Arbeitsaufträge formulieren

Eine Profession des Lehrers


Hausarbeit, 2011

15 Seiten, Note: bestanden


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

I. Warum das Thema „Arbeitsaufträge formulieren“?

II. Aufgaben – Ziele, Arten und Kategorisierung
II.I Lernziele
II.II Kategorisierung von Arbeitsaufträgen
II.III Arbeitsaufträge: Drei ausgewählte Beispiele

III. Schluss/Reflexion

IV. Literaturverzeichnis

V. Literatur von Dozenten (PDF-Dateien)

VI. Anhang

Eidesstattliche Erklärung

Hiermit versichere ich, dass ich die Hausarbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt habe, alle Ausführungen, die anderen Schriften wörtlich oder sinngemäß entnommen wurden, kenntlich gemacht sind und die Arbeit in gleicher oder ähnlicher Fassung noch nicht Bestandteil einer Studien- oder Prüfungsleistung war.

Robert Schich.

I. Warum das Thema „Arbeitsaufträge formulieren“?

„Gut konzipierte und präzise formulierte Arbeitsaufträge sind […] auch ein Schlüssel zum funktionierenden Selbststudium, denn sie befähigen zur selbstständigen Arbeit.“ (Universität Bielefeld 2010, S. 1) Dieses Zitat stammt aus einer Anleitung zum Formulieren von Arbeitsaufträgen für Dozenten von der Universität Bielefeld und wurde freundlicherweise von Prof. Dr. phil. habil. W. Melzer zur Verfügung gestellt. Auch wenn der Text besonders auf das Formulieren von Aufgaben und Arbeitsaufträgen für Dozenten[1] an der Universität zielt, so können doch viele Parallelen gezogen und Analogien zu den Lehrern an allgemeinbildenden Schulen hergestellt werden, denn auf diese Schulform soll sich dieser Kommentar beziehen. Ziel der Anleitung (und dieses wird sich im fortlaufenden Text noch mehrfach wiederholen) ist besonders das „studere“ anzuregen. „Sich mühen“ oder im übertragenen Sinne: das Selbststudium, die Motivation, das Interesse bei den Lernenden zu wecken und sie für die jeweilige Thematik zu begeistern. Oftmals wird dies nicht erreicht, weil sich die Lehrenden beim Formulieren der Aufgaben diesen Kontext nicht vor Augen halten und es entsteht bei den Lernenden lediglich der Eindruck des „Abarbeitens“, jedoch sollte es das Ziel der Unterrichtenden sein, dass die Schüler ihre eigenen Interessen erforschen und entdecken, welche Stärken oder Schwächen sie besitzen, „was ihnen besonders liegt und was nicht“, denn es gehört zu den Pflichten des Lehrers, den jungen Menschen aufzuzeigen oder sie so zu leiten, dass sie selbst entdecken können, welche „Bestimmung“ die ihre ist. Meiner Meinung nach ist es also von immenser Bedeutung für die Schüler, herauszufinden, wohin deren Entwicklung gehen soll. Da die Schule den Grundstein bezüglich dieser Thematik legt und einen enormen Anteil an der Sozialisation und persönlichen Entwicklung der Heranwachsenden beeinflusst, ist dies eine Aufgabe, welche ein sehr hohes Maß an Verantwortung bedingt. Durch geschicktes Formulieren, Konzipieren und Strukturieren von Aufgabenstellungen, kann zur Erreichung dieses Ziel beigetragen werden! Natürlich garantieren präzise, klar, deutlich und/oder verständlich formulierte Aufgabenstellungen nicht direkt einen konkreten Erfolg, doch erhöhen sie die Wahrscheinlichkeit einer positiven Beeinflussung signifikant (vgl. ebd., S. 3). Dem Lehrer ist somit die Möglichkeit gegeben, auf die Schüler und deren Entwicklung durch überlegtes Formulieren von Aufgaben Einfluss zu nehmen. Aufgrund dieser wertvollen Pflicht ist das Thema der Formulierung von Arbeitsaufträgen als forschungsrelevant einzustufen. Dies soll auf den nächsten Seiten analytisch betrachtet und an drei speziellen Aufgabentypen dargestellt werden. Hierbei stütze ich mich vor allem auf die Werke von Hilbert Meyer „Unterrichtsmethoden. Theorieband“ sowie auch auf den „Praxisband“.

II. Aufgaben – Ziele, Arten und Kategorisierung

Anforderungen, die an einen Arbeitsauftrag gestellt werden, sollen polyvalent sein. Es sollen mehrere Ziele formuliert werden. Diese werden durch die Einbettung in die Lehrveranstaltung oder das Unterrichtsthema im größeren Zusammenhang verständlich. Weiterhin steht die Herausforderung, mit dem Text oder der Aufgabe Interesse und Relevanz dessen zu wecken, was zu tun ist. Zuletzt besteht die Bedingung, dass die Schritte der Umsetzung im Einzelnen benannt sind und ein zeitlicher Rahmen abgesteckt ist, in dem der Arbeitsauftrag bearbeitet werden soll (vgl. ebd., S. 1). „Es handelt sich um durchdachte Konzepte, die es Studierenden ermöglichen, ohne Anwesenheit des/der Lehrenden aktiv, selbstständig und eigenverantwortlich an Themen und Fragen zu arbeiten.“ (Ebd., S. 1) Ziel in dieser Beschreibung ist es vor allem, die Schüler (wenn aus dem Zitat eine Analogie zur Schülerschaft hergestellt wird) zur „Mündigkeit“ (Hoppe 1996, S. 198) zu erziehen. Jedoch gibt es außer dem Benannten noch andere Ziele, die durch das Erstellen von Aufgabenstellungen zu erreichen sind.

Arbeitsaufträge in der Schule sind also besonders lernzielorientiert. Es muss eine Symbiose aus Erreichung des Lernziels (mit Hinweis auf das Curriculum oder den Lehrplan), Motivationsschaffung und dem Erlangen von Wissen beziehungsweise dessen Festigung geschaffen werden, vor allem und insbesondere vor dem Kontext, dass die Lehrperson den Fokus auf die Gegenwarts-, Zukunfts-, und die exemplarische Bedeutung (vgl. Jank/Meyer 2009, S. 205) der Schüler richtet und so Interessen fördert und erschafft. Nur so können Jugendliche angeregt werden, wie es zum Teil Ziel der konstruktivistischen Didaktik (vgl. ebd., S. 287) ist, sich für das Unterrichtsthema und den Stoff begeistern zu lassen und selbst aktiv zu werden. Diese so bedeutsame Lernzielorientierung, welche vor allem für junge Lehrer, Referendare und Studierende wichtige Inhalts- und Anhaltspunkte mittels des Lehrplans darstellt, soll nun aufgrund ihrer hohen Bedeutung besprochen werden.

[...]


[1] Im Folgenden wird das Maskulinum verwendet. Dies soll dem flüssigeren Lesen dienen und stellt keineswegs eine Diskreditierung oder Diskriminierung des weiblichen Geschlechts dar.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Arbeitsaufträge formulieren
Untertitel
Eine Profession des Lehrers
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Schulpädagogik und Grundschulpädagogik)
Veranstaltung
Gestaltung von Lehr-Lern-Arrangements
Note
bestanden
Autor
Jahr
2011
Seiten
15
Katalognummer
V213114
ISBN (eBook)
9783656411154
ISBN (Buch)
9783656413233
Dateigröße
666 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Didaktik, Arbeitsaufträge, Lehren
Arbeit zitieren
Robert Schich (Autor), 2011, Arbeitsaufträge formulieren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213114

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