Der mystische Pfad zur Erkenntnis

Spirituelle Erlebnisse mit Yoga


Skript, 2013
116 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Teil I Allgemeine Erkenntnisse

Das vedische Wissen

Das Universum

Die Zeit

Das Lebewesen

Die individuelle Seele

Die Überseele

Die Wanderung der Seelen

Der Körper

Die feinstofflichen Hüllen

Das Karma

Geburt, Krankheit, Alter und Tod

Die spirituellen Planeten

Vegetarismus

Die Tierseele

Teil II Spirituelle Erfahrungen

Yoga und Meditation

Körperreisen und Gespräche mit dem inneren Heiler

Seltsame Ereignisse am PC

Mysteriöse Verwandlung an einem Sommertag

Das Treffen mit dem toten Vater

Die Heilerin aus Malaysia

Das Universum und die Tierkreiszeichen werden mir gezeigt

Die Uhren erinnern mich jeden Tag und jede Nacht

Das Pferd der Göttin Devi Apatji-Shakti

Die silberne Stadt

Ich sehe eine blutende Madonna

Die Wächter der Schwelle

Seltsame Muster

Babaji zeigt mir sein Gesicht

Mein Hund Bonzo meldet sich aus dem Jenseits

Mein verstorbener Stiefvater stellt sich mir vor

Energie- oder Informationstransfer ?

Flugzeuge aus dem Jenseits ?

Der Flug im Kristall durch das Universum

Ich sah den Irak-Krieg drei Wochen vorher in einer Vision

Teil III Mantren und eigene spirituelle Gebete

Was ist ein Mantra?

Das Maha-Mantra

Das Gayatri-Mantra

Eigene Gebete

Was Du mir bist, o Herr

Du bist der Ruheort allen Seins

Du bist das vollständige Wissen

Du bist immer in mir

Alles nur Zufall?

Nachwort

Der Autor

Literaturverzeichnis

Bildverzeichnis

Vorwort

Wir leben in einem sehr gefährlichen Zeitalter, dem Kali-Yuga. Kali, die alles verschlingende Zeit, unter deren Wirken die materiellen Dinge entstehen, sich entwickeln und wieder vergehen. Gott, der Allmächtige repräsentiert sich hier in seiner äußeren Energie und in seiner Allmacht, die alle Lebewesen unter die Kontrolle der Naturgesetze stellt und sie den drei Leiden der materiellen Natur aussetzt, nämlich den Leiden die das Lebewesen aus seinem Samsara (Kreislauf der Wiedergeburten) mit Geburt, Krankheit, Alter und Tod erleiden muss, die Leiden die aus seinem Karma erwachsen und die Leiden, die aus seiner Umwelt (Katastrophen, Kriege, Mitmenschen) über ihn hereinbrechen. Alle Religionen sind wie Ströme die das Heer der Lebewesen in den Ozean der ewigen Glückseligkeit geleiten, den wir die absolute Wahrheit oder Gott nennen. Eine wahre Religion spiegelt den Willen und die Gesetze des Höchsten EINEN, Gottes, wieder. Wahre Religion ist daher unverfälschtes, in einer Kette der Lehrer – Schülernachfolge, übergebenes Wissen von Gott. Dieses Wissen muss seinen Ursprung in Gott selbst haben, da es sonst nicht die absolute Wahrheit repräsentiert. Ein solches Wissen finden wir heute nur noch in einer einzigen unverfälschten Quelle, den indischen Veden. Die Veden sind das der Menschheit vor Millionen Jahren übergebene Wissen; es ist das älteste und umfangreichste Wissen der Menschheit. Da dieses Wissen in gewaltigen Zeiträumen stets mündlich überliefert wurde waren Fehlinterpretationen durch Menschen nicht zu vermeiden. Die meisten Religionen werden durch ihre häufig wechselnden irdischen Stellvertreter, je nach deren Verständnis und Zielen interpretiert, so dass wir es weltweit mehr mit Ir-Religion als mit durch Gott gegebene Religion zu tun haben. Das schlachten von Millionen Tieren täglich weltweit, das Glücksspiel, die Prostitution, der Drogen -und Alkoholgenuss, die Abtreibung und das zeugen von Kindern wie Hunde und Katzen, sowie die Gottlosigkeit im täglichen Leben und Handeln hat die Menschheit in niedere Lebenssphären gebracht in der Heuchelei, Geltungssucht, Lügen und Betrug zum Alltag gehören. Aus diesem Grund erschien die höchste Persönlichkeit Gottes, als Inkarnation namens Sri Krishna erneut vor 5.000 Jahren in unserem Universum und übermittelte die Veden unverfälscht in Form der Bhagavad-Gita an König Arjuna. Wenn der höchste EINE erscheint hat dies zwei Gründe: er beschützt seine Geweihten und vernichtet die zuviel gewordenen Dämonen, welche die Geweihten drangsalieren. Werden die Dämonen von der höchsten Person selbst getötet so erreichen diese ebenfalls das spirituelle Reich Gottes. Vor 5.000 Jahren wurde auf sein Wirken hin die Schlacht von Kurukshetra inszeniert, in welcher viele Millionen Gottlose und Dämonen (Asuras) getötet wurden. Die Essenz der Veden welche aus vier Teilen bestehen ist das Srimad-Bhagavatam, während die Bhagavad-Gita das gesprochene Wort Gottes, Sri Krishna, an den König Arjuna ist. Es ist das höchste Wissen welches uns über die Beziehung Gottes zu seinen Lebewesen und der Schöpfung in allen Bereichen des Lebens, des Wissens und des gesellschaftlichen Verhaltens vollständig unterrichtet. Die Angabe von Literaturquellen beschränkt sich auf diejenigen, die geeignet sind das Verständnis des Lebewesens und seine ewige Beziehung zu Gott tiefergehend zu erläutern. Dieses Wissen das unverfälscht von Gott über große erleuchtete Heilige zu uns gelangte kann nicht mittels mentaler oder logischer Spekulationen erfasst oder gar bewertet werden. Der allmächtige Schöpfer ungezählter Universen lässt sich weder im Reagenzglas noch mit dem Elektronenmikroskop entdecken. Eine solche Denkweise die davon ausgeht man könnte hinter die Geheimnisse Gottes durch hypothetische, empirische oder logische Spekulationen kommen ist die Annahme von unwissenden Narren. Man nehme alle Nobelpreisträger zusammen und stellen ihnen die Aufgabe nur einen einzigen Apfelkern herzustellen der zu einem Baum wächst und Früchte trägt. Vor dieser Aufgabe, die der Schöpfer in 8.400.000 Lebensformen in unserem Universum täglich werden und vergehen lässt, schrumpfen die egozentrischen Leistungen derer die lediglich etwas entdeckten was schon immer da war zu einer Show der Eitelkeiten zusammen. Mein Buch ist daher auch kein akademisches Lehrbuch, dass doktrinäre Erkenntnisse oder spekulative Hypothesen unter die Menschen bringen möchte noch möchte es so verstanden werden die Menschen zu missionieren oder zu gläubigen Menschen machen zu wollen. Es möchte lediglich darstellen, dass es zwischen Himmel und Erde noch wichtigere Dinge gibt die wir in der technisierten Welt überhaupt nicht mehr wahrnehmen können, und dass die Schwierigkeiten der Menschheit in der Negation des höchsten Wesens, Gott, zu suchen sind. So steht jedes Lebewesen unter der Kontrolle der Natur und der ewigen alles verschlingenden Zeit die jedoch unter der Aufsicht des höchsten Herrn tätig ist. Der höchste Herr befindet sich als Überseele im Herzen eines jeden Lebewesens und ist der stille Beobachter all unseres Denkens und Handelns. Ohne den Willen Gottes bewegt sich letztendlich nicht einmal ein Grashalm. Es gibt kein Leben ohne den göttlichen Funken in allen Dingen. Selbst ein Stein lebt, denn jeder Kristall wächst und zerfällt irgendwann einmal. Dieses Wachstum, welches auch eine bestimmte Form hat, geschieht nicht unabhängig von einem dahinter stehenden Willen. Es gibt daher nichts außerhalb des Willens Gottes. Ich möchte meine bescheidenen Erfahrungen und mein spirituelles Wissen über die höchste Person allen Personen mitteilen, die in ihrem Herzen fühlen, dass in dieser Welt etwas nicht mehr in Ordnung ist. Daher habe ich dieses Buch zuerst Gott geweiht und dann allen leidenden Lebewesen unseres Planeten.

Das vedische Wissen

Das vedische Wissen ist viele Millionen Jahre alt, es existiert seit unvor-denklichen Zeiten. "Bei der kritischen Betrachtung jedes altindischen Geisteserzeugnisses wird man wie in einer Spirallinie gegen ein unerschwinglich hohes Altertum hinaufgewunden. Erscheinungen, die in der ganzen Geschichte des menschlichen Geistes unvergleichbar bleiben." Dies schrieb vor 160 Jahren August Wilhelm von Schlegel, der Begründer der Indologie in Deutschland und ein Sprachgenie, er beherrschte über zehn Sprachen auf dem Niveau eines Übersetzers. Es gab und gibt keine weitere Kultur, die eine derart reiche Fülle an Schriften hinterlassen hat wie die altindische. Das liegt daran, dass diese Kultur nie wirklich untergegangen ist wie die sumerische oder ägyptische, sondern bis heute in Form einer spirituellen Tradition am Leben blieb. Aus diesem Grund sind viele der indischen Schriftzeugnisse relativ jung, denn sie bestehen nicht aus Tontafeln, sondern aus Palmblättern, die im Lauf der Jahrhunderte und Jahrtausende immer wieder neu abgeschrieben werden mussten. Obwohl die ältesten Palmblätter, die wir heute noch besitzen, höchstens 1000 oder 2000 Jahre alt sind, ist es offensichtlich, dass die darin übermittelten Informationen auf viel ältere Quellen zurückgehen. Der größte Teil dieser Schriften, niedergeschrieben in der hochkomplizierten Sanskritsprache, befasst sich mit geistigen und religiösen Themen (Selbstverwirklichung, Gotteserkenntnis), was bereits einen wichtigen Hinweis auf die Prioritäten dieser Kultur darstellt. Es wurde entdeckt, dass jene Zivilisation, die diese Schriften hervorgebracht hat, über ein fortgeschrittenes Wissen verfügte und mit großer Selbstverständlichkeit über interplanetarische Reisen, Vimana-Raum-schiffe und außerirdische Zivilisationen sprach. In der letzten Zeit sind vor allem die Lehren des Ayurveda berühmt geworden (jene Teile der vedischen Schriften, die sich mit Medizin und der Erhaltung der Gesundheit befassen).

Weniger bekannt sind jene Teile, die sich mit dem Aufbau des Universums und mit Sankhya, einer Art multidimensionalen Physik, befassen. Die Purana-Kosmologie enthält Informationen über die Entstehung des Universums, die erst im 20. Jahrhundert wieder herausgefunden wurden, zu einem großen Teil aber noch unentdeckt sind oder bestritten bzw. verheimlicht werden, vor allem die Existenz außerirdischer und höherdimensionaler Lebensformen.1 Das vedische Wissen, deren Essenz im Srimad Bhagavatam in zwölf Buchbänden zusammengefasst wird, ist die umfangreichste Beschreibung aller Lebensphänomene, die jeder Mensch kennen sollte. Die Veden sind Gott, da dieses Regelwerk des menschlichen Lebens direkt von ihm über die Schülernachfolge zu uns gelangte und daher nicht getrennt von ihm gesehen werden können. Nach den Unterweisungen Gottes an die Menschheit dient die menschliche Lebensform nicht dazu, sich mittels der fünf Sinne zu befriedigen oder zu schuften, um der Sinnbefriedigung besser nachgehen zu können, sondern dazu über ein reguliertes Leben, ausgefüllt mit spirituellen Handlungen und der Verehrung des höchsten EINEN den Weg aus dem Kreislauf von Geburt, Krankheit, Alter und Tod zu verlassen und heimzukehren zu unserer wahren Welt, in das spirituelle Königreich Gottes. Da alle Lebewesen ewige Teile Gottes, seiner inneren Energie sind und die Lebewesen durch den Willen Gottes existieren, ist deren Entwicklung und Reifung zuerst eine geistige Evolution, wobei die Lebewesen bei ihrer Rückkehr in das spirituelle Reich alle ungezählten Erfahrungen, vom Atom bis zum höchstentwickelten Lebewesen Brahma, zu Gott zurückbringen. Gott ist die absolute Wahrheit und welchen Zweck seine Schöpfungen für ihn selbst haben, sollten wir mit unserem begrenzten Vermögen nicht versuchen zu beantworten. Ohne dieses vedische Wissen,2 die Verehrung des höchsten EINEN, Gottes, sowie dem Lebensziel Selbstverwirklichung und Rückkehr in das ewige, spirituelle Reich ist das gesamte Leben nutzlos verlebt. Die menschliche Lebensform ist die einzige Entwicklungsstufe, in welcher dies möglich wird. Das Lebewesen hat bis zu dieser Entwicklung bereits 84.000 Existenzformen, vom Mineral über das Pflanzen- und Tierreich hinter sich gelassen, daher ist das Töten von Tieren ein gewaltsamer Abbruch deren Entwicklungszyklus. Da alles mit allem durch die Überseele Gottes miteinander verbunden ist, fällt dieses Unrecht als Leiden auf die Menschheit selbst zurück. Man spricht daher von Einzel-, oder Gruppenkarma. Die Schuldfrage bei Gott zu stellen ist Unwissenheit, da Gott seine Lebewesen neutral liebt, bei ihm gibt es keine Dualität. Die Dualität dieser materiellen Welt erscheint uns deshalb, weil wir von Gott innerlich getrennt sind und mit einem falschen Ego denken: „dieser Körper bin ich“ und „das ist mein“.

Das Universum

Das Universum ist eine Schöpfung des höchstes Wesen, der höchsten Person und dem letztendlichen Ruheort alles Seins, Gott. Die singuläre Bezeichnung das Universum ist unvollständig, da es nach dem höchsten Wissen und nach den Aussagen der höchsten Person Gottes, in der Bhagavad-Gita, ungezählte Universen gibt, die wie Weintrauben an einer Traube miteinander verbunden sind. So gibt es die materiellen Universen, die unter der Kontrolle der Zeit und der Natur stehen und aus materiellen Energien (der äußeren Energie Gottes) aufgebaut sind sowie das ewige spirituelle Reich, welches aus rein spiritueller Energie (der inneren Energie Gottes) aufgebaut ist. Die Anteile der Gesamtschöpfung betragen 75 Prozent der spirituellen Welt und 25 Prozent für die materiellen Welten. Beide Welten oder Energiearten sind durch materielle Schichtungen der fünf Elemente, Erde, Feuer, Wasser, Luft und Äther ungeheueren Ausmaßes voneinander getrennt. Die dritte Energieform Gottes ist die marginale Energie, welche die Lebewesen erhalten haben. Das eigentliche Lebewesen bezeichnet man als Seele.

Sie ist ein Energiefunken aus der inneren Energie Gottes und ist unzerstörbar, da ihre Größe mit dem zehntausendstel Teil einer Haarspitze angegeben wird. Umgeben ist dieses ewig existierende und unzerstörbare Lebewesen, die Seele, mit der äußeren materiellen Energie, die wir den materiellen Körper nennen. Ohne die innere Energie Gottes ist kein Leben allein aus der Materie möglich. Es ist unsinnig in einem Labor zu versuchen aus dem zusammenfügen chemischer Elemente Leben zu schaffen, ebenso wie die Theorie als Unsinn anzusehen ist, das Weltall habe sich aus den Elementen Helium und Wasserstoff gebildet. „Wer hat diese beiden Elemente geschaffen oder wo kommen diese her?“ Die Wissenschaft vermeidet solche einfachen Fragen und präsentiert der unwissenden Menschheit statt dessen immer neue verwickelte Theorien, abstrakte Modelle und Wortfindungen, die lediglich Spekulationen von fehlerbehafteten Lebewesen sind, die alle paar Jahre neu und anders, von wieder neuen und anderen fehlerbehafteten Spekulationen abgelöst werden. Man denke nur an die vielen Weltbilder die es bisher gab und für deren Ablehnung oder Zweifel an deren Richtigkeit unzählige Menschen hingerichtet wurden.

Der Fortschritt in der Entwicklung einiger verbesserter Fernrohre, Mikroskope und Funktechniken mittels der Elektronik ließ die Wissenschaftler mit Erstaunen feststellen, dass es noch kleiner und noch größer gibt. Man sollte verstehen, dass man nur einwenig mehr mit diesen Hilfsmitteln von den Dingen sieht die ohnehin bereits immer da waren und es sind, ob man diese nun sehen oder nicht sehen kann. Und welchen Nutzen erbringen die investierten Geldmengen, die diese im Prinzip völlig nutzlosen Erkenntnisse verschlingen? Das Geld ließe sich für die Linderung der Not, die gerade eben durch die Verschwendung ungeheurer Geldmengen für den wissenschaftlichen Egoismus und die Prestigesucht einzelner Gruppen verursacht wird, damit weit nützlicher einsetzen. Nach unserem irdischen Kenntnissen benutzen wir ein dreidimensionales Bezugssystem zur Beschreibung von linearen, quadratischen und kubischen Systemen (Linie, Fläche, Raum), die Zeit dient in solchen Systemen als der wichtigste Parameter. Auch der Physiker Albert Einstein stellte fest, dass alle Berechnungen auf dieser Grundlage nur unter bestimmten Bedingungen und unter der Annahme bestimmter Konstanten gelten. Alle weiteren Erkenntnisse über das Vorhandensein einer mehrdimensionalen Wirklichkeit sind mit materiellen Sinnen nicht zu erlangen. Sie sind zwar theoretisch-mathema-tisch bewiesen, aber einen praktischen Nutzen oder direkte Erkenntnisse und Erfahrungen daraus, sind im materiellen Bereich bisher damit nicht zu verzeichnen. Das vedische Wissen erklärt die Sonne zum Mittelpunkt unseres Universums und ordnet bestimmte Planeten einer bestimmten spirituellen Evolutionsstufe zu, zum Beispiel in die niederen, die mittleren, die höheren und die spirituellen Planeten. Gemäß der vedischen Kosmologie unterteilt sich die Planetenstruktur des Universums in vierzehn Planetensysteme. Die höheren sieben Welten (Lokas) des Universums, angefangen mit der irdischen Dimension heißen : Bhurloka, Bhuvarloka, Svargaloka, auch Svarloka genannt, Maharloka, Janoloka, Tapoloka und Satyaloka. Daneben gibt es die sieben untergeordneten Welten der Dunkelheit. Ihre Namen lauten, in absteigender Reihenfolge: Atala, Vitala, Sutala, Talatala, Mahatala, Rasatala und Patala.3 Alle diese Planetensysteme sind materielle Schöpfungen, wobei das Leben auf den höchsten Planeten mit Tausenden und Millionen Jahren angegeben wird. Dennoch müssen alle Lebewesen der höheren Planeten, ebenso wie der Gestalter des Universums, Brahma, sterben. Brahma lebt die unvorstellbare Zeit, nach unseren Erdenjahren, von 311 Billionen Jahren. Im Vergleich zur Ewigkeit Gottes ist dieser Zeitraum nicht einmal ein Augenzwinkern. Gott ist von den Gesetzen der Zeit und der materiellen Natur unberührt, obwohl ER in alle Welten, bis in das kleinste Atom eingeht. Nach dem vedischen Wissen wird unser Universum mit 6,4 Milliarden Kilometer Durchmesser angegeben.4 Die sogenannte „moderne“ Wissenschaft gibt eine mögliche Größe von ca. 230.000 Lichtjahren5 an, wobei 1 LJ gleich 9,46 mal 10 hoch 15 m6 ist . Die Frage, ob diese Angaben richtig sind bleibt offen, da wir es im Universum mit einem gekrümmten Raum zu tun haben. Ebenso ist die derzeitige Physik in Erklärungsnot, was die Hohlkugel-Theorie der Erde angeht. (vgl. Sexl, Roman: Die Hohlwelt-Theorie). Zweifelhaft ist auch, ob die Zeit- und Raumkonstanten in diesen Weiten noch gelten, vor allem unter dem Aspekt höherer Dimensionen. Nach dem vedischen Wissen sollten wir unsere trockenen Spekulationen darüber einstellen.

Die Zeit

In den Veden wird die alles verschlingende Zeit, als eine der Energien Gottes genannt. In der materiellen Welt unterliegen alle Prozesse der Zeit. Die Dingen kommen, bestehen eine Weile und vergehen wieder. Für die Abläufe der Zeit sind durch die höchste Person Gott, entsprechende Beauftragte geschaffen wurden, die dies kontrollieren und übernehmen. In den Veden werden diese Schöpfungen aus der Energie Gottes, Halbgötter genannt. Aber diese Halbgötter sind nicht unabhängig von Gott, sondern sind unter seiner Kontrolle tätig. Die Halbgötter unterliegen ebenfalls der Zeit und dem Tod. Die Veden beschreiben sehr exakt die Einheiten der Zeit. Hier einige Auszüge aus dem Srimad-Bhagavatam.

“Das letzte Teilchen der materiellen Manifestation, das unteilbar und nicht zu einem Körper geformt ist, wird als Atom bezeichnet. Es existiert immer, selbst nach der Auflösung aller Formen, als eine unsichtbare Einheit. Der materielle Körper ist nichts weiter als eine Zusammensetzung solcher Atome, doch er wird vom gewöhnlichen Menschen falsch verstanden. Das Atom ist die winzige subtile Form der ewigen Zeit.“

Die Beschreibung des Atoms im Srimad-Bhagavatam ist nahezu die gleiche wie die der modernen Atomwissenschaft und sie wird im Paramanuveda, einer vedischen Schrift weiter ausgeführt. Auch in der modernen Wissenschaft wird das Atom als das letzte unteilbare Teilchen anerkannt, aus dem das Universum zusammengesetzt ist. Das Srimad-Bhagavatam ist ein umfassender Text, der Beschreibungen aus allen Wissensbereichen enthält, einschließlich der Theorie des Atomismus. Atome sind der Endzustand des manifestierten Universums. Wenn sie in ihren eigenen Formen bleiben, ohne verschiedene Körper zu bilden, bezeichnet man sie als die unbegrenzte Einheit. Es gibt zweifellos verschiedene Körper in physikalischen Formen, doch die Atome selbst bilden die vollständige Manifestation. Man kann Zeit messen, indem man die Bewegung der atomaren Zusammensetzung von Körpern misst. Zeit ist die Kraft der allmächtigen Energie Gottes, Sri Krishna, der jede physische Bewegung beherrscht, obwohl er in der physischen Welt für Nicht-Gottgeweihte nicht sichtbar ist. Zeit und Raum sind dabei zwei Begriffe, die zueinander in wechselseitiger Beziehung stehen. Zeit wird anhand der Dauer der Durchmessung eines bestimmten Raumes von Atomen gemessen. Die Normalzeit wird anhand der Bewegung der Sonne berechnet. Die Zeit, welche die Sonne braucht, um an einem Atom vorbeizuziehen, wird als atomare Zeit bezeichnet. Die größte Zeit von allen umspannt die gesamte Existenz der nichtdualistischen Manifestation. Alle Planeten rotieren und legen eine bestimmte Entfernung zurück, und diese Entfernung wird anhand von Atomen berechnet. Jeder Planet hat seine bestimmte Rotationsbahn der er ohne Abweichung folgt, und auch die Sonne hat ihre Umlaufbahn. Die vollständige Zeitrechnung der Schöpfung, Erhaltung und Vernichtung, die nach der Rotation des gesamten Planetensystems bis zum Ende der Schöpfung berechnet wird, ist als die höchste Zeit, die im Sanskrit KALA genannt wird, bekannt. Die Einteilung grober Zeit wird wie folgt berechnet.

Zwei Atome bilden ein Doppelatom und drei Doppelatome machen ein Hexatom aus. Dieses Hexatom ist im Sonnenlicht sichtbar, das durch die Löcher eines Fensterdrahtnetzes fällt. Man kann deutlich sehen, dass das Hexatom in den Himmel aufsteigt. Das Atom wird als ein unsichtbares Teilchen beschrieben, doch wenn sich sechs solche Atome verbinden, werden sie als Trasarenu bezeichnet. Dieses Hexatom ist im Sonnenlicht sichtbar, wenn es durch die Löcher eines Drahtnetzes, zum Beispiel vor einem Fenster fällt. Die Zeitdauer, die drei Trasarenu brauchen um sich zu verbinden, wird als Truti bezeichnet und einhundert Trutis bilden ein Vedha. Drei Vedhas machen ein Lava aus. Wenn eine Sekunde in 1687,5 Teile zerlegt wird, stellt jedes Teil die Dauer eines Truti dar, dass heißt die Zeit die achtzehn atomare Teilchen brauchen um sich zu verbinden. Eine solche Verbindung von Atomen zu verschiedenen Körpern schafft die Berechnung der materiellen Zeit. Die Sonne ist der Mittelpunkt für die Berechnung aller verschiedenen Zeitspannen. Die Zeitdauer dreier Lavas entspricht der eines Nimesa, die Verbindung von drei Nimesa macht ein Ksanas aus, fünf Ksanas bilden ein Kastha und fünfzehn Kastha sind ein Laghu. Durch Berechnung findet man heraus das ein Laghu zwei Minuten entspricht. Die atomare Berechnung der Zeit im Sinne der vedischen Weisheit kann mit diesem Verständnis in unsere heutige Zeitrechnung übertragen werden. Fünfzehn Laghus bilden eine Nadika, die auch als ein Danda bezeichnet wird. Zwei Dandas bilden eine Muhurta und sechs oder sieben Dandas machen nach menschlicher Zeitrechnung ein viertel eines Tages oder einer Nacht aus. Der Messtopf für eine Nadika oder ein Danda kann hergestellt werden, indem man einen Kupfertopf nimmt, der sechs Palas, also vierzehn Unzen wiegt und in diesen mit einen goldenen Bohrer, der vier Masas wiegt und vier Finger lang ist, ein Loch bohrt. Wenn der Topf auf Wasser gesetzt wird, bezeichnet man die Zeit die verstreicht, bevor das Wasser im Topf überfließt, als ein Danda.

Es wird hier die Anweisung gegeben, dass das Loch im kupfernen Messtopf mit einem Bohrer gemacht werden muss, der nicht mehr als vier Masas wiegt und nicht mehr als vier Finger lang ist. Dies regelt den Durchmesser der Öffnung. Der Topf wird ins Wasser gesetzt und die Zeit bis zum überlaufen wird als ein Danda bezeichnet. Dies ist eine weitere Möglichkeit ein Danda zu messen, ebenso wie Zeit durch Sand in einem Glas gemessen werden kann. In den Tagen der vedischen Zivilisation mangelte es offensichtlich nicht an wahrem Wissen um Physik, Chemie oder höhere Mathematik. Messungen wurden auf verschiedene Weise so einfach wie möglich vorgenommen. Berechnungen zufolge besteht sowohl der Tag als auch die Nacht des Menschen aus vier Praharas , die man auch als Yamas bezeichnet. In ähnlicher Weise bilden fünfzehn Tage und Nächte einen halben Monat und es gibt zwei Zeiträume von fünfzehn Tagen, einen weißen und einen schwarzen in jeweils einem Monat. Die Gesamtheit von zwei Zeiträumen von gleich fünfzehn Tagen ist ein Monat und dieser Zeitraum entspricht auf den Pita-Planeten einem ganzen Tag und einer ganzen Nacht. Zwei solche Monate bilden eine Jahreszeit und sechs Monate entsprechen einem vollständigen Sonnenlauf von Süden nach Norden. Zwei Sonnenläufe bilden einen Tag und eine Nacht der Halbgötter und diese Verbindung von Tag und Nacht entspricht einem vollständigen Kalenderjahr des Menschen. Der Mensch hat eine Lebensdauer im Jetztzeitalter, dem Kali-Yuga, von einhundert Jahren. Einflussreiche Sterne, Planeten Leuchtkörper und Atome im gesamten Universum folgen ihrer jeweiligen Umlaufbahn nach der Weisung des Höchsten, der von der ewigen Zeit, KALA, repräsentiert wird. In der Brahma-Samhita, einer vedischen Schrift heißt es, dass die Sonne das Auge des Höchsten ist und in ihrer bestimmten Zeitbahn rotiert. In ähnlicher Weise befinden sich alle Körper, angefangen mit der Sonne bis hin zum Atom unter dem Einfluss des KALA-CHAKRA oder der Umlaufbahn der ewigen Zeit und jeder von ihnen hat eine festgesetzte Umlaufbahn von einem Samvatsara.

Es gibt fünf verschiedene Namen für die Kreisbahnen der Sonne, des Mondes, der Sterne und der Leuchtkörper am Firmament und sie alle haben ihr eigenes Samvatsara. Die Themen aus Physik, Chemie, Mathematik, Astronomie sowie Zeit und Raum, die in den Versen des Srimad-Bhagavatam behandelt werden, sind für Studenten dieser jeweiligen Gebiete sicherlich sehr interessant, doch was uns betrifft so können wir sie in Bezug auf technisches Wissen nicht sehr ausführlich erklären. Das Thema wird durch die Feststellung zusammengefasst, dass über diesen verschiedenen Wissenszweigen die höchste Herrschaft der ewigen Zeit, als eine vollständige Repräsentation der höchsten Persönlichkeit Gottes steht. Nichts existiert ohne den Herrn und daher ist alles, mag es unserem dürftigen Wissen auch noch so wunderbar erscheinen, nichts weiter als das Werk des Höchsten Herrn, Sri Krishna. Zwei Paksas bilden einen Monat und zwölf Monate bilden ein Kalenderjahr, das heißt einen vollen Sonnenumlauf. So verhält es sich mit dem beherrschenden Maß der ewigen Zeit. In der Brahma-Samhita, wird diese Herrschaft wie folgt bestätigt: „Ich verehre Govinda, den Urersten Herrn, die Urerste höchste Ursache ohne einer weiteren Ursache, die höchste Persönlichkeit Gottes, unter dessen Aufsicht selbst die Sonne, die als das Auge des Herrn betrachtet wird, im festgelegten Lauf der ewigen Zeit kreist. Die Sonne ist der König aller Planetensysteme und besitzt unbegrenzte Wärme- und Leuchtkraft. „O Vidura (ein Weiser), die Sonne belebt alle Lebewesen mit ihrer unbegrenzten Wärme und ihrem unbegrenzten Licht. Sie verringert die Lebensdauer aller Lebewesen, um sie aus ihrer Illusion materieller Anhaftung an die illusorischen Objekte zu befreien und sie erweitert den Pfad der Erlösung zum himmlischen Königreich. So bewegt sie sich mit großer Geschwindigkeit am Firmament dahin und daher sollte ihr jeder alle fünf Jahre einmal mit allen Verehrungsgegenständen Achtung erweisen.“

Einige vedische Zeitangaben

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Vidura sagte: „Ich verstehe jetzt die Lebensdauer der Bewohner der Pita-Planeten und der himmlischen Planeten sowie die der Menschen. Gib mir jetzt in gütiger Weise Auskunft über die Lebensdauer jener überaus gelehrten Lebewesen, die sich jenseits des Herrschaftsbereiches eines KALPA befinden (ein Kalpa ist ein kosmischer Tag Brahmas und dauert 4.320.000.000 Jahre)“. Brahma ist das erste geschöpfte Wesen (Halbgott) von Vishnu. Er ist der Schöpfer der unzähligen materiellen Universen. Die Teilauflösung des Universums, die am Ende von Brahmas Tag stattfindet, beeinflusst nicht alle Planetensysteme. Die Planeten überaus gelehrter Lebewesen, wie die der Weisen Sanaka und Bhrgu werden von der Vernichtung am Ende eines jeden Kalpa nicht betroffen.

Alle Planeten sind verschiedenartig und jeder einzelne wird von einem anderen KALA-CHAKRA oder System der ewigen Zeit beherrscht. Die Zeitrechnung auf dem Erdplaneten ist nicht auf andere höher entwickelte Planeten übertragbar. Vidura fragte daher nach der Lebensdauer auf anderen Planeten. „O spirituell Mächtiger, du kannst den Lauf der ewigen Zeit verstehen, die, die beherrschende Form der höchsten Persönlichkeit Gottes ist. Weil du selbstverwirklicht bist, kannst du durch die Macht mystischer Sicht alles sehen.“ Diejenigen, die, die höchste Stufe mystischer Kraft erreicht haben und alles in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sehen können, werden als Trikalajanas bezeichnet. In ähnlicher Weise können die Geweihten des Herrn alles in den offenbarten Schriften enthaltene deutlich sehen. Die Geweihten Sri Krishnas können die Wissenschaft von Krishna sowie den Aufbau der materiellen und der spirituellen Schöpfung sehr leicht, ohne Schwierigkeiten, verstehen. Gottgeweihte brauchen sich nicht um irgendeine Yoga-Siddhi, dass heißt um die Vollkommenheit in irgendeiner mystischen Kraft zu bemühen. Sie sind dazu befähigt alles durch die Gnade des Herrn, der im Herzen eines jeden als Überseele weilt, richtig zu verstehen. Maitraya sprach: „O Vidura, die vier Zeitalter bezeichnet man als das SATYA-, das TRETA-, das DVAPARA - und das KALI-YUGA. Die Gesamtdauer dieser vier Zeitalter entspricht 12.000 Jahre der Halbgötter. Wie in den folgenden Versen deutlich wird bilden 12.000 Jahre der Halbgötter, einschließlich der Übergangszeiten die man als die Yuga-Sandhyas bezeichnet, die Summe der zuvor erwähnten vier Zeitalter. Die Gesamtdauer der oben erwähnten vier Zeitalter beträgt also 4.320.000 Jahre. Die Dauer des Satya-Zeitalters entspricht 4.800 Jahren der Halbgötter, die Dauer des Treta-Zeitalters entspricht 3.600 Jahren der Halbgötter, die Dauer des Dvapara-Zeitalters entspricht 2.400 Jahren und die des Kali-Zeitalters beträgt 1.200 Jahre der Halbgötter. Ein Jahr der Halbgötter entspricht 360 Jahren der Menschen. Die Dauer des Satya- Zeitalters beträgt daher 4800 x 360 oder 1.728.000 Jahre, die Dauer des Treta-Zeitalters beträgt 3600 x 360 oder 1.296.000 Jahre, die Dauer des Dvapara-Zeitalters beträgt 2400 x 360 oder 864.000 Jahre und das letzte Yuga, das Kali-Zeitalter (indem wir jetzt leben) währt 1200 x 360 oder 432.000 Jahre. Die Übergangszeiten vor und nach jedem Zeitalter, die einige hundert Jahre dauern, werden von sachkundigen Astronomen als Yuga-Sandhyas oder die Wendepunkte zweier Zeitalter bezeichnet. In diesen Zeiträumen werden alle möglichen religiösen Tätigkeiten ausgeführt. O Vidura, im Satya-Zeitalter hielt sich die Menschheit ordnungsgemäß und vollständig an die Grundsätze der Religion, doch in den anderen Zeitaltern nahm die Religiosität in dem Maße wie man Irreligion eindringen ließ, nach und nach um je ein Viertel ab. Dieses nennen die Menschen heute die „moderne Welt“. Im Satya-Yuga-Zeitalter, welches sich nach des Ende des derzeitigen wieder neu manifestiert, wurden die religiösen Grundsätze vollständig beachtet. Nach und nach verringerte sich die Religiosität; und zwar in dem darauf folgenden Zeitalter um jeweils ein Viertel. Mit anderen Worten, in der heutigen Zeit gibt es nur noch einen Teil wirkliche Religion und drei Teile Irreligion. Nur deswegen sind die Menschen in diesem Zeitalter nicht sehr glücklich. Die Leidenschaften durch die sie sich frei fühlen, sind in Wahrheit ihre Fesseln, die sie sich nicht erheben lassen und dies wird auch als sexuelle Revolution angesehen und vom Staat gefördert. So sind alle Sklaven ihrer eigenen Triebe wie die Tiere und denken sie wären freie Menschen. Diese Zustände sind typische Anzeichen des Kali-Yuga-Zeitalters, der totalen Degenerierung der Menschheit und die Regierungen fördern dieses wertlose Treiben in diesem Zeitalter, denn so merkt kaum einer was ihnen vorgespielt wird und jeder meint er wäre ein freier Mensch. Doch so sind alle nicht mehr wie Tiere anzusehen in der Bewertung der Evolution des Bewusstseins. Außerhalb der drei Planetensysteme Svarga, Martya und Patala, also genauer den oberen, mittleren und unteren Planetensystemen machen die vier Yugas mit 1.000 multipliziert einen Tag auf dem Planeten Brahmas aus.

Derselbe Zeitraum bildet eine Nacht Brahmas, in der sich der Schöpfer des Universums schlafen legt. Wenn Brahma sich während seiner Nachtzeit schlafen legt, werden alle drei Planetensysteme unterhalb von Brahma-Loka, dem höchsten Planeten im materiellen Universums auf dem Brahma weilt, im Wasser der Vernichtung untergetaucht. In seinem schlafenden Zustand träumt Brahma von Garbhodakasayi-Vishnu, der vollständigen Erweiterung Sri Krishnas, der Brahma geschaffen hat und nimmt vom Herrn Unterweisungen entgegen, um den verwüsteten Teil des Weltalls wieder aufbauen zu können. Wenn Brahmas Nacht vorüber ist, beginnt während der Tageszeit Brahmas erneut die Schöpfung der drei Welten und sie bleibt während der Leben vierzehn aufeinanderfolgender Manus, der wirklichen Väter der Menschheit bestehen. Am Ende des Lebens eines jeden Manu finden auch kürzere Vernichtungen statt. Ein jeder Manu erfreut sich eines Lebens das ein wenig länger dauert als einundsiebzig Folgen von vier Zeitaltern.

Wie im VISHNU-PURANA beschrieben wird besteht die Lebensdauer eines Manu aus einundsiebzig Folgen von vier Zeitaltern. Die Lebensdauer eines Manu beträgt nach der Zeitrechnung der Halbgötter etwa 852.000 Jahre und nach der, der Menschen etwa 306.720.000 Jahre. Nach der Vernichtung eines jeden Manu kommt der nächste Manu in der Reigenfolge, zusammen mit seinen Nachkommen die über die verschiedenen Planeten herrschen, wie die sieben berühmten Weisen und Halbgötter, wie Indra und seine Gefolgsleute, die Gandharvas, sie alle erscheinen gleichzeitig mit Manu. Es gibt vierzehn Manus an einem Tag Brahmas und jeder von ihnen hat verschiedene Nachkommen. In der Schöpfung kreisen während Brahmas Tag die drei Planetensysteme Svarga, Martya und Patala, sowie ihre Bewohner, einschließlich der niederen Tiere, Menschen, Halbgötter und Pitas. Sie erscheinen und verschwinden in Entsprechung zu ihren fruchtbringenden Tätigkeiten aus ihrem Karma, ihren Handlungen.

Bei jedem Wechsel des Manu erscheint der Herr, die höchste Persönlichkeit Gottes, Sri Krishna, indem er seine innere Kraft in verschiedenen Inkarnationen, wie den Manus und anderen offenbart. So erhält ER das Universum durch offenbarte Macht am Bestehen. Am Ende des Tages geht die mächtige Manifestation des Universums unter dem Einfluss eines unbedeutenden Teils der Erscheinungsweise der Dunkelheit in die Finsternis der Nacht ein. Durch den Einfluss der ewigen Zeit verbleiben die unzähligen Lebewesen in dieser Auflösung und alles ist in Schweigen gehüllt. Dieser Vers erklärt die Nacht Brahmas, welche die Auswirkung des Einflusses der Zeit in Berührung mit einem unbedeutenden Teil der Erscheinungsweisen der materiellen Natur in Dunkelheit oder Unwissenheit ist. Die Auflösung der drei Welten wird von der Inkarnation der Dunkelheit und der Unwissenheit, von Shiva oder auch Rudra genannt, bewirkt, der durch das Feuer der ewigen Zeit repräsentiert wird, das über die drei Welten lodert.

Diese drei Welten sind als BHUR, BHUVAH und SVAHA (Patala, Martya und Svarga) bekannt. Die unzähligen Lebewesen gehen in diese Auflösung ein, die wie das Fallen eines Vorhangs über die Szene der Energie des höchsten Herrn erscheint und so wird alles still. Wenn die Nacht Brahmas hereinbricht sind alle drei Welten außer Sicht und wie in einer gewöhnlichen Nacht leuchten die Sonne und der Mond nicht mehr. Aus diesem Vers geht hervor, dass das Leuchten der Sonne und des Mondes aus der Sphäre der drei Welten verschwindet, doch die Sonne und der Mond selbst vergehen nicht. Sie erscheinen im verbleibenden Teil des Universums, der Oberhalb des Bereiches der drei Welten liegt. Der Teil, indem die Vernichtung stattfindet verbleibt ohne Sonnenstrahlen oder Mondschein. Alles bleibt dunkel und von Wasser erfüllt, und wie in den folgenden Versen erklärt werden wird, wehen dort unaufhörlich Winde. Die Verwüstung wird durch das Feuer bewirkt, das aus dem Mund Sankarsanas hervor lodert und so begeben sich große Weise, wie Bhrgu und andere Bewohner Mahalokas, nach Janaloka, da sie unter der Hitze des lodernden Feuers leiden, das in den drei Welten unter ihnen wütet. Zu Beginn der Verwüstung treten alle Meere über ihre Ufer und Wirbelstürme toben mit großer Gewalt. So werden die Wogen der Meere wild und in kürze sind alle drei Welten von Wasser überflutet. Es heißt, dass das lodernde Feuer aus dem Mund Sankarsanas einhundert Jahre der Halbgötter oder 36.000 Jahre der Menschen wütet. Dann folgen weitere 36.000 Jahre Regengüsse, begleitet von tobenden Winden und aufpeitschenden Wellen, worauf die Meere und die Ozeane über ihre Ufer treten. Diese Auswirkungen von 72.000 Jahren sind der Anfang der Teilvernichtung der drei Welten. Die Menschen vergessen all diese Verwüstungen der Welten und halten sich im materiellen Fortschritt der Zivilisation für glücklich. Dies bezeichnet man als MAYA, illusorische Täuschung oder das, was nicht ist.7

Das Lebewesen, die individuelle Seele

Das eigentliche Lebewesen ist die spirituelle Seele, ein Energiepartikel der inneren Energie (der ewigen spirituellen Energie) Gottes. Ihre Größe wird in den Veden mit dem zehntausendsten Teil einer Haarspitze angegeben. Das bedeutet, das sie kleiner als ein Atom ist und unzerstörbar. Dieses ewige Lebewesen trägt wie eine Kopie alle Merkmale Gottes in sich, was die Qualität anbetrifft, nicht aber die Quantität Gottes, der über alle Füllen in unbegrenztem Ausmaß verfügt. Ohne zu spekulieren warum, muss man hinnehmen, dass das Lebewesen als selbständiges Teil des höchsten Herrn genießen wollte wie der Herr selbst. Nach den Beschreibungen in den Veden erfüllte der Herr diesen Wunsch, in- dem er eine materielle Welt durch Brahma, das erste Lebewesen schaffen ließ, in der das Lebewesen in 8.400.000 verschiedenen Lebensformen das materielle Leben mit seinen jeweiligen Sinneswerkzeugen genießen kann. Seither steigen die Lebewesen auf dem Rad der Wiedergeburten im Universum in verschiedenen Lebensformen, jedoch stets der Kontrolle durch die allmächtige Natur und der Zeit unterworfen, auf und ab. Das Ziel des Lebewesens, welches sich zum Genuss und damit verbunden im Leid entwickelt heißt, spirituelle geistige Reifung. Mit dieser geistigen Reifung, die wir auch Evolution nennen können, muss das Lebewesen irgendwann in die spirituelle Welt, in das ewige Reich Gottes zurückkehren und bringt diese Erfahrungen in unendlich potenzierter Form zurück. „Die spirituelle Seele ist ein winziger fragmentarischer Teil der höchsten Seele, und deshalb ist sie qualitativ eins mit dem Höchste. Sie unterliegt keinem Wandel wie der Körper. Manchmal wird die Seele auch als das Beständige bezeichnet. Der Körper unterliegt sechs Arten der Wandlung: er wird aus dem Mutterleib geboren, besteht für eine gewisse Zeit, wächst heran, erzeugt Nebenprodukte, verfällt allmählich und verschwindet schließlich in der Vergessenheit. Die Seele aber durchläuft nicht solche Wandlungen. Die Seele wird nicht geboren, aber weil sie einen materiellen Körper annimmt, wird der Körper geboren.

Für die Seele ist dies jedoch keine Geburt, und sie wird auch nicht sterben. Alles, was geboren wird, muss sterben. Und weil die Seele keine Geburt kennt, kennt sie weder Vergangenheit noch Gegenwart, noch Zukunft. Sie ist ewig, immerwährend und urerst, dass heißt, nichts in ihrer Geschichte weist darauf hin, das sie einen Anfang gehabt hat. Unter dem Einfluss der körperlichen Auffassung glauben wir, die Seele sei zu einem Zeitpunkt der Geschichte geboren worden. Ebenso wird die Seele, im Gegensatz zum Körper, zu keiner Zeit alt. Daher fühlt der scheinbar alte Mann, dass er der gleiche ist wie in seiner Kindheit oder Jugend. Die Wandlungen des Körpers beeinflussen die Seele nicht. Die Nebenprodukte des Körpers, die Kinder, sind ebenfalls verschiedene individuelle Seelen, und nur im Hinblick auf den Körper erscheinen sie als die Kinder eines bestimmten Mannes. Die Seele ist von den sechs Wandlungen, denen der Körper unterliegt frei.“8

Die Überseele

Die Überseele, durchdringt im Gegensatz zur individuellen Seele alle Lebewesen, die beweglichen und die unbeweglichen. Etwa so, wie ein Goldfaden in einem Kleid, der alle anderen Fäden durchdringt, jedoch der einzelne, nicht goldene Faden nur punktuell berührt wird . Die Überseele ist damit der Kenner aller individuellen Seelen. Wie zwei Vögel, die auf einem Ast sitzen, befindet sich die Überseele neben der individuellen Seele, als der stille Beobachter und Zeuge aller Gedanken und Handlungen der individuellen Seele. Die Überseele kann dabei Anweisungen geben oder schweigsam bleiben. Die individuelle Seele ist der Atman, unsere individuelle ewige Substanz und die Überseele ist der Paramatman, die allwissende göttliche Seele. Die höchste Person Gottes, Sri Krishna, sprach zu Arjuna in der Bhagavad – Gita und erklärte ihm: „Ich bin die Überseele, o Arjuna, die in den Herzen aller Lebewesen weilt. Ich bin der Anfang, die Mitte und das Ende aller Wesen.“9 Somit existiert die höchste Persönlichkeit Gottes als Überseele in allen Universen. Die höchste Person Gottes erscheint in den materiellen Manifestationen in drei Aspekten, als Karanodakasayi-Vishnu, als Garbhodakasayi-Vishnu und als Ksirodakasayi-Vishnu .

Der höchste Herr, der Karanodakasayi-Vishnu oder auch Maha-Vishnu genannt, Krishna, die Ursache aller Ursachen, legt sich im kosmischen Ozean als Maha-Vishnu nieder. Folglich ist die höchste Person Gottes der Anfang dieses Universums, der Erhalter der universalen Manifestationen sowie das Ende aller Energien.“10

Die Wanderung der Seelen

Die Wanderung der Seele ist unbestritten, zumal seit unvordenklichen Zeiten dieses Wissen bekannt und in vielen Religionen verankert ist. Keinerlei Zweifel darüber existiert in den Völkern der „alten Kulturen“ Asiens und Südamerikas. Weltweit verfügen etwa 4 Milliarden Menschen über dieses Wissen. Lediglich die katholische Kirche und eine wenige andere Religionen anerkennen die Seelenwanderung nicht oder nur in Teilen. Im folgenden werden die einzelnen Glaubensrichtungen in ihren „Anschauungen“ näher erläutert.

- Hinduismus

Im Hinduismus entwickelte sich die Reinkarnationslehre (Sanskrit: punarbhava = beständiges Werden) erst nach dem Ende der vedischen Zeit und mit dem Aufkommen der Literatur der Upanishaden ab 700 v.Chr.. Die klassische Ausformulierung der hinduistischen Reinkarnationslehre vom Kreislauf der Wiedergeburten (Samsara) ist in der Bhagavad-Gita enthalten. Nach hinduistischer Vorstellung ist der Mensch eine unsterbliche Seele, der Atman, die sich nach dem Tode des Körpers in einem neu in Erscheinung tretenden Wesen, dies können auch Tiere oder Pflanzen sein, wiederverkörpert. Die Qualität der Wiedergeburt oder Seelenwanderung ist abhängig von den in, den Vorexistenzen gewirkten Taten, dem Karma.

„Wie einer handelt, wie einer wandelt, ein solcher wird er. Aus guter Handlung entsteht Gutes, aus schlechter Handlung entsteht Schlechtes“, lehren die Upanishaden. Karma, die Tat, ist verknüpft mit der Vorstellung an eine sittliche Weltordnung, Dharma, wodurch alle Handlungen gemäß dem Prinzip von Ursache und Wirkung die Voraussetzung für die künftige Wiedergeburt darstellen. Ein jedes Wesen besteht aufgrund seines in früheren Daseinsformen angesammelten Tatpotenzials, welches also das Gesamtergebnis einer jeden Existenz bewirkt.

Folglich ist der Tod nicht der Abschluss des Lebens, sondern lediglich der Übergang zu einer neuen Daseinsform. Erhalten bleibt der durch den Atman, die ewige Seele, begründete und unveränderliche Wesenskern des Menschen. Der Jiva, das ist der Atman zusammen mit Vernunft, Gefühlen und Wünschen, der sich stets aufs neue manifestiert. Wohin der Jiva, die individuelle Seele nach dem Tod des Körpers geht, darüber bieten hinduistische Schriften keine eindeutigen Berichte an. Aber wie in allen Kulturen gibt es auch bei den Hindus den Begriff von Himmel und Hölle. Die Schriften schildern verschiedene Himmel, wo der Jiva mit gutem Karma sich eine Weile in überirdischen Freuden aufhalten kann, die Mythologie malt ebenso Bilder aus von schrecklichen Höllen, in der er solange großes Leid erfährt, bis sein schlechtes Karma verbraucht ist. Doch der Aufenthalt ist in beiden Fällen nicht ewig, nach einiger Zeit kehrt das Individuum auf die Erde zurück, um wieder und wieder geboren zu werden, bis zur endgültigen Erlösung, Moksha.

[...]


[1] Vgl. Risi, Armin: Die Kosmologie der altindischen Schriften, Älteste Analysen des UFO- Phänomens, 1996 in: http://armin-risi.ch/html/AV_Kosmologie.htm

[2] vgl. http://yogashop.bliss4u.net/produktinfo-seiten/ybsbasic/ybsbasic.html

[3] Vgl. Brahma Purana, Brahmanda Purana, Narada Purana, Ancient Indian Tradition an Mythology Series, Delhi (Motilal Banarsidass) 1984 ff.

[4] Vgl. Prabhupada: Srimad Bhagavatam, Ausgabe 1984, Dritter Canto, Erster Teil, S. 405

[5] Vgl. http://www.einstein-online.info/de/vertiefung/kosmischerSchall/index.html

[6] Vgl. Brockhaus, Naturwissenschaft und Technik, Sonderausgabe, Bd. 3, Mannheim 1989, S. 175

[7] Vgl. Prabhupada: Srimad Bhagavatam, Ausgabe 1984, Dritter Canto, Erster Teil, S. 379 - 407

[8] Vgl. . Prabhupada: Srimad Bhagavatam, Ausgabe 1984, Dritter Canto, Erster Teil, S. 379 - 407

[9] Vgl. Prabhupada: Die Bhagavad-Gita wie sie ist, The Bhaktivedanda Trust International, 1987, S. 489

[10] Vgl. Brahma-Samnita 5.47

Ende der Leseprobe aus 116 Seiten

Details

Titel
Der mystische Pfad zur Erkenntnis
Untertitel
Spirituelle Erlebnisse mit Yoga
Autor
Jahr
2013
Seiten
116
Katalognummer
V213027
ISBN (eBook)
9783656410867
ISBN (Buch)
9783656412731
Dateigröße
4452 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Dieses Buch gibt einen tieferen Einblick in das vedische Wissen und die spirituellen Erlebnisse des Autors, wenn dieses Wissen unter der Anleitung eines entwickelten Meisters praktiziert wird. Der Autor vermittelt umfassend die Zusammenhänge zwischen Körper, Geist, Seele und Gott, als unverzichtbarer Bestandteil, wenn sich ein Mensch dem Unsichtbaren, dem Transzendentalen nähert. Die Voraussetzung dieser Annäherung sind innere Reinheit, Wahrhaftigkeit und Liebe zu allem was ist.
Schlagworte
Yoga, Veden, Samadhi, christus, gott, Vegetarismus, Tierseele, Seelenwanderung, Krishna, Spiritualität, Heilung, Geist
Arbeit zitieren
Diplom-Ingenieur Bernd Staudte (Autor), 2013, Der mystische Pfad zur Erkenntnis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213027

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