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Teilnehmende Beobachtung. Ein Überblick

Titre: Teilnehmende Beobachtung. Ein Überblick

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2013 , 15 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Alexander Singer (Auteur)

Médias / Communication - Méthodes et la logique de la recherche
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die hier vorliegende Arbeit entstand als Leistungsnachweis im Wintersemester
2012/2013 für das Seminar Mediensozialisation. Sie soll einen thematischen Überblick über eine Methode der qualitativen Sozialforschung – die teilnehmende Beobachtung - geben. Hierzu wird die teilnehmende Beobachtung im Bereich der Sozialforschung eingeordnet und eine Übersicht gegeben. Es folgt eine Beschreibung über den Ablauf der Durchführung, welche an einem konkreten Beispiel deutlich gemacht werden soll. Abschließend findet eine kritische Betrachtung der Methode statt, sowie ein allgemeines Fazit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Übersicht

2.1 Unterscheidung quantitative vs. qualitative Forschung

2.2 Feldforschung

2.3 Teilnehmende Beobachtung als Methode

3 Durchführung

3.1 Bestimmung der Beobachtungsdimensionen

3.2 Herstellen des Kontakts zum Untersuchungsfeld

3.2.1 Teilnehmende Beobachtung ohne vorbereiteten Zugang

3.2.2 Teilnehmende Beobachtung aufgrund einer Erlaubnis oder einer beruflichen Eingliederung

3.2.3 Teilnehmende Beobachtung aufgrund eines Auftrags oder einer Bitte

3.3 Das Handeln im Feld

3.4 Protokollieren

3.5 Die Auswertung

4 Beispiel für eine teilnehmende Beobachtung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen fundierten thematischen Überblick über die teilnehmende Beobachtung als Methode der qualitativen Sozialforschung zu geben, ihren Ablauf zu systematisieren und ihren Stellenwert innerhalb der wissenschaftlichen Praxis kritisch zu hinterfragen.

  • Einordnung der teilnehmenden Beobachtung in die qualitative Feldforschung
  • Prozesshafte Darstellung der Durchführung (von der Planung bis zur Auswertung)
  • Umgang mit Zugängen zum Untersuchungsfeld und ethischen Herausforderungen
  • Methodische Reflexion und Selbstkritik bei der Datenerhebung
  • Historische und praktische Anwendungsbeispiele

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Teilnehmende Beobachtung ohne vorbereiteten Zugang

Dies ist laut Girtler (2001) die häufigste Art der Feldforschung. Hier wird in der Regel Kontakt über eine Drittperson aufgenommen, jedoch kann genauso gut eine Aufnahme ohne Zwischenperson stattfinden. Häufig kommt es jedoch zu Problemen. So berichtet Franz Boas von einem Fall, bei dem er eine Beobachtung von Indianerstämmen an der Nordwestküste durchführte folgendes: „Aus einem unerklärlichem Grund konnte ich die Leute nicht zum Sprechen bringen. Sie denken offensichtlich, ich käme mit bösen Absichten. Als Resultat habe ich drei Stunden vergeudet, ohne irgend etwas [sic!] zu erreichen … Ungeachtet alles dessen, was ich sagen konnte, kam ich mit ihnen einfach nicht weiter“ (Rohner 1966, zit. n. Girtler 2001, S. 86). Um dies zu verhindern, ist es nach Girtler wichtig, „enge persönliche Kontakte mit einzelnen Personen der betreffenden Gemeinschaft aufzubauen“ (Girtler 2001, S. 87). Diese Personen tragen dazu bei, dass der Forscher einen Eindruck erhält, wie er sich zu verhalten hat und niemanden verärgert. Auch gibt er Informationen über Hierarchie und ähnliches. Denn nur mit diesen Informationen ist es möglich, einen Zugang zu bekommen, bei dem Misstrauen ausgeschlossen bzw. zumindest vermindert werden kann.

Um eine möglichst geeignete Drittperson zu finden, empfiehlt es sich, innerhalb seines Bekanntenkreises über die Forschungsabsichten zu berichten (Vgl. ebd. 88 f.). Es gibt zudem weitere Punkte die beachtet werden sollten, damit eine erfolgreiche Annäherung stattfinden kann. Dazu gehört unter anderem der Fakt, dass der Forscher sich auch sicher sein muss, dass er in seiner Rolle bestimmte Gewohnheiten annimmt. Girtler sagt dazu: „Wenn man als Forscher in eine Gruppe aufgenommen und anerkannt werden will, so ist zu raten, all das zu essen oder zu trinken, was einem vorgesetzt wird, sei es als Willkommensgruß oder als Mahlzeit. Jeder Versuch, das Vorgesetzte … abzulehnen, kann als Unhöflichkeit ausgelegt werden“ (ebd. S. 90). Für stattfindende Beobachtungen ohne großen kulturellen Unterschied ist dies genauso wichtig. So sind bestimmte Eigenheiten in eigentlich jeder sozialen Gruppe zu finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Arbeit als Leistungsnachweis für das Seminar Mediensozialisation vor und skizziert den Aufbau sowie die Zielsetzung der methodischen Untersuchung.

2 Übersicht: Dieses Kapitel definiert die teilnehmende Beobachtung als Methode der qualitativen Forschung und grenzt sie konzeptionell von quantitativen Forschungsansätzen sowie der allgemeinen Feldforschung ab.

3 Durchführung: Hier werden die prozessualen Schritte der Methode detailliert beschrieben, beginnend bei der Planung über den Zugang zum Feld und das Verhalten des Forschers bis hin zur Protokollierung und Auswertung.

4 Beispiel für eine teilnehmende Beobachtung: Anhand historischer Referenzen wie der Arbeit von Malinowski und der Marienthal-Studie wird die praktische Anwendung der Methode veranschaulicht.

5 Fazit: Das Fazit reflektiert die Stärken und Schwierigkeiten der teilnehmenden Beobachtung und stellt ihre Bedeutung als bereicherndes Instrument der qualitativen Sozialforschung heraus.

Schlüsselwörter

Teilnehmende Beobachtung, qualitative Sozialforschung, Feldforschung, Forschungstagebuch, Hawthorne-Effekt, Going native, Selbstreflexion, Datenauswertung, soziale Gruppe, Mikroebene, Forschungszugang, Feldstudie, Methodenreflexion, Interaktion, Sozialisation des Forschers

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Methode der „teilnehmenden Beobachtung“ als einem zentralen Instrument der qualitativen Sozialforschung, inklusive ihrer theoretischen Einbettung und praktischen Anwendung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?

Die zentralen Themen sind die Abgrenzung zur quantitativen Forschung, die verschiedenen Strategien des Feldzugangs, die Rolle des Forschers sowie der Prozess der Datenerhebung und Interpretation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über den methodischen Ablauf der teilnehmenden Beobachtung zu geben und die damit verbundenen Herausforderungen kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit diskutiert?

Die Arbeit diskutiert die teilnehmende Beobachtung, bei der der Forschende durch Interaktion und physische Anwesenheit innerhalb einer sozialen Gruppe Erkenntnisse über deren Strukturen und Handlungsweisen gewinnt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil erläutert den Ablauf der Durchführung: von der Festlegung der Beobachtungsdimensionen und dem Kontakt zum Untersuchungsfeld über das Verhalten im Feld bis hin zur Protokollierung und anschließenden Auswertung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem „Teilnehmende Beobachtung“, „Forschungstagebuch“, „Going native“, „Selbstreflexion“ und der „Hawthorne-Effekt“.

Warum ist laut Autor die Selbstreflexion des Forschers so essenziell?

Sie ist notwendig, um die Distanz zur untersuchten Gruppe zu wahren, eine objektive Interpretation zu ermöglichen und das Risiko des „Going native“ zu minimieren.

Welche Bedeutung hat das Forschungstagebuch in diesem methodischen Kontext?

Es dient als zentrales Instrument, um Eindrücke, persönliche Emotionen und Beobachtungen direkt festzuhalten, damit Handlungsmuster nicht übersehen werden und eine spätere Reflexion möglich ist.

Wie unterscheidet sich die teilnehmende Beobachtung von quantitativen Verfahren?

Während quantitative Forschung auf Repräsentativität und standardisierte Daten zielt, sucht die teilnehmende Beobachtung das tiefe Verständnis subjektiver Sinndeutungen und Prozesse in natürlichen Settings.

Welchen Stellenwert nimmt die ethische Problematik in der verdeckten Beobachtung ein?

Der Autor thematisiert den ständigen Konflikt, da verdeckte Beobachtung zwar den Vorteil bietet, den Hawthorne-Effekt zu vermeiden, jedoch moralische Fragen bezüglich des fehlenden Wissens der Beobachteten aufwirft.

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Résumé des informations

Titre
Teilnehmende Beobachtung. Ein Überblick
Université
Otto-von-Guericke-University Magdeburg
Note
1,7
Auteur
Alexander Singer (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
15
N° de catalogue
V212895
ISBN (ebook)
9783656409274
ISBN (Livre)
9783656409694
Langue
allemand
mots-clé
Forschungsmethoden Teilnehmende Beobachtung Mediensozialisation Mediennutzung qualitative Forschung Sozialforschung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexander Singer (Auteur), 2013, Teilnehmende Beobachtung. Ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212895
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Extrait de  15  pages
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