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Bildungsgerechtigkeit im Hochschulsystem

Titre: Bildungsgerechtigkeit im Hochschulsystem

Dossier / Travail , 2011 , 15 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Anne Andraschko (Auteur)

Pédagogie - Système scolaire, Politique d'enseignement et de l'école
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Bereits Pierre Bourdieu hat 1971 in seinem Buch „Die Illusion der Chancengleichheit“ auf die Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten im Bezug auf einen Hochschulbesuch hingewiesen. Es besteht somit keine drastische Veränderung der Chancengerechtigkeit. Es wirft hingegen die Frage auf, ob es eine Bildungsgerechtigkeit im Hochschulsystem gibt? Im Folgenden soll diese Frage, versucht beantwortet zu werden. Dazu ist es notwendig zuerst einige Begriffe zu klären, wie der Übergang in die Hochschule, Bildung in Verbindung mit sozialer Ungleichheit, Bildungschancen, Bildungsgerechtigkeit, Bildungsbenachteiligung und zuletzt noch soziale Selektion. Im Anschluss werden die unterschiedlichen Formen der Benachteiligung näher erläutert, dazu zählen die soziale Herkunft, der damit verbundene Herkunftseffekt, sowie die Eliminierung von Unterprivilegierten, aber auch die Verteilung der Studienfachrichtung, die Einschränkung der Studienfachwahl und die damit verbundene Abdrängung auf bestimmte Fakultäten, die Unsicherheit im Studiengang, die Studienzeitverlängerung, sowie die formale Gleichstellung der Studenten in der Hochschule. Abschließend werden einige Ideen zur Lösung des Problems angebracht. Beginnen möchte ich damit, die Ungleichheiten beim Übergang in die Hochschule zu erläutern und die damit verbundenen Zugangsbeschränkungen aufzuzeigen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

2.1 Übergang in die Hochschule

2.2 Bildung und soziale Ungleichheit

2.3 Bildungschancen

2.4 Bildungsgerechtigkeit

2.5 Bildungsbenachteiligung

2.6 soziale Selektion

3. Formen der Benachteiligung

3.1 soziale Herkunft

3.1.1 Herkunftseffekt

3.1.2 Eliminierung

3.2 Verteilung nach Studienfachrichtung und dabei auftretende Einschränkungen

3.2.1 Abdrängung

3.2.2 Unsicherheit im Studiengang und Studienzeitverlängerung

3.3 formale Gleichstellung

4. Anregungen zur Beseitigung der Ungleichheiten an der Hochschule

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob Bildungsgerechtigkeit innerhalb des deutschen Hochschulsystems existiert und welche Mechanismen die Benachteiligung unterprivilegierter Schichten beim Zugang zum Studium und während des Hochschulbesuchs reproduzieren.

  • Analyse der verschiedenen Formen sozialer Selektion beim Übergang in die Hochschule
  • Untersuchung der Bedeutung der sozialen Herkunft und des sogenannten Herkunftseffekts
  • Betrachtung von fachspezifischen Ungleichheiten bei der Studienwahl und der sogenannten Abdrängung
  • Diskussion der Bedeutung von formaler Gleichstellung gegenüber faktischer Chancengerechtigkeit
  • Erarbeitung von Ansätzen und Anregungen zur Beseitigung bestehender Bildungsungleichheiten

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Herkunftseffekt

Das deutsche Schulsystem ist nicht in der Lage den Herkunftseffekt aufzufangen oder gar aufzuheben und verstärkt dadurch die bestehenden Ungleichheiten, die aus der herkunftsbedingten Selektivität entstehen.27 Betrachtet man die sekundären sozialen Disparitäten, im Bezug auf den Hochschulzugang, kann man erkennen, dass der Herkunftseffekt auch hier eine Einflussgröße ist. Dies lässt sich vor allem daran feststellen, dass die Intention ein Studium aufzunehmen eineinhalb mal größer ist, sobald ein Elternteil das Abitur erfolgreich abgeschlossen hat. Aber nicht nur der Bildungsabschluss der Eltern ist ausschlaggebend, sondern auch die kulturelle Ausrüstung des Elternhauses, welche auch positive Effekte mit sich bringen kann.28 „Dies kann als Hinweis darauf gewertet werden, dass sich die Studienaspirationen junger Erwachsener im Kontext der je nach sozialer Lage der Familie differenziellen Bildungsaspirationen der Eltern entwickeln.“29 Dies belegen auch die Zahlen des Bildungsberichts von 2010 des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Persistenz sozialer Ungleichheiten im Bildungssystem und führt in die zentrale Fragestellung der Bildungsgerechtigkeit ein.

2. Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel definiert essenzielle Termini wie Bildungsbenachteiligung, soziale Selektion und Chancengerechtigkeit, um eine gemeinsame Grundlage für die Analyse zu schaffen.

3. Formen der Benachteiligung: Hier werden die verschiedenen Barrieren untersucht, darunter der Herkunftseffekt, die fachspezifische Abdrängung von Studierenden sowie die Diskrepanz zwischen formaler und faktischer Gleichstellung.

4. Anregungen zur Beseitigung der Ungleichheiten an der Hochschule: Das abschließende Kapitel diskutiert Lösungsansätze für eine inklusivere Hochschulbildung, betont jedoch, dass Bildungsgerechtigkeit nicht mit absoluter sozialer Gleichheit gleichzusetzen ist.

Schlüsselwörter

Bildungsgerechtigkeit, soziale Ungleichheit, Hochschulzugang, Bildungsbenachteiligung, Herkunftseffekt, soziale Selektion, Chancengleichheit, Studienfachwahl, Bildungsbarrieren, Habitus, Bildungsaspirationsniveau, Bildungsbeteiligung, unterprivilegierte Schichten, akademische Ausbildung, Bildungsressourcen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik der Bildungsungleichheit im deutschen Hochschulwesen und analysiert, warum Kinder aus unterprivilegierten Schichten beim Zugang und während des Studiums weiterhin benachteiligt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen zählen der Einfluss der sozialen Herkunft, Mechanismen der Selektion beim Übergang zum Studium, fachspezifische Bildungsbarrieren sowie die Frage nach realer versus formaler Gleichstellung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Bildungsgerechtigkeit im derzeitigen Hochschulsystem existiert und wie die beobachteten Benachteiligungen theoretisch sowie praktisch eingeordnet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer fundierten Auswertung bestehender Fachliteratur, Statistiken (wie dem Bildungsbericht 2010) und soziologischer Theorien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinitionen, eine detaillierte Erläuterung verschiedener Formen der Benachteiligung (einschließlich Herkunftseffekt und fachspezifischer Abdrängung) sowie die Diskussion der formalen Gleichstellung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Bildungsgerechtigkeit, soziale Herkunft, soziale Selektion, Bildungsbenachteiligung und Chancengleichheit.

Inwiefern beeinflusst der Bildungsgrad der Eltern die Studienentscheidung?

Die Studie zeigt, dass Kinder, deren Eltern einen akademischen Abschluss besitzen, eine signifikant höhere Studienwahrscheinlichkeit aufweisen, was den sogenannten Herkunftseffekt bestätigt.

Was bedeutet der Begriff "Abdrängung" im Kontext der Studienwahl?

Abdrängung beschreibt das Phänomen, dass Studierende aus bildungsfernen Schichten durch mangelnde Erfolgschancen oder soziale Zwänge in bestimmte, als weniger prestigeträchtig oder fachspezifisch empfundene Fakultäten gedrängt werden.

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Résumé des informations

Titre
Bildungsgerechtigkeit im Hochschulsystem
Université
University of Augsburg
Note
2,0
Auteur
Anne Andraschko (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
15
N° de catalogue
V212823
ISBN (ebook)
9783656410102
ISBN (Livre)
9783656411611
Langue
allemand
mots-clé
Gerechtigkeit Ungerechtigkeit soziale Ungleichheit Bildungsgerechtigkeit soziale Selektion soziale Herkunft Herkunftseffekt formale Gleichstellung Hochschulsystem
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anne Andraschko (Auteur), 2011, Bildungsgerechtigkeit im Hochschulsystem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212823
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Extrait de  15  pages
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