Die heutige Geschwindigkeit der Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie macht es möglich schnell und einfach und weltweit zu kommunizieren. Dies ist einerseits ein Zeichen für Wachstum, andererseits fordert es die Wirtschaft auf, mitzuhalten. Heutzutage ist faktisch jedes nennenswerte Unternehmen im Web mit einer eigenen Homepage auf einer Webseite vertreten und auch kleinste Unternehmen nutzen bereits das Internet, weil sie hier eine kostengünstige Möglichkeit sehen, um potentielle Kunden zu erreichen.
Neue Trends des Internets, nämlich die Wandlung des Internetnutzers vom passiven zum aktiven Nutzer, bringen neue Herausforderungen. Gerade in der Tourismusbranche müssen die Anbieter ihre Strategie überdenken.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Definitionen
2.1 Definition und Abgrenzung Dienstleistung
2.2 Definition und Abgrenzung elektronische Dienstleistung
2.3 Definition Web 2.0
2.4 Entwicklung des Web 2.0
3 Web 2.0 im Tourismus
3.1 Ziele
3.2 Entwicklung des Tourismusmarktes
3.3 Web 2.0 Anwendungen in der Tourismusbranche
3.3.1 Online Communities
3.3.2 Foto- und Videoportale
3.3.3 Weblogs
3.3.4 Pod- und Vodcasts
3.3.5 Wikis
3.3.6 Social Bookmarking
4 Chancen und Risiken des Tourismus 2.0
4.1 Chancen und Risiken
4.2 Handlungsempfehlungen
5 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Web 2.0-Anwendungen für die Tourismusbranche mit dem Ziel, deren Potenziale für eine effizientere Kundenansprache und Absatzsteigerung aufzuzeigen sowie die damit verbundenen strategischen Chancen und Risiken kritisch zu bewerten.
- Grundlagen der Dienstleistungsökonomie und elektronische Dienstleistungen
- Die Evolution des Internets zum Web 2.0
- Analyse spezifischer Web 2.0-Werkzeuge im Tourismus (Communities, Blogs, Wikis etc.)
- Chancen und Risiken für touristische Unternehmen durch den digitalen Wandel
- Handlungsempfehlungen für ein modernes Tourismusmanagement
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Online Communities
Obwohl der Begriff Community bekannt ist, bleibt die Suche nach einer eindeutigen bzw. einheitlichen Abgrenzung dieses Begriffs ziemlich erfolglos. Als konstruktive Instrumente für eine Definition können folgende genannt werden:
Eine Community ist eine Gruppe, die:
in sozialer Interaktion steht, wobei der Austausch selbst geschaffener Information oft den Schwerpunkt darstellt,
gemeinsame Bindungen, z.B. durch gemeinsame Interessen, Ziele oder Aktivitäten aufweisen und
zumindest zeitweise einen gemeinsamen Ort besucht, der vorwiegend virtuell, d.h. computergestützt geschaffen ist.
Besonders wichtige und häufig verwendete Formen zur Kommunikation in modernen Online-Communities werden durch folgende Instrumente geliefert:
personalisierte Profilbereiche,
Kommentarfunktion,
E-Mail-Funktion,
Anzeigen von Verbindungen,
Bewertungsfunktion
etc.
Als wichtigstes Charakteristikum der kommunizierten Inhalte in Communities muss auf die Herkunft der ausgetauschten Informationen eingegangen werden. Während bei den meisten klassischen Internetseiten, meist der Betreiber, die Inhalte (Content) bereitstellt, werden diese bei Communities oft dezentral von den einzelnen Mitgliedern (User) produziert. Dies wird als User Generated Content bezeichnet. Beispiele für solche Communities sind StudiVZ, MySpace oder Facebook. Daneben existieren zahlreiche Special Interest Communities zu bestimmten Themen. Dazu gehören auch Online Reise-Communities. Sie ermöglichen eine schnelle Informationsbeschaffung und Profitierung vom Wissen und Erfahrungen anderer. So können Reiseempfehlungen und reisespezifische Informationen einfach ausgetauscht werden. Die GEO-Reisecommunity-Internetseite zeigt, dass die o.g. Kriterien einer Online Community erfüllt werden:
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die rasante technologische Entwicklung und deren Einfluss auf die Kommunikationsbedürfnisse von Tourismusunternehmen und Kunden.
2 Definitionen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen für Dienstleistungen und deren elektronische Varianten sowie der Begriff Web 2.0 expliziert.
3 Web 2.0 im Tourismus: Das Kapitel analysiert die Ziele des Web 2.0 im Tourismuskontext, die Entwicklung des Marktes und detailliert verschiedene Anwendungen wie Communities oder Blogs.
4 Chancen und Risiken des Tourismus 2.0: Hier werden die Vor- und Nachteile der digitalen Transformation für Anbieter sowie Kunden diskutiert und strategische Handlungsempfehlungen gegeben.
5 Ausblick: Der Ausblick skizziert die zukünftige Entwicklung in Richtung Semantic Web 3.0 und fasst den Wandel der Kommunikationsmodelle zusammen.
Schlüsselwörter
Web 2.0, Tourismus, Online Communities, Dienstleistung, Social Media, User Generated Content, Reisebranche, Informationsbeschaffung, Marketing, Weblogs, Podcasting, Vernetzung, Kundenbindung, Semantic Web, Digitalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den Einfluss des Web 2.0 auf die moderne Tourismusbranche und untersucht, wie Unternehmen diese Technologien für ihre Zwecke nutzen können.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zu den Schwerpunkten zählen Dienstleistungsdefinitionen, die Entwicklung des Web 2.0, spezifische Tourismus-Anwendungen sowie die Chancen und Risiken dieses digitalen Wandels.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Nutzen von Web 2.0-Anwendungen für einen effektiveren Absatz im Tourismus aufzuzeigen und Unternehmen Orientierung bei der strategischen Umsetzung zu bieten.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Seminararbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Aufbereitung aktueller Praxisbeispiele basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Definition der Begriffe, der Darstellung der Web 2.0-Instrumente (wie Wikis, Blogs, soziale Netzwerke) und der Analyse ihrer Auswirkungen auf den Tourismusmarkt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Web 2.0, Tourismus, Social Media, User Generated Content, Kundenbindung, Dienstleistungsmarketing und digitale Vernetzung.
Wie verändert das Web 2.0 die Rolle des Reisenden?
Der Reisende wandelt sich vom passiven Konsumenten zum aktiven Produzenten, der durch eigene Beiträge (User Generated Content) maßgeblich an der Informationserstellung für andere beteiligt ist.
Welche Risiken birgt das Web 2.0 für Tourismusunternehmen?
Die Arbeit identifiziert insbesondere die Informationsüberflutung sowie die Gefahr von Informationsverfälschungen als wesentliche Risiken, die eine professionelle Überwachung der Online-Kanäle erfordern.
- Citation du texte
- Kerstin Schaaf (Auteur), Katrin Schmithüsen (Auteur), 2011, Tourismus 2.0. Neue Anwendungen für die Tourismusbranche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213153