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Ist die Einbindung der neuen Medien in den Grundschulunterricht sinnvoll oder sind sie dort für 6−10-Jährige verfrüht eingesetzt und somit fehl am Platz?

Titel: Ist die Einbindung der neuen Medien in den Grundschulunterricht sinnvoll oder sind sie dort für 6−10-Jährige verfrüht eingesetzt und somit fehl am Platz?

Essay , 2013 , 8 Seiten , Note: bestanden

Autor:in: Eva Herrmann (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im öffentlichen wie auch im wissenschaftlichen Diskurs taucht heutzutage ver-mehrt die Frage auf, ab welchem Alter der Umgang mit den neuen Medien empfehlenswert bzw. sinnvoll ist. Immer wieder wird u.a. im Fernsehen und Radio über die Chancen und Risiken der Nutzung neuer Medien gesprochen, sowohl im Hinblick auf Kinder, als auch hinsichtlich der Jugendlichen und Erwachsenen. Auf der einen Seite ermöglichen sie den Menschen viele Vorteile und bilden einen festen Bestandteil der modernen Lebenswelt beispielsweise im Bereich der Arbeit und der Schule und nehmen dort, wie auch im Alltag der Menschen einen hohen Stellenwert ein. Jedoch verbergen sich hinter ihrem Gebrauch auch negative Konsequenzen wie Suchtgefährdung und ständige Abrufbereitschaft.

In diesem Essay wird der Einsatz der neuen Medien im Bereich der Grundschule näher betrachtet. Es soll dabei der Frage nachgegangen werden, ob die Einbindung der neuen Medien in den Schulalltag der 6-10−Jährigen bereits sinnvoll ist, oder ob sie im Unterricht eher störend bzw. für Grundschulkinder zu früh und fehl am Platz eingesetzt sind. Jedoch was kann man sich unter den neuen Medien vorstellen? Welches Medium gilt als „neu“? Dies wird zunächst einmal zu klären sein, bevor anschließend argumentiert werden kann, ob Kinder in der Primarstufe innerhalb des Unterrichts mit den neuen Medien konfrontiert werden und diese u.a. als Hilfsmittel für Lernprozesse herangezogen werden sollen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung Neue Medien

3. Mediennutzung in der kindlichen Lebenswelt

4. Einbindung neuer Medien im Grundschulunterricht

5. Chancen und Risiken der Mediennutzung

6. Entwicklungspädagogische und sinnesphysiologische Perspektive

7. Fazit und kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch den Einsatz neuer Medien im Grundschulunterricht und geht der Forschungsfrage nach, ob die Integration von Computer und Internet für Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren bereits sinnvoll ist oder ob sie aufgrund entwicklungspsychologischer und sinnesphysiologischer Faktoren eher zu vermeiden ist.

  • Bedeutung und Definition des Begriffs „Neue Medien“
  • Stellenwert digitaler Medien in der Lebenswelt von Kindern
  • Bildungspolitische Forderungen vs. entwicklungspsychologische Einwände
  • Kritische Analyse von Lernmotiven und Konzentrationsfähigkeit
  • Empfehlungen für den gezielten Einsatz digitaler Technologien

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung der neuen Medien in der kindlichen Lebenswelt

Zunächst einmal ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, dass Medien im Allgemeinen und damit auch die neuen Medien einen hohen Stellenwert in der kindlichen Lebenswelt einnehmen (vgl. Tulodziecki 2001, S. 18), und dass dies in einem gewissen Maße vielleicht auch notwendig ist, wenn man bedenkt, dass der kompetente Umgang mit ihnen – man spricht im Zusammenhang damit auch von Medienkompetenz - in der weiteren Schul- und Berufslaufbahn der Kinder mittlerweile unabdingbar ist, und sozusagen vorausgesetzt wird.

Man kann sogar von einer veränderten Kindheit im Sinne einer mediatisierten Kindheit sprechen, deren Anfänge bereits in den 1970er Jahren auf Grund der von dort an zunehmenden Mediennutzung und -entwicklung zu verzeichnen sind. Auch ist es kein Geheimnis mehr, dass die Nutzung des Computers bei den deutschen 6-13-Jährigen in ihrer Freizeit mittlerweile sehr beliebt ist (vgl. Mayrberger 2007, S. 100).

Man findet heutzutage vermehrt die Forderung an die Institution Grundschule als wichtige Sozialisationsinstanz, sich an der kindlichen Lebenswelt zu orientieren, und damit einhergehend die Nutzung von Computer und Internet sowie die Vermittlung der Bedeutung dieser Medien innerhalb des Unterrichts zu bejahen und umzusetzen. So wird auch aus bildungspolitischer Sichtweise vom Grundschulverband auf Grund der oben genannten Gründe dafür plädiert, dass die mediale Ausstattung – dazu gehören auch unbedingt Computer und ein Internetzugang - von großer Bedeutung ist, und somit in jeder Grundschule gewährleistet und im Unterricht selbstverständlich eingebunden werden soll. Die Schüler könnten somit dazu erzogen werden, die Medien kompetent und kritisch zu nutzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die aktuelle Debatte um die frühe Mediennutzung und Zielsetzung der wissenschaftlichen Auseinandersetzung.

2. Begriffsbestimmung Neue Medien: Klärung der begrifflichen Vielfalt und Festlegung einer Arbeitsdefinition für den technologischen Kontext.

3. Mediennutzung in der kindlichen Lebenswelt: Analyse des hohen Stellenwerts digitaler Medien und des Konzepts der mediatisierten Kindheit.

4. Einbindung neuer Medien im Grundschulunterricht: Erörterung bildungspolitischer Forderungen zur Medienkompetenz und deren Rechtfertigung.

5. Chancen und Risiken der Mediennutzung: Kontrastierende Darstellung von Motivationspotenzialen gegenüber Ablenkungseffekten und Risiken.

6. Entwicklungspädagogische und sinnesphysiologische Perspektive: Kritische Untersuchung der Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung und Sinneswahrnehmung.

7. Fazit und kritische Würdigung: Synthese der Argumente mit der Empfehlung einer differenzierten und altersgerechten Mediennutzung.

Schlüsselwörter

Neue Medien, Grundschule, Medienkompetenz, mediatisierte Kindheit, Bildungspolitik, Computer, Internet, Lernmotivation, Konzentration, Sinnesentwicklung, Entwicklungspädagogik, Mediennutzung, Kulturtechniken, Digitalisierung, Kindesentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit thematisiert die kontrovers diskutierte Frage, ob und in welcher Form der Einsatz neuer Medien in der Grundschule für Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren sinnvoll ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition neuer Medien, die Analyse der kindlichen Lebenswelt, bildungspolitische Anforderungen sowie entwicklungspsychologische und physiologische Aspekte der Mediennutzung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, auf Basis einer fundierten wissenschaftlichen Diskussion zu prüfen, ob die Integration von Computern und Internet im Unterricht förderlich ist oder die kindliche Entwicklung eher negativ beeinflussen könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der verschiedene wissenschaftliche Standpunkte, wie die von Aufenanger, Spitzer und Schneider, gegenübergestellt und kritisch bewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Chancen wie erhöhte Motivation und Interaktivität den Risiken wie Ablenkung, Suchtgefahr und Beeinträchtigung der Sinnesentwicklung gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Medienkompetenz, mediatisierte Kindheit, sinnesphysiologische Entwicklung und der Einsatz digitaler Medien im Unterricht.

Wie wirkt sich der „Glotz-Effekt“ auf Kinder aus?

Der sogenannte „Glotz-Effekt“ bezeichnet den Zustand einer ruhiggestellten Augenmuskulatur bei ständiger Bildschirmbetrachtung, was laut Autor die natürliche Entwicklung des frühkindlichen Auges behindern kann.

Warum wird der Einsatz in den ersten beiden Schuljahren hinterfragt?

Aufgrund der in der frühen Entwicklungsphase notwendigen Ausbildung grundlegender Kulturtechniken und der noch nicht vollständig ausgebildeten Sinneswahrnehmung wird in der Arbeit geraten, den Einsatz technischer Medien zu Beginn der Grundschulzeit kritisch zu hinterfragen.

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Details

Titel
Ist die Einbindung der neuen Medien in den Grundschulunterricht sinnvoll oder sind sie dort für 6−10-Jährige verfrüht eingesetzt und somit fehl am Platz?
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Institut für Pädagogik)
Veranstaltung
Einführung in die Kulturpädagogik
Note
bestanden
Autor
Eva Herrmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
8
Katalognummer
V212774
ISBN (eBook)
9783656410928
Sprache
Deutsch
Schlagworte
neue Medien Grundschule Kulturpädagogik Computer Internet Unterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eva Herrmann (Autor:in), 2013, Ist die Einbindung der neuen Medien in den Grundschulunterricht sinnvoll oder sind sie dort für 6−10-Jährige verfrüht eingesetzt und somit fehl am Platz?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212774
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Leseprobe aus  8  Seiten
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