Historische Entstehung und Definition des Case Managements
  • Die drei Kernfunktionen: Advocacy, Broker und Gate-Keeper
  • Strukturelle Analyse des 6-Phasen-Modells im Versorgungsprozess
  • Anforderungsprofil und notwendige Kompetenzen für Case Manager
  • Kritische Reflexion der Wirksamkeit und gesetzlicher Rahmenbedingungen

Auszug aus dem Buch

3 Funktion

Während des gesamten Prozesses übernehmen Case Manager Funktionen, welche je nach Kontext, Phase und Betreuungsverlauf eingesetzt werden (Vgl. Wendt, 2001, S. 42). Ewers identifiziert drei Kernfunktionen des Case Managements: advocacy, broker und gate-keeper (Vgl. Ewers, 2005, S. 63-72). Dabei unterstreicht er den idealtypischen Charakter einer freien Darstellung der drei Funktionen, erst „die jeweilige Akzentuierung der Kernfunktionen und ihrer Kombination mit anderen Aufgaben … verleihen den einzelnen Case-Management Konzepten ihre spezifische Prägung" (Ewers, 2005, S. 71). Gleichzeitig räumt Ewers ein, dass die Gate-Keeper-Funktion mit einem sozialen Case Management nicht vereinbar ist (Vgl. Ewers, 2005, S. 72).

3.1 Anwaltschaftliche Funktion (advocacy) Advocacy bedeutet übersetzt Anwaltschaft und meint eine parteiische Fürsprache im Interesse einer anderen Person. Durch das mit dem Klienten vereinbarte anwaltschaftliche Eintreten soll bei der Umsetzung der Interessen und Bedürfnisse des Hilfebedürftigen gegenüber Dritten geholfen werden. Desweiteren soll langfristig das Handlungsvermögen des Klienten gestärkt werden. „Das - wenn auch idealtypische - Ziel der anwaltschaftlichen Funktion ist es, Klienten zu befähigen, sich für ihre eigenen Belange einzusetzen." (Ewers, 2005, S. 65).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel und die damit einhergehende Zunahme komplexer sozialer Problemlagen als Ausgangspunkt für die Notwendigkeit des Case Managements.

2 Definition und Entstehung: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge des Case Managements als Erweiterung der Einzelfallhilfe zur besseren Koordination von Hilfsangeboten.

3 Funktion: Hier werden die Kernaufgaben des Case Managers in den Bereichen Advocacy, Brokerage und Gate-Keeping definiert und in ihren theoretischen Kontext eingeordnet.

4 6 – Phasenmodel: Die methodische Vorgehensweise wird durch das 6-Phasen-Modell beschrieben, das von der Kontaktaufnahme bis zur abschließenden Evaluation reicht.

5 Anforderungen an den Case Manager: Dieses Kapitel spezifiziert die nötigen Kompetenzen, insbesondere Fach-, Sozial- und Organisationskompetenz, sowie die Bedeutung von EDV-Kenntnissen.

6 Chancen: Die Chancen liegen primär in einer besseren Organisation komplexer Hilfeprozesse und der Vernetzung verschiedener Dienstleister.

7 Kritik am Case Management: Kritisch hinterfragt werden die unklare Definition der Begriffe sowie Herausforderungen im Bereich der gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Fallsteuerung.

8 Umsetzung des Case Managements in einer Rehabilitationseinrichtung: Ein Praxisbeispiel illustriert die Anwendung der Case-Management-Prinzipien in einem klinischen Umfeld.

9 Schluss: Das Fazit unterstreicht das Innovationspotenzial des Case Managements und fordert gleichzeitig eine bessere gesetzliche Absicherung der Fachkräfte.

Schlüsselwörter

Case Management, Soziale Arbeit, Fallmanagement, Systemmanagement, Advocacy, Broker, Gate-Keeper, 6-Phasen-Modell, Versorgungsplan, Empowerment, Hilfemanagement, Sozialkompetenz, Rehabilitation, Prozesssteuerung, Interdisziplinarität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept des Case Managements, einer Methode der Sozialen Arbeit zur Organisation und Steuerung komplexer Unterstützungsprozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen, die Rollen des Case Managers, das Phasenmodell des Hilfeprozesses sowie eine kritische Betrachtung der Chancen und Risiken.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Hauptziel ist die Analyse der Effektivität des Case-Management-Konzepts sowie die Aufarbeitung der Anforderungen an die dort tätigen Fachkräfte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die beispielhafte Veranschaulichung der Vorgehensweise in einer klinischen Rehabilitationseinrichtung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Funktionen, das 6-Phasen-Modell, das Kompetenzprofil des Case Managers sowie eine kritische Auseinandersetzung mit dem Konzept.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Case Management, Fallsteuerung, interdisziplinäre Vernetzung und Empowerment geprägt.

Warum ist die Gate-Keeper-Funktion laut Autor kritisch zu sehen?

Der Autor verweist darauf, dass diese Funktion, die vorrangig auf Kostenminimierung und Zugangskontrolle abzielt, mit einem rein sozialen Case Management nur schwer vereinbar ist.

Wie wird das S.M.A.R.T.-Modell im Kontext der Arbeit bewertet?

Das S.M.A.R.T.-Modell dient als methodisches Hilfsmittel zur präzisen und messbaren Zielformulierung innerhalb der Serviceplanung.

Welche Rolle spielt die EDV für moderne Case Manager?

Umfassende EDV-Kenntnisse sind laut Arbeit essentiell für die tägliche Professionalisierung, Dokumentation und Präsentation von Konzepten.

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Details

Title
Case Management - Welche Chancen und Risiken liegen in diesem Konzept?
College
University of Cooperative Education Breitenbrunn
Course
Adressatenbezogene Einzelfallhilfe in der Sozialen Arbeit
Grade
1,0
Author
Jacob Sendner (Author)
Publication Year
2011
Pages
17
Catalog Number
V212611
ISBN (eBook)
9783656410300
ISBN (Book)
9783656412366
Language
German
Tags
case management welche chancen risiken konzept
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jacob Sendner (Author), 2011, Case Management - Welche Chancen und Risiken liegen in diesem Konzept?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212611
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