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Praktische Probleme bei der BilMoG-Umstellung für kleine und mittelgroße Unternehmen

Titel: Praktische Probleme bei der BilMoG-Umstellung für kleine und mittelgroße Unternehmen

Bachelorarbeit , 2011 , 50 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Fynn-Willem Lohe (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit der Verabschiedung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) durch den Bundesrat am 03.04.2009 und der Verkündung im Bundesanzeiger am 29.04.2009, wurde die jahrelange Diskussion um die Modernisierung des deutschen Bilanzrechts beendet und der Weg frei für die größte Bilanzrechtsreform seit dem Bilanzrichtliniengesetz (BilRiLiG) von 1985. Dem deutschen Mittelstand soll dadurch eine eigenständige auf dem bewährten HGB-Bilanzrecht aufbauende, dauerhafte und im Verhältnis zu den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) vollwertige, aber kostengünstigere Alternative geboten werden. Zentrale Ziele sind die Deregulierung und die verbesserte Aussagekraft des handelsrechtlichen Jahresabschlusses. Der handelsrechtliche Einzelabschluss soll zum einen dem externen Adressaten einen Einblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ermöglichen und zum anderen weiterhin die Grundlage der Ausschüttungs- und Steuerbemessung bilden. In der Fachliteratur wird gar von einem Paradigmenwechsel mit der Notwendigkeit zur Neuinterpretation der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung gesprochen. Dabei werden insbesondere kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) vor neue Herausforderungen gestellt.

Die Änderungen des BilMoG und die damit verbundenen Probleme für KMU sind Untersuchungsgegenstand der nachfolgenden Arbeit. Sie wurde in Kooperation mit der Schumacher & Partner GmbH in Münster erstellt und auf die dort entstehenden Problemen abgestimmt. In Kapitel 2 werden die relevanten Begriffe voneinander abgegrenzt und die generellen Auswirkungen auf die Unternehmen erläutert. Anschließend erfolgt in Kapitel 3 eine Betrachtung der wichtigsten Änderungen von Ansatz, Ausweis und Bewertung. In Kapitel 4 werden die Chancen und Risiken, sowie die daraus resultierenden praktischen Probleme analysiert. Dabei wurde insbesondere auf die Umsetzung in den DATEV-Programmen Bezug genommen. Die Arbeit schließt mit einem Fazit in Kapitel 5.

Leseprobe


1 Problemstellung und Zielsetzung

2 Begriffsabgrenzung und generelle Auswirkungen des BilMoG

2.1 Abgrenzung der relevanten Begriffe

2.1.1 Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG)

2.1.2 Kleine und Mittelgroße Unternehmen (KMU)

2.2 Deregulierende Maßnahmen für KMU

2.2.1 Befreiung von der Rechnungslegungspflicht

2.2.2 Anhebung handelsrechtlicher Größenklassen

3 Darstellung wesentlicher Rechnungslegungsänderungen für KMU

3.1 Übergreifende Änderungen der Rechnungslegung

3.1.1 Abschaffung der umgekehrten Maßgeblichkeit

3.1.2 Bewertungseinheiten

3.1.3 Abschreibungen und Wertaufholungen

3.2 Ausgewählte Änderungen von Ansatz und Bewertung

3.2.1 Herstellungskosten und immaterielle Vermögensgegenstände

3.2.2 Rückstellungen

3.2.3 Latente Steuern

4 Kritische Analyse und Auswirkungen auf die Praxis

4.1 Chancen und Risiken für den Mittelstand

4.1.1 Deregulierung

4.1.2 Informationsvermittlung

4.1.3 Aufgabe der Einheitsbilanz

4.2 Praktische Probleme in der steuerlichen Beratung

4.2.1 Wechsel der Rechnungslegung

4.2.2 Gesonderte Erstellung von Handels- und Steuerbilanz

4.2.3 Aufwandsrückstellungen

4.2.4 Rückstellungsbewertung

4.2.5 Steuerlatenzen

4.3 Ergebnisse der Praxisumsetzung und Ausblick

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die praktischen Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU). Das zentrale Ziel ist es zu untersuchen, wie sich die Neuregelungen auf die handelsrechtliche Rechnungslegung auswirken und welche Herausforderungen dabei in der steuerlichen Beratungspraxis entstehen.

  • Strukturveränderungen durch die Reform der Bilanzierungsvorschriften
  • Bedeutung der Abschaffung der umgekehrten Maßgeblichkeit
  • Herausforderungen der praktischen Umsetzung für KMU
  • Veränderter Beratungsbedarf in Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung
  • Chancen und Risiken für den Mittelstand im Zuge der Modernisierung

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Bewertungseinheiten

Im Zuge der Einführung des BilMoG wurde mit § 254 HGB im Handelsrecht erstmals die Bilanzierung von Bewertungseinheiten gesetzlich bestimmt. Mit der Gesetzesänderung wurde die Parallele zu § 5 Abs. 1a EStG geschaffen, welcher bereits 2006 im Rahmen des Gesetzes zur Eindämmung missbräuchlicher Steuergestaltungen im Steuerrecht eingeführt wurde und die Übernahme handelsrechtlich gebildeter Bewertungseinheiten vorsieht. Die Bildung von Bewertungseinheiten kann je nach Branche, Größe oder Rechtsform von großer Bedeutung sein.

Eine Bewertungseinheit beruht aus der Überlegung, dass die aus einem Grundgeschäft resultierenden Risiken durch den Einsatz eines Sicherungsinstruments wirtschaftlich abgesichert werden. Voraussetzungen sind das Vorliegen eines sicherungsfähigen Grundgeschäfts, eines Sicherungsinstruments, komparative Risiken, die Sicherungsabsicht und die Wirksamkeitsmessung. Als sicherungsfähige Grundgeschäfte kommen nach § 254 HGB Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen in Betracht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung und Zielsetzung: Einleitung in die Thematik der Bilanzmodernisierung und Skizzierung der Herausforderungen für KMU.

2 Begriffsabgrenzung und generelle Auswirkungen des BilMoG: Definition relevanter Fachbegriffe sowie Erläuterung der deregulierenden Maßnahmen für den Mittelstand.

3 Darstellung wesentlicher Rechnungslegungsänderungen für KMU: Analyse der konkreten Anpassungen in Ansatz, Ausweis und Bewertung nach den neuen HGB-Vorschriften.

4 Kritische Analyse und Auswirkungen auf die Praxis: Untersuchung der praktischen Konsequenzen, Chancen und Probleme in der steuerlichen Beratung sowie die Rolle der EDV-Unterstützung.

5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Reform und Ausblick auf die weitere Entwicklung des Bilanzrechts.

Schlüsselwörter

BilMoG, KMU, Handelsbilanz, Steuerbilanz, umgekehrte Maßgeblichkeit, Rückstellungen, Bewertungseinheiten, Rechnungslegung, Einheitsbilanz, Bilanzmodernisierung, Steuerberatung, DATEV, Deregulierung, Jahresabschluss, Bilanzierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Modernisierung des deutschen Bilanzrechts durch das BilMoG und dessen Auswirkungen auf kleine und mittelgroße Unternehmen sowie die Beratungspraxis.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Deregulierung der Rechnungslegung, Änderungen bei Ansatz- und Bewertungsvorschriften sowie die praktischen Probleme bei der Umsetzung in den Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse der Auswirkungen der Gesetzesänderungen auf KMU, insbesondere im Hinblick auf Kosten, Dokumentationsaufwand und die steuerliche Beratung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die durch praxisorientierte Auswertungen, insbesondere im Kontext von DATEV-Softwarelösungen, ergänzt wird.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Darstellung der Änderungen (Kapitel 3) und eine kritische Analyse der daraus resultierenden Auswirkungen auf die Praxis (Kapitel 4).

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Typische Schlagworte sind BilMoG, KMU, Einheitsbilanz, umgekehrte Maßgeblichkeit und Bilanzierungsänderungen.

Warum ist die Abschaffung der umgekehrten Maßgeblichkeit so wichtig für den Mittelstand?

Sie beendet die direkte Verknüpfung von Steuer- und Handelsbilanz, was zwar einerseits mehr Freiheit lässt, andererseits aber die Einheitsbilanz praktisch unmöglich macht und den Verwaltungsaufwand erhöht.

Welche Rolle spielt die DATEV-Software bei der Umsetzung des BilMoG?

Die Software unterstützt die getrennte Erstellung von Handels- und Steuerbilanz und bietet Werkzeuge zur Analyse, welche Unternehmen von den Erleichterungen profitieren können.

Ende der Leseprobe aus 50 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Praktische Probleme bei der BilMoG-Umstellung für kleine und mittelgroße Unternehmen
Hochschule
Universität Münster  (Institut für Unternehmensrechnung und -besteuerung)
Note
2,3
Autor
Fynn-Willem Lohe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
50
Katalognummer
V212729
ISBN (eBook)
9783656457718
ISBN (Buch)
9783656458319
Sprache
Deutsch
Schlagworte
BilMoG Steuerlehre Rechnungslegung Bilanzierung KMU SME
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fynn-Willem Lohe (Autor:in), 2011, Praktische Probleme bei der BilMoG-Umstellung für kleine und mittelgroße Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212729
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Leseprobe aus  50  Seiten
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