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Life Events und Sucht. Zur Bedeutung kritischer Lebensereignisse und ihrer Auswirkungen im Kontext von Suchterkrankungen

Título: Life Events und Sucht. Zur Bedeutung kritischer Lebensereignisse und ihrer Auswirkungen im Kontext von Suchterkrankungen

Tesis de Máster , 2010 , 100 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Julia Groos (Autor)

Psicología - Consulta y Terapia
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Die nachfolgende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage nach Zusammenhängen zwischen
so genannten „Life Events“ oder auch „kritischen Lebensereignissen“ und dem Entstehen
bzw. der Aufrechterhaltung von Suchterkrankungen. Von besonderem Forschungsinteresse
ist dabei, wie Betroffene einer Suchterkrankung selbst die Bedeutung einzelner
Lebensereignisse einschätzen, wie sie kritische Lebensereignisse persönlich beurteilen und
welchen Stellenwert sie ihnen in Verbindung mit ihrer Suchterkrankung geben.
Dazu sollen zunächst in Kapitel I die theoretischen Grundlagen erläutert werden.
Aufgrund der Vielfalt an Forschungsbemühungen sollen hier jedoch nur die wichtigsten
Ergebnisse in Form eines Überblicks dargestellt und erläutert werden.
Im Einzelnen werden in Kapitel 1 wissenschaftliche Interessensgebiete und die
Problematik einer Begriffsbestimmung aufgezeigt, sowie in Kapitel 2 spezifische
Erklärungsmodelle vorgestellt. Kapitel 3 befasst sich mit dem gezielten Blick auf kritische
Lebensereignisse in Zusammenhang mit psychischen Störungen.
Das Hauptaugenmerk soll in Kapitel II dann auf der eigenen empirischen Untersuchung
liegen. Dazu werden im Rahmen des Kapitels 1 zunächst Prozesse der Planung und
Vorbereitung erläutert. In diesem Zusammenhang werden leitende Forschungsfragen und
Zielsetzungen der Untersuchung sowie die Erarbeitung des konkreten Studiendesigns in
Form von Auswahlverfahren der wissenschaftlichen Methode und der Stichprobe
dargestellt. Auf der Basis der Entscheidung für die Durchführung einer qualitativen
Befragung wird darüber hinaus die Konstruktion eines entsprechenden Interviewleitfadens
präsentiert.
Die nachfolgende Erhebungsphase wird in Kapitel 2 anhand der Vorstellung von
Fallkonstellationen und Hintergrundwissen, dem allgemeinen Interviewverlauf und
ergänzender Eindrücke und Problematiken beschrieben. In der Präsentation der Ergebnisse
in Kapitel 3 wurde im Zuge der Auswertung der durchgeführten Interviews sodann ein
Kategoriensystem entwickelt, welchem die Aussagen der Studienteilnehmer auf der
Grundlage der zuvor erstellten Interviewtranskripte (= Datenmaterial) zugeordnet wurden.
Aufgrund der Datenflut werden die Ergebnisse noch einmal in einem Überblick
zusammengestellt, um anschließend eine fachliche Einschätzung der individuellen
Suchtentwicklung anzufügen.
Nicht zuletzt werden die Ergebnisse im Rahmen des Kapitels 4 unter Bezugnahme auf die
leitenden Arbeitshypothesen diskutiert. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

I. Theoretische Grundlagen – Life-Event-Forschung im Überblick

1. Kritische Lebensereignisse als Forschungsgegenstand

2. Ausgewählte Erklärungsmodelle in der Life-Event-Forschung

2.1 Stresstheoretische Konzepte

2.2 Personale Kontrolle und Erlernte Hilflosigkeit

2.3 Einzelereignisanalysen und Entwicklung von Stufenmodellen

3. Kritische Lebensereignisse und psychische Störungen

II. Biografische Ereignisse im Spiegel der Sucht - eine Untersuchung

1. Planung und Vorbereitung

1.1 Forschungsziele und Fragestellungen

1.2 Auswahlverfahren

1.2.1 Methodenauswahl

1.2.2 Stichprobenauswahl

1.3 Konstruktion des Interview-Leitfadens

2. Erhebungsphase

2.1 Fallkonstellationen und Hintergrundwissen

2.2 Allgemeiner Interviewverlauf

2.3 Ergänzende Eindrücke und Problematiken

3. Präsentation der Ergebnisse

3.1 Kategorienbildung

3.2 Zuordnung des Datenmaterials

3.2.1 "Er hat sein Soldatenleben auch nach Hause mitgebracht." (Interview I)

3.2.2 "Der Sport hat mein Leben bestimmt." (Interview II)

3.2.3 "Ich war schon immer ein Querulant." (Interview III)

3.2.4 "Vielleicht kann ich mich deshalb nicht so gut durchsetzen." (Interview IV)

3.2.5 "Ich dachte immer, ich bin so unwichtig." (Interview V)

3.2.6 "Ich hatte unheimliche Selbstzweifel." (Interview VI)

3.3 Überblick über die Ergebnisse

3.3.1 Kategorie A: Persönlichkeitsvariablen

3.3.2 Kategorie B: Art der Ereignisse

3.3.3 Kategorie C: Individuelles Belastungserleben

3.3.4 Kategorie D: Individuelle Bedeutung für den Suchtverlauf

3.4 Fachliche Einschätzung der individuellen Suchtentwicklung

4. Diskussion

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Master Thesis untersucht den Zusammenhang zwischen kritischen Lebensereignissen (Life Events) und der Entstehung sowie Aufrechterhaltung von Suchterkrankungen. Ziel ist es, aus der subjektiven Perspektive Betroffener zu eruieren, welche Bedeutung sie einzelnen Ereignissen in ihrem Lebensverlauf beimessen und wie diese in Verbindung mit ihrer Sucht stehen.

  • Analyse theoretischer Erklärungsmodelle zu kritischen Lebensereignissen
  • Empirische qualitative Untersuchung mittels Leitfadeninterviews bei Suchtpatienten
  • Kategorisierung biographischer Erlebnisse nach ihrer Belastung und Bedeutung für den Suchtverlauf
  • Fachliche Einschätzung der individuellen Suchtentwicklung
  • Diskussion über die Relevanz subjektiver Bewertungen für die therapeutische Praxis

Auszug aus dem Buch

3.2.1 »Er hat sein Soldatenleben auch nach Hause mitgebracht.« (Interview I)

Herr G. konnte insgesamt sieben verschiedene, voneinander abgrenzbare Lebensereignisse benennen, die seiner Einschätzung nach für seine Entwicklung bzw. seine Biografie von besonderer Bedeutung oder Prägnanz waren.

Im Bereich der Kindheit berichtete er zunächst davon, oft den Wohnort und somit auch die Schule gewechselt zu haben (E1). Dies sei stets mit der Notwendigkeit verbunden gewesen, sich neu zu integrieren und Herr G. schilderte offen seine damaligen Ängste. In besonderer Erinnerung waren Herrn G. außerdem die gemeinsamen Familienausflüge ans Rote Meer oder Besuche bei seiner Großmutter in seinem Geburtsort (E2).

Er sei spät in die Pubertät gekommen, aber stets ein guter Schüler gewesen, habe gerne ab der 9. Klasse das Internat besucht und viel Sport getrieben. Immer häufiger sei es ab dem 15./16. LJ jedoch dann zu Streitsituationen mit seinem Vater gekommen, der streng, kontrollierend und reglementierend beschrieben wird. Bis zum 19. LJ habe es mehrfach in der Woche Auseinandersetzungen mit dem Vater gegeben, beispielsweise wegen „zu spät kommen“. Der Vater habe dann oft laut geschrien oder Beleidigungen geäußert (» Du bist blöd. «) (E3).

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitung in die Bedeutung der Anamneseerhebung bei Suchterkrankten und die Beobachtung, dass trotz individueller Lebensgeschichten oft redundante kritische Lebensereignisse auftreten.

Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage, welche Zusammenhänge zwischen kritischen Lebensereignissen und Suchterkrankungen bestehen, sowie Erläuterung des methodischen Aufbaus der Arbeit.

I. Theoretische Grundlagen – Life-Event-Forschung im Überblick: Überblick über psychologische Modelle zu kritischen Lebensereignissen, einschließlich stresstheoretischer Konzepte und Bindungstheorien, sowie deren Bezug zu psychischen Störungen.

II. Biografische Ereignisse im Spiegel der Sucht - eine Untersuchung: Darstellung der eigenen qualitativen Studie, beginnend mit Planung, Erhebungsphase (Fallvorstellungen) bis hin zur Präsentation und Diskussion der empirischen Ergebnisse.

Schlüsselwörter

Kritische Lebensereignisse, Life Events, Suchterkrankung, Suchtverlauf, Anamnese, Biografie, qualitative Forschung, Leitfadeninterview, Belastungserleben, Stressbewältigung, Persönlichkeitsvariablen, Suchtentwicklung, psychische Störungen, Verlusterlebnisse, Traumata.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erforschung möglicher Zusammenhänge zwischen kritischen Lebensereignissen und dem Entstehen oder der Aufrechterhaltung von Suchterkrankungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Life-Event-Forschung, die Bedeutung biographischer Erlebnisse für Suchtpatienten und die klinische Einordnung dieser Erfahrungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die subjektive Einschätzung von Suchtpatienten bezüglich ihrer prägenden Lebensereignisse und deren Stellenwert in ihrer Suchtgeschichte zu erfassen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, konkret die Durchführung teilstrukturierter Leitfadeninterviews mit sechs Patienten einer Fachklinik für Abhängigkeitserkrankungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Planung, Durchführung und Auswertung der empirischen Untersuchung dargestellt, wobei insbesondere die einzelnen Fallgeschichten der Probanden und die Kategorisierung ihrer Erlebnisse im Fokus stehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kritische Lebensereignisse, Suchterkrankung, Biografie, qualitative Forschung, Suchtentwicklung und Belastungserleben.

Wie gehen Suchtpatienten mit belastenden Lebensereignissen um?

Die Arbeit zeigt, dass Patienten häufig dysfunktionale Bewältigungsstrategien wie Alkohol- oder Drogenkonsum nutzen, um belastende Gefühle wie Ängste, Kränkungen oder Verlustschmerz zu kompensieren.

Spielt die Persönlichkeit der Patienten eine Rolle bei der Bewertung von Ereignissen?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass individuelle Persönlichkeitsmerkmale und die Art der subjektiven Interpretation für die Bewertung von Lebensereignissen zentral sind, wobei keine signifikanten Korrelationen zu Alter oder Geschlecht gefunden wurden.

Können Suchtpatienten Zusammenhänge zwischen Lebensereignissen und ihrer Sucht selbst herstellen?

Die Untersuchung macht deutlich, dass viele Patienten Zusammenhänge zwar wahrnehmen, jedoch oft Schwierigkeiten haben, diese präzise zu verbalisieren, wobei der fachliche Blick therapeutisch unterstützend wirkt.

Welche Rolle spielt der Suchtmittelkonsum bei der Bewältigung?

Der Konsum wird häufig als funktionales Mittel eingesetzt, um den "Boden unter den Füßen" zu stabilisieren oder unangenehme Gefühle, insbesondere nach traumatischen Erlebnissen, zu betäuben.

Final del extracto de 100 páginas  - subir

Detalles

Título
Life Events und Sucht. Zur Bedeutung kritischer Lebensereignisse und ihrer Auswirkungen im Kontext von Suchterkrankungen
Universidad
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Köln
Curso
Suchttherapie
Calificación
1,7
Autor
Julia Groos (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
100
No. de catálogo
V213419
ISBN (Ebook)
9783656416258
ISBN (Libro)
9783656416494
Idioma
Alemán
Etiqueta
life events sucht bedeutung lebensereignisse auswirkungen kontext suchterkrankungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julia Groos (Autor), 2010, Life Events und Sucht. Zur Bedeutung kritischer Lebensereignisse und ihrer Auswirkungen im Kontext von Suchterkrankungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213419
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Extracto de  100  Páginas
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