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Die Existenzgründung einer Arztpraxis

Unter besonderer Würdigung tilgungsoptimierter Fremdfinanzierungsformen

Titel: Die Existenzgründung einer Arztpraxis

Bachelorarbeit , 2013 , 102 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christopher Grzibek (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Beruf des Arztes ist auf breiter Front als „Traumjob“ manifestiert. Die Möglichkeit
kranken Menschen zu helfen, freiberuflich zu arbeiten und dabei noch lukrativ entlohnt
zu werden, sind Merkmale einer erfüllenden Tätigkeit. Trotz vieler Vorzüge und positiver
Aussichten verliert der Arztberuf zunehmend an Attraktivität. Hauptursache ist die
Refinanzierung des deutschen Gesundheitssystems, und gleichzeitig die Vergütung,
sowie Arbeitsbedingungen der Mediziner. In den letzten zwanzig Jahren haben Reformen
und Reglementierungen der Politik massive strukturelle Veränderungen am
Gesundheitsmarkt ausgelöst und eine Verunsicherung innerhalb der Ärzteschaft hervorgerufen.
Das Resultat ist ein akuter Mangel an ärztlichem Nachwuchs. In Folge dessen
haben viele niedergelassene Mediziner Probleme, einen Praxisnachfolger zu finden. Die
Gefahr einer medizinischen Unterversorgung rückt die Niederlassung von Ärzten in den
Fokus, da wirtschaftlich selbstständige Mediziner den Kern der ambulanten Versorgung
in Deutschland abbilden.
Die „Eigene Praxis“ stellt für viele Ärzte sowohl das erklärte beruflich Ziel, Fundament
wirtschaftlichen Erfolgs, als auch die Existenzgrundlage dar. Jedoch haben sich speziell
in diesem Bereich die ökonomischen und rechtlichen Anforderungen grundlegend geändert.
Negativfaktoren wie lange Arbeitstage, die Einnahmenunsicherheit, und das
Investitionsrisiko schrecken den Nachwuchs ab. Dabei bestehen auch unter Einfluss der
aktuellen Gesundheitspolitik aussichtsreiche Optionen, ein gesichertes und weit überdurchschnittliches
Einkommen zu erzielen. Perspektivisch werden sich die niedergelassenen
Ärzte behaupten, die zum einen über die notwendige fachliche Qualifikation und
zum anderen über betriebswirtschaftliches Wissen, als auch unternehmerische Fähigkeiten
verfügen. Arztpraxen entwickeln sich zu klein- und mittelständischen Unternehmen
(KMU). Das Medizinstudium ist jedoch nicht darauf ausgerichtet, den angehenden
Arzt zu einem Unternehmer auszubilden, so dass i.d.R. nur unzureichende betriebswirtschaftliche
Kenntnisse vor der Niederlassung bestehen. Besondere Bedeutung erhält in
diesem Zusammenhang die Existenzgründungsplanung und -beratung, welche die Basis
für eine erfolgreiche Selbstständigkeit bildet. Für die Existenzgründer stellt die aktuelle
Situation eine besondere Herausforderung, aber auch Chance für die zukünftige Positionierung
dar. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Zielsetzung und Gang der Arbeit

2. Strukturwandel im Gesundheitswesen

2.1. Die Entwicklung der ambulanten Versorgung

2.2. Wirtschaftliche und gesundheitspolitische Situation der Arztpraxis

2.3. Struktur und Aufteilung der Ärzteschaft

3. Voraussetzungen und Möglichkeiten der Niederlassung

3.1. Werdegang und Perspektiven eines Arztes

3.2. Optionen der ärztlichen Existenzgründung

3.2.1. Neugründung oder Übernahme

3.2.2. Einzelpraxis im Vergleich zur Kooperation

3.2.3. Medizinisches Versorgungszentrum

3.3. Neue Versorgungsstrukturen

4. Planungsphasen der Existenzgründung

4.1. Vorgründungsphase

4.1.1. Persönliche Anforderungen und das Gründungsteam

4.1.2. Formale Voraussetzungen und Ausrichtung der Praxis

4.2. Phase der Investitions- und Kostenplanung

4.2.1. Leistungsspektrum und Marketing

4.2.2. Praxisbewertung und Investitionskosten

4.3. Phase der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

4.3.1. Liquiditätsrechnung

4.3.2. Investitions- und Kostenanalyse

5. Existenzgründungsfinanzierung einer Arztpraxis

5.1. Grundlagen und Struktur der Finanzierung

5.1.1. Formen der Unternehmensfinanzierung

5.1.2. Systematik der Fremdkapitalaufnahme

5.1.3. Voraussetzungen und Prinzipien der Kreditierung

5.2. Grundformen kreditbasierter Fremdmittel

5.2.1. Tilgungsmodelle langfristiger Fremdmittel

5.2.2. Zinsvarianten und Zinsniveauentwicklung

5.2.3. Kurz- bis mittelfristiger Kapitalbedarf

5.3. Potentiale und Perspektiven der Praxisfinanzierung

5.3.1. Öffentliche Förderbanken

5.3.2. Tilgung versus Tilgungsaussetzung

5.3.3. Ratingverfahren

6. Ganzheitliche Betrachtung der Finanzierungsstruktur

6.1. Zusammenspiel von Praxis- und Privatinvestition

6.2. Fallbeispiel – Finanzierungskonzeption

6.2.1. Konzept 1: Klassische Finanzierung

6.2.2. Konzept 2: Hybride Finanzierung

6.2.3. Konzeptanalyse

6.3. Ableitung einer ganzheitlichen Finanzierungsstrategie

7. Schlussbetrachtung

7.1. Kritische Würdigung und empfehlenswerte Positionierung

7.2. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Existenzgründung von Arztpraxen in Deutschland unter Berücksichtigung der aktuellen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen. Im Zentrum steht die Entwicklung einer individualisierten, ganzheitlichen Finanzierungskonzeption, die sowohl betriebliche Investitionen als auch die private Finanzplanung des Mediziners integriert.

  • Strukturwandel der ambulanten Versorgung und dessen ökonomische Folgen
  • Möglichkeiten der ärztlichen Niederlassung (Einzelpraxis vs. Kooperation/MVZ)
  • Planungsphasen und Investitionsrechnung bei Praxisübernahmen
  • Gegenüberstellung von Finanzierungsinstrumenten und Fördermöglichkeiten
  • Entwicklung einer ganzheitlichen Finanzierungsstrategie am Fallbeispiel

Auszug aus dem Buch

1.1. Problemstellung

Der Beruf des Arztes ist auf breiter Front als „Traumjob“ manifestiert. Die Möglichkeit kranken Menschen zu helfen, freiberuflich zu arbeiten und dabei noch lukrativ entlohnt zu werden, sind Merkmale einer erfüllenden Tätigkeit. Trotz vieler Vorzüge und positiver Aussichten verliert der Arztberuf zunehmend an Attraktivität. Hauptursache ist die Refinanzierung des deutschen Gesundheitssystems, und gleichzeitig die Vergütung, sowie Arbeitsbedingungen der Mediziner. In den letzten zwanzig Jahren haben Reformen und Reglementierungen der Politik massive strukturelle Veränderungen am Gesundheitsmarkt ausgelöst und eine Verunsicherung innerhalb der Ärzteschaft hervorgerufen. Das Resultat ist ein akuter Mangel an ärztlichem Nachwuchs. In Folge dessen haben viele niedergelassene Mediziner Probleme, einen Praxisnachfolger zu finden. Die Gefahr einer medizinischen Unterversorgung rückt die Niederlassung von Ärzten in den Fokus, da wirtschaftlich selbstständige Mediziner den Kern der ambulanten Versorgung in Deutschland abbilden.

Die „Eigene Praxis“ stellt für viele Ärzte sowohl das erklärte beruflich Ziel, Fundament wirtschaftlichen Erfolgs, als auch die Existenzgrundlage dar. Jedoch haben sich speziell in diesem Bereich die ökonomischen und rechtlichen Anforderungen grundlegend geändert. Negativfaktoren wie lange Arbeitstage, die Einnahmenunsicherheit, und das Investitionsrisiko schrecken den Nachwuchs ab. Dabei bestehen auch unter Einfluss der aktuellen Gesundheitspolitik aussichtsreiche Optionen, ein gesichertes und weit überdurchschnittliches Einkommen zu erzielen. Perspektivisch werden sich die niedergelassenen Ärzte behaupten, die zum einen über die notwendige fachliche Qualifikation und zum anderen über betriebswirtschaftliches Wissen, als auch unternehmerische Fähigkeiten verfügen. Arztpraxen entwickeln sich zu klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU). Das Medizinstudium ist jedoch nicht darauf ausgerichtet, den angehenden Arzt zu einem Unternehmer auszubilden, so dass i.d.R. nur unzureichende betriebswirtschaftliche Kenntnisse vor der Niederlassung bestehen. Besondere Bedeutung erhält in diesem Zusammenhang die Existenzgründungsplanung und -beratung, welche die Basis für eine erfolgreiche Selbstständigkeit bildet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung des Ärztemangels und die veränderten wirtschaftlichen Anforderungen an eine Arztpraxis ein, wobei das Ziel der Arbeit zur Entwicklung einer Finanzierungskonzeption definiert wird.

2. Strukturwandel im Gesundheitswesen: Dieses Kapitel erläutert die demografischen und gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen, die zu einer Ökonomisierung der Medizin und damit einhergehender Unsicherheit bei niedergelassenen Ärzten führen.

3. Voraussetzungen und Möglichkeiten der Niederlassung: Hier werden der Werdegang eines Arztes sowie verschiedene Karriereoptionen und Praxisformen, von der Einzelpraxis bis zum medizinischen Versorgungszentrum, kritisch beleuchtet.

4. Planungsphasen der Existenzgründung: Dieses Kapitel veranschaulicht die notwendigen Schritte einer Gründung, insbesondere am Beispiel der Übernahme einer hausärztlichen Einzelpraxis inklusive einer detaillierten Investitions- und Kostenanalyse.

5. Existenzgründungsfinanzierung einer Arztpraxis: Hier werden die Formen der Kreditfinanzierung, Tilgungsmodelle und die Rolle öffentlicher Förderbanken bei der Praxisfinanzierung im Detail analysiert.

6. Ganzheitliche Betrachtung der Finanzierungsstruktur: Dieses Kapitel führt eine ganzheitliche Analyse durch, die betriebliche und private Finanzinvestitionen kombiniert und anhand von zwei Finanzierungskonzepten in einem Fallbeispiel vergleicht.

7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung der Ergebnisse und einer Empfehlung zur strategischen Positionierung für Existenzgründer und bereits praktizierende Ärzte.

Schlüsselwörter

Existenzgründung, Arztpraxis, Praxisfinanzierung, Gesundheitswesen, Investitionsplanung, Liquiditätsrechnung, Fremdkapital, Tilgungsdarlehen, Förderbanken, Medizinisches Versorgungszentrum, Betriebswirtschaft, Niederlassung, Honorarverteilung, Praxisübernahme, Finanzierungsstrategie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wirtschaftlich erfolgreichen Existenzgründung von Arztpraxen unter den komplexen Rahmenbedingungen des heutigen deutschen Gesundheitsmarktes.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Werk?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Strukturwandel im Gesundheitssektor, den verschiedenen Modellen der ärztlichen Niederlassung, der Investitionsplanung sowie der Strukturierung von Finanzierungsmodellen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist die Ableitung einer individualisierten, ganzheitlichen Finanzierungskonzeption für niedergelassene Mediziner, um eine langfristige wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und eine praxisorientierte Simulationsrechnung (InKo-Analyse) zur Darstellung von Zahlungsströmen und Investitionsbedarfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Planung der Praxisgründung, die Analyse von Finanzierungsformen (Kredit vs. Förderdarlehen) und die Verknüpfung von betrieblicher und privater Finanzplanung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Existenzgründung, Arztpraxis, Finanzierungsstrategie, Investitionsplanung und ambulante Versorgung definieren.

Wie unterscheidet sich die klassische von der hybriden Finanzierung?

Das klassische Modell trennt betriebliche und private Verbindlichkeiten, während das hybride Konzept Tilgungsströme kombiniert, um durch steuerliche Effekte und Renditevorteile einen Kostenvorteil zu erzielen.

Warum ist die Wahl des Tilgungsmodells entscheidend?

Die Wahl beeinflusst direkt die Liquidität des Arztes, die Gesamtzinslast über die Laufzeit und die Möglichkeiten, steuerliche Vorteile durch Sonderausgaben oder Tilgungsersatzinstrumente zu nutzen.

Welche Bedeutung kommt dem Rating bei der Praxisfinanzierung zu?

Das Ratingverfahren dient Banken als Grundlage zur Bestimmung der Kreditwürdigkeit und beeinflusst direkt die Refinanzierungskosten und Genehmigungsprozesse für Praxisgründer.

Ende der Leseprobe aus 102 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Existenzgründung einer Arztpraxis
Untertitel
Unter besonderer Würdigung tilgungsoptimierter Fremdfinanzierungsformen
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management Essen, Standort Duisburg
Note
1,7
Autor
Christopher Grzibek (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
102
Katalognummer
V212925
ISBN (eBook)
9783656408574
ISBN (Buch)
9783656408802
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arztpraxis Existenzgründung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christopher Grzibek (Autor:in), 2013, Die Existenzgründung einer Arztpraxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212925
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  102  Seiten
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