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Die Krise des Individualismus in Stefan Zweigs Novelle "Angst"

Titre: Die Krise des Individualismus in Stefan Zweigs Novelle "Angst"

Thèse Scolaire , 2006 , 28 Pages , Note: 13

Autor:in: Jan Alexander Linxweiler (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Discussions et Rédactions
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Angst. Vielleicht ein Titel unter vielen. Haben nicht unzählige Autoren ihr Werk so oder ähnlich betitelt? Angst?! Diese Angst wird in unserer Gesellschaft zur Banalität, zu etwas Unwichtigem, etwas an dem man vorübergeht ohne es zu beachten. Oder gar das behandelte Thema der Novelle! Ehebruch und Angst vor der Endeckung! Wie banal in Zeiten der Terroranschläge und Massenvernichtungswaffen.

Aber nun ehrlich betrachtet, die Frage nach dem Angstempfinden in der heutigen Gesellschaft ist durchaus berechtigt. Empfinden wir in der heutigen, modern bezeichneten Welt Angst? Durchaus! Nur die Äußerungsformen dieser Angst scheinen zu differieren. Aber tun sie es auch wirklich? Haben wir nicht heute noch viel mehr Angst vor der Gesellschaft, davor wir selbst zu sein? Jeden Morgen muss man sich entscheiden, wer man sein will, wie man auftritt. Jede Bewegung, jede Äußerung, jede Regung scheint einen in eine bestimmte Schublade zu stecken. Es beginnt bei dem Äußeren, bei der Kleidung und vollendet sich mit der eignen Meinung. Haben wir nicht genauso viel Angst vor der Entdeckung unserer eigenen Persönlichkeit, wie die Protagonistin vor der des Ehebruchs? Haben wir nicht Angst unser Gesicht zu zeigen, zu leben wie wir es wollen, wie wir wirklich sind. Wir „spielen Leben“, um nicht verletzt zu werden. Man selbst zu sein passt nicht in unsere Gesellschaft.

Hier sind wir nun. Die Krise des Individuums.

„Meinst du…dass es immer…immer nur Angst ist…die die Menschen hindert? Könnte es nicht…könnte es nicht Scham sein…die Scham, sich auszusprechen…sich auszukleiden vor all den Menschen?“

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Das Leben des Stefan Zweig

2.1 Biographie

2.2 Historische Hintergründe

2.3 Die Gesellschaft zu Beginn des 20.Jahrhunderts

3. Definitionen

3.1 Definition Individualismus

3.2 Definition Angst

4. Inhaltsangabe

4.1 Äußere Handlung

5. Krise des Individualismus in Stefan Zweig „Angst“

5.1 Innere Handlung

5.2 Charakterisierung des Individuums Irene Wagner

5.3 Die Krise des Individualismus

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Facharbeit untersucht, inwiefern die Novelle „Angst“ von Stefan Zweig die Krise des Individuums in einer normativ geprägten Gesellschaft thematisiert. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf das Spannungsfeld zwischen persönlichem Freiheitsdrang und dem gesellschaftlichen Anpassungsdruck, der sich in Form von Angst manifestiert.

  • Die psychologische Dimension von Angst als gesellschaftliches Kontrollinstrument.
  • Die Analyse des bürgerlichen Lebensstils und dessen Auswirkungen auf das Individuum.
  • Die literarische Umsetzung von Angstzuständen durch Erzähltechniken und Metaphorik.
  • Die Krise des Individualismus als Spiegelbild der gesellschaftlichen Zwänge zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Auszug aus dem Buch

5.1 Innere Handlung

Irene Wagner beginnt die Novelle in einem Angstzustand („ …packte sie wieder jene sinnlose Angst“23), versucht diesen jedoch zu leugnen; ist aber beim Zusammentreffen mit der Erpresserin nicht mehr in der Lage diese Lüge aufrecht zu erhalten, sie ist vollkommen verängstigt („Diese schlotternde Angst, diese sichtliche Hilflosigkeit…“[Seite 12]). Auf der Flucht nach Hause fühlt sich die Protagonistin wütend und deplaziert („...Menschen, die ihr physisch weh taten mit jedem Wort und jedem Blick“[Seite 15]). Zurück in ihrer Wohnung bleibt noch das Gefühl „in ihrer Verlegenheit ertappt“[Seite 17] worden zu sein. Trotzdem versucht sie in den „sorglos-sicheren Takt“[Seite 18] überzugehen, der ihr Leben bis dato bestimmte.

Irene Wagner versucht nun zu reflektieren wie und warum es zu diesem Ehebruch kam. Hierbei stellt sie für sich die „Trägheit des Widerstandes“[Seite 20] gegen die ungestümen Gefühle des jungen Künstlers für sich heraus. Zudem realisiert sie die Zweischneidigkeit ihrer „behaglichen, breitbürgerliche, windstillen Existenz“[Seite 21], die neben einem gesicherten Leben nur die „Schlaffheit der Atmosphäre“[Seite 21] aufzubieten hat. Die Protagonistin erkennt die „Wollust der Angst“[Seite 23]: Das Spiel mit dem Feuer. Sie fühlt sich dank dieser extremen Emotionen lebendig und den Ketten ihres Daseins entflohen („…eine Sensation, die ihre Nerven jetzt wundervoll spannte und elektrische Funken durch ihr Blut spürte“[Seite 28]), sie entdeckt zudem ihre verloren geglaubte Weiblichkeit wieder („…leicht und jung, ein wollüstig halbgeöffneter Mund lächelte…“[Seite 30]).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Autor führt in die Thematik der Angst ein und beleuchtet das Angstempfinden der modernen Gesellschaft sowie die Krise des Individuums.

2. Das Leben des Stefan Zweig: Dieses Kapitel behandelt die biographischen Hintergründe des Autors sowie die historische und gesellschaftliche Situation zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

3. Definitionen: Hier werden die Begriffe „Individualismus“ und „Angst“ aus wissenschaftlicher und psychologischer Sicht definiert, um eine Basis für die Analyse zu schaffen.

4. Inhaltsangabe: Es erfolgt eine Zusammenfassung der äußeren Handlung der Novelle, beginnend mit dem Ehebruch Irene Wagners bis hin zu ihrer Erlösung durch den Ehemann.

5. Krise des Individualismus in Stefan Zweig „Angst“: Dieser Hauptteil analysiert die innere Handlung, charakterisiert die Protagonistin Irene Wagner und untersucht die narrative Krise des Individualismus.

6. Fazit: Das Fazit resümiert die Erkenntnisse der Arbeit und stellt fest, dass das Durchleben der Angst eine notwendige Voraussetzung für wahre individuelle Entwicklung sein kann.

Schlüsselwörter

Stefan Zweig, Angst, Individualismus, Gesellschaft, Krise, Irene Wagner, Novelle, Bourgeoisie, Ehebruch, Psychologie, Selbstfindung, Gesellschaftskritik, Individuum, Anpassung, Erlösung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Stefan Zweigs Novelle „Angst“ hinsichtlich der Krise des Individuums in der Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen die psychologische Analyse von Angstzuständen, bürgerliche Normen, Rollenbilder der Frau und die Einschränkung der individuellen Freiheit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Zwänge das Individuum in eine Krise führen und welche Rolle Angst als Sinnbild der Entdeckung dieser Konflikte spielt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es werden eine Literaturanalyse und eine textimmanente Interpretation angewendet, ergänzt durch biographische und historische Kontextualisierungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der inneren Handlung, die Charakterisierung der Protagonistin Irene Wagner sowie die strukturelle Analyse der Krise des Individualismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Stefan Zweig, Angst, Individualismus, Bourgeoisie, Krise und Selbstfindung.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Fritz Wagner?

Fritz Wagner fungiert nicht nur als Ehemann, sondern durch die „Doppelstrategie“ der Erpressung auch als eine Art „deus ex machina“, der die Protagonistin durch die Konfrontation aus ihrer bürgerlichen Erstarrung löst.

Welche Bedeutung kommt der „Trägheit“ in der Novelle zu?

Die Arbeit identifiziert die „Trägheit des Widerstandes“ und die „Trägheit der Gewohnheit“ als essenzielle Faktoren, die Irene Wagner in ihrer unbefriedigenden bürgerlichen Existenz gefangen halten.

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Résumé des informations

Titre
Die Krise des Individualismus in Stefan Zweigs Novelle "Angst"
Cours
Deutsch Leistungskurs
Note
13
Auteur
Jan Alexander Linxweiler (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
28
N° de catalogue
V212727
ISBN (ebook)
9783656404293
ISBN (Livre)
9783656405795
Langue
allemand
mots-clé
Stefan Zweig Angst Zweig Individualismus Krise des Individualismus
Sécurité des produits
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Citation du texte
Jan Alexander Linxweiler (Auteur), 2006, Die Krise des Individualismus in Stefan Zweigs Novelle "Angst", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212727
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Extrait de  28  pages
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