Die heutige Gesellschaft ist von Technologie geprägt. Sowohl in der Arbeitswelt, als auch in den privaten Haushalten ist ein Leben ohne Computer, Internet, Smartphones, etc. kaum noch denkbar. Lediglich innerhalb der Organisation Schule hat das Schulbuch bisher als Leitmedium einen festen Platz. Im Zuge der sich stetig verändernden Gesellschaft ist es notwendig, das Medium Schulbuch im Kontext mit anderen Medien zu betrachten. Dies scheint im Bereich der Schule schon insofern notwendig, als es gerade die heutige Jugend ist, die in einer von Technik geformten Welt aufwächst. Neue Medien wie Computer und Internet sind in ihrer Umwelt allgegenwärtig und tragen zu ihrem Lernprozess bei. Dies hat folglich auch Konsequenzen für ihr Lernverhalten. Trotzdem ist das gedruckte Buch aus vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Ein Pionier dieser Technik, Bill Gates, sagt dazu: „Reading on paper is so much a part of our lives that it is hard to imagine anything could ever replace inky marks on shredded trees.”1 Deshalb widmet sich diese Arbeit der Frage: „Das Geographiebuch – ein verzichtbares Medium?“ Im Folgenden soll zunächst dargelegt werden, was ein Leitmedium genau ist und warum das gedruckte Schulbuch diese Position noch immer inne hat. Darüber hinaus werden aber auch die Grenzen des Schulbuchs aufgezeigt. Im darauffolgenden Abschnitt wird dann der Medial – Kulturelle Wandel seit Durchsetzung des Internets betrachtet. Hier stehen vor allem die veränderten Mediennutzungspraktiken der Jugendlichen im Vordergrund, die sich auch auf das Lernverhalten auswirken. In der Folge soll dann ein konkretes neues Medium, das E – Book betrachtet werden. Hier stehen die Vor – und Nachteile gegenüber dem gedruckten Buch im Vordergrund. Abschließend soll zu der Ausgangsfrage, der Zukunft des Schulbuchs, Stellung bezogen werden. Hier werden nochmal Vor – und Nachteile des Schulbuchs und neuer Medien im Allgemeinen aufgezeigt ,um abschließend zu einer Prognose für die Zukunft des Schulbuchs zu kommen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Schulbuch als Leitmedium
A. CHARAKTERISTIKA UND FUNKTIONEN DES LEITMEDIUMS SCHULBUCH
B. GRENZEN DES LEITMEDIUMS SCHULBUCH
3. Das Internet als neues Bildungsmedium
4. Medienvergleich Ebook vs. Schulbuch
5. Die Zukunft des Buches in der Schule
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die gegenwärtige Rolle des gedruckten Schulbuchs als Leitmedium im Kontext einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft und bewertet dessen Zukunftsfähigkeit im Vergleich zu modernen digitalen Bildungsmedien wie dem E-Book.
- Analyse der Funktionen und Grenzen des klassischen Schulbuchs
- Untersuchung des medial-kulturellen Wandels durch das Internet
- Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen des E-Books im schulischen Kontext
- Prognose zur zukünftigen Bedeutung und Einbettung des Schulbuchs in digitale Lernsysteme
Auszug aus dem Buch
a. Charakteristika und Funktionen des Leitmediums Schulbuch
Bullinger, Hieber und Lenz formulieren für das Schulbuch als Leitmedium verschiedene Funktionen, die charakteristisch sind. Schulbücher bieten Strukturierung. Sie gliedern die Inhalte der Lehrpläne und bringen die verschiedenen Einzelteile in eine sinnvolle Reihenfolge. Sie erleichtern zum Einen die Planungsarbeit für den Lehrer, der zu jederzeit eine Verknüpfung zu den Lehrplänen hat, zum Anderen lassen sie durch ihre offene Struktur die Möglichkeit zur Auswahl und Verwendung der angebotenen Materialien.
Des Weiteren hat das Schulbuch eine Repräsentationsfunktion. Durch eine große Vielfalt an Materialien, bestehend aus Bildern, Quellentexten, Karten, Statistiken, Grafiken, Querschnitten, usw. wird ein Bezug zur räumlichen Wirklichkeit hergestellt und der Lehrkraft viele Ideen und Hilfestellungen zur Unterrichtsgestaltung geboten.
Durch Auswahl und Anordnung der Unterrichtsmaterialien ist eine doppelte Steuerungsfunktion gegeben. Zum einen werden in Deutschland Schulbücher einem Zulassungsverfahren unterzogen welches dafür sorgt, dass die staatlich konzipierten Bildungsstandards unabhängig vom Lehrer auch Einzug in den Unterricht erhalten. Zum Anderen bieten Schulbücher eine Steuerungsfunktion für den Schüler, der Information entdecken und entnehmen möchte und somit auch in seiner Selbstständigkeit gestärkt wird, da er weniger abhängig von der Lehrkraft ist. Das dem Schüler und dem Lehrer die Information zur Verfügung gestellt werden können setzt eine weitere didaktische Funktion voraus. Schulbücher reduzieren thematische Inhalte unter den Gesichtspunkten Exemplarität, Schülerbezug oder Gegenwarts – und Zukunftsbedeutung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Schulbuchs als Leitmedium in einer technisierten Gesellschaft ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Zukunft des Schulbuchs kritisch zu hinterfragen.
2. Das Schulbuch als Leitmedium: Hier werden die Funktionen und die besondere Bedeutung des Schulbuchs als staatlich legitimiertes Lernmittel analysiert, wobei auch dessen systemische Grenzen aufgezeigt werden.
3. Das Internet als neues Bildungsmedium: Dieses Kapitel betrachtet den Medial-kulturellen Wandel und die veränderten Mediennutzungspraktiken der "Generation Internet", die das Lernverhalten nachhaltig beeinflussen.
4. Medienvergleich Ebook vs. Schulbuch: In diesem Abschnitt findet eine Gegenüberstellung des E-Books mit dem klassischen Schulbuch statt, wobei Vor- und Nachteile in Bezug auf den Schulalltag untersucht werden.
5. Die Zukunft des Buches in der Schule: Das abschließende Kapitel fasst Argumente für und gegen das Schulbuch zusammen und wagt eine Prognose über dessen Weiterbestand in digitalen Lehr- und Lernsystemen.
Schlüsselwörter
Schulbuch, Leitmedium, E-Book, Medienwandel, Bildungsmedium, Digitalisierung, Generation Internet, Unterrichtsplanung, Medienkompetenz, Schulkultur, Lernverhalten, Wissensgesellschaft, Didaktik, Bildungsstandards, Medienverbund
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob das klassische Schulbuch trotz des Einzugs neuer digitaler Medien in deutsche Schulen weiterhin als zentrales Leitmedium Bestand haben kann.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themenfelder umfassen die Funktionen des Schulbuchs, die Auswirkungen des Internets auf Jugendliche, den Vergleich zwischen E-Books und gedruckten Büchern sowie eine abschließende Zukunftsprognose.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Argumente für und gegen das Schulbuch zu sammeln und zu klären, wie dieses in zukünftige digitale Lehr- und Lernsysteme eingebettet werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der Fachliteratur sowie auf theoretische Modelle zur Funktion von Medien, um die Transformation des schulischen Lernens zu begründen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit konkret behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die didaktischen Funktionen des Schulbuchs erläutert, dann der Wandel durch das Internet skizziert und schließlich die Eignung des E-Books als Unterrichtsmedium kritisch reflektiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Wichtige Begriffe sind Schulbuch, Leitmedium, E-Book, Medienwandel, Generation Internet, Wissensgesellschaft und digitale Bildungsmedien.
Welche Rolle spielt die "Generation Internet" für die Argumentation?
Die "Generation Internet" wird als Zielgruppe betrachtet, deren verändertes, nicht-lineares Mediennutzungsverhalten die Anforderungen an zeitgemäße Lernmaterialien maßgeblich bestimmt.
Warum ist laut der Arbeit eine Prognose für das Schulbuch schwierig?
Die Prognose ist schwierig, da sie von vielen Faktoren wie technologischer Infrastruktur, Finanzierung, Lehrerausbildung und dem politischen Willen zur Umsetzung abhängt.
- Citation du texte
- Benjamin Liedtke (Auteur), 2012, Das Geographiebuch - ein verzichtbares Medium?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213283