Walther von der Vogelweide. Leben und Werk


Hausarbeit (Hauptseminar), 2010

32 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

1. Walther von der Vogelweide – leitefrouwe der nahtegalen und Vorbild der Meistersinger

2. Auf den Spuren Walthers
2.1 ‚Das Lebenszeugnis’
2.2 Lebenslauf
2.3 Überlieferung
2.4 Rezeption

3. Höfische Lyrik um 1200
3.1 Äußere Bedingungen
3.2 ‚Gipfel und Wende’

4. Walthers Wirken im Bereich der Sangspruchdichtung
4.1 Ursprünge der Sangspruchdichtung
4.2 Sangspruch als politisches Medium
4.3 Die einzelnen Töne im Überblick

5. Walthers Wirken im Bereich des Minnesangs
5.1 Kritik am traditionellen Minnemodell
5.2 Programmatische Neuansätze
5.2.1 „Ir sult sprechen willekomen“ – Ein Preislied der völlig neuen Art
5.2.2 Bekanntgabe der ‚wahren’ Minne
5.2.3 Enthüllen im Verhüllen
5.2.4 Lieder der Neuen Hohen Minne
5.3 Von der Minneklage zur Weltklage

6. ‚Alterslieder’

7. Walthers Wirken im Bereich der religiösen Dichtung
7.1 Der Leich
7.2 ‚Kreuzzugslieder’

8. Schlussbemerkung

Literatur- und Abbildungsverzeichnis

1. Walther von der Vogelweide – leitefrouwe der nahtegalen und Vorbild der Meistersinger

„Ich saz ûf einem steine,

dô dahte ich bein mit beine,

dar ûf sazte ich mîn ellenbogen,

ich hete in mîne hant gesmogen

daz kinne und ein mîn wange.

dô dâhte ich mir vil ange,

wie man zer welte solte leben.“ (L. 8,4 ff.[1]) Abb. 1

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dieses Bild, das Walther nachdenklich sitzend auf einem Stein darstellt, begegnet uns in vielen Schulbüchern und Abhandlungen über Walther von der Vogelweide. Die bekannte Miniatur stammt ursprünglich aus der Weingartner Liederhandschrift[2], findet sich aber auch in der etwa zeitgleich entstandenen Großen Heidelberger bzw. Manessischen Liederhandschrift[3].

An den illustrativen Versen des sog. Reichstons, der zu Beginn von Walthers Tätigkeit als Spruchsänger entstanden ist[4], kann man bereits erkennen, welch hohe Begabung Walther an den Tag legte, bildhaft zu dichten und Assoziationen zu wecken: Wie ein Prophet sitzt er da und erteilt den Menschen Ratschläge. Durch seine Pose, den Blick nach unten gewandt, beansprucht er einen Platz in der göttlichen Weltordnung zwischen den Menschen und Gott und präsentiert sich somit als weise und einsichtsvoll. Damit wird der gesamte Spruch legitimiert, der letztendlich nichts anderes ist, als Wahlpropaganda für den Staufer Philipp von Schwaben, den Walther als König für das Deutsche Reich vorschlägt.[5]

Es ist bemerkenswert, von welch gewaltigem Selbstbewusstsein dieser Sangspruch bereits zeugt, wenn man in Betracht zieht, dass der Sänger gerade einen sozialen Abstieg hinzunehmen hatte.[6]

Doch nicht nur Walther selbst war überzeugt von seinen Fähigkeiten, auch andere Dichter rühmen ihn bereits zu Lebzeiten, z.B. Gottfried von Straßburg. Dieser schlägt Walther in seinem Tristan als neue leitevrouwe der nahtegalen[7] nach dem Tod Reinmars von Hagenau vor:

„wer leitet nû die lieben schar?

wer wîset diz gesinde?

ich waene, ich sî wol vinde,

diu die baniere vüeren sol.

ir meisterinne kan ez wol,

diu von der Vogelweide.“ (4796 – 4801)[8]

Noch bedeutender, so stellt Hahn es heraus, ist die Wertschätzung als Sangspruchdichter. Hier zählt er Mitte des 13. Jahrhunderts zu den

„[z]wölf alten Meistern, auf die nach den fahrenden dann auch die seßhaften, städtisch-zünftigen Meistersinger vom 15. bis ins 17. Jh. ihre Kunst gründen.“[9]

Höchstes Lob erhält der Sänger ferner von gegenwärtigen Wissenschaftlern. Günther Schweikle bezeichnet ihn z.B. als „unerreichten Meister der mittelhochdeutschen Lyrik“.[10]

Doch wer war nun dieser Walther von der Vogelweide, was zeichnete ihn aus und machte ihn letztlich zum allseits und allzeit Bewunderten? Das soll im Folgenden anhand der Betrachtung seiner Lebensumstände und repräsentativen Ausschnitten aus seinem Werk herausgefunden werden.

2. Auf den Spuren Walthers

2.1 ‚Das Lebenszeugnis’

Die ‚urkundlichen’ Belege Walthers von der Vogelweide beschränken sich im Grunde auf eine einfache Notiz in den Reiserechnungen des Passauer Bischofs Wolfger von Erla[11]. Dort ist dem „ Walthero cantori de Vogelweide“ ein kurzer Vermerk gewidmet, demzufolge er am Tag nach St. Martin „pro pellicio . v . sol. longos“ erhalten habe.[12] Bei den Reiserechnungen handelt es sich um Aufzeichnungen, die während der Österreich- und Italienreisen des Bischofs Wolfger in den Jahren 1203 und 1204 entstanden sind.[13] Es wurden Spesen verzeichnet, die alltägliche Bedürfnisse betrafen, wie z.B. Küche, Verpflegung, Kleidung. Aber eben auch die Ausgaben für Boten, Zuschüsse an bestimmte Personen und Gaben an das fahrende Volk fanden in den Vermerken ihren Platz.[14]

Die Nachricht spricht in der Reinschrift vom cantor Walther, weshalb Heger vermutet, dass er die Gabe für sängerische Dienste erhalten habe.[15]

Da es sich für damalige Vehältnisse aber um einen beträchtlichen Geldbetrag für einen Pelzrock oder –mantel handelte[16], scheint das Geschenk mehr als nur die Übergabe eines Kleidungsstückes bedeutet zu haben.

Ob es nun allerdings eine besondere Auszeichnung war, die mit dem Martinstag in Verbindung stand oder der Entlohnung ein längeres Dienstverhältnis voranging, darüber kann nur spekuliert werden.[17]

Werner Schröder wirft überdies die Frage auf, ob man wirklich von ‚dem’ Lebenszeugnis sprechen kann. Er behauptet: „Die wichtigsten Lebenszeugnisse eines Dichters sind seine Gedichte.“[18] Damit hat er natürlich nicht ganz Unrecht, denn im Falle Walthers erlauben uns v.a. seine politischen Sangsprüche Einblicke in sein Leben und zugleich die feste Verankerung in der historischen Wirklichkeit.

Dem stimmt auch Alois Kircher zu, indem er sagt:

„Literatur als ästhetische Aneignung von Wirklichkeit ist sowohl historisches als auch, wo die private materielle oder ideelle Interessenslage des Autors erkennbar ist, persönliches Zeugnis von unverwechselbarer Individualität.“[19]

2.2 Lebenslauf

Aufgrund der erwähnten Pelzrock-Notiz, eigenen Aussagen, sowie Berichten von Dichterkollegen und Kritikern lassen sich folgende Stationen in Walthers Leben festhalten.

Geboren wurde er wohl um 1170[20], die Frage nach seiner regionalen Herkunft ist allerdings bis heute strittig[21]. Walther selbst schrieb einmal „ze Ôsterrîche lernt ich singen unde sagen“ (L. 32,14), was aber nicht zwingend bedeuten muss, dass er dort geboren wurde.

Ebenso lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen, welcher ständischen Abstammung Walther von der Vogelweide war, obwohl viele der frühen Bewunderer eine ritterliche Abkunft für selbstverständlich hielten.[22] Das Fehlen von ritterlichem Wortschatz in seinen Gedichten, lässt allerdings gerade das Gegenteil vermuten[23] und auch die Anrede „hêr“, die sich bei Dichterkollegen findet, lässt sich meist aus dem Kontext erschließen und kann nicht als Beleg für eine adlige Abstammung gelten.[24] Überdies grenzt sich Walther selbst von den „herren“ und „rittern“ in seinen Gesängen ab:

„ich wil die herren leren daz wies iegeslichen rat wol mügen erkennen“ (L. 83,28); „dar an gedenket, ritter daz ist iuwer dinc!“ (L. 125,1)

Dennoch ist festzuhalten, so Gerhard Hahn, dass seine Abkunft ihm das Erlernen des Minnesingens unter Reinmar dem Alten am Wiener Hof ermöglicht hat.[25]

Bald machte sich jedoch das Konkurrenzverhältnis zwischen Schüler und Lehrer deutlich, was diverse Anspielungen in den überlieferten Strophen der sog. Reinmar-Walther-Fehde[26] bezeugen. Der Tod des Babenberger Herzogs Friedrich I.[27], die Rivalität zu Reinmar und womöglich noch andere Gründe führten dazu, dass Walther 1198 Österreich verließ und bei Philipp von Schwaben um Aufnahme bat.[28]

Walther begab sich zum ersten Mal auf die Reise als Fahrender, d.h. als Berufsdichter ohne feste Anstellung, der sich aber durch Dichtung und Sang um eine solche bemühte. Vor diesem Hintergrund entstand die erste politische Lyrik Walthers mit dem sog. Reichston.[29]

Walther wurde aufgenommen am Stauferhof, begab sich aber bereits kurze Zeit später, um 1200, wieder auf die Reise als Fahrender.[30]

Zu Gast war er in den folgenden Jahren u.a. bei dem bedeutendsten Mäzen seiner Zeit, dem Landgrafen Hermann von Thüringen[31], dem Markgrafen Dietrich von Meißen und auch des Öfteren bei dem bereits erwähnten Passauer Bischof Wolfger von Erla.[32] Walther suchte auch immer wieder die Nähe des Königshofes. Nach dem Aufenthalt bei Philipp können wir ihn für 1212/1213 bei dessen früheren Gegenspieler Otto IV. ausmachen und ab 1213 schließlich wieder auf der Seite der Staufer bei Friedrich II.[33]

Ziel blieb für ihn stets eine feste Anstellung als Minnesänger, weshalb er auch immer wieder in die Rolle eines solchen schlüpfte.[34] Dabei war er sich stets der Problematik eines fahrenden Minnesängers bewusst. Um sich über die Spielmannschaft zu stellen, führt er beispielsweise an, „getragene wât“ habe er nie getragen.[35]

Von Friedrich II. erhielt Walther 1220 endlich sein lang erhofftes Lehen zur Alterssicherung („Ich hân mîn lêhen, al die werlt, ich hân mîn lêhen!“, L. 28,31), von dem man zwar nicht weiß, welcher Art es war, es aber bei Würzburg vermutet.[36]

Der immer wieder auftauchende Wunsch, wieder am wünneclichen hof ze Wiene aufgenommen zu werden, blieb ihm Zeit seines restlichen Lebens verwehrt.[37]

Gestorben ist Walther vermutlich um 1230[38] und laut einer Nachricht des Würzburgers Michael de Leone aus dem 14. Jahrhundert wurde er im Kreuzgang des Würzburger Kollegiatstiftes Neumünster begraben.[39]

2.3 Überlieferung

Walther-Texte finden sich in rund 30 verschiedenen Handschriften, deren älteste die um 1275 im Elsaß enstandene Kleine Heidelberger Liederhandschrift (A) ist.[40]

[...]


[1] Die Lieder bzw. Sprüche werden nach der jeweiligen Ausgabe von Günther Schweikle zitiert: Walther von der Vogelweide. Werke. Band 1: Spruchlyrik. Stuttgart 2009; Walther von der Vogelweide. Werke. Band 2: Liedlyrik. Stuttgart 1998.

[2] Entsprechend ihrem usprünglichen Aufbewahrungsort, dem Kloster Weingarten. Weitere Bezeichnungen für die zu Beginn des 14. Jahrhunderts geschriebene Handschrift sind Stuttgarter Liederhandschrift (getreu ihrem jetzigen Aufbewahrungsort, der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart) oder Handschrift ‚B’. Vgl. Brunner, Horst u.a. Walther von der Vogelweide. Epoche – Werk – Wirkung. München 1996, S. 31. Im Folgenden zitiert als ‚Brunner. Walther vdV. Epoche – Werk – Wirkung’.

[3] Gemäß ihrem Aufbewahrungsort (Universitätsbibliothek Heidelberg) bzw. in Anlehnung an den Schweizer Rüdiger Manesse, der die im 14. Jahrhundert verfassten Texte sammelte. Die Handschrift ist auch unter der geläufigen Siglen-Abkürzung ‚C’ bekannt. Vgl. ebenda.

[4] Vgl. Schweikle, Günther. Walther von der Vogelweide. In: Grimm, Gunter E.; Max, Frank Rainer (Hg.). Deutsche Dichter. Leben und Werk deutschsprachiger Autoren vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Stuttgart 1993. S. 52. Im Folgenden zitiert als ‚Schweikle. Deutsche Dichter’.

[5] Philipp von Schwaben befand sich seit 1197, als sein Bruder, Kaiser Heinrich VI. verstorben war, im Thronstreit mit dem Welfen Otto von Braunschweig und Walther versuchte durch Parteinahme für Philipp sich Gunst am Stauferhof zu verschaffen. Vgl. Exner, Walter. Der von der Vogelweide. Bemerkungen zur Walther-Forschung. Bad Wildungen 1991, S. 16 ff. Im Folgenden zitiert als ‚Exner. Der von der Vogelweide’.

[6] 1198 hatte Walther den Wiener Hof zu verlassen und sich auf die Reise als Fahrender zu begeben, d.h. er wurde zum Berufsdichter, der im Gegensatz zum Minnesänger keine feste Anstellung am Hofe besaß. Siehe Kap. 2.2.

[7] Gottfried war der erste, der die Minnesänger als Nachtigallenchor bezeichnete. Von da an war „ diu von der Vogelweide von der Metapher nicht mehr zu trennen.“ Heger, Hedwig. Das Lebenszeugnis Walthers von der Vogelweide. Die Reiserechnungen des Passauer Bischofs Wolfger von Erla. Wien 1970, S. 214 f. Im Folgenden zitiert als ‚Heger. Das Lebenszeugnis Walthers vdV’.

Walther selbst benutzt die Anspielung z.B. im sog. Lindenlied.

[8] Krohn, Rüdiger (Hg.). Gottfried von Straßburg. Tristan. Band 1: Text. Verse 1 – 9982. Stuttgart 1980, S. 294.

[9] Hahn, Gerhard. Walther von der Vogelweide. Eine Einführung. München/Zürich 1986, S. 10. Im Folgenden zitiert als ‚Hahn. Walther vdV. Eine Einführung’.

[10] Schweikle, Deutsche Dichter, S. 56.

[11] In dessen Gefolge sich des Öfteren Dichter und Sänger befunden haben. Vgl. Lintzel, Martin. Die Mäzene der deutschen Literatur im 12. und 13. Jahrhundert. In: Bumke, Joachim (Hg.). Literarisches Mäzenatentum. Ausgewählte Forschungen zur Rolle des Gönners und Auftraggebers in der mittelalterlichen Literatur. Darmstadt 1982, S. 57. Im Folgenden zitiert als ‚Lintzel. Die Mäzene der deutschen Literatur im 12. und 13. Jahrhundert’.

Der spätere Patriarch von Aquileja und Mäzen des Nibelungendichters, wird von Lintzel als „sehr vielseitiger Schützer und Förderer von Künstlern“ beschrieben.

[12] Vgl. Heger. Das Lebenszeugnis Walthers vdV, S. 203 ff.

[13] Vgl. ebenda, S. 60.

[14] Vgl. ebenda, S. 60 f.

[15] Vgl. ebenda, S. 213. Demgegenüber stehen die Ausführungen Huckers, der auf eine mögliche Gesandtenrolle Walthers (im Dienste Philipps von Schwaben) hinweist. Vgl. Hucker, Bernd Ulrich. Ein zweites Lebenszeugnis Walthers? In: Mück, Hans-Dieter (Hg.). Walther von der Vogelweide. Beiträge zu Leben und Werk. Stuttgart 1989, S. 2. Im Folgenden zitiert als ‚Hucker. Ein zweites Lebenszeugnis Walthers?’.

Auch Rüdiger Krohn erwähnt, dass die „gezahlte Summe von fünf Silberschillingen ziemlich genau der üblichen Entlohnung für Gesandte am Königshof [entsprach], und auch der Pelzrock ein[em] traditionelle[m] Gesandtengeschenk.“ Krohn, Rüdiger. Zwischen Finden und Erfinden. Mittelalterliche Autoren und ihr Stoff. In: Ingold, Felix Philipp; Wunderlich, Werner (Hg.). Fragen nach dem Autor: Positionen und Perspektiven. Konstanz 1992. S. 46. Im Folgenden zitiert als ‚Krohn. Zwischen Finden und Erfinden’.

[16] Dies bemerkt auch Heger, S. 224.

[17] Vgl. Heger. Das Lebenszeugnis Walthers vdV, S. 225.

[18] Schröder, Werner. Die Lebenszeugnisse Walthers von der Vogelweide. In: Besch, Werner u.a. (Hg.). Studien zur deutschen Literatur und Sprache des Mitttelalters. Festschrift für Hugo Moser zum 65. Geburstag. Berlin 1974, S. 88 f.

[19] Kircher, Alois. Dichter und Konvention. Zum gesellschaftlichen Realitätsproblem der deutschen Lyrik um 1200 bei Walther von der Vogelweide und seinen Zeitgenossen. Düsseldorf 1973, S. 10. Im Folgenden zitiert als ‚Kircher. Dichter und Konvention’.

[20] Vgl. Schweikle. Deutsche Dichter, S. 53.

[21] Um den Vorrang kämpfen v.a. der südtiroler Vogelweidhof und das österreichische Waldviertel. Aber auch Würzburg, Feuchtwangen oder Frankfurt am Main haben bereits versucht, einen Anspruch zu erheben. Vgl. Brunner. Walther vdV. Epoche – Werk – Wirkung, S. 19.

[22] Vgl. Friederichs, Heinz Friedrich. Walther von der Vogelweide, der Mensch in Zeit und Umwelt. Stand – Familie – Heimat. Unbekanntes erhellt. Neustadt an der Aisch 1979, S. 12 f. Im Folgenden zitiert als ‚Friederichs. Walther vdV, der Mensch in Zeit und Umwelt’.

[23] Vgl. Kircher. Dichter und Konvention, S. 57 f.

[24] Vgl. ebenda, S. 59 ff.

[25] Vgl. Brunner. Walther vdV. Epoche – Werk – Wirkung, S. 21.

[26] So wird die Auseinandersetzung der beiden Minnesänger bezeichnet, die in der Konkurrenzsituation begründet liegt und sich in gegenseitigen Anspielungen kennzeichnet. Wer die Fehde begonnen hat, lässt sich nicht genau feststellen, wobei Walther als der Agressivere von beiden auftritt. Vgl. ebenda, S. 82 ff.

[27] Friedrich I. starb 1198 auf dem Kreuzzug Heinrichs VI. Sein Tod führte dazu, dass Walther „den Kopf hängen ließ bis auf die Knie“. Hahn. Walther vdV. Eine Einführung, S. 26.

[28] Vgl. Rühmkorf, Peter. Walther von der Vogelweide, Klopstock und ich. Reinbek bei Hamburg 1975, S. 18 ff. Im Folgenden zitiert als ‚Rühmkorf. Walther vdV, Klopstock und ich’.

[29] Vgl. Schweikle. Deutsche Dichter, S. 52.

Rühmkorf stellt fest, dass die Geburtsstunde der politischen Dichtung zugleich „den Schlupftermin eines neuen Ich-Bewußtseins bedeutete“. Rühmkorf. Walther vdV, Klopstock und ich, S. 22.

[30] Kurze Aufenthalte waren für Sangspruchdichter nichts Unübliches. Vgl. Brunner. Walther vdV. Epoche – Werk – Wirkung, S. 16.

[31] Hermann wurde von nachfolgenden Generationen als „größter Gönner ihrer Kunst“ verherrlicht. Lintzel. Die Mäzene der deutschen Literatur im 12. und 13. Jahrhundert, S. 46.

Rühmkorf beschreibt den Landgrafen weniger vorteilhaft, bezieht sich dabei aber auf die politische Unbeständigkeit des Thüringers. Vgl. Rühmkorf, S. 34.

[32] Vgl. Brunner. Walther vdV. Epoche – Werk – Wirkung, S. 22.

[33] Vgl. ebenda.

[34] Vgl. ebenda, S. 21 f.

[35] Vgl. L. 62,36 ff.

[36] Vgl. Schweikle. Deutsche Dichter, S. 52. Kircher zweifelt allerdings am Erhalt eines Lehens. Vgl. Kircher. Dichter und Konvention, S. 65 ff.

[37] Vgl. Hahn. Walther vdV. Eine Einführung, S. 27.

[38] Da sich für die Zeit nach 1230 keine Strophen mehr verläßlich datieren lassen. Vgl. Brunner. Walther vdV, Epoche – Werk – Wirkung, S. 22.

[39] Vgl. Friederichs. Walther vdV, der Mensch in Zeit und Umwelt, S. 25 ff. Friederichs vermutet für Walthers Todeszeitpunkt das Jahr 1233, da in diesem Jahr eine Übergabe der Handschriften Michaels de Leone in den Besitz der Stiftsbibliothek stattfand. Vgl. ebenda, S. 23 f.

[40] Vgl. Hahn. Walther vdV. Eine Einführung, S. 16.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten

Details

Titel
Walther von der Vogelweide. Leben und Werk
Hochschule
Universität Passau  (Philosophische Fakultät / Lehrstuhl für Ältere Deutsche Literaturwissenschaft)
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
32
Katalognummer
V212730
ISBN (eBook)
9783656407614
Dateigröße
775 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Walther von der Vogelweide, Minnesang, Sangspruch
Arbeit zitieren
Melanie Huber (Autor), 2010, Walther von der Vogelweide. Leben und Werk, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212730

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