Zusammenfassung Theorieteil
Zunächst ist Hundegestützte Pädagogik detailliert in verschiedenen Erklärungsansätzen, der geschichtlichen Entwicklung, der definitorischen Abgrenzung und den umfangreichen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für diese Arbeit dargestellt worden. Ein weiterer Fokus liegt auf den schon bestehenden Aus-führungen zu den Wirkweisen und Fördermöglichkeiten von Hundegestützter Pädagogik.
Um das gesamt theoretische Feld zu bestellen, schließen sich je ein zusam-menfassendes Kapitel zur phonologischen Bewusstheit und zu dem Förderschwerpunkt Lernen an. In beiden Teilen liegt das Hauptaugenmerk neben der inhaltlichen Abgrenzung auf der Darstellung von umschriebenen Fördermöglichkeiten.
Zusammenfassung Empirischer Teil
In dem zweiten Teil der vorliegenden Masterarbeit sind die Methodik, die Durchführung, Auswertung und Interpretation zu der explorativen Studie zur Erfassung der möglichen Steigerung der Effektivität der Lernleistung durch Hundegestützte Pädagogik aufgeführt.
Das gewählte methodische Vorgehen ist durch die beiden Lernstandserhebungen der Probanden, beginnend mit dem „Rundgang durch Hörhausen“, abschließend gekennzeichnet, die den durch die achtwöchige Förderung erzielten Fortschritt exakt messbar werden lassen. Die Förderung der Kontrollgruppe erfolgte strikt nach der Handreichung des evaluierten Materials „Leichter Lesen und Schreiben Lernen mit Hexe „Susi“, während bei der Experimentalgruppe Hundegestützte Pädagogik in die bestehende Förderung integriert wurde. Durch die vergleichbare Methodik sind gemessene Effekte tatsächlich auf die Integration der Intervention zurückzuführen.
Nach der Vorstellung der Probanden, Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Lernen, sowie des Schulhundes, folgte die detaillierte Be-schreibung der Durchführung der Studie. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der Verdeutlichung der Unterschiede des Prozesses bei den beiden Gruppen – einmal mit Hund und einmal ohne.
Die Auswertung der erhobenen Daten erfolgte zum einen unter dem Fokus der Entwicklung der einzelnen Kinder und zum anderen, bei welchen Übungen und Aufgaben welche Fortschritte festzuhalten sind. Diese Tatsachen sind gruppenvergleichend dargestellt, um dann in der Interpretation die Effekte auf die Hundegestützte Pädagogik zurückzuführen und somit die Fragestellung zu beantworten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Hundegestützte Pädagogik
2.1 Mensch – Hund – Beziehung
2.1.1 Die Biophilie – Hypothese
2.1.2 Du – Evidenz
2.1.3 Spiegelneurone
2.2. Geschichte
2.3 Begriffserklärung / Definition
2.4 Rahmenbedingungen
2.4.1 Der Hund
2.4.2 Der Pädagoge / Die Pädagogin
2.4.3 Die Schülerschaft
2.4.4 Die Schule
2. 5 Förderbereiche
2.5.1 Förderbereich Kognition / Lernen
2.5.2 Wirkweisen und Studien
2.5.3 Praxisbeispiele
3 Phonologische Bewusstheit
3.1 Bedeutung
3.2 Diagnostik und Förderung
3.3 Der Rundgang durch Hörhausen
3.4 Leichter Lesen und Schreiben lernen mit der Hexe Susi
4 Förderschwerpunkt Lernen
4.1 Lernen
4.2 Lernstörung und Lernbehinderung
4.3 Die Schülerschaft mit Förderschwerpunkt Lernen
4.4 Förderung im Förderschwerpunkt Lernen
5 Zusammenfassung Theorieteil
6.1 Motivation zur Themenwahl
6.2 Fragestellung und erwarteter Erkenntnisgewinn
6.3 Methodisches Vorgehen
6.4 Beschreibung der Stichprobe
6.5 Der Schulhund „Pepe“
6.6 Durchführung
6.6.1 Testrunde 1und 2
6.6.2 Förderung 1
6.6.3 Förderung 2
6.6.4 Förderung 3
6.6.5 Förderung 4
6.6.6 Förderung 5
6.6.7 Förderung 6
6.6.8 Förderung 7
6.6.9 Förderung 8
6.7 Auswertung
6.7.1 Auswertung in Bezug zu den Kindern
6.7.2 Auswertung in Bezug zu den Aufgaben
6.8 Interpretation
6.8.1 Interpretation der Experimentalgruppe
6.8.2 Interpretation der Kontrollgruppe
6.8.3 Vergleich der Gruppen
6.9 Fazit
7 Persönliche Reflexion
8 Zusammenfassung Empirischer Teil
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Effektivität hundegestützter Pädagogik als unterstützende Maßnahme zur Förderung der phonologischen Bewusstheit bei Kindern mit dem Förderschwerpunkt Lernen, um eine evidenzbasierte Grundlage für den Einsatz von Schulhunden zu schaffen.
- Grundlagen der Mensch-Hund-Beziehung und tiergestützter Pädagogik
- Entwicklung und Bedeutung der phonologischen Bewusstheit
- Förderspezifika bei Kindern mit dem Förderschwerpunkt Lernen
- Explorative Studie zum Vergleich von Fördergruppen mit und ohne Schulhund
- Analyse der Leistungssteigerung in phonologischen Aufgabenbereichen
Auszug aus dem Buch
2.1 Mensch – Hund – Beziehung
Hunde und Menschen sind in ihrem Verhalten, durch das Bestreben stabile Verbindungen zu Anderen eingehen zu wollen, gekennzeichnet. Diese Ähnlichkeit ermöglicht den Aufbau von einer interartlichen Beziehung, man spricht auch von dem Hund als dem besten Freund des Menschen (Meyer, 2008). Im folgenden Kapitel werden die Hintergründe dieser Beziehung aufgeschlüsselt.
2.1.1 Die Biophilie – Hypothese
Ein Ansatz zur Klärung der Frage, warum Menschen überhaupt das Interesse daran haben, zu Tieren stabile und intensive Beziehungen einzugehen, auch zu Tieren , die prinzipiell auf ihrer Nahrungsliste stehen, ist die Biophilie – Hypothese von Edward O. Wilson.
Laut Greiffenhagen (1997) kann das Knüpfen eines emotionalen Bandes sowohl vom Tier als auch vom Menschen angestoßen werden, wobei letzterer in der Regel den Initiator verkörpert. Edward O. Wilson hat 1984 in der Biophilie - Hypothese formuliert, dass die Um- und Tierwelt seit jeher eine vielseitige Faszination auf die Menschheit auswirkt. Der Ur-Mensch verspürte diese Verbundenheit schlicht und ergreifend, da die detaillierte Auseinandersetzung mit der Welt notwendig für das Überleben war (zitiert nach Vernooij & Schneider, 2008).
In der Gegenwart existiert noch immer die Anziehungskraft, ausgehend von allen natürlichen Lebewesen und Gegebenheiten, insbesondere solchen, die in der Entwicklung der Menschheit eine Rolle gespielt haben. Folglich empfindet jeder Mensch für natürliche Elemente entweder Neugier, Wertschätzung, Empathie oder Glück (Agsten, 2009).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit motiviert die Untersuchung des Einflusses von Schulhunden auf das Lernverhalten und die Lerneffektivität bei Kindern mit Förderbedarf.
2 Hundegestützte Pädagogik: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Hintergründe der Mensch-Hund-Beziehung, die Geschichte und die notwendigen Rahmenbedingungen für den pädagogischen Einsatz von Hunden.
3 Phonologische Bewusstheit: Es wird die Bedeutung der phonologischen Bewusstheit für den Schriftspracherwerb sowie spezifisches Diagnose- und Fördermaterial vorgestellt.
4 Förderschwerpunkt Lernen: Das Kapitel charakterisiert die Zielgruppe, definiert Lernstörungen und beschreibt Ansätze für eine individuelle Förderung in diesem Bereich.
5 Zusammenfassung Theorieteil: Ein Rückblick, der die theoretischen Grundlagen zur Vorbereitung der explorativen Studie zusammenführt.
6 Empirischer Forschungsteil: Dieser Teil dokumentiert das methodische Vorgehen, die Durchführung der Untersuchung sowie die Auswertung und Interpretation der erzielten Ergebnisse.
7 Persönliche Reflexion: Die Autorin reflektiert den Erfolg der Studie und wirft offene Fragen für die zukünftige Forschung auf.
8 Zusammenfassung Empirischer Teil: Eine abschließende methodische Zusammenfassung der durchgeführten explorativen Studie.
Schlüsselwörter
Hundegestützte Pädagogik, Förderschwerpunkt Lernen, Phonologische Bewusstheit, Schulhund, Lernleistung, Empirische Untersuchung, Sonderpädagogik, Förderkonzeption, Motivation, Lernatmosphäre, Diagnostik, Schriftspracherwerb, Intervention, Lerneffektivität, Inklusion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob und wie der Einsatz eines Schulhundes in der pädagogischen Arbeit die Lernleistung von Kindern mit einem Förderschwerpunkt im Bereich Lernen bei der Entwicklung der phonologischen Bewusstheit beeinflusst.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die hundegestützte Pädagogik, die Grundlagen der phonologischen Bewusstheit sowie die spezifischen Lernvoraussetzungen und Förderbedarfe von Kindern an Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Evaluation, ob die Integration eines Hundes in ein bestehendes Förderkonzept zu einem messbar höheren Lernerfolg führt als eine Förderung ohne tierische Unterstützung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine explorative Studie mit zwei Gruppen (Experimentalgruppe mit Hund, Kontrollgruppe ohne Hund), bei der Leistungsstände durch Prä- und Posttests (basierend auf dem Diagnoseinstrument "Rundgang durch Hörhausen") verglichen werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen (Theorieteil) und einen empirischen Forschungsteil, der das Vorgehen, die Stichprobenbeschreibung, die Durchführung der Intervention und die detaillierte Auswertung umfasst.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Hundegestützte Pädagogik, Phonologische Bewusstheit, Förderschwerpunkt Lernen, Schulhund "Pepe" und Lernmotivation.
Welche Rolle spielt der Schulhund "Pepe" in der Studie?
"Pepe" dient als aktiver Motivator und positive Verstärkung innerhalb der Übungssequenzen der Experimentalgruppe, um die Konzentration und Lernfreude der Schüler zu steigern.
Was waren die Hauptergebnisse des Vergleichs der Gruppen?
Die Experimentalgruppe konnte im arithmetischen Mittel einen deutlich höheren Lernzuwachs in den phonologischen Aufgabenbereichen verzeichnen als die Kontrollgruppe, was die Wirksamkeit der hundegestützten Intervention unterstreicht.
- Arbeit zitieren
- Stephanie Uhlmann (Autor:in), 2013, Effektiveres Lernen mit Hund?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212802