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Die Überwindung nationaler Hürden auf dem Weg zur Vollendung der Europäischen Politischen Union

Titel: Die Überwindung nationaler Hürden auf dem Weg zur Vollendung der Europäischen Politischen Union

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2013 , 18 Seiten

Autor:in: D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deißler (Autor:in)

Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Studie evaluiert die euroskeptischen Bewegungen und Dynamiken in Europa und setzt sie in Bezug zur hístorisch-politschen Staatsraison europapolitscher Akteure:

Nun hat Deutschland das, was die Briten schon immer hatten, nämlich eine formelle Bewegung, deren Ziel es zu sein scheint, zu den früheren, vermeintlich geordneten nationalen und internationalen (Währungs)verhältnissen zurückzukehren. In Großbritannien waren es die Euroskeptiker, die seit Jahrzehnten den britischen Isolationismus in Bezug auf Europa am Leben erhalten haben. Dies ist noch in mancher Hinsicht verständlich, da Großbritannien, aufgrund seiner Imperialgeschichte und seiner damit einhergehenden Nostalgie nach dem vergangenem britischen Ruhm längst verflossener Zeiten, in manchen Teilen der Bevölkerung einem insular-isolationistischen Glanz nachtrauert; das einzige was von der historischen, britisch-imperialen Ruhmesgeschichte übrigbleibt. Und mit dem Verschwinden dieses Erbes durch die vollendete Gleichstellung mit den EU-Partnern, insbesondere durch die Akzeptanz des Euro, wäre die kulturelle Kontinuität der Geschichte des international politischen Ruhmes vergangener Tage besiegelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Europaskeptik und Staatsraison: DM-Nostalgie in Deutschland, Euroskepsis in Großbritannien, europäischer Widerwille in Frankreich, Europa Frustration in Italien und auf der Südachse der EU

2. Die Sichtweise eines Nobelpreisträgers der Wirtschaftswissenschaften: Interview mit Dr. John F. Nash - Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften (Spieltheorie), Princeton University, Princeton/New Jersey/USA

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen nationalen und kulturellen Widerstände gegen die weitere europäische Integration und beleuchtet die psychologischen sowie strategischen Hintergründe europaskeptischer Bewegungen in verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie die notwendige Balance zwischen supranationaler Einheit und nationaler Identität unter Berücksichtigung der unterschiedlichen historischen Erwartungshaltungen gestaltet werden kann.

  • Die Analyse nationaler europakritischer Tendenzen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien.
  • Die historische und psychologische Einordnung von Währungsnostalgie und Souveränitätsansprüchen.
  • Die spieltheoretische Perspektive auf die europäische Einigung durch ein Interview mit dem Nobelpreisträger Dr. John F. Nash.
  • Die Bedeutung der europäischen Sozialisierung für das Verständnis komplementärer Identitäten.

Auszug aus dem Buch

Europaskeptik und Staatsraison: DM-Nostalgie in Deutschland, Euroskepsis in Großbritannien europäischer Widerwille in Frankreich, Europa Frustration in Italien

Nun hat Deutschland das, was die Briten schon immer hatten, nämlich eine formelle Bewegung, deren Ziel es zu sein scheint, zu den früheren, vermeintlich geordneten nationalen und internationalen (Währungs)verhältnissen zurückzukehren. In Großbritannien waren es die Euroskeptiker, die seit Jahrzehnten den britischen Isolationismus in Bezug auf Europa am Leben erhalten haben. Dies ist noch in mancher Hinsicht verständlich, da Großbritannien, aufgrund seiner Imperialgeschichte und seiner damit einhergehenden Nostalgie nach dem vergangenem britischen Ruhm längst verflossener Zeiten, in manchen Teilen der Bevölkerung einem insular-isolationistischen Glanz nachtrauert; das einzige was von der historischen, britisch-imperialen Ruhmesgeschichte übrigbleibt.

Und mit dem Verschwinden dieses Erbes durch die vollendete Gleichstellung mit den EU-Partnern, insbesondere durch die Akzeptanz des Euro, wäre die kulturelle Kontinuität der Geschichte des international politischen Ruhmes vergangener Tage besiegelt. Die Transformation einer früheren Weltmacht in eine europäische Provinz, wie jeder andere EU-Partnerstaat, wäre kulturell vergleichbar mit der Position Britanniens als einer nördlichen Provinz des Römischen Reiches, in dem nicht London, sondern Rom und in der heutigen Zeit eben Brüssel, Straßburg, Luxemburg und nun auch Frankfurt, mit den europäischen politischen Institutionen, die strategischen europapolitischen Zentren sind. Dieses Umdenken erfordert Zeit, ja sogar viel Zeit. Die Integration Großbritanniens in die EU käme also in historischer Hinsicht einer Erniedrigung dieses Landes gleich, während die Integration Deutschlands in die EU einer potentiellen Erhöhung oder Wiedererlangung alten Glanzes in historischer Hinsicht gleichkommt.

In Deutschland sind die Verhältnisse, verglichen mit dem Vereinigten Königreich, also eigentlich umgekehrt, denn die EU war ein Angebot der Geschichte, wieder zu vergangenem deutschem Ruhm im europäischen Kontext zurückzukehren, zunächst durch die politische, die wirtschaftliche und nun allmählich auch die Vollendung der Reintegration in die Gemeinschaft der zivilisierten Welt durch seine kulturelle Rehabilitierung. Während nun die Vollendung des europäischen Hauses in der Gestalt der Vollendung der politischen Union Europas, die nun seit über 60 Jahren systematisch betrieben wurde und in die zahllose Politiker und Rechts- und Politik- und Wirtschaftswissenschaftler viel Mühe investiert haben, vor der Tür steht, beginnen die Deutschen und andere nun plötzlich, davor zurückzuscheuen und möchten die Tür dieses unvollendeten Hauses vorzeitig schließen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Europaskeptik und Staatsraison: DM-Nostalgie in Deutschland, Euroskepsis in Großbritannien, europäischer Widerwille in Frankreich, Europa Frustration in Italien und auf der Südachse der EU: Das Kapitel analysiert die verschiedenen nationalen Ausprägungen von Europaskepsis und betont die Notwendigkeit einer integrativen, supranationalen Perspektive zur Bewahrung des europäischen Einigungsprojekts.

2. Die Sichtweise eines Nobelpreisträgers der Wirtschaftswissenschaften: Interview mit Dr. John F. Nash - Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften (Spieltheorie), Princeton University, Princeton/New Jersey/USA: In einem Experteninterview erläutert Dr. John F. Nash das europäische Einigungsprojekt aus der spieltheoretischen Perspektive und diskutiert die Kosten-Nutzen-Abwägungen sowie die Prestigeaspekte einzelner Mitgliedsstaaten.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Europaskepsis, Nationale Identität, Spieltheorie, Währungsunion, Supranationalität, Euro, Integration, Politische Union, Historisches Bewusstsein, Souveränität, John F. Nash, Wirtschaftspolitik, Kulturelle Autonomie, Europäische Sozialisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Spannung zwischen dem Wunsch nach nationaler Autonomie und der notwendigen supranationalen Integration in der Europäischen Union unter besonderer Berücksichtigung euroskeptischer Bewegungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die psychologischen Barrieren der europäischen Integration, die Rolle historischer Identität für wirtschaftspolitische Entscheidungen und die spieltheoretische Analyse internationaler Zusammenarbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie nationale Identität und supranationale europäische Politik synergistisch verbunden werden können, anstatt in nationalistische Isolation zurückzufallen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor kombiniert geisteswissenschaftliche Analysen zur historischen Identität mit einem Experteninterview, das eine spieltheoretische Perspektive auf die Währungsunion und das Verhalten der Mitgliedsstaaten bietet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die spezifischen Sorgen und Motivationen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien und diskutiert die Auswirkungen eines potenziellen Zerfalls der europäischen Wertegemeinschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Europäische Union, Spieltheorie, nationale Identität, Integration, Euroskepsis und kulturelle Autonomie.

Inwiefern spielt die Spieltheorie bei der Analyse der EU eine Rolle?

Die Spieltheorie hilft dabei, das Verhalten von Nationalstaaten als rationale Akteure in einem komplexen System zu begreifen, bei dem Prestige und Kosten-Nutzen-Abwägungen oft gegen eine tiefe europäische Integration stehen.

Welche Bedeutung hat das Interview mit Dr. John F. Nash?

Das Interview liefert eine externe, wissenschaftlich fundierte Einordnung des europäischen Projekts, die den Fokus von rein emotionalen Argumenten auf rationale Spielszenarien verlagert.

Was ist die Schlussfolgerung des Autors bezüglich der Zukunft Europas?

Der Autor warnt eindringlich vor einer vorschnellen Aufgabe des europäischen Einigungsprozesses und plädiert für eine Vision, die so viel Nationalstaat wie nötig und so viel Europa wie möglich zulässt.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Überwindung nationaler Hürden auf dem Weg zur Vollendung der Europäischen Politischen Union
Autor
D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deißler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
18
Katalognummer
V213182
ISBN (eBook)
9783656415039
ISBN (Buch)
9783656566168
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Europapolitik AFD Europäische Integration Euroskeptik Europäische politische Union
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deißler (Autor:in), 2013, Die Überwindung nationaler Hürden auf dem Weg zur Vollendung der Europäischen Politischen Union, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213182
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Leseprobe aus  18  Seiten
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