Entwicklungen und Auswirkungen von Basel III


Hausarbeit, 2012

18 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

2. Zielsetzung

3. Grundlagen
3.1 Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht
3.2 Basel I
3.3 Basel II

4.1 Eigenkapitalvorschriften nach Basel III
4.2 Basel III

5. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung und Problemstellung

Die im Jahr 2008 begonnene Finanzmarktkrise hat gezeigt, dass die Eigenkapitalvorschriften nach Basel II nicht ausreichend waren, damit sich Kreditinstitute selbstständig retten und regenerieren konnten. Das Eigenkapital entsprach in weder qualitativer noch quantitativer Weise den Anforderungen, die zur Überwindung der Krise notwendig gewesen wäre. In der Krise wurde schnell deutlich, dass das vorgehaltene Kapital der Kreditinstitute nicht ausreicht, um die Krise alleine bewältigen zu können. Nur durch einen massiven Eingriff der Staaten in das System konnten die Banken und damit letztendlich die gesamte Wirtschaft gerettet werden. Ohne die vielen Milliarden der einzelnen Staaten würde der gesamte Finanzsektor heute anders aussehen. Neben dem quantitativen Aspekt spielte auch der qualitative Aspekt des Eigenkapitals eine wichtige Rolle, denn es stellte sich schnell heraus, dass das vorgehaltene Kapital nicht werthaltig genug war. Die Krise wurde zudem durch das gegenseitige Misstrauen der Finanzmarktteilnehmer verstärkt. Banken liehen sich untereinander kein Geld mehr und als Konsequenz geriet der gesamte Interbankenmarkt ins Stocken. Große Investmentbanken wie Lehmann Brothers gingen Bankrott, andere, wie die Commerzbank und die HSH Nordbank konnten nur mit milliardenschweren staatlichen Garantien gerettet werden. Erst das Eingreifen des Staates setzte den Interbankenmarkt wieder in Kraft. Viele international agierende Banken haben das System durch eine übertriebene Fristentransformation ins Wanken gebracht. Viele Banken erwirtschafteten hohe Gewinne, indem sie kurzfristige Passiva bei einer normalen Zinsstruktur in langfristige Aktiva anlegten. Die starke Nachfrage nach kurzfristigen Passiva hat die Passivzinssätze so stark angehoben, dass die Zinsstrukturkurve invers wurde und die Fristentransformation nicht mehr funktioniert hat[1].

2. Zielsetzung

Die Lösungsansätze der dargestellten Probleme aufzuzeigen und eventuelle Schlussfolgerungen aus diesen zu ziehen ist das Ziel der Arbeit. Zunächst geht der Autor im Kapitel 3 auf die Grundlagen ein. In Kapitel 3.1 wird zunächst der Baseler Ausschuss vorgestellt, in den folgenden Kapiteln werden Basel I und Basel II vorgestellt.

Das 4. Kapitel beschäftigt sich mit den Neuregelungen nach Basel III.

Kapitel 5 dient der kritischen Auseinandersetzung mit Basel III. Zudem wird auf mögliche Entwicklungen und Auswirkungen von Basel III auf das Bankensystem und die gesamte Wirtschaft eingegangen.

3. Grundlagen

3.1. Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (kurz: Baseler Ausschuss) bildet den internationalen Zusammenschluss der Bankenaufsichtsbehörden[2]. Die Bankenaufsichtsbehörden der G10-Staaten und die Zentralbanken haben Ende 1974 den Baseler Ausschuss gegründet. Der Ausschuss hat seinen Sitz dem Namen nach in Basel und ist der Bank for International Settlements (BIS) angegliedert[3]. Zu Beginn stimmte sich der Ausschuss über nationalen Regulierungspraktiken und die Kontrolle internationaler Banken ab und es wurde ein Informationsaustauschsystem geschaffen[4]. Heute sind 27 Mitgliedsstaaten vertreten. Es handelt sich um Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Hong Kong, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Korea, Luxemburg, Mexiko, Holland, Russland, Saudi Arabien, Singapur, Südafrika, Spanien, Schweden, Türkei, Vereinigtes Königreich, USA und der Schweiz. Die Hauptaufgabe des Ausschusses besteht heute in der Einführung von hohen und einheitlichen Standards für die Bankenaufsichten. Das Handeln des Ausschusses soll zur Festigung des internationalen Bankensystems beitragen[5]. Die vom Ausschuss herausgegebenen Empfehlungen und Richtlinien sind rechtlich nicht bindend und müssen ins nationale Recht eines jeden Staates aufgenommen werden, damit sie rechtsverbindlich werden[6]. Die Bankenaufsichtsorgane müssen auf die Internationalisierung des Finanzwesens und die fortlaufende Entwicklung neuer Finanzinstrumente reagieren. Der Ausschuss muss die Risiken analysieren und auswerten und somit volkswirtschaftlichen Krisen vorbeugen[7].

[...]


[1] Vgl. Welche Auswirkungen hat Basel III auf den Mittelstand, unter: http://www.bankenverband.de/themen/fachinformationen/mittelstandspolitik/welche-auswirkungen-hat-basel-iii-auf-den-mittelstand/, vom 17. Jan 2012.

[2] Vgl. Rittberger / Romund, S. 526.

[3] Vgl. About the Basel Committee, unter: http://www.bis.org/bcbs/index.htm, vom 20. Jan 2012.

[4] Vgl. Bieling, S. 152.

[5] Vgl. About the Basel Committee (s.o.).

[6] Vgl. Rost, S. 117ff.

[7] Vgl. Heider, S. 22f.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Entwicklungen und Auswirkungen von Basel III
Hochschule
bbw Hochschule  (NBS)
Veranstaltung
Finanzwirtschaft
Note
2,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
18
Katalognummer
V213326
ISBN (eBook)
9783656418948
ISBN (Buch)
9783656419679
Dateigröße
584 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklungen, auswirkungen, basel
Arbeit zitieren
Christina Vogler (Autor), 2012, Entwicklungen und Auswirkungen von Basel III, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213326

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