Die Bewertung von Unternehmen stellt seit Jahren eine Hauptkomponente der Betriebswirtschaftslehre dar. In den vergangenen Jahren wurden dabei immer neue Bewertungsansätze konzipiert, um das Risiko von Fehlbewertungen zu minimieren. Entscheidend dabei ist, dass die neuen Bewertungsverfahren die jeweiligen individuellen Besonderheiten des zu bewertenden Objektes berücksichtigen und nicht mehr nur eine allgemein gültige Bewertungsgrundlage bilden. In der Vergangenheit kam hier verstärkt das Ertragswertverfahren zum Einsatz, welches jedoch immer mehr durch das Discounted Cashflow Verfahren (DCF) abgelöst wird. Diese Arbeit soll einen Überblick über das Discounted Cashflow Verfahren und seiner Ansätze geben. Hierzu werden die einzelnen Verfahren mit Ihren Vor- und Nachteilen dargestellt und eine Wertung vorgenommen. In Abschnitt 4.2.3 wird zu einem der Ansätze ein ausführliches Beispiel aufgezeigt. In Abschnitt 4.3 und im Fazit werden die gängigsten Methoden abschließend kritisch betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Discounted Cashflow Verfahren
2.1 Die verschiedenen DCF Ansätze
2.2 Die Entity Methode
2.3 Die Equity Methode
2.4 Entity vs Equity
3. Die Entity Ansätze
3.1 Formel
3.2 Cashflow
4. Berechnung des Unternehmenswertes mit der Entity Methode
4.1.1 Weight Average Cost of Capital
4.1.2 Autonome Finanzierungsstrategie
4.1.2 Wertorientierte Finanzierungsstrategie
4.2 Adjusted Present Value
4.2.1 Autonome Finanzierungsstrategie
4.2.2 Wertorientierte Finanzierungsstrategie
4.2.3 Rechenbeispiel APV
4.3 APV vs WACC
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über die verschiedenen Ansätze des Discounted Cashflow (DCF) Verfahrens zur Unternehmensbewertung, analysiert deren Vor- und Nachteile und setzt diese in den Kontext der aktuellen betriebswirtschaftlichen Praxis.
- Theoretische Grundlagen des Discounted Cashflow Verfahrens
- Gegenüberstellung von Entity- und Equity-Methoden
- Detaillierte Analyse der WACC- und APV-Berechnungsmodelle
- Berücksichtigung unterschiedlicher Finanzierungsstrategien
- Kritische Bewertung der Eignung verschiedener DCF-Ansätze
Auszug aus dem Buch
2. Discounted Cashflow Verfahren
Das Discounted Cashflow Verfahren basiert auf der Investitionstheorie. Die zu bewertenden Unternehmen werden bei dieser als Investitionsobjekt betrachtet, die den Besitzern Dividenden oder Zinsen zufließen lassen, welche als Cashflow bezeichnet werden. Der Wert des Unternehmens wird hierbei nicht aus der Summe der im Unternehmen befindlichen Schulden, bzw. Vermögensgegenstände abgeleitet, sondern aus der Leistungsfähigkeit des Unternehmens und der Prognose der zu erwartenden Erträge. In der Literatur werden zwei verschiedene Arten der Berechnung des zukünftigen Unternehmenswertes dargestellt: Der Bruttoansatz (Entity Approach) und der Nettoansatz (Equity Approach). Aus diesen beiden bilden sich je nach Betrachtung vier verschiedene Ansätze heraus: die ersten zwei, das Weight Average Cost of Capital (WACC) und das Adjusted Present Value Verfahren (APV) sind Bruttoverfahren. Das Flow to Equity Verfahren (FTE) ist ein Nettoverfahren. Die vierte Methode, der Total Cashflow Ansatz (TCF) wird jedoch in der Praxis kaum angewandt und somit nicht weiter betrachtet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Unternehmensbewertung ein und skizziert den Übergang vom klassischen Ertragswertverfahren hin zu modernen DCF-Methoden.
2. Discounted Cashflow Verfahren: Dieses Kapitel erläutert die investitionstheoretischen Grundlagen des DCF-Verfahrens und differenziert zwischen den verschiedenen Brutto- und Nettoansätzen.
3. Die Entity Ansätze: Hier werden die mathematischen Grundlagen sowie die Anforderungen an die Cashflow-Ermittlung innerhalb der Entity-Methodik detailliert dargestellt.
4. Berechnung des Unternehmenswertes mit der Entity Methode: Dieses Kapitel behandelt die praktische Anwendung der WACC- und APV-Verfahren unter Berücksichtigung unterschiedlicher Finanzierungsstrategien.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und reflektiert die weltweite Akzeptanz sowie die bestehenden methodischen Herausforderungen der DCF-Verfahren.
Schlüsselwörter
Unternehmensbewertung, Discounted Cashflow, DCF, Entity Methode, Equity Methode, WACC, APV, Kapitalkosten, Unternehmenswert, Investitionstheorie, Finanzierungsstrategie, Cashflow, Tax Shield, Fremdkapital, Eigenkapital.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Unternehmensbewertung mittels Discounted Cashflow (DCF) Verfahren und deren verschiedenen praktischen Ausprägungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretische Herleitung von Unternehmenswerten, die Unterscheidung von Brutto- und Nettoverfahren sowie die Analyse von Finanzierungsstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist ein systematischer Überblick über die DCF-Ansätze inklusive einer kritischen Wertung ihrer Vor- und Nachteile sowie einer beispielhaften Berechnung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deduktive Herleitung basierend auf der Investitionstheorie sowie eine literaturgestützte Analyse der gängigen Bewertungsmethoden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Klassifikation der Verfahren, die mathematische Fundierung der Entity-Ansätze und die detaillierte Berechnung nach WACC und APV.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Unternehmensbewertung, DCF-Verfahren, WACC, APV, Entity-Approach und Kapitalkosten.
Warum wird die Equity Methode im Verlauf der Arbeit nicht weiter betrachtet?
Da sie stark dem Ertragswertverfahren ähnelt, das zunehmend durch DCF-Methoden ersetzt wird, und da Entity-Methoden in der Praxis eine höhere Relevanz aufweisen.
Welche Bedeutung hat der Restwert bei der WACC-Methode?
Die Bestimmung des Restwerts ist essenziell, da er häufig mehr als 50% des gesamten Unternehmenswertes ausmacht.
Wie unterscheidet sich die autonome von der wertorientierten Finanzierungsstrategie?
Bei der autonomen Strategie stehen die künftigen Fremdkapitalbestände fest, während bei der wertorientierten Strategie der Unternehmenswert direkt an das Fremdkapital gekoppelt ist.
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- Christina Vogler (Author), 2012, Das Discounted Cashflow-Verfahren zur Unternehmensbewertung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213325