Die Messung von Vertrauen in F&E-Kooperationen


Bachelorarbeit, 2011

61 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 F&E-Kooperationen
2.1 Einleitung und Definition
2.2 Ziele der F&E
2.3 Kooperation als Quelle externen Wissens
2.4 Determinanten der F&E-Kooperation
2.5 Chancen und Risiken

3 Vertrauen in F&E-Kooperationen
3.1 Das Konstrukt Vertrauen
3.1.1 Definition und wirtschaftlicher Aspekt
3.1.2 Systematisierungen
3.2 Vertrauen in F&E-Kooperationen

4 Messung von Vertrauen in F&E-Kooperationen
4.1 Einleitung und Zielsetzung
4.2 Datenerhebung und grundlegende Messverfahren
4.3 Anforderungen an die Messverfahren
4.4 Methoden und Studien zur Messung von Vertrauen
4.4.1 Interpersonal Trust Scale
4.4.2 Organizational Trust Inventory
4.4.3 Vertrauensmessung von Doney und Cannon
4.4.4 Vertrauensmessung mit der Nutzwertanalyse
4.4.5 Vertrauensmessung mit AHP

5 Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Die Vertrauensbeziehung als Principal-Agent-Beziehung

Abbildung 2: Vertrauensarten

Abbildung 3: Vertrauensgeber/ -nehmerrelationen

Abbildung 4: Verfahren zur Messung von Vertrauen

Abbildung 5: Definitionsmatrix der OTI

Abbildung 6: Korrelationen von Vertrauensdimensionen und Einstellungskomponenten .

Abbildung 7: Hierarchie des Indikatorensystems

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Determinanten der F&E-Kooperation

Tabelle 2: Beispiel einer Vertrauensmessung mit der Nutzwertanalyse

Tabelle 3: 9-stufige Bewertungsskala des AHP

Tabelle 4: Paarvergleichsmatrix der ersten Hierarchiestufe

Tabelle 5: Paarvergleichsmatrix der zweiten Hierarchiestufe Goodwill-Vertrauen

Tabelle 6: Paarvergleichsmatrix der zweiten Hierarchiestufe Kompetenz-Vertrauen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Die moderne Wirtschaft ist durch Märkte gekennzeichnet, die aufgrund des immer schneller werdenden technischen Fortschritts und den sich laufend ändernden Anforderungen und Bedürfnissen der Konsumenten einer starken Dynamik unterstehen.1 Diese dynamischen Verhältnisse beinhalten die Konsequenz, dass F&E-Vorsprünge nur von kurzer Dauer sind. Aufgrund der sich in der Vergangenheit kontinuierlich verkürzenden Produktlebenszyklen und damit der Nutzungspotentiale eines Produktes wird dieser Effekt noch verstärkt, so dass Forschung und Entwicklung (F&E) einen wichtigen Grundstein für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens darstellt.2

Verstärkt wird die angesprochene Notwendigkeit von F&E durch die Effekte der Globali- sierung und Internationalisierung. Durch die sich kontinuierlich öffnenden nationalen Märkte und die damit einhergehende stark fortschreitende Vernetzung der globalen Märkte entsteht ein international geprägter Wettbewerbsdruck.3 Um diesem Druck gewappnet zu sein, bieten sich insbesondere im Bereich der F&E Zusammenschlüsse mit anderen Unter- nehmen an.4 Mithilfe solcher F&E-Kooperationen lassen sich die Ressourcen der jeweili- gen Unternehmen bündeln und es ergeben sich Skalen- und Synergieeffekte.5

Einen wichtigen Aspekt in einer F&E-Kooperation stellt das Vertrauen dar.

Aufgrund seiner Vielschichtigkeit und seiner mehrdimensionalen Eigenschaften ist Vertrauen jedoch sowohl allgemein als auch in einer F&E-Kooperation nur sehr schwer zu operationalisieren. In dieser Arbeit wird ein Überblick über das Konstrukt Vertrauen im Bereich von F&E-Kooperationen gegeben und der Problemstellung nachgegangen, inwieweit es möglich ist, dieses Vertrauen zu messen..

Zunächst wird in dieser Arbeit auf die Grundlagen von F&E und Kooperationen eingegangen. Hierbei werden insbesondere die Ziele von F&E und die Gestaltung sowie die Chancen und Risiken einer Kooperation in diesem Bereich angesprochen.

Nach einer kurzen Darstellung und Systematisierung des Konstrukts Vertrauen wird ausführlich die Rolle von Vertrauen in F&E-Kooperationen erläutert.

Im darauf folgenden Kapitel wird schließlich die Messung von Vertrauen in F&E- Kooperationen betrachtet. Nach einer kurzen Darstellung der Zielsetzung werden zunächst Grundlagen der Datenerhebung und Messtechniken sowie Anforderungen an die Messtechniken erläutert. Darauf aufbauend werden drei aus der wissenschaftlichen Literatur bekannte Messverfahren bzw. empirische Studien angeführt, die darauf überprüft werden, ob sie auch für die Messung von Vertrauen in F&E-Kooperationen geeignet sind. Schließlich soll aufgezeigt werden, wie eine Messung von Vertrauen in F&E-Kooperationen auch mittels multikriterieller Bewertungsmethoden wie der Nutzwertanalyse und des Analytic Hierarchy Process (AHP) vorgenommen werden kann.

Die Arbeit schließt mit einer Schlussbetrachtung in der die gewonnenen Ergebnisse der Arbeit noch einmal zusammengefasst werden. Es soll hierbei insbesondere darauf eingegangen werden, inwiefern die angeführten Messmethoden prinzipiell für die Messung von Vertrauen in F&E-Kooperationen geeignet sind und welche Entwicklungs- bzw. Modifikationsmöglichkeiten für zukünftige Untersuchungen bestehen.

2 F&E-Kooperationen

2.1 Einleitung und Definition

Auch wenn F&E ein essentieller Begriff in der Wirtschaft ist, lässt sich in der Fachliteratur keine einheitliche Definition finden.6 Stellvertretend soll hier die Definition von Brockhoff angeführt werden, der F&E als eine in den Innovationsprozess eingebettete „[…] Kombi- nation von Produktionsfaktoren zur Gewinnung neuen Wissens […]“ definiert.7 Kenn- zeichnend sind hierbei die mit Forschung und Entwicklung verbundene Unsicherheit und das Risiko. Demnach ist F&E stets mit einem ungewissen Ausgang verbunden, der eine gewisse Risikobereitschaft des jeweiligen Unternehmens erfordert.8 In der Fachliteratur hat sich eine Systematisierung von F&E in die Teilaktivitäten Grundlagenforschung, ange- wandte Forschung sowie die Entwicklung durchgesetzt.9 Im Rahmen dieser Arbeit wird sich im Weiteren auf die angewandte Forschung und die Entwicklung beschränkt, da hauptsächlich in diesen Bereichen F&E-Kooperationen eingegangen werden.

Der Begriff der Kooperation lässt sich aus ökonomischer Perspektive in inner-, zwischen- und überbetriebliche Kooperationen differenzieren.10 Da F&E-Kooperationen zum Groß- teil zwischen zwei Unternehmen eingegangen werden, wird in dieser Arbeit unter einer Kooperation eine zwischenbetriebliche Zusammenarbeit verstanden. Trotz oder gerade aufgrund der umfangreichen Literatur zum Thema Unternehmenskooperationen lässt sich auch hier keine einheitliche Definition anführen.11 Es sind jedoch mehrere Merkmale für den zu untersuchenden Teilaspekt der F&E-Kooperation abzuleiten. So lässt sich eine Ko- operation als eine gemeinschaftliche, auf gemeinsame Ziele gerichtete Zusammenarbeit in festgelegten Teilbereichen der Unternehmen charakterisieren, die auf freiwilliger Basis und unter Wahrung der wirtschaftlichen und rechtlichen Unabhängigkeiten auf den Zweck der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit ausgerichtet ist und demnach einen höheren Grad der Zielerreichung ermöglicht.12 Diese Definition lässt sich nunmehr auch auf eine Kooperati- on im F&E-Bereich anwenden. Bei dem festgelegten Teilbereich der Zusammenarbeit handelt es sich in diesem Fall um die F&E.

2.2 Ziele der F&E

Für den Bereich F&E lässt sich kein eindeutiges Hauptziel anführen. Vielmehr handelt es sich um viele unterschiedliche Ziele, vertreten durch verschiedene Bereiche und Institutio- nen der Wirtschaft. Neben den aus dem volkswirtschaftlichen Kontext abgeleiteten Zielen wie bessere Bedürfnisbefriedigung der Konsumenten, Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit einer nationalen Wirtschaft im internationalen Vergleich sowie das Wachstum des Sozial- produkts eines Landes,13 nehmen die betriebswirtschaftlichen Ziele der F&E betreibenden Unternehmen die weitaus bedeutendere Rolle ein. Denn ebenso wie sämtliche anderen Be- reiche innerhalb eines Unternehmens ist auch die F&E zielorientiert.14 Die Ziele der Un- ternehmen sind dabei in mehrfacher Art und Weise zu differenzieren. Zunächst einmal lassen sich umfangreiche Sachziele eines F&E-Vorhabens anführen. Hierzu zählt vor allem die eigentliche Hauptaufgabe der F&E, nämlich die Schaffung von Wissen und Innovation, was das unmittelbare Ziel des Informationserwerbs impliziert.15

Im Vordergrund für das Unternehmen selbst stehen jedoch Formalziele wie die Schaffung von Unternehmenswert und die damit einhergehenden ökonomischen Ziele Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit, Suche nach neuen Betätigungsfeldern und Wachstum der Unter- nehmung.16

Stellt man sowohl Sach- als auch Formalziele gegenüber, wird deutlich, dass die Sachziele nicht zwangsweise mit den Formalzielen kompatibel sind, also ein Beitrag der Sachziele zur angestrebten Wirtschaftlichkeit nicht unmittelbar gegeben sein muss.17 Es wäre durch- aus denkbar, dass eine, wie z.B. vom Target-Costing impliziert, Ausrichtung auf die Kun- denwünsche ökonomisch sinnvoller wäre, als ein reines Streben nach technischem Fort- schritt.18 Somit ist festzuhalten, dass wie jede andere Funktion in einem Unternehmen auch der Bereich der F&E zur Erfüllung der Unternehmensziele beitragen soll. Gelingt dies bestmöglich, so kann schließlich von einer effektiven Steuerung der F&E gesprochen wer- den. Ist dagegen die Zielkomplementarität verletzt, so ist Ineffektivität gegeben.19 Hieraus ergibt sich die Forderung nach effektiver und effizienter F&E innerhalb der Unterneh- mung, um einen höchstmöglichen Grad der Zielerreichung zu erlangen. Dies ist zwar als hinreichend, allerdings nicht als notwendig für den wirtschaftlichen Erfolg des Unterneh- mens anzusehen.20

2.3 Kooperation als Quelle externen Wissens

Während historisch gesehen F&E-Vorhaben zum Großteil unternehmensintern ausgearbei- tet wurden, so beinhaltet die zunehmende Komplexität der Innovationsprozesse, dass das hierfür notwendige hochspezialisierte Wissen und die technischen Informationen nicht mehr nur intern effizient erarbeitet werden können.21 Als Konsequenz ergibt sich eine Vielzahl von Möglichkeiten der zwischenbetrieblichen Zusammenarbeit zum Zweck der externen Wissensbeschaffung.

Als die wichtigsten externen Quellen können Gemeinschaftsforschung, Vertrags- und Kon- traktforschung, Risikokapitalbeteiligungen, Educational Acquisitions, Lizenzen, Akquisiti- onen sowie F&E-Kooperationen angeführt werden.22 Dieser Arbeit liegt der Bereich der F&E-Kooperation zugrunde, so dass sich im Folgenden auf diese Form der Gewinnung externen Wissens beschränkt wird.

F&E-Kooperationen sind speziell dadurch gekennzeichnet, dass sie das jeweils interne Wissen der kooperierenden Unternehmen bündeln und so zu einer effektiven und effizienten Weise zur Zielerreichung beigetragen.23 Als Voraussetzungen für die Kooperation im Bereich F&E sind „[…] ein verbindendes Motiv, ein mit der Kooperation verbundener Nettonutzen, gleiche, zumindest jedoch ähnliche oder ergänzende Informationsbedürfnisse und die grundsätzliche Bereitschaft zur Zusammenarbeit […]“ zu nennen.24

2.4 Determinanten der F&E-Kooperation

Kooperationen in der F&E sind hinsichtlich ihrer Merkmalsausprägungen durch ein großes Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten gekennzeichnet. Diese Mehrdimensionalität lässt sich anhand eines sogenannten morphologischen Kastens übersichtlich darstellen (siehe Tabelle 1). Mithilfe dieser Übersicht ist erkennbar, wie vielschichtig eine Kooperation im Bereich F&E aufgrund ihrer Mehrdimensionalität aufgebaut sein kann. Aus Übersichtlich- keitsgründen wird im Folgenden lediglich auf die Kooperationsrichtung, die Intensität der Bindung zwischen den Unternehmen und die zeitliche Dimension näher eingegangen.

F&E-Kooperationen lassen sich zunächst je nach betroffener Wertschöpfungsstufe in horizontale, vertikale und diagonale Kooperation klassifizieren.25

Horizontale Kooperationen sind durch eine Kooperation von Unternehmen auf der glei- chen Wertschöpfungsstufe charakterisiert. Dies impliziert, dass es sich bei den kooperie- renden Unternehmen oftmals um aktuelle oder potentielle Konkurrenten handelt. Dies muss aber nicht unbedingt so sein, da auch marktübergreifende horizontale Kooperationen denkbar sind.26

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Determinanten der F&E-Kooperation

(Quelle: in Anlehnung an Refflinghaus, J.-R. (2000), S. 21)

Eine Kooperation auf der horizontalen Ebene kann unterschiedliche Motive haben. So be- steht im Gegensatz zu vertikalen oder diagonalen Kooperationen hier die Möglichkeit, die zwischen den Unternehmen herrschende Konkurrenz aufzuheben und damit unter Umstän- den eine marktherrschende Stellung einzunehmen.27 Dies schafft z.B. neue Möglichkeiten in der Preispolitik.

Bei vertikalen Kooperationen handelt es sich hingegen um eine Kooperation von Unter- nehmen aufeinander folgender Wertschöpfungsstufen. Kennzeichnend hierfür sind Zuliefe- rer-Abnehmer-Beziehungen, die dabei sowohl vor- als auch rückwärts gerichtet sein kön- nen.28 Hauptzwecke dieser Verbindung sind die hier optimale Möglichkeit, Schnittstellen zwischen den Unternehmen abzustimmen und die Reduzierung von Anpassungskosten zwischen dem liefernden und verarbeitenden Unternehmen.29

Die dritte Verbindungsmöglichkeit besteht aus einer diagonalen, auch als lateral, konglo- merat oder branchenunabhängig bezeichneten Kooperation. Diese ist gekennzeichnet durch branchenübergreifende Zusammenarbeit und unterschiedliche Wertschöpfungsstufen.30 Zweck einer solchen Kooperation sind u.a. finanzpolitische Überlegungen sowie eine Auf- teilung des Kostenrisikos.31 In einer F&E-Kooperation beträfe das z.B. die hohen Kosten von riskanten F&E-Vorhaben.

Eine Einteilung von F&E-Kooperationen hinsichtlich ihrer Intensität wird im Folgenden zwecks Übersichtlichkeit lediglich in drei Intensitätsgrade vorgenommen. Hierbei handelt es sich um die hinsichtlich ihrer Intensität steigende nicht koordinierte Einzelforschung mit Erfahrungs- und Ergebnisaustausch, die koordinierte Einzelforschung mit Ergebnisaus- tausch sowie die gesellschaftsvertragliche F&E-Kooperation mit gemeinsamer Lösung von F&E-Aufgaben.32

Bei der nicht koordinierten Einzelforschung mit Erfahrungs- und Ergebnisaustausch han- delt es sich um die einfachste Art der Zusammenarbeit. Hier werden lediglich Informatio- nen ausgetauscht, deren Verwertung den jeweiligen Unternehmen selbst überlassen ist. Die koordinierte Einzelforschung mit Ergebnisaustausch ist zwar ebenso auf eigenständige F&E-Aktivitäten beschränkt, es wird hier jedoch koordiniert welches Unternehmen welche Forschungstätigkeit übernimmt. Bei der gesellschaftsvertraglichen F&E-Kooperation han- delt es sich schließlich um eine vertraglich geregelte direkte Zusammenarbeit, die z.B. durch eine gemeinsame Forschungsstätte gekennzeichnet sein kann.33 Die zeitliche Dimension einer F&E-Kooperation ist sehr flexibel. So kann eine Kooperati- on sowohl auf ein einziges F&E-Projekt beschränkt als auch auf Langfristigkeit angelegt sein. Nach einer Studie von Rotering sind 90% der F&E-Kooperationen zeitlich befristet und nur 10% langfristig über mehrere Projekte hinaus angelegt.34

Ein Problem bei einer relativ kurzen Zusammenarbeit stellt jedoch eine mögliche Erhö- hung des opportunistischen Verhaltens von einem der Kooperationspartner gegen Ende der Kooperation dar, da dieser die Kooperation nach dem F&E-Projekt ohnehin als beendet ansieht und schließlich auch keine Abhängigkeit mehr vom Kooperationspartner besteht.35

2.5 Chancen und Risiken

Durch eine Kooperation in der F&E eröffnen sich vielfältige Chancen und Möglichkeiten für die kooperierenden Unternehmen.

Zunächst einmal bietet sich durch eine Kooperation im Bereich F&E die Chance, diesen Teilbereich der Unternehmung in operativer Hinsicht zu optimieren. Da jede Unterneh- mung für sich unterschiedliches „Know-How“ besitzt und über unterschiedliche F&E- Erkenntnisse und F&E-Ergebnisse verfügt, ergibt sich durch die Zusammenführung dieser Faktoren im Gesamtbild ein höherer Kenntnisstand der kooperierenden Unternehmen. Die- ses Ergebnis, allgemein als Synergieeffekt bezeichnet, sorgt für eine deutliche Erhöhung des Potentials der jeweiligen F&E-Vorhaben.36 Des Weiteren ergeben sich für den operati- ven Bereich durch eine mögliche Parallelisierung der F&E-Vorhaben und eine Vermei- dung von Doppelforschung verkürzte Entwicklungszeiten und damit letztlich eine kürzere Time-to-Market-Spanne.37 Im Endeffekt bietet sich für die kooperierenden Unternehmen somit die Chance Kosten einzusparen.

Aber auch Kostenpotentiale werden durch eine F&E-Kooperation verringert. So werden durch eine Kooperation die Entwicklungsrisiken reduziert, da diese auf die kooperierenden Unternehmen verteilt werden.38 Bei potentiellen Fehlschlägen in der F&E können somit die angefallenen Kosten auf mehrere Schultern aufgeteilt werden. Ein weiterer Vorteil ei- ner F&E-Kooperation liegt in der Marktzutrittserleichterung.39 So besteht besonders bei internationalen Kooperationen die Möglichkeit für die Unternehmen, auf dem jeweiligen Markt der kooperierenden Unternehmung Fuß zu fassen oder bei einer Kooperation mit einem größeren Unternehmen potentielle Marktbarrieren zu überwinden.

Ziel einer jeden F&E-Kooperation muss es demnach sein, die hier genannten Chancen zu nutzen und einen weitreichenden Vorteil aus der Zusammenarbeit zu ziehen. Letztlich be- steht somit die Chance, die Wettbewerbsposition zu verbessern und ggf. auch international auszuweiten.

Neben all den hier genannten vielfältigen Chancen ist eine F&E-Kooperation jedoch nicht gänzlich risikolos.

Wie bereits angeführt, entstehen durch eine F&E-Kooperation Kostenvorteile. Diesen Vorteilen stehen jedoch auch nicht zu vernachlässigende Kosten der Kooperation gegenüber. So muss zunächst ein geeigneter Kooperationspartner gesucht, Verhandlungen geführt, ein Kooperationsvertrag ausgearbeitet und schließlich die jeweiligen F&E-Bereiche exakt aufeinander abgestimmt werden.40

Ein weiterer wichtiger Risikofaktor in einer F&E-Kooperation ist der Schutzbedarf des generierten Wissens und des jeweiligen unternehmensinternen „Know-How“.41 So besteht generell die Gefahr opportunistischen Verhaltens seitens des Kooperationspartners, indem z.B. das interne „Know-How“ der anderen Unternehmung wissentlich genutzt und miss- braucht wird. Insbesondere bei horizontalen Kooperationen unter Konkurrenten ist dieser Punkt zu beachten, da Vertraulichkeit hier von äußerster Wichtigkeit ist und sich die Er- gebnisse der gemeinsamen F&E oftmals nur sehr schwer internalisieren lassen.42 Ein wei- teres, spezifisches Problem betrifft den Bereich der länderübergreifenden Kooperationen. Hier besteht das Risiko, dass unterschiedliche kulturelle Einflüsse und nationale Regelun- gen und Gesetze eine F&E-Kooperation erschweren oder sogar scheitern lassen.43

Die genannten Risiken zeigen, dass F&E-Kooperationen unter Umständen sehr riskant sein können und die vorgenommenen Ziele nicht erreicht werden. Unterstrichen wird dies durch diverse empirische Studien, die Misserfolgsquoten von bis zu 70% ausweisen.44 Dies macht deutlich, dass eine Kooperation im Bereich F&E sowohl einer operativen als auch einer sorgfältigen strategischen Planung bedarf, um Chancen effizient zu nutzen und das Risiko so gut wie möglich zu minimieren.

3 Vertrauen in F&E-Kooperationen

3.1 Das Konstrukt Vertrauen

3.1.1 Definition und wirtschaftlicher Aspekt

Vertrauen ist für das menschliche Leben zweifellos von essentieller Bedeutung. Es kann sogar als Grundlage von Gesellschaft und Zivilisation angesehen werden, auf dem sich jede Beziehung aufbaut.45 So gibt es wohl kaum ein menschliches Verhalten oder eine Handlung, bei der Vertrauen nicht zumindest peripher relevant ist. Hinzu kommt, dass Vertrauen meist nicht aktiv wahrgenommen wird, sondern den Individuen oftmals unbe- wusst ist. So wird es in einer Beziehung oftmals erst dann wirklich wahrgenommen, wenn es belastet oder gestört ist.46

Gemäß der Bedeutung für das menschliche Leben, hat das Vertrauen auch Einzug in viele wissenschaftliche Disziplinen erhalten. So beschäftigt sich neben der Philosophie, Sozio- logie und Psychologie auch die Wirtschaftswissenschaft mit dem Konstrukt Vertrauen. Daraus ergeben sich zwangsweise unterschiedliche Perspektiven und Differenzierungen, so dass auch eine allgemeingültige Definition von Vertrauen nicht gegeben sein kann.47 Im Rahmen dieser Arbeit soll sich im Folgenden auf den ökonomischen Aspekt beschränkt werden, der ebenfalls vielfältige Ausprägungen annehmen kann. Vertrauen ist z.B. ein wichtiger Bestandteil der Spieltheorie, in der es als Erscheinungsform von kooperativem Verhalten gilt und mit diesem auch oftmals gleichgesetzt wird.48 Aber auch über die Spiel- theorie hinaus erhält das Konstrukt u.a. über die Principal-Agent-Theory Einzug in die durch unvollkommene Märkte, begrenzte Rationalität und Opportunismus gekennzeichnete Neue Institutionenökonomie. So verhalten sich nach einem Vertrauensbeziehungs-Modell von Rippberger Prinzipale und Agenten als Vertrauensgeber bzw. Vertrauensnehmer (siehe Abbildung 2).49

Kernpunkt dieses Modells sind die zwischen diesen Individuen herrschenden Informati- onsasymmetrien, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie opportunistisches Verhalten zulassen.50

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Die Vertrauensbeziehung als Principal-Agent-Beziehung

(Quelle: in Anlehnung an Rippberger, T. (1998), S. 74)

Indem der Vertrauensgeber dem Vertrauensnehmer jedoch vertraut, geht er davon aus, dass dieser die Möglichkeit nicht wahrnimmt und sich kooperativ verhält. Somit kann der Vertrauensgeber darüber hinaus auf weitere Steuerungs- und Kontrollmaßnahmen wie z.B. Verträge und Monitoring verzichten, so dass Vertrauen in der Principal-Agent-Theory für ein weitreichendes Kosteneinsparpotential sorgt.51

Ebenfalls für Kosteneinsparpotential sorgt Vertrauen in der Transaktionskostentheorie. Hier wirkt Vertrauen u.a. durch eine Reduzierung von Such-, Vereinbarungs-, Vertragsdurchsetzungs- und der Anpassungskosten transaktionskostensenkend.52 Durch diese Vielschichtigkeit wird schnell klar, dass auch in der Wirtschaftswissenschaft keine eindeutige Definition von Vertrauen angeführt werden kann.53 Im Folgenden soll in dieser Arbeit die von Rippberger konzipierte Definition von Vertrauen gelten, die Vertrauen als „[…] die freiwillige Erbringung einer riskanten Vorleistung unter Verzicht auf explizite vertragliche Sicherungs- und Kontrollmaßnahmen gegen opportunistisches Verhalten in der Erwartung, dass sich der andere, trotz Fehlen solcher Schutzmaßnahmen, nicht opportunistisch verhalten wird […]“ kennzeichnet.54

Aus dieser Definition lassen sich die Hauptmerkmale von Vertrauen im ökonomischen Kontext dieser Arbeit ableiten. Zunächst erfolgt der Aufbau von Vertrauen immer auf freiwilliger Basis. Es kann demnach weder erzwungen, noch durch äußeren Druck bestärkt werden.55 Des Weiteren ist aufgrund der angesprochenen Informationsasymmetrie immer ein bestimmtes Maß an Risiko und Unsicherheit mit dem Vertrauen verbunden. So besteht immer das Risiko, dass der Vertrauensnehmer das Vertrauen des Vertrauensgebers durch opportunistisches Verhalten ausnutzt, die Kooperationsziele nicht erreicht werden und damit der potentielle Schaden den potentiellen Nutzen übersteigt.56 Auf F&E-Kooperationen übertragen bedeutet dies, dass die vertrauensgebende Unternehmung in Form einer riskanten Vorleistung z.B. ihr „Know-How“ zur Verfügung stellt, ohne dass der Kooperationspartner eine Gegenleistung dafür erbringt. Dies kann dabei sowohl an opportunistischem Verhalten als auch an fehlenden Fähigkeiten liegen.

Ein darüber hinaus gehender Punkt sind die kulturellen Unterschiede im Verständnis von Vertrauen. So ist bei länderübergreifenden F&E-Kooperationen zu beachten, dass in unterschiedlichen Kulturen das Vertrauen unterschiedlich ausgeprägt sein kann.57

3.1.2 Systematisierungen

Wie bereits im vorangegangen Kapitel erläutert, handelt es sich bei Vertrauen um ein vielschichtiges Konstrukt. Somit lassen sich auch mehrere Systematisierungen von Vertrauen anführen. Im Folgenden werden die Differenzierungsmöglichkeiten nach Vertrauensarten und Vertrauensgeber/ -nehmerrelationen betrachtet.

Bei einer Differenzierung nach Vertrauensarten ist zunächst eine Einteilung des Vertrauens in generalisiertes und spezifisches Vertrauen vorzunehmen, wobei letzteres noch weiter differenziert werden kann.58

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Vertrauensarten

(Quelle: in Anlehnung an Kenning, P. (2002), S. 13.)

Das generalisierte Vertrauen lässt sich als die von einer spezifischen Situation unabhängige grundsätzliche Vertrauensbereitschaft als eine Ausprägung der Persönlichkeit eines Individuums bezeichnen.59 Es kann demnach als eine Einstellung aufgefasst werden, die sich im Laufe des Lebens durch Erfahrungen und kulturelle sowie soziale Einflüsse gebildet hat. Auch wenn das generalisierte Vertrauen nicht von einer spezifischen Vertrauenssituation abhängig ist, so hat es dennoch oftmals einen direkten Einfluss auf eine solche spezifische Situation und sollte demnach nicht außer Acht gelassen werden.60

Spezifisches Vertrauen bezieht sich dagegen direkt auf eine bestimmte gegenwärtige Ver- trauenssituation und ist demnach direkt von den Einflüssen der Situation und der Vertrau- enswürdigkeit einer bestimmten Person oder Organisation abhängig.61 Diese Vertrauensart lässt sich noch weiter in affektives und kognitives Vertrauen differenzieren.62 Affektives Vertrauen entsteht durch die während des bisherigen Lebens gesammelten emotionalen, also gefühlsmäßigen Erfahrungen gegenüber einem Vertrauensnehmer und lässt sich nur sehr schwer von außen beeinflussen.63 Das aus Reputations- und Erfahrungsvertrauen zu- sammengesetzte kognitive Vertrauen zielt dagegen auf das vergangene und gegenwärtige Verhalten des Vertrauensnehmers ab und ist relativ einfach zu beeinflussen.64 Solange der Vertrauensgeber dabei keine eigenen Erfahrungen mit dem Verhalten des Vertrauensneh- mers gemacht hat, vertraut er auf die Erfahrungen Dritter (Reputation) und bringt ihm so- mit das sogenannte Reputationsvertrauen entgegen.65 Das Erfahrungsvertrauen entsteht dagegen aus den eigenen persönlichen Erfahrungen des Vertrauensgebers mit dem Ver- trauensnehmer und substituiert im Zeitverlauf mehr und mehr das Reputationsvertrauen.66 Bei Betrachtung der Vertrauensgeber/ -nehmerrelation lässt sich eine weitere Systematisie- rung vornehmen.

[...]


1 Vgl. Wöhe, G. (2008), S. 421.

2 Vgl. Brockhoff, K. (1994), S. 9f.; Keuter, A. (1994), S. 9-10.

3 Vgl. Wöhe, G. (2008), S. 255.

4 Vgl. Porter, M. E./Fuller, M. B. (1989), S. 364-365.

5 Vgl. Bihn, M. (1997), S. 177; Hansen, H. (1999), S. 41-45.

6 Vgl. Kern, W./Schröder, H.-H. (1977), S. 14-21.

7 Brockhoff, K. (1994), S. 35.

8 Vgl. Brockhoff, K. (1994), S. 79-81; Vgl. Kern, W./Schröder, H.-H. (1977), S. 16-17; Vgl. Bihn, M. (1997), S. 9.

9 Vgl. Brockhoff, K. (1994), S. 37-38; Vgl. Kern, W./Schröder, H.-H. (1977), S. 22-25; Vgl. Keuter, A. (1994), S. 12-15.

10 Vgl. Rotering, C. (1990), S. 38-39; Vgl. Düttmann, B. (1989), S. 70.

11 Vgl. Hansen, H. (1999), S. 24.

12 Vgl. Wöhe, G. (2008), S. 255; Vgl. Benisch, W. (1973), S. 67; Vgl. Rotering, C. (1990), S. 41; Vgl. Düttmann, B. (1989), S. 76.

13 Vgl. Keuter, A. (1994), S. 32.

14 Vgl. Kern, W./Schröder, H.-H. (1977), S. 40-51; Vgl. Brockhoff, K. (1990), S. 19.

15 Vgl. Hauber, R. (2002), S. 5; Vgl. Brockhoff, K. (1994), S. 35; Vgl. Kern,W./Schröder, H.-H. (1977), S. 42-43.

16 Vgl. Hauber, R. (2002), S. 144; Vgl. Keuter, A. (1994), S. 29-31.

17 Vgl. Hauber, R. (2002), S. 39.

18 Vgl. Hauber, R. (2002), S. 39.

19 Vgl. Brockhoff, K. (1990), S. 19.

20 Vgl. Hauber, R. (2002), S. 108.

21 Vgl. Rotering, C. (1990), S. 8.

22 Vgl. Rotering, C. (1990), S. 11-18.

23 Vgl. Heitmann, M. (2007), S. 144.

24 Corsten, H. (1982), S. 173.

25 Vgl. Wöhe, G. (2008), S. 255-256; Vgl. Düttmann, B. (1989), S. 112-114.

26 Vgl. Düttmann, B. (1989), S. 112.

27 Vgl. Wöhe, G (2008), S. 259.

28 Vgl. Wöhe, G. (2008), S. 256.

29 Vgl. Düttmann, B. (1989), S. 113-114.

30 Vgl. Wöhe, G. (2008), S. 256.

31 Vgl. Wöhe, G. (2008), S. 256.

32 Vgl. Düttmann, B. (1989), S. 103-108; Vgl. Rotering, C. (1990), S. 115-123.

33 Vgl. Düttmann, B. (1989), S. 107.

34 Vgl. Rotering, C. (1990), S. 90.

35 Vgl. Becker, T. (2007), S. 20.

36 Vgl. Jacquemin, A. (1988), S. 552; Vgl. Düttmann, B. (1989), S. 89-90.

37 Vgl. Siebert, H. (1999), S. 19; Vgl. Rotering, C. (1990), S. 80 und die dort angegebene Literatur.

38 Vgl. Gahl, A. (1991), S. 20; Vgl. Düttmann, B. (1989), S. 99; Vgl. Rotering, C. (1990), S. 80 und die dort angegebene Literatur.

39 Vgl. Michel, L. M. (2009), S. 45.

40 Vgl. Düttmann, B. (1989), S. 156.

41 Vgl. Michel, L. M. (2009), S. 58.

42 Vgl. Jacquemin, A. (1988), S. 553.

43 Vgl. Rotering, C. (1990), S. 85 und die dort angegebene Literatur.

44 Vgl. Vogt, H. (2007), S. 2 und die dort angegebene Literatur.

45 Vgl. Schwegler, U. (2009), S. 1.

46 Vgl. Baier, A. (1986), S. 234.

47 Vgl. Rippberger, T. (1998), S. 35; Vgl. Petermann, F. (1996), S. 15.

48 Vgl. Deutsch, M. (1958), S. 265-279; Vgl. Rippberger, S. 6; Vgl. Pieper, J. (2000), S. 92.

49 Vgl. Rippberger, T. (1998), S. 68-77.

50 Vgl. Klaus, E. (2002), S. 142.

51 Vgl. Klaus, E. (2002), S. 138; Vgl. Rippberger, T. (1998), S. 79.

52 Vgl. Pieper, J. (2000), S. 188-196; Vgl. Dyer, J. H./Chu, W. (2003), S. 64-67.

53 Vgl. Kenning, P. (2002), S. 20-21.

54 Vgl. Rippberger, T. (1998), S. 45.

55 Vgl. Petermann, F. (1996), S. 61.

56 Vgl. Das, T.K./Teng, B.-S. (2001), S. 252-255.

57 Vgl. Huff, L./Kelley, L. (2003), S. 81-89; Vgl. Chao, G. T./Moon, H. (2005), S. 1128-1138; Vgl. Chen, C. C./Chen, X.-P./Meindl, J.R. (1998), S. 285-300.

58 Vgl. Rippberger, T. (1998), S. 99-106; Vgl. Kenning, P. (2002), S. 12-17.

59 Vgl. Rippberger, T. (1998), S. 101.

60 Vgl. Rotter, J. B. (1980), S. 2.

61 Vgl. Rippberger, T. (1998), S. 105.

62 Vgl. Kenning, P. (2002), S. 14-16.

63 Vgl. Kenning, P. (2002), S. 14.

64 Vgl. Birl, H. (2006), S. 192.

65 Vgl. Kenning, P. (2002), S. 15.

66 Vgl. Kenning, P. (2002), S. 17.

Ende der Leseprobe aus 61 Seiten

Details

Titel
Die Messung von Vertrauen in F&E-Kooperationen
Hochschule
Universität Osnabrück  (BWL/Rechnungswesen und Controlling (Managerial Accounting))
Note
1,7
Autor
Jahr
2011
Seiten
61
Katalognummer
V212986
ISBN (eBook)
9783656410591
ISBN (Buch)
9783656412496
Dateigröße
633 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
messung, vertrauen, f&e-kooperationen
Arbeit zitieren
André Stockmann (Autor), 2011, Die Messung von Vertrauen in F&E-Kooperationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212986

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