Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Trabajo social

Förderung devianter Jugendlicher durch erlebnispädagogische Maßnahmen

Título: Förderung devianter Jugendlicher durch erlebnispädagogische Maßnahmen

Tesis (Bachelor) , 2011 , 36 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Michael Wolff (Autor)

Trabajo social
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Erlebnispädagogik wird häufig als Urlaub und Freizeitspaß missverstanden. Vor allem
in Medien wird ein Bild produziert, das den Anschein macht, als würden aufsässige
Jugendliche für ihr Verhalten mit einer individuellen Reise in ein fernes Land belohnt.
Allerdings scheint es so, als wüssten die Produzenten solcher Bilder nichts über die
Wirkweise einer solchen Maßnahme. In dieser Arbeit wird dem Leser vermittelt, welche
Modelle für erlebnispädagogische Settings bestehen und was es für eine erfolgreiche
Maßnahme zu beachten gilt. Darüber hinaus werden gesellschaftliche Strukturen
analysiert, die dazu beitragen, deviantes Verhalten auftreten zu lassen. Anhand dieser
Analyse wird erkennbar, warum gerade die Erlebnispädagogik so viel Förderpotential
besitzt in der Arbeit mit devianten Jugendlichen. Eine mögliche Definition lautet:
„Erlebnispädagogik ist eine handlungsorientierte Methode und will durch
exemplarische Lernprozesse, in denen junge Menschen vor physische, psychische und
soziale Herausforderungen gestellt werden, diese in ihrer Persönlichkeitsentwicklung
fördern und sie dazu befähigen, ihre Lebenswelt verantwortlich zu gestalten“
(Heckmair/Michl 2004, S. 102). Eine einheitliche Definition gibt es zwar bislang noch
nicht, aber diese Definition beschreibt sehr gut worauf es bei den Maßnahmen ankommt
und auch welchen Anspruch Erlebnispädagogen/innen an sich selbst stellen.
Einer der großen Vordenker der Erlebnispädagogik ist Jean Jaques Rousseau, der im 18.
Jahrhundert lebte. Er entwickelte die Idee der Minimalerziehung. Hierbei sollte ein
Erzieher lediglich dafür zuständig sein, äußere Einflüsse von seinem Zögling fern zu
halten. Er wollte somit erreichen, dass das Fehlverhalten und die Konsequenz daraus für
den Zögling unmittelbar spürbar sind (vgl. ebd., S. 18). Außerdem sollte der Zögling
alles was für ihn relevant ist zu erfahren auch selbst erleben und es nicht beigebracht
bekommen. Bei einer Wanderung mit einer Gruppe Jugendlicher könnte dieses Prinzip
so aussehen: Die Jugendlichen wandern ihres Weges und vergessen dabei sich um neue
Nahrung zu kümmern. Der Betreuer lässt sie einfach weiter wandern, obwohl er die
Problematik bereits bemerkt hat. Wenn die Jugendlichen später feststellen, dass sie
keine Nahrung mit sich tragen und die ganze Nacht mit hungrigen Bäuchen verbringen,
wird ihnen dieser Fehler wahrscheinlich nicht noch einmal passieren. Sie würden somit
lernen ihren Tagesablauf sorgfältiger zu organisieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Erlebnispädagogik

2.1 Erfahrung als Resultat des Erlebnisses

2.2 Die Rolle des/der Leiters/in in der Erlebnispädagogik

2.3 Lernen in der Erlebnispädagogik

2.4 Ansätze der Erlebnispädagogik

3. Gesellschaftliche Ursachen für deviantes Verhalten

3.1 Die Sucht nach Erlebnissen – Die Individualisierung der Gesellschaft und der Wandel des Erlebens

3.2 Die Suche nach dem Kick – Die Bedeutung des Erlebnisses für die Jugend

3.3 Anknüpfpunkte für die Erlebnispädagogik

3.4 Erlebnispädagogik – Ein spezieller Ansatz für Jungen?

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial erlebnispädagogischer Maßnahmen zur Förderung devianter Jugendlicher. Dabei wird analysiert, inwiefern die Erlebnispädagogik einen konstruktiven Gegenpol zur modernen Erlebnisgesellschaft bildet und Jugendlichen bei der Bewältigung ihrer Entwicklungsaufgaben sowie bei der (Wieder-)Integration in gesellschaftliche Strukturen unterstützen kann.

  • Theoretische und methodische Grundlagen der Erlebnispädagogik
  • Analyse gesellschaftlicher Ursachen für deviantes Verhalten bei Jugendlichen
  • Die Bedeutung von Abenteuer und Risiko für die Identitätsbildung
  • Geschlechtsspezifische Aspekte in der erlebnispädagogischen Arbeit
  • Möglichkeiten der Prävention und Rehabilitation durch erlebnispädagogische Settings

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Rolle des/der Leiters/in in der Erlebnispädagogik

Die Rolle des/der Gruppenleiters/in im Rahmen von erlebnispädagogischen Maßnahmen ist eine sehr schwierige, da sie nicht nur Leiter/in dieser Maßnahme, sondern in der Regel, zumindest bei mehrtägigen Unternehmungen, auch Teil der Maßnahme sind (vgl. Fürst 2009, S. 95). Walter Fürst hat vier Rollen herausgearbeitet, die ein Gruppenleiter einnehmen können muss:

1. Organisator und Vertreter von Normen und Werten:

In dieser Rolle ist das Leiterteam dafür verantwortlich, die Rahmenbedingungen zu gestalten, sowie die Aktion inhaltlich und formal vorzustrukturieren. Desweiteren hat es dafür Sorge zu tragen, dass die Sicherheit der Teilnehmer/innen gewährleistet wird. Darüber hinaus hat das Leiterteam für die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, sowie für die vereinbarten Gruppennormen zu sorgen. In Bezug auf die Werte der einzelnen Leiter/innen sollte sich jedes Mitglied des Leiterteams seiner eigenen Wertmaßstäbe und deren Auswirkungen bewusst sein, da jede Intervention eine bestimmte Lebensweise bevorzugt und eine andere unterdrückt. Dieses Bewusstsein ist wichtig, da das Leiterteam die Teilnehmer/innen bei der Auseinandersetzung mit ihren Entwicklungsaufgaben begleitet und es in der Regel über die Teilnehmer/innen nicht viel weiß. Sowohl das Leiterteam als auch die Teilnehmer/innen befinden sich somit in einem Suchprozess (vgl. ebd., S. 95f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Verständnis der Erlebnispädagogik, setzt sich mit historischen Vordenkern wie Rousseau und Kurt Hahn auseinander und definiert den Rahmen für die Analyse erlebnispädagogischer Settings bei devianten Jugendlichen.

2. Die Erlebnispädagogik: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Erlebnispädagogik, einschließlich der Rolle der Leitung, der Lernphasen sowie verschiedener erlebnispädagogischer Ansätze wie Outward Bound Plus und dem metaphorischen Modell.

3. Gesellschaftliche Ursachen für deviantes Verhalten: Hier wird der Einfluss gesellschaftlicher Wandlungsprozesse auf Jugendliche analysiert, wobei besonders auf die Erlebnisarmut, die Suche nach dem Kick und spezifische Herausforderungen für Jungen und Mädchen eingegangen wird.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Erlebnispädagogik ein wertvolles präventives und rehabilitatives Instrument für deviante Jugendliche darstellt, sofern die Rahmenbedingungen stimmen und eine kontinuierliche, beziehungsorientierte Begleitung stattfindet.

Schlüsselwörter

Erlebnispädagogik, Deviantes Verhalten, Jugendhilfe, Abenteuer, Erlebniskonsum, Identitätsbildung, Lernphasen, Reflexion, Sozialisation, Gruppendynamik, Selbstwirksamkeit, Geschlechtsspezifische Pädagogik, Individualisierung, Erlebnisgesellschaft, Risikoverhalten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der erlebnispädagogischen Arbeit mit devianten Jugendlichen und untersucht, wie dieses pädagogische Feld zur Förderung und Integration dieser Zielgruppe beitragen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Erlebnispädagogik, der Einfluss gesellschaftlicher Strukturen auf das Verhalten von Jugendlichen sowie die didaktische Gestaltung von Abenteuerarrangements.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu ergründen, warum Erlebnispädagogik besonders geeignet ist, um Jugendlichen mit deviantem Verhalten neue Lernräume zu eröffnen und ihnen bei der Persönlichkeitsentwicklung zu helfen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit erlebnispädagogischen Konzepten sowie soziologischen Analysen der modernen Gesellschaft.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung erlebnispädagogischer Grundlagen, die Analyse gesellschaftlicher Ursachen für Devianz bei Jugendlichen und die Diskussion spezifischer Ansätze wie der Bedeutung von Risikoverhalten und Geschlechterperspektiven.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Erlebnispädagogik, Deviantes Verhalten, Identitätsbildung, Erlebnisarmut und Sozialisation.

Welche Rolle spielt die Reflexion im erlebnispädagogischen Prozess?

Reflexion ist essenziell, um das während einer Aktion Gelernte in den Alltag zu transferieren und die erlebten Erfahrungen aktiv-kognitiv zu verarbeiten, anstatt sie nur als bloßes Abenteuer zu konsumieren.

Wie unterscheidet sich die Bedeutung des Abenteuers für Jungen und Mädchen laut der Arbeit?

Jungen suchen in Abenteuern oft eine Bestätigung ihrer Männlichkeit und Risikobereitschaft, während Mädchen eher soziale und kommunikative Aspekte betonen, was sich auf die Gestaltung der entsprechenden Pädagogik auswirken muss.

Final del extracto de 36 páginas  - subir

Detalles

Título
Förderung devianter Jugendlicher durch erlebnispädagogische Maßnahmen
Universidad
University of Vechta
Calificación
1,7
Autor
Michael Wolff (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
36
No. de catálogo
V212627
ISBN (Ebook)
9783656410669
ISBN (Libro)
9783656411727
Idioma
Alemán
Etiqueta
förderung jugendlicher maßnahmen devianz erlebnispädagogik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael Wolff (Autor), 2011, Förderung devianter Jugendlicher durch erlebnispädagogische Maßnahmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212627
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  36  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint