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Der gute Sozialarbeiter und das dialogische Prinzip

Titre: Der gute Sozialarbeiter und das dialogische Prinzip

Dossier / Travail , 2011 , 14 Pages , Note: 2,7

Autor:in: Nina Schwitzky (Auteur)

Travail Social
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Mit der Frage, was macht einen guten Sozialarbeiter/eine gute Sozialarbeiterin aus, sollten sich alle angehenden Sozialarbeiter beschäftigen. Wobei die Heran-gehensweise sehr unterschiedlich sein kann. So habe ich mich als gelernte Er-zieherin während meiner Ausbildung in den vergangenen Jahren schon damit auseinander gesetzt, was eine gute Erzieherin in der heutigen Zeit mitbringen sollte, um ihre Arbeit über einen langen Zeitraum, also bis zur Rente, immer in gleich bleibender Qualität und ohne Gefährdung der eigenen psychischen Ge-sundheit ausführen zu können. Dabei empfand ich es immer als besonders wichtig, trotz der Professionalisierung meiner Arbeit meine Persönlichkeit und meine eigenen Moralvorstellungen nicht aus den Augen zu verlieren.
An die Hausarbeit und die Frage nach einer guten Sozialarbeiterin gab es ver-schiedene Herangehensweisen. Ich entschied mich für eine sehr klassische, aus der Bibliothek der Ostfalia, Hochschule für angewandte Wissenschaft, der Fakul-tät Soziale Arbeit, holte ich einige Bücher zum Thema Ethik, Moral und Soziale Arbeit. In die Literatur las ich mich im weiteren Vorgehen ein und überlegte, wel-chen der Schwerpunkte ich für die Arbeit als Sozialarbeiterin für mich am wich-tigsten und bedeutsamsten empfand. Ich blieb bei Martin Buber und dem dialo-gischen Prinzip hängen, weil es für mich in der Sozialarbeit immer um den Dialog geht, egal ob mit professionsgleichen Kollegen, fachfremden Kollegen oder dem Klienten selbst. Ohne einen gemeinsamen Dialog könnte man nicht miteinander arbeiten, weil jeder Mensch in seiner Sozialisierung andere Werte und Moralvorstellungen erlernt hat. Zwar kann man davon ausgehen, dass allge-meingültige Werte in jeder Erziehung vorkommen, aber dennoch muss man sich, um miteinander arbeiten zu können auf eine gemeinsame Wertebasis einigen, dies geschieht zum Teil nonverbal oder verbal zum Beispiel durch die Ver-einbarung von einfach Regeln zusammen mit dem Klienten.
Nachdem der Schwerpunkt für diese Hausarbeit gefunden war, lasse ich mich noch intensiver in das dialogische Prinzip von Martin Buber ein, welches, obwohl nicht mehr ganz neu, auch heute noch sehr aussagekräftig für die Soziale Arbeit ist. Denn schon immer ging es in der Sozialen Arbeit darum, einen gemeinsamen Kontext zu finden und miteinander im Gespräch zu sein und auch zu bleiben. Darauf werde ich später noch näher eingehen, wenn ich ein Beispiel aus meiner eigenen erlebten Praxis in der Sozialen Arbeit vorstelle.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wesensmerkmale Sozialer Arbeit

3. Ethik und Moral in der Sozialen Arbeit

4. Selbst erlebte Praxis Sozialer Arbeit

5. Persönliche Stellungnahme

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit reflektiert die Frage nach der professionellen Grundhaltung in der Sozialen Arbeit, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem „dialogischen Prinzip“ nach Martin Buber liegt. Ziel ist es, die Bedeutung von Ethik, Moral und persönlicher Authentizität für die tägliche Praxis zu ergründen und anhand eines Fallbeispiels aus der Arbeit mit muslimischen Mädchen aufzuzeigen.

  • Grundlegende Wesensmerkmale und Definitionen der Sozialen Arbeit
  • Ethische und moralische Anforderungen an das professionelle Handeln
  • Die Anwendung des dialogischen Prinzips nach Martin Buber in der Praxis
  • Konfliktfelder zwischen beruflichem Auftrag, Ethik und persönlicher Haltung
  • Bedeutung der Selbstreflexion für die professionelle Identität

Auszug aus dem Buch

Selbst erlebte Praxis Sozialer Arbeit

Ich werde an dieser Stelle einen Fall aus meiner Arbeitszeit als Erzieherin in einer anonymen multikulturellen Mädchenwohngruppe, in welcher ich vom Juli 2010 bis März 2011 beschäftigt war, schildern. Die Wohngruppe der AWO Nürnberg hatte 8 Wohnplätze und einen Notschlafplatz für Mädchen. Der Arbeitsschwerpunkt lag auf Mädchen aus dem muslimischen Kulturkreis und die Mädchen, die wegen der Gefahr von Zwangsheirat und Ehrenmord zu uns kamen, wobei auch schon verheiratete Mädchen, die vor ihrer Familie und der ihres Mannes flohen, aufgenommen wurden. Die Mädchen wurden von den Mitarbeiterinnen rund um die Uhr betreut. Das Team bestand aus 2 evangelischen Erzieherinnen, einer muslimischen Erzieherin, einer Sozialpädagogin und einer Psychologin.

Das Mädchen M, welches ich hier als Fall vorstellen möchte, war 18 Jahre alt und kam aus Berlin. Ihre Eltern kamen aus der Türkei und lebten schon länger in Deutschland. Ihr Vater übte einen akademischen Beruf aus und ihre Mutter war Hausfrau, sie hatte mehrere Geschwister, wobei sie 2 ältere Brüder hatte, welche für ihre Lebensgeschichte sehr bedeutsam waren. M besuchte in Berlin eine Oberschule, welche sie aber nicht beendete. Im Alter von 14 Jahren suchte M zum ersten Mal Zuflucht beim Jugendamt in Berlin, weil sie Zwangsverheiratet werden sollte. Sie wurde vom Jugendamt in einer Mädchenwohngruppe in Berlin untergebracht, aus der sie aber nach relativ kurzer Zeit wieder zu ihrer Familie zurück ging. Mit 15 Jahren heiratete sie nach muslimischer Tradition, nicht, wie ihre Eltern wollten, einen Mann in der Türkei, sondern einen von ihr mit ausgewählten 3 Jahre älteren Türken in Berlin. Sie zog nach der Hochzeit, wie es der Brauch verlangt, zu ihrem „Ehemann“ und seiner Familie. Sie erzählt von dieser Phase, dass sie regelmäßig von ihrem „Ehemann“ vergewaltigt wurde und in der Wohnung wie eine Sklavin lebte, weil sie in der Hierarchie unter den eigenen Töchtern der Familie stand.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin begründet ihre Wahl des Themas und erläutert den persönlichen Bezug zur Frage nach der Haltung in der Sozialen Arbeit sowie die Relevanz des dialogischen Prinzips.

2. Wesensmerkmale Sozialer Arbeit: Dieses Kapitel definiert Soziale Arbeit anhand internationaler Standards und diskutiert die Herausforderungen, die sich bei der Umsetzung dieser Merkmale in der täglichen Praxis ergeben.

3. Ethik und Moral in der Sozialen Arbeit: Hier werden zentrale Begriffe definiert und die ethischen Pflichten von Sozialarbeitern in Bezug auf sich selbst, Klienten, Institutionen und die Gesellschaft analysiert.

4. Selbst erlebte Praxis Sozialer Arbeit: Anhand einer Fallschilderung aus einer Mädchenwohngruppe werden die komplexen Dilemmata zwischen kulturellen Hintergründen, Traumatisierung und professionellem Handeln beleuchtet.

5. Persönliche Stellungnahme: Die Autorin reflektiert ihre eigenen Erkenntnisse aus der Erarbeitung der Hausarbeit und betont die Bedeutung von Authentizität und Toleranz für Sozialarbeiter.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Arbeit verwendeten Fachliteratur und Online-Quellen.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Martin Buber, Dialogisches Prinzip, Ethik, Moral, Berufsethik, Grundhaltung, Mädchenwohngruppe, Selbstreflexion, Profession, Inklusion, Authentizität, Jugendhilfe, Menschenrechte, Sozialpädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der professionellen Grundhaltung, die ein Sozialarbeiter mitbringen sollte, um seiner Tätigkeit qualitativ hochwertig und verantwortungsbewusst nachzugehen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die ethischen und moralischen Grundlagen der Sozialen Arbeit, die Bedeutung des Dialogs mit Klienten sowie die Herausforderung der persönlichen Reflexion im Berufsalltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Relevanz einer fundierten moralischen Haltung und die Anwendung des dialogischen Prinzips nach Martin Buber aufzuzeigen, um den individuellen Bedürfnissen der Klienten gerecht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu ethischen Fachdiskursen sowie einer Fallstudie aus der praktischen Erfahrung der Autorin in einer Mädchenwohngruppe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch Definitionen von Ethik und Moral, eine kritische Auseinandersetzung mit Berufsbildern sowie die praxisnahe Analyse eines konkreten Falls.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Soziale Arbeit, Dialogisches Prinzip, Ethik, Moral, Selbstreflexion, Authentizität und professionelle Identität sind die maßgeblichen Begriffe.

Welche Rolle spielt Martin Buber in der Arbeit?

Martin Bubers „dialogisches Prinzip“ dient als theoretischer Rahmen, um die Bedeutung echter zwischenmenschlicher Kommunikation und Begegnung als Kern der Sozialen Arbeit zu verdeutlichen.

Wie geht die Autorin mit dem ethischen Konflikt zwischen Klient und Gesellschaft um?

Anhand des Fallbeispiels zeigt sie auf, dass Sozialarbeiter häufig in einem Spannungsfeld zwischen den Wünschen des Klienten und den gesellschaftlichen Erwartungen stehen, wobei eine klare professionelle Grundhaltung zur Vermittlung notwendig ist.

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Résumé des informations

Titre
Der gute Sozialarbeiter und das dialogische Prinzip
Université
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel; Salzgitter  (Soziale Arbeit)
Note
2,7
Auteur
Nina Schwitzky (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
14
N° de catalogue
V213063
ISBN (ebook)
9783656411314
ISBN (Livre)
9783656412533
Langue
allemand
mots-clé
sozialarbeiter prinzip
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nina Schwitzky (Auteur), 2011, Der gute Sozialarbeiter und das dialogische Prinzip, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213063
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Extrait de  14  pages
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