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Unternehmensbewertung von Kreditinstituten

Titel: Unternehmensbewertung von Kreditinstituten

Seminararbeit , 2013 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Thomas Piela (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Kreditinstitute spielen für die Wirtschaft eine zentrale Rolle, da sie als Finanzintermediäre auftreten. Hierzu gehört die Schaffung eines Ausgleiches zwischen Anlage- und Finanzbedarf von Kapitalgebern und Kapitalnehmern. Neben dieser sog. Allokationsfunktion gehören die Geldfunktion und die Versicherungsfunktion zu den wichtigsten Aufgaben eines KI. Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs und der Dynamisierung der Märkte als Folgen der Internationalisierung stehen KI neuen Herausforderungen gegenüber, aus denen sich Risiken ableiten lassen. Die Subprime-Krise von 2007 sowie die Staatsschuldenkrise in Europa seit 2010 als Folgen solcher Risiken verdeutlichen, dass sich Krisen innerhalb des Bankensektors schnell auf die übrige Wirtschaft und Regierungen ausbreiten können. Grund dafür ist, dass die o.g. Funktionen nicht mehr in vollem Umfang ausgeführt werden können. Die richtige Bewertung von KI spielt daher eine entscheidende Rolle. Während bei Unternehmen aus der Realwirtschaft i.d.R. konkrete Anlässe für eine Bewertung wie Unternehmenstransaktionen, Ein- und Austritten von Gesellschaftern, Kapitalveränderungen, Privatisierungen, Entschädigungen und Abfindungen vorliegen, werden Bewertungen von KI aus den o.g. Gründen zur wertorientierten Unternehmensführung durchgeführt. Ziel dieser Seminararbeit ist die Darstellung von bewertungsrelevanten Problemstellungen von KI sowie die Analyse und anschließende kritische Würdigung von gängigen Praktiken zur Bewertung von KI.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung und Ziel

1.2. Gang der Untersuchung

2. Bewertungsrelevante Spezifika von Kreditinstituten

2.1. Bankbetriebliche Risiken

2.1.1. Marktpreisrisiken

2.1.2. Adressenausfallrisiken

2.2. Regulatorische Vorgaben

3. Analyse geeigneter Bewertungsverfahren für Kreditinstituten

3.1. Discounted Cash-Flow-Verfahren mit besonderem Fokus auf die Equity-Methode

3.2. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis als ausgewähltes Multiplikatorverfahren

4. Kritische Würdigung der Analyse mittels einer Darstellung von Schwierigkeiten bei der Bewertung klassischer Bankengeschäftsfelder

4.1. Charakterisierung der ausgewählten Geschäftsfelder

4.1.1. Das Commercial Banking

4.1.2. Das Investment Banking

4.2. Probleme bei der Bewertung dieser Geschäftsfelder

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die spezifischen Herausforderungen bei der Bewertung von Kreditinstituten, die sich aufgrund bankspezifischer Risiken und strenger regulatorischer Rahmenbedingungen ergeben. Ziel ist es, gängige Bewertungsverfahren zu analysieren, deren Praxistauglichkeit zu prüfen und kritisch zu hinterfragen, inwieweit diese Methoden für verschiedene Bankengeschäftsfelder geeignet sind.

  • Bankbetriebliche Risiken und deren Einfluss auf die Unternehmensbewertung
  • Regulatorische Anforderungen wie Basel II und deren Implikationen
  • Analyse und Anwendung des Discounted Cash-Flow-Verfahrens (Equity-Ansatz)
  • Eignung des Kurs-Buchwert-Verhältnisses als Multiplikatorverfahren
  • Besonderheiten bei der Bewertung von Commercial Banking und Investment Banking

Auszug aus dem Buch

3.1. Discounted Cash-Flow-Verfahren mit besonderem Fokus auf die Equity-Methode

Das Discounted Cash-Flow-Verfahren (im Folgenden DCF-Verfahren genannt) ist eine Methode zur Unternehmensbewertung auf der Basis der Kapitalwertmethode. Nach dem DCF-Verfahren ergibt sich der Wert eines Unternehmens aus der zukünftigen Ertragskraft des Unternehmens. Dabei werden die in der Zukunft erwarteten Cash-Flows auf den Bewertungszeitpunkt diskontiert. Da die Cash-Flows nur für einige Folgejahre detailliert geplant bzw. geschätzt werden können, ergibt sich für den Zeitraum nach den Planungsjahren der sog. Terminal Value. Dieser Terminal Value wird berechnet aus einem langfristig erreichbaren Restwert und wird auch als ewige Rente bezeichnet. Die detailliert geplanten und diskontierten Zahlungsströme ergeben in Addition mit dem diskontierten Terminal Value den Barwert der gesamten Cash-Flows. Dieser Gesamtwert ergibt den Unternehmenswert nach dem DCF-Verfahren. Beim DCF-Verfahren werden drei verschiedene Methoden differenziert. Diese sind der Entity-Ansatz, der Adjusted-Present-Value (APV)-Ansatz als besondere Form des Entity-Ansatzes und der Equity-Ansatz.

Der Entity-Ansatz (auch Bruttoverfahren genannt) berücksichtigt alle Zahlungsüberschüsse, die den Eigen- und Fremdkapitalgebern zur Befriedigung ihrer Renditeforderungen stehen.

Der APV-Ansatz als spezifische Ausprägung des Entity-Ansatzes berücksichtigt darüber hinaus den Einfluss der Kapitalstruktur auf den Unternehmenswert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert die Rolle von Kreditinstituten als Finanzintermediäre und begründet die Notwendigkeit einer spezifischen Bewertungsmethodik angesichts steigender Risiken und regulatorischer Anforderungen.

2. Bewertungsrelevante Spezifika von Kreditinstituten: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten wie bankbetriebliche Risiken (Marktpreis- und Adressenausfallrisiken) sowie die Auswirkungen von Regulierungen wie Basel II und den MaRisk auf die Bewertung.

3. Analyse geeigneter Bewertungsverfahren für Kreditinstituten: Hier werden das DCF-Verfahren mit Fokus auf den Equity-Ansatz sowie das Kurs-Buchwert-Verhältnis als Multiplikatorverfahren vorgestellt und theoretisch beleuchtet.

4. Kritische Würdigung der Analyse mittels einer Darstellung von Schwierigkeiten bei der Bewertung klassischer Bankengeschäftsfelder: Dieses Kapitel vergleicht die Geschäftsmodelle des Commercial und Investment Bankings und analysiert die spezifischen Hindernisse bei deren Bewertung.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Wahl des Bewertungsverfahrens stark vom Anwendungszweck abhängt und bei einer objektiven Bewertung idealerweise eine Kombination verschiedener Methoden anzustreben ist.

Schlüsselwörter

Unternehmensbewertung, Kreditinstitute, Discounted Cash-Flow-Verfahren, Equity-Ansatz, Kurs-Buchwert-Verhältnis, Multiplikatorverfahren, Bankrisiken, Regulierung, Basel II, Basel III, MaRisk, Commercial Banking, Investment Banking, Eigenkapitalunterlegung, Finanzintermediäre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit der methodischen Unternehmensbewertung von Kreditinstituten und untersucht, wie bankspezifische Besonderheiten bei diesem Prozess berücksichtigt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen bankbetriebliche Risiken, regulatorische Auflagen (Basel-Abkommen, MaRisk) sowie die Anwendung klassischer Bewertungsverfahren wie DCF und Multiplikatormethoden auf Bankgeschäftsfelder.

Welches Ziel verfolgt die Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifischen Herausforderungen bei der Bewertung von Kreditinstituten aufzuzeigen und zu analysieren, welche Bewertungsmethoden für diesen Sektor praxistauglich sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse gängiger Bewertungsverfahren sowie einer deduktiven Untersuchung der Anwendbarkeit dieser Methoden auf spezifische Geschäftsfelder wie Commercial und Investment Banking.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Risiken und Regulierungen definiert, gefolgt von einer detaillierten Erläuterung des Equity-DCF-Ansatzes und des Kurs-Buchwert-Verhältnisses, sowie einer kritischen Analyse der Schwierigkeiten bei der Bewertung ausgewählter Bankgeschäfte.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Unternehmensbewertung, Kreditinstitute, Equity-Ansatz, Kurs-Buchwert-Verhältnis, Bankrisiken, Regulierung sowie Basel III.

Warum ist das Kurs-Buchwert-Verhältnis besonders für Banken geeignet?

Der KBV-Ansatz wird oft für Banken genutzt, da er einen starken Fokus auf die Eigenkapitalsituation legt, was angesichts regulatorischer Kapitalanforderungen ein wesentliches Merkmal für die Bewertung von Kreditinstituten darstellt.

Welchen Einfluss haben Basel II und Basel III auf die Bewertung?

Diese regulatorischen Rahmenwerke zwingen Banken zur Eigenkapitalunterlegung und erhöhen die Transparenzanforderungen, was die Prognostizierbarkeit von Cash-Flows erschwert und somit die Bewertungsmethodik direkt beeinflusst.

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Details

Titel
Unternehmensbewertung von Kreditinstituten
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,3
Autor
Thomas Piela (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
18
Katalognummer
V213257
ISBN (eBook)
9783656414179
ISBN (Buch)
9783656414810
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unternehmensbewertung Bank Kreditinstitut Corporate Evaluation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Piela (Autor:in), 2013, Unternehmensbewertung von Kreditinstituten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213257
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Leseprobe aus  18  Seiten
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